Der Bioapfel aus dem Vinschgau im Wandel
Ein starkes Zeichen für Bio
VIP zählt heute zu den wichtigsten Anbietern von Bioäpfeln in Europa. Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis langfristiger Entscheidungen – für Qualität, Nachhaltigkeit und moderne Strukturen. In der JUVAL wurde gezielt in eine Infrastruktur investiert, die ausschließlich auf Bio ausgerichtet ist. Das ist in dieser Form europaweit etwas Besonderes.
Hier werden Bioäpfel gelagert, sortiert und verpackt – und das mit modernster Technik. Ziel ist es, den Handel und die Konsumentinnen und Konsumenten das ganze Jahr über zuverlässig mit hochwertigen Bioäpfeln aus dem Vinschgau zu versorgen.
Frische, die bleibt – das ganze Jahr
Äpfel sind ein Naturprodukt, das Zeit braucht. Damit sie auch Monate nach der Ernte noch frisch, knackig und aromatisch sind, spielt die Lagerung eine entscheidende Rolle. In der JUVAL kommen dafür große Hochregallager mit kontrollierter Atmosphäre zum Einsatz. Temperatur, Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit werden exakt gesteuert – so bleiben die Äpfel in Topqualität.
Ein digitales Lagersystem sorgt dafür, dass immer jene Äpfel zuerst ausgeliefert werden, die am längsten lagern. Das klingt simpel, bringt aber große Vorteile: weniger Energieverbrauch, bessere Planbarkeit und gleichbleibende Qualität. „So können wir ganzjährig Bioäpfel auf höchstem Niveau liefern“, erklärt Gerhard Eberhöfer, Bio Product Manager bei VIP.
Geschwindigkeit trifft Sorgfalt
Neben der Lagerung ist auch die Verarbeitung ein wichtiger Faktor. In der JUVAL können pro Stunde große Mengen an Äpfeln sortiert und über zwölf Verpackungslinien für unterschiedliche Kunden vorbereitet werden – vom kleinen Bio-Fachhandel bis zum großen Lebensmittelmarkt. Trotz dieser Leistung steht eines immer im Vordergrund: Sorgfalt und Rückverfolgbarkeit.
„Jeder Apfel soll nachvollziehbar bleiben – vom Baum bis ins Regal“, sagt Stephan Gorfer, Betriebsleiter der Genossenschaft JUVAL. Möglich macht das eine weitgehend automatisierte Abwicklung, bei der alle Schritte dokumentiert werden.
Wer steckt hinter dem Apfel?
Besonders spannend – auch für Konsumentinnen und Konsumenten – ist das Projekt BioGraphy. Über einen QR-Code auf der Verpackung kann man nachverfolgen, von welchem Hof im Vinschgau die Bioäpfel stammen. Man lernt die Bäuerinnen und Bauern kennen, sieht ihre Höfe, die angebauten Sorten und bekommt einen Einblick in ihren Arbeitsalltag.
So wird der Bioapfel wieder greifbar – nicht als anonymes Produkt, sondern als Ergebnis täglicher Arbeit, Erfahrung und Verantwortung.
Nachhaltigkeit, die sichtbar ist
Zur Zukunft des Bioanbaus gehört auch der bewusste Umgang mit Ressourcen. Auf den Dächern der Genossenschaft JUVAL erzeugen Photovoltaikanlagen bis zu 65 Prozent des benötigten Stroms. Das spart Energie, reduziert Emissionen und macht den Standort unabhängiger.
Moderne Technik, erneuerbare Energie und regionale Wertschöpfung greifen hier ineinander – ein Modell, das zeigt, wie Landwirtschaft und Nachhaltigkeit zusammengehen können.
Die Menschen hinter dem Bioapfel
Im Zentrum dieser Entwicklung stehen jedoch nicht Maschinen oder Hallen, sondern die 261 Bio-Produzentinnen und Bio-Produzenten im Vinschgau. Ihr Know-how ist über Generationen gewachsen und bildet das Fundament der heutigen Bioqualität. Unterstützt werden sie durch eine spezialisierte Fachberatung, die sie bei allen Fragen rund um den Bioanbau begleitet – von der Pflege der Anlagen bis zur Ernte. Gleichzeitig bleiben die Betriebe nicht stehen: Produktion und Sortenwahl werden laufend an neue Erkenntnisse, Marktanforderungen und klimatische Bedingungen angepasst. Diese Mischung aus Erfahrung, Professionalität und Bereitschaft zur Weiterentwicklung macht den Vinschger Bioapfel zu dem, was er heute ist.
Ein Gewinn für den ganzen Vinschgau
Mit Investitionen wie jener in der JUVAL stärkt VIP nicht nur seine Marktposition, sondern auch den Vinschgau als Bio-Kompetenzregion. Die Verbindung aus bäuerlicher Arbeit, moderner Technik und transparenter Vermarktung schafft Vertrauen – bei Handelspartnern ebenso wie bei den Menschen, die Bioäpfel aus dem Tal genießen.
So bleibt der Apfel aus dem Vinschgau nicht nur ein Stück Tradition, sondern auch ein Blick in die Zukunft der Landwirtschaft.