Euregiotour für Orangspenden und Transplantation

(v.l.) Marc Kaufmann, Peter Zanon, Florian Zerzer, Eugen Vikoler, Alex Ramperti (v.l.) Marc Kaufmann, Peter Zanon, Florian Zerzer, Eugen Vikoler, Alex Ramperti

Die Euregiotour für Orangspenden und Transplantation wird am kommenden Wochenende wieder durch die Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino rollen. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden heute (20.06.2022) die Etappen und die Ziele dieser Radveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Euregiotour für Orangspenden und Transplantation ist eine grenzüberschreitende Radveranstaltung, die diesmal vom 23. bis 26. Juni stattfindet. Auf ihrer Route von Tirol über Südtirol ins Trentino durchquert sie die gesamte Euregio. Diesmal über die Route Innsbruck, Sterzing, Bruneck, Tramin und Arco.

Die Euregiotour für Orangspenden und Transplantation findet in diesem Jahr bereits zum 19. Mal statt, aber die Ziele sind seit Anbeginn die gleichen geblieben. Zum einen soll aufgezeigt werden, dass auch Menschen, die sich einer Transplantation unterziehen mussten, anschließend ein normales Leben führen und Sport treiben können. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeit für das Thema Transplantation sensibilisiert und das Bewusstsein für die Organspende gesteigert werden.
An der Radveranstaltung beteiligen können sich sowohl transplantierte als auch nicht-transplantierte Sportler sowie Unterstützer. Veranstalter ist der Transplant Sport Club. Die Landeshauptleute von Tirol, Südtirol und Trentino sind Schirmherren der Veranstaltung.
Unter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der diesjährigen Ausgabe befinden sich organtransplantierte Sportler aus Italien, Österreich, Deutschland und Großbritannien, die von Ärzten/Ärztinnen, Krankenpflegepersonals und Helfern begleitet werden.

Gemeinsam wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der rund 300 Kilometer langen Tour zeigen, dass Menschen auch nach einer Organtransplantation ein normales Leben führen und Sport treiben können. Die erste Etappe der diesjährigen Euregio Transplant-Tour führt diesmal von Innsbruck über Sterzing nach Bruneck. Am zweiten Tag geht es von Corvara über das Grödner Joch und den Sellapass nach Tramin. Die dritte Etappe führt dann von Tramin nach Arco.
Während der drei Etappen wird es für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen auch Gelegenheiten geben, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und so das Bewusstsein für Organspenden in der Bevölkerung zu schärfen.
Die grenzüberschreitende Route der Tour soll auch darauf hinweisen, dass die Zusammenarbeit im Bereich Transplantationstherapie zwischen Tirol, Südtirol und Trentino eine besondere und gut funktionierende ist. 
Nicht zuletzt bedeutet die Teilnahme an der Euregiotour für Orangspenden und Transplantation für die transplantierten Sportler Lebensfreude und Stärkung des Selbstwertgefühls sowie ein intensives gemeinsames Erlebnis mit Gleichgesinnten.

In Südtirol ist die Bereitschaft zur Organspende noch etwas verhalten. Von 107 Provinzen steht Südtirol nur an 70. Stelle. Südtirols Transplantationszentrum ist die Universitätsklinik Innsbruck. Die „Region West“, zu der die Klinik Innsbruck gehört, ist in die „Eurotransplant-Region“ eingebunden, zu der Österreich, Deutschland, die Benelux-Länder, Slowenien, Kroatien und Ungarn gehören. Über Innsbruck ist Südtirol diesem Verbund angeschlossen. So können Südtiroler Bürger und Bürgerinnen Organe aus der Eurotransplant-Region erhalten und auch spenden. Südtiroler Patienten und Patientinnen können sich auch beim „Centro Nazionale Trapianti“ in Italien auf die Warteliste setzen lassen.

Der 1990 gegründete Transplant Sport Club APS war die erste Sportgruppe für Organtransplantierte in Italien. Das Hauptziel des Vereins ist die Förderung sportlicher Aktivitäten für Organtransplantierte und die Ermöglichung der Teilnahme der transplantierten Sportler an den World Transplant Games.

(PAS)

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