Hundekot: Ressourcenverschwendung statt tatsächlicher Problemlösung?

Die Verschmutzung durch Hundekot und -urin ist nicht nur in den schönen Südtiroler Altstädten ein gefühlt sehr ernsthaftes Problem für alle BürgerInnen und HundehalterInnen. Der Abgeordnete Thomas Widmann, Landtagsfraktion Für Südtirol mit Widmann, stellte diesbezüglich in der aktuellen Sitzungswoche des Landtags im Mai Fragen an die Landesregierung, denn die vom damals zuständigen Landesrat eingeführte Maßnahme hat keine Erleichterung gebracht, dafür viel Bürokratie und hohe Kosten.

LR Arnold Schuler hatte versprochen, dem Problem Hundekot zeitnah Abhilfe zu schaffen. Nach über zwei Jahren Umsetzungszeit müssen Fristen gestreckt werden, die Haufen und Häufchen sind mindestens noch gleich viele wie vorher.

Auch die Kosten zur Umsetzung der Maßnahmen, welche sich auf circa 400.000 Euro hätten belaufen sollen, sind bereits um ein Vielfaches überschritten sowie ein aufwändiger bürokratischer Apparat dahinter aufgebaut worden.

„Das Thema Hundekot populistisch zu instrumentalisieren, führt zu einem Anstieg von Bürokratie und Kosten, ohne das eigentliche Problem zu lösen.“

In einer Zeit, in der politische Diskussionen oft von emotionalen Themen und populistischen Lösungsansätzen geprägt sind, steht die Hunde-DNA-Datenbank als Symbol: ein falscher Ansatz, der durch ineffektive Maßnahmen lediglich die Symptome bekämpft. Das unterstreicht die Notwendigkeit, den Fokus auf nachhaltige Lösungen zu legen, die die Wurzel des Problems angehen.

Eine unreflektierte Zunahme von Hunden – aus Vereinsamung oder Trend - birgt die Gefahr von Kontrollverlust und erhöhtem Bedarf an Überwachung.

Die Antworten des zuständigen LR Luis Walcher verdeutlichen die unüberschaubare Natur der gesamten Problematik sowie der aktuellen Umsetzung, die in ihrer jetzigen Form sinnlos ist und das eigentliche Ziel verfehlt.

"Es ist an der Zeit, einen grundsätzlichen Ansatz zu verfolgen, statt Alibi-Maßnahmen zu ergreifen, die keine Verbesserung bringen. Wir sollten uns darauf konzentrieren, langfristige Lösungen zu finden, die gleichzeitig die Bedürfnisse von HundehalterInnen und der Gesellschaft als Ganzes berücksichtigen. Hierzu ist ein Vorschlag in Ausarbeitung.“, so der Abgeordnete Thomas Widmann.

 

Politischer Akt Anfrage zur aktuellen Fragestunde Nr. 48/05/24-XVII Hundekot: Ressourcenverschwendung statt tatsächlicher Problemlösung?
Das Video zur Behandlung im Plenum: https://www.landtag-bz.org/de/video-suche/862?inizio=7699

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