Ferienregion Mals, Glurns, Schluderns und Taufers i.M. - WINTER-Wandern tut Körper und Geist gut

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Mit neu präparierten Winterwanderwegen kann in der gesamten Ferienregion Obervinschgau,
welche die Gemeinden Mals, Schluderns, Taufers im Münstertal und Glurns umfasst, heuer in die verschneite Landschaft gewandert werden. Diese befinden sich in Berghöhe auf den bestens beschilderten 360 Grad Wanderweg und im Tal großteils entlang des Vinschger Radwegenetzes.

von Ludwig Fabi

Wenn einem die Sonne ins Gesicht scheint und der Schnee unter den Schuhsohlen knirscht, spürt man es: Winterwandern in kalter, klarer Bergluft ist nicht nur sehr gesund, es macht auch unglaublich viel Spaß. Sonnentage gibt es Vinschgau viele und im Großraum Mals/Schluderns besonders viele auch im Winter. Daher ist es naheliegend, mit Winterstiefel oder Schneeschuhen in der Wintersonne durch die verschneite Winterlandschaft zu wandern. Wenn es im Obervinschgau schneit, zeigen sich die höchste Berge der Ortler- und Sesvennagruppe von ihrer prachtvollsten Seite: Weiß gekrönt verbreiten sie meditative Ruhe, Momente der Freude und der Langsamkeit. Schritt für Schritt über den Schnee, durch verschneite Wälder oder auf frisch präparierten Forstwegen entlangzuwandern, dabei kann man diese einmalige Stimmung im Winterwanderland Obervinschgau auf sich wirken lassen.

5 gute Gründe für das Winterwandern

1 Natur erleben
Unser Planet ist unsere Heimat und so absolut schützenswert. Wanderungen verbinden uns mit der Natur und lassen uns spüren, dass wir ein Teil von ihrer Natur sind.

2 Draußen sein, ohne zu frieren
Gerade in der kalten Jahreszeit brauchen wir Licht und frische Luft. Sie werden staunen wie warm einem bei einer Wanderung wird und wie glücklich Sie sich nachher fühlen. Ade, Winterblues.

s23 winterw3 Ausdauer &  Fitness stärken
Sport macht dann am meisten Spaß, wenn man nicht merkt, dass es Sport ist. Jenseits von Laufbändern und Disco-Musik erhöhen Wanderungen die Ausdauer und stärken Herz und Kreislauf. Wandern trainiert außerdem viele verschiedene Muskelgruppen, verbessert das Gleichgewicht und beruhigt die Nerven. Die Verlockung auf die Aussicht hinter der nächsten Kurve spornt so sehr an, dass kein persönlicher Fitness-Trainer nötig ist.

4 Selbstbewusstsein stärken
Dreht man sich nach einer langen Wanderung um, erscheint es oft wie ein Wunder, dass einen diese zwei Beine wirklich soweit getragen haben. Eine wichtige Erfahrung der eigenen Wirksamkeit in unserem maschinierten Zeitalter.

5 Achtsamkeit üben
Wenn jeder Schritt zählt, muss man ganz im hier und jetzt sein. Die Mischung aus Konzentration und Entspannung machen Wanderungen zu einer Wohltat für die Seele. Im Grünen tanken Sie neue Kraft und lassen den Alltag hinter sich.

Wandern und Gesundheit – der schonende Stress- und Kalorienkiller
Bewegung hat immer einen positiven gesundheitlichen Aspekt, das ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Das Wandern ist dabei besonders vielseitig und erzielt unterschiedliche Effekte auf Körper und Geist. Während manche mit dem Ziel wandern, körperlich fit zu werden, spielt für andere das psychische Wohl, das durch das Wandern in der Natur erlangt werden kann, eine größere Rolle. Beim Wandern werden nicht nur genauso viele Kalorien verbrannt wie beim Joggen, es ist auch eine besonders schonende Sportart. Regelmäßiges Wandern senkt den Blutdruck, die Blutfettwerte und den Blutzuckerspiegel. Der Stoffwechsel wird beschleunigt und das Immunsystem wird gestärkt. Wandern ist der Green Smoothie unter den Sportarten. Alles, was gut für den Menschen gut ist, wird hier zusammengemixt und heraus kommt die heilende Essenz wie frische Luft, Nähe zur Natur, körperliche Betätigung, Abstand von Berieselung und Stress. Das bewusste Erleben der Natur setzt Glücksgefühle frei und bewirkt tiefe Erholung und Regeneration. Wandern trainiert die Trittsicherheit und fördert Gleichgewichtssinn und Balancegefühl. Dadurch kann das Sturzrisiko gesenkt werden. Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die Knochendichte.

Das Winter-Wanderland Obervinschgau geführt oder allein erleben
Die Strahlen der tief stehenden Sonne brechen durch die Zirben- und Fichtenzweige. Frisch gefallener Schnee dämpft jeden Laut, nur sein Knirschen unter den Schuhen ist zu hören. So ruhig, so friedlich liegt sie da, die Obervinschger Bergwelt, kalt und herzerwärmend zugleich. Wer diesen Zauber erleben möchte, begibt sich am besten auf eine der neu präparierten Winterwanderwege. Eine Rundwanderung Mals-Malettes-Muntetschinig oder Mals-Polsterhof-Schlinig bietet herrliche winterwandernAusblicke, eine Wanderung am Radweg Glurns-Schleis-Laatsch-Burgeis bis zum Haidersee meditative Erfahrungen entlang der Malser Haide. Wer hingegen die Geselligkeit sucht, kann sich bei den wöchentlichen Fackelwanderung zur Schliniger Alm (jeden Donnerstag) und der geführten Winterwanderung zur Gondaalm im Matschertal (jeden Freitag) anmelden. Dabei wird besonderes Augenmerk auf sanfte Naturerlebnisse mit Spannendem über die Tier- und Pflanzenwelt des Winters und über die lokale Dorfgeschichte gelegt. Eine Einkehr auf einer gemütlichen Almhütte bildet den geselligen Höhepunkt.

Winterwandern mit Köpfchen
Beim Durchwandern der Winterlandschaft ist es wichtig, dass wir unsere Umgebung bewusst wahrnehmen und uns in ihre Bewohner hineinversetzen!

Auch wir Schneeschuhwanderer verursachen Störungen. Im Vergleich mit Skitourengehern sind wir langsamer und – vor allem im Abstieg – ruhiger und geordneter unterwegs. Das gibt den Wildtieren die Möglichkeit, rechtzeitig auszuweichen.
Auf der Suche nach unberührter Wildnis dringen wir jedoch auch in Gebiete vor, die bisher Ruhezonen waren. Dazu gehört vor allem der Waldgrenzbereich.
Wir sind zudem vom ersten Schneefall im Herbst bis weit in den Frühling hinein unterwegs und somit ständig im Winterlebensraum der Wildtiere präsent.

Weil wir gerne Gast in der Natur sind und auf Wildtiere Rücksicht nehmen wollen:

- verhalten wir uns möglichst ruhig

- umgehen wir die ausgewiesenen Winterlebensräume und Futterstellen

- folgen wir keinen Tierspuren

- beobachten wir Tiere immer aus der Distanz

- bewegen wir uns möglichst nicht entlang der Waldgrenze

- vermeiden wir in den Morgen- und Abendstunden Störungen

- verzichten wir auf Mondscheintouren abseits von Forstwegen

(aus der Broschüre des AVS „Freiheit mit Rücksicht“)

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