Dienstag, 21 Februar 2017 12:00

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s14 8561Rabland - So groß war das Interesse bei einer Bürgerversammlung noch nie. Der Geroldsaal in Rabland konnte die Menge der Interessierten nicht aufnehmen. Thema: Die Umfahrung von Rabland.

von Erwin Bernhart

Wir sind der Landesregierung eine Antwort schuldig. Deshalb diese Bürgerversammlung“, BM Albert Gögele ließ keinen Zweifel daran, dass der Gemeinderat  demnächst eine Entscheidung fällen wird.

Zur Auswahl stehen zwei Umfahrungs-Varianten in Rabland. Bei beiden Varianten gibt es Bedenken - das wurde im Laufe der Diskussion bei der Bürgerversammlung im Geroldsaal klar. Bereits vor einem Monat wurden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie beider Varianten den Grundbesitzern vorgetragen. Georg Fischnaller von der Brixner Ingenieursgemeinschaft EUT hat diese Untersuchungen im Auftrag der Gemeinde Partschins durchgeführt und bei der Bürgerversammlung nochmals vorgestellt. Auch eine Lärmstudie war eingearbeitet. Das Fazit in der Bewertungsmatrix, in der Vor- und Nachteile gegenübergestellt werden, war eindeutig. Die Umfahrungsvariante „V“ ist mit acht roten Punkten negativer bewertet als die Variante „D“. Die Bauzeit von „D“ etwa belaufe sich bei durchgehender Arbeit bei 30, die Bauzeit von „V“ bei 38 Monate. Wird in der tourismusrelevanten Sommerzeit im Sommer bei der Variante „V“ nicht gebaut, dann ist die Bauzeit 50 Monate.
In der anschließenden Diskussion hatte der Moderator und BBT-Koordinator Martin Ausserdorfer alle Hände voll zu tun, die Emotionen zu zähmen. Was ist denn mit den 1000 Unterschriften, die für die Variante „V“ seien und warum habe der BM diese vom Gemeinderat beschlossene Variante nicht vor dem LH verteidigt, wollte etwa der Moarhofbauer Hans Bonani wissen. Die Voraussetzungen hätten sich geändert, erwiderte BM Albert Gögele, der LH wollte eine zweite Variante untersucht haben, eine kostengünstigere. Schließlich baue das Projekt das Land und nicht die Gemeinde. Die vor der Versammlung ausgeteilten Flugblätter entsprächen nicht der Realität, warf Hanswirt Georg Laimer ein. Mit der heute vorgelegten Variante „V“ sei er nicht einverstanden. Der Hotelier Hans Weiss votierte eindeutig für die Variante „D“. Für die Bürgerinitiative, die sich für die Variante „V“ einsetzt, ergriff Ingenieur Ebner Partei. Erwin Pircher von der Bürgeriniatiatve fragte den BM, wie er denn die Variante „D“ auch als Vorsitzender des Umweltausschusses rechtfertige. Man sei in der Phase der Machbarkeit, erwiderte Gögele. Es gebe Optimierungen und man müsse auf Basis von Fakten entscheiden und nicht von Emotionen. Es werde eindeutig die Variante „D“ favorisiert, ärgerte sich Pircher.
„Wir sind ganz nah an einer Lösung. Wir können offensichtlich nur zwischen Pest und Cholera entscheiden“, schloss der für die Umfahrung zuständige Referent Hartmann Nischler die Versammlung. 

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