Dienstag, 04 April 2017 00:00

Unter Zugzwang

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s4 0310Staben - Bei einer c wurde den Stabnern am vergangenen Montag das Ansinnen vorgestellt, den derzeitigen Bahnhof Staben in Richtung Bahnhof Schnalsthal zu verlegen. Die Stabner wollen aber ihren Bahnhof behalten.

von Erwin Bernhart

Im Gemeindeausschuss sei man der Meinung, dass das Konzept für eine Bahnhofsverlegung das Beste sei.

„Heute haben wir das nicht rübergebracht, dass das das Beste für Staben ist. So passt’s nicht.“ VizeBM Helmut Müller brachte so am Ende der Diskussion die Stimmung auf den Punkt und regte eine Arbeitsgruppe an. Man solle das Ganze nochmals ernsthaft aufarbeiten. Die Stabner werden demnächst einen Brief von BM Andreas Heidegger bekommen, in dem sie zur Mitarbeit eingeladen werden.
Zum Informationsabend hatten die Naturnser Gemeindeverwalter den Generaldirektor der STA Joachim Dejaco, den Abteilungsdirektor Günther Burger, den Projektkoordinator Michael Prader und Heinz Dellago vom Amt für Personennahverkehr geladen, um über die Neuerungen im Zuge der Elektrifizierung der Vinschgerbahn aufzuklären. Was diese Neuerungen für Staben bedeuten, erklärte Joachim Dejaco: Weil die künftigen Zuggarnituren viel länger sind, müsse entweder der bestehende Bahnhof umgebaut werden (mit Gleisverschiebungen, Bahnsteigneubau, plus Grundbedarf von rund 700 m2 - Kosten von 1,4 Mio. Euro) oder der Bahnhof zum Bahnhof „Schnalsthal“ verschoben werden (Bau von zwei Bahnsteigen, Fußgängerunterführung mit zwei Aufzügen - Kosten 1,1 Mio. Euro). Beide Projekte habe der Architekt Walter Dietl vorgelegt. Würde der Bahnhof verschoben, so Burger, könnte nach der Elektrifizierung der Bus nach Meran stündlich durch Staben fahren, eine stündliche Verbindung mit dem Citybus nach Latsch eingerichtet werden und der Bus aus dem Schnalstal (über Naturns, Tschirland, Tabland) am neuen Bahnhof wenden. Staben wäre angebunden, wie kein anderes Dorf im Vinschgau.
Groß war der Widerstand der Stabner, viele Fragen standen an. Angriffe auf die STA kamen von Helmuth Gufler. Eine Volksbefragung wurde angeregt. Die Frage, ob die Bahnhofsverlegung schon entschieden sei, verneinte BM Heidegger. Der Standort des Bahnhofes habe keinen Einfluss auf den geplanten Halbstundentakt, sagte Dejaco.
Die Stabner lieben und schätzen ihren Bahnhof mitten im Dorf und wollen ihn auch so behalten. Dies war den Wortmeldungen zu entnehmen. 50 Einstiege pro Tag ergibt die Statistik für Staben - umgerechnet eine Person pro Zug.
Der Zeitplan drängt, denn 2018 soll mit dem Bahnhofsumbau begonnen werden. Dejaco erklärte sich bereit, für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen.

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