Dienstag, 20 Februar 2018 09:26

Auf den Zahn gefühlt: Tipps und Infos für die Zahngesundheit.

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s34 zahnvon Angelika Ploner

Vorbeugen ist besser als heilen, heißt es im Volksmund. Vor allem bei den Zähnen trifft diese Volksweisheit trefflich zu. Die gute Nachricht: Schon wenige Minuten am Tag genügen, um einen großen Beitrag zur Zahngesundheit zu leisten. Wer dreimal täglich für jeweils drei Minuten seine Zähne putzt, beugt vor. Denn eine gründliche Zahnreinigung sorgt dafür, dass schädliche Bakterien von der Zahnoberfläche weggeputzt werden und die Bildung von Zahnbelag und Zahnstein verhindert wird.

Doch wann sollte mit dem Zähne putzen eigentlich begonnen werden? Eine optimale Kariesprophylaxe beginnt mit dem ersten Milchzahn. Der Zahnschmelz der ersten Zähne ist noch weich und damit anfällig für Kariesbakterien. Je früher sich ein Kind an das tägliche Ritual des Zähneputzens gewöhnt, desto selbstverständlicher wird die effektive Zahnreinigung auch im Erwachsenenalter.

Das Zähneputzen
Das sogenannte KAI-System hilft die Zähne richtig zu putzen. KAI bedeutet, zuerst die Kauflächen, danach die Außenflächen und zuletzt die Innenflächen der Zähne zu putzen. Dabei sollte nicht geschrubbt, sondern die Zahnbürste mit nur wenig Druck bewegt werden: Vom Zahnfleisch zum Zahn  - mit einer wischenden Bewegung. Dadurch wird auch das Zahnfleisch sanft massiert, was gleichzeitig freiliegenden Zahnhälsen vorbeugt.

 

Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide, Mundspülung: Hilfsmittel für die Zahnpflege.
Die Auswahl ist riesig. Doch einige Grundregeln reichen, um bei der Auswahl zu helfen: Der Kopf der Zahnbürste sollte klein sein, damit alle Ecken und Winkel der Mundhöhle erreicht werden. Abgerundete, weiche bis mittelharte Borsten sind ideal, da sie sich der Kontur der Zähne anpassen und die Zahnsubstanz auch bei stärkerem Druck nicht so leicht schädigen. Ungeeignet ist eine Zahnbürste mit Naturborsten, da Naturborsten einen Brutplatz für Bakterien bilden. Doch auch eine Zahnbürste mit Kunststoffborsten sollte nach sechs bis acht Wochen gegen eine neue getauscht werden. Überall dort, wo die Zahnbürste nur schlecht hinkommt, kann Zahnseide helfen, um Zahnbelag und Speisereste zu entfernen. Bei der Zahnpasta helfen die folgenden Tipps: Sie sollte für die tägliche Zahnpflege ausreichend Fluorid enthalten, um den Zahnschmelz widerstandsfähig gegen Karies zu machen. Achtung: Eine Mundspülung ersetzt das Zähne putzen nicht. Sie kann Zahnbelag nicht verhindern, wohl aber das Zahnfleisch kräftigen. Vor allem ist eine Mundspülung von Nutzen, wenn mit dem Zähne putzen nach dem Verzehr saurer Lebensmittel gewartet werden muss.

 

Die Ernährung.
Die Vorbeugung gegen Karies beginnt nicht zuletzt auch bei den Essgewohnheiten.  
Es ist sinnvoll, den Zuckerkonsum bewusst zu kontrollieren: Eine gezuckerte Nachspeise mittags oder abends befriedigt meist das Verlangen nach Süßigkeiten und bedeutet nur eine kurze Kontaktzeit von Zucker und Zahnschmelz. Gezuckerte Snacks zwischen den Mahlzeiten und die mit Zucker gesüßten Getränke sollten vermieden werden. Anstelle solcher Nahrungsmittel können zu den Zwischenmahlzeiten frische Früchte oder Gemüse bedenkenlos genossen werden.
Genauso schädlich wie Zucker - und das wissen viele nicht - sind Säuren: Sie weichen den Zahnschmelz auf und lösen ihn von außen auf. Energy-Drinks und Softgetränke wie Cola oder Limonade enthalten viel Säure. Auch Nahrungsmittel wie Obst, z. B. Zitrusfrüchte oder Fruchtsäfte -  besonders Grapefruit- oder Orangensaft - sind sauer und können den Zähnen zusetzen. Hat man saure Lebensmittel gegessen, sollte man !Achtung erst nach mindestens 30 Minuten Zähne putzen, denn Säure macht den Zahnschmelz weich und damit anfällig für mechanische Verletzungen und Erosionen. Zur Vorbeugung kann man den Mund nach dem Genuss säurehaltiger Lebensmittel mit Wasser, Milch oder einer fluoridhaltigen Lösung spülen. Für unterwegs sind zahnschonende Kaugummis empfehlenswert: Kauen regt den Speichelfluss an und Speichel neutralisiert die Säure.
Apropos Speichel. Der Speichel ist entscheidend für die Selbstreinigung des Mundraums und damit der Vorsorge gegen Karies. Im Speichel vorhandene Mineralien können in einem gewissen Maß Mineralstoffverlust im Zahnschmelz ausgleichen. Manche Speichelbestandteile wirken antibakteriell oder können Säuren neutralisieren.
Ansteckung. Was die wenigsten wissen, ist dass die Bakterien, die Karies verursachen durch Ansteckung übertragen werden. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern sollte daher auf das Ablecken des Schnullers oder des Löffels durch die Eltern verzichtet werden, da diese noch keine Kariesbakterien in ihrer Mundflora besitzen. Auch beim Überprüfen der Mahlzeit, ob diese noch heiß ist, sollte der Löffel nicht vom Mund der Eltern zu dem der Kinder wandern.  Je mehr Bakterien sich im Mund der Mutter oder des Vaters befinden, desto grösser ist die Übertragungsgefahr für das Kind.

 

Karies. Karies ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO die häufigste Krankheit der Welt.  
Karies entsteht durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren. Aufgrund einer schlechten Mundhygiene wird ein Ungleichgewicht der Mundflora verursacht, wodurch sich insbesondere Bakterien der Spezies Streptococcus mutans vermehren. Kommt eine zuckerreiche Ernährung dazu, demineralisieren diese den Zahnschmelz, bevor später ein Loch im Zahn entsteht. Zähne mit dunklen Flecken oder schwarzen Löchern gaben dieser Zahnkrankheit auch ihren Namen: Der lateinische Begriff „Caries“ steht für „Fäulnis“, da die Vorstellung bestand, dass die Zähne dabei verfaulen.
Quelle: https://www.zahnarzt-farspour.ch

 

Kariesvorbeugung. Einfache Maßnahmen ermöglichen eine wirksame Vorbeugung:

1.  Dreimal tägliches Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta sowie einer weichen Zahnbürste, dazu einmal tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten
2.  Ausgewogene sowie mineralstoffreiche Ernährung, süßes und klebriges Essen wie zum Beispiel Bonbons vermeiden
3.  Nach dem Genuss saurer Speisen und Getränke 30 Minuten bis zur Zahnreinigung warten, um den durch Säure angelösten Zahnschmelz nicht zu schädigen
4.  Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt zur Kontrolle
5.  Professionelle Zahnreinigung zur Plaque- und Zahnsteinentfernung mit Fluorbehandlung
6.  Speziell bei Kindern Versiegelung der Backenzähne, um den Zahnschmelz zu schützen
7.  Zuckerfreier Kaugummi mit Xylit, wenn die Zähne mal nicht geputzt werden können

 

Zahngesunde Ernährung.

1.  Wenn zuckerhaltige Nahrung, dann nur zu den Hauptmahlzeiten. Anschließend sollten sofort die Zähne geputzt werden, um die Plaque zu entfernen.
2.  Zwischen den Mahlzeiten sollten keine zuckerhaltigen Snacks gegessen werden.
3.  Auf EnergyDrinks und Softgetränke (Cola, Limonade) verzichten. Diese Getränke enthalten viel Säure, die den Zahnschmelz direkt angreift.
4.  Als Zwischenmahlzeit frisches Gemüse, Früchte, Brot und Käse essen und Wasser oder Mineralwasser trinken.

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