Dienstag, 30 September 2014 09:06

Leserbriefe Ausgabe 20-14

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Kennst du deine Heimat?

In Bezug auf die Meldung in Südtirol1 von der Eröffnung des Schnalstaler-Gletschers einige Richtigstellungen: Herr Pichler Rolle behauptet, dass der Schnals-taler Gletscher, das einzige Südtiroler Gletscherskigebiet sei, ist falsch! Das Stilfserjoch ist das erste Gletscherskigebiet in der Welt, es wurde dort  schon in den 20er Jahren  im Sommer Ski gefahren. Das Stilfserjoch ist das mit Abstand höchste Skigebiet Südtirols - 3.400 m. Das Stilfserjoch hat eine 7 bis 8 mal so große Gletscherfläche zum Sommerskilauf zur Verfügung wie das Schnalstal… ecc… Ich bin verwundert, dass Herr Pichler Rolle als ehemaliger SVP Obmann und Landtagsabgeordneter,  Südtirol nicht  besser kenn...!
Tschenett Karlheinz, Stilfserjoch

Nicht zumutbare Situation
Liebe Frau Landesrätin Stocker, bezugnehmend auf  die Neuerungen aus Rom, welche unter anderem die Schließung der Geburtshilfe in Schlanders vorsieht, nehme ich wie folgt Stellung: Vielen Dank für Ihren Einsatz als Landesrätin für Gesundheit! Ich verstehe, dass Sie als Karrierefrau kein Verständnis haben können für eine Frau aus einem weit entfernten Seitental, die zur Geburt nach Meran fah-ren muss. Nicht zu vergessen das starke Verkehrsaufkommen, sprich eine durch Traktoren und Urlauberverkehr verstopfte Vinschger Staatsstraße und einen Hubschrauber der bei Einbruch der Dunkelheit nicht mehr fliegen darf.
Diese nicht zumutbare Situation wirkt sich sicherlich nicht beruhigend auf die Betroffenen aus.
Blaas Stefan


Reaktion einiger Bürgermeister
Es war wieder einmal bezeichnend für gewisse politische Vertreter, nicht auf die Forderung nach einer Überwachung der Verwendung von Pestiziden einzugehen, sondern die beleidigte Leberwurst zu spielen. Die Strategie, die Ergebnisse der Untersuchungen einfach anzuzweifeln, zeigt doch, dass die Befürchtungen aus der Bevölkerung nicht ernst genommen werden. Selten solch billige Ablenkung gelesen. Vielleicht hilft ja mal ein Blick auf die von Greenpeace vor vier Jahren veröffentlichte Schwarze Liste der Pestizide mit genauesten Analysen und Bewertungen dieser Stoffe. Um dann vielleicht doch sogar selbst Initiative zu ergreifen, und die Bevölkerung (teils vor sich selbst) zu schützen. Ansonsten fällt mir nur dieser Spruch von Kurt Tucholski ein, wo dieser so treffend über den Vorteil von Klugheit sinniert...
Torsten Anders / Schluderns


Volksabstimmung Mals: Ein JA zur Gesundheit!
Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz gratuliert der Malser Initiative zum Ausgang des Referendums, in dem sich 70% der Bevölkerung an der Volksabstimmung beteiligt und davon 75% für das Pestizid-Verbot ausgesprochen haben. Das ist ein eindeutiges Ja zu einer gesunden und nachhaltigen Lebensweise. Die Gemeinde Mals hat nun die einmalige Chance, sich mit pestizidfreien Agrarprodukten auf dem Markt wie auch im Tourismus neu zu positionieren und dem enormen Konkurrenz- und Preisdruck innerhalb der konventionellen Landwirtschaft auszuweichen. Die Sensibilität der Konsumenten und Feriengäste für eine spritzmittelfreie Umgebung, unbelastete Böden und gesunde Nahrungsmittel steigt zunehmend. In diesem Sinne hoffen wir, dass das Ergebnis dieses Volksentscheids auch von den Südtiroler Bauern nicht als restriktives Verbot, sondern als profitable und zukunftsweisende Kehrtwende gesehen werden kann.
Klauspeter Dissinger,
Vorsitzender des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz


Mals sagt Ja!
Ein denkwürdiger Augenblick für ganz Südtirol. Die Malserinnen und Malser haben sich zu 75% für eine pestizidfreie Zukunft ihrer Gemeinde ausgesprochen. Die Bürgerinnen und Bürger von Mals haben damit deutlich gesagt, was ihnen für ihre Gesundheit, ihre Kinder, ihre Landschaft, ihre Böden und ihre Luft wichtig ist. Ein historischer Moment für Südtirol und Anlass für einen Neubeginn in der Landwirtschaft. Danke den PromotorInnen, danke der Malser Bevölkerung für ihr reifes Demokratieverständis, das durch die hohe Wahlbeteiligung bezeugt wird. Wir wünschen uns, dass das Zeichen, das in Mals gesetzt wurde, zu einer Neuorientierung der gesamten Südtiroler Bevölkerung führen wird - und wir hoffen auf einen produktiven Dialogprozess innerhalb der Gemeinde Mals, um das Ergebnis der Abstimmung umzusetzen.
Möge Mals uns auch darin Vorbild sein!
Brigitte Foppa,
Giorgio Zanvettor,
Hans Heiss,  
Riccardo Dello Sbarba
Verdi Grüne Verc


Staat annulliert Volksbefragung in Mals!
Man kann zum Thema Pestizide stehen wie man will. Und unabhängig von der wohl sehr klaren Abstimmung der Malser Bürger gibt es hierbei auch eine politische Dimension.
Ich schicke voraus:
- Die Gemeinde holt sich beim Staat ein Gutachten ein
-  Der Staat sagt Njet
- Die Gemeinde ignoriert das von ihr selbst eingeholte Gutachten
- Die Gemeinde-Sekretärin verlässt daraufhin die Kommission
- Die Gemeinde zieht die Volksbefragung trotzdem durch
- Der Staat annulliert die Volksbefragung
Außer Spesen nix gewesen?
Jetzt gilt es zu klären, wer für
diese Spesen gerade steht, immerhin sind hier öffentliche Gelder aus der Malser Gemeindekasse in den Sand gesetzt worden.
Eines ist jetzt schon klar. Die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung  von Mals werden um ein politisches „Mea Culpa“ wohl nicht mehr herumkommen!
Stecher Peppi,
Gemeinderat, Freie Wähler, Mals

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