Dienstag, 03 März 2015 09:06

Leserbriefe Ausgabe 5-15

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Golfplatz Glurns - übliche Vinschger Verhinderungstaktik
Als ehemaliger Präsident von Glurns Marketing war es mir ein Anliegen, eine attraktive Freizeitstruktur zu schaffen, welche den Qualitätstourismus im Obervinschgau fördern sollte. Als es klar wurde, dass ein Golfplatz Richtung Rambach nicht realisierbar war, war ich der Erste, der die obere Glurnser Au als Alternative vorgeschlagen hatte. Um Transparenz in die aktuelle Debatte zu bringen, möchte ich die folgenden Punkte erörtern. Es handelt sich bei einem Golfplatz um alles andere als eine „Umweltzerstörung“, wie sie von so manchen kolpotiert wird. Kurt Ortler und ich waren im Juli 2011 gemeinsam mit Rudi Maurer und Peter Gasser in Bad Alvaneu (Davos) um gemeinsam einen naturnahen Golfplatz zu besichtigen. Die Beiden waren von der gelungenen und harmonischen Einbettung des Golfplatzes in die Davoser Landschaft beeindruckt. Peter Gasser sagte sogar, dass er bei so einer Anlage selbst mit dem Golfspiel beginnen würde.
Bei der Stadtratssitzung vom 10. April 2013 bestätigte der Bauernvertreter Kurt Warger, dass es keine Probleme geben dürfte, den Golfplatz in der oberen Glurnser Au zu errichten, da dieser Ort sowieso nur mehr von wenigen Bauern genutzt werde. Am 30. April 2013 folgte dann eine Besprechung mit den Verantwortlichen des Amtes für
Landschaftsschutz in Bozen, an welcher Bürgermeister Erich Wallnöfer gemeinsam mit mir teilnahm. Im Rahmen dieser Besprechung wurde seitens des Amtes eindeutig bestätigt, dass es keine Einwände gegen die Errichtung eines Golfplatzes in der Glurnser Au gebe. Sehr viele Glurnser Bürger haben mir bestätigt, dass sie es bedauern, dass das ursprüngliche Projekt
(Rambach) nicht realisiert werden konnte. Wir haben nun die Chance, diesen Fehler wieder gutzumachen und einen naturnahen Golfplatz in der Glurnser Au zu errichten. Lassen wir uns diese Chance nicht von den üblichen „Bremsern“ nehmen.
Wir müssen es zulassen, dass im Obervinschgau positive Initiativen gefördert werden, neue
Infrastrukturen geschaffen und somit wirtschaftliche Impulse gegeben werden. Verhindert man solche Projekte, darf man sich anschließend auch nicht darüber beschweren, dass für den Aufschwung der Region auf politischer Ebene zu wenig unternommen wird.
Johann Oberthaler, Glurns


Vize – BM Sibille Tschenett ? - ?
Du befindest dich nicht in einer Oppositions-Bande gegen eine Bürgermeister-Bande im Verhältnis 11:9, sondern in einem gemeinsamen Chaos, in einem kompletten, selbstverschuldeten Sauhaufen von 20:0 gegen den 75%igen zukunftsfeindlichen Volkswillen. Wie wenig das Volk effektiv mitreden darf, hat die 1. Volksabstimmung für oder gegen die Verrohrung des letzten Wassers zur hydroelektrischen Ausbeutung, und die 2. Volksabstimmung für oder gegen das Pestizidverbot gezeigt. Ich darf eine Ausnahme machen: GR Blaas-Taraboi Christine und GR Pileggi Bruno haben bei öffentlichen Debatten, im Rahmen von Veranstaltungen, welche gutwillige Menschen auf die Beine brachten, zumindest ein klein wenig ihren Mund gegen Pestizide aufgetan. Alle übrigen Gemeindevertreter verdienen es nicht wiedergewählt zu werden. Die einzigartigen Initiatoren haben die weltweit Drängende Herausforderung angenommen. Sie sollen Ihren Auftrag nicht wieder den feigen, schleimigen, listigen Gemeindevertretern anvertrauen, sondern einer ganz und gar neuen Person übergeben. Diese kann nur eine blutjunge, charismatische Ausnahme-Frau sein. Sie soll zum BM in wunderbarer Weise gewählt werden! Nur so wird diese Wahl eine große und gute Volksbefragung sein. Wenn die Leute die Dinge nicht gründlich d.h. aufrichtig, hier und jetzt hinterfragen, ist die gegenwertige Situation traurig und es muss in diesem Falle zu sehr schmerzhaften Folgen kommen.
Paul Gruber, Mals

Kein Mitleid für Tiere!
Am 21. Januar, einem eisig kalten Mittwochmorgen, lag auf dem Gehsteig nahe dem Kreisverkehr Staatsstraße-Bahnhofstraße in Schlanders Richtung Reschen ein kleines Kätzchen. Halb erfroren hatte es sich zusammengekauert und versuchte mit letzter Kraft durch kaum sichtbare Bewegungen und gelegentlichem leisen Miauen auf sich aufmerksam zu machen.
Wie an jedem Schultag gingen zahlreiche Schülerinnen und Schüler diesen Gehweg entlang. Die meisten von ihnen hatten das Kätzchen wohl bemerkt, doch niemand blieb stehen, niemand schaute genauer hin, um zu merken, dass das kleine Geschöpf noch lebte. Zig Autofahrerinnen und Autofahrer fuhren an jenem Wintermorgen vorbei und nahmen Notiz von dem kleinen Kätzchen. Doch niemand machte sich die Mühe stehenzubleiben, um sich zu vergewissern, ob ein kleines Lebewesen Hilfe benötigt. Schließlich wurde das Kätzchen von einer Mitarbeiterin des Südtiroler Tierfreundevereins entdeckt. „Ich fühlte, dass es sehr mager war und kaum mehr Kraft hatte sich zu bewegen. Es miaute kurz und kuschelte sich dann in die Decke“, so T., als sie über den Vorfall berichtete.
Die Tierärztin stellte fest, dass das Kätzchen bereits Untertemperatur hatte und nur mehr gelegentlich Lebenszeichen von sich gab.  Sie konnte dem Kätzchen nicht mehr helfen und musste es von seinem Leid erlösen. Es war ein ca. sechs Monate altes Weibchen und hatte äußerlich und innerlich keinerlei Verletzungen. Woher es kam, warum und wie lange es schon da lag, darüber kann nur spekuliert werden. Mit Sicherheit kann jedoch gesagt werden, dass das Kätzchen überlebt hätte, hätte man ihm eher Hilfe gewährt. Dass dies nicht der Fall war, ist schlichtweg nicht nur traurig, sondern ein Schande!
„Jedes Mal, wenn ich an dieses kleine Wesen denke, schießen mir Tränen in die Augen und ich kann nicht begreifen, dass ihm niemand helfen wollte!“, so die Worte der Tierschützerin.
Bei ähnlichen Vorfällen oder bei Fragen rund um den Tierschutz kann der Südtiroler Tierfreundeverein - Sektion Vinschgau unter der  Tel. 349 6188715 oder via Email vinschgau@tierfreunde.it kontaktiert werden. Alle weiteren Informationen unter www.tierfreunde.it
Ellen Schuster, Schlanders

Fragwürdige Zustände auf der Reschner Alm Straße
Die Reschner Alm, bekannt für ihre hervorragende Küche und den atemberaubenden Ausblick, ist seit geraumer Zeit auch im Winter ein beliebtes Ziel für Tourengeher, Schneeschuhwanderer, Rodler und Spaziergänger.
Auch auf der AVS Internetseite wird die Alm als Ersatzaufstiegsmöglichkeit für Tourengeher ausgewiesen, da bekanntlich die Pisten der Schöneben AG für jeglichen Aufstieg offiziell gesperrt sind.
So nutzte auch ich, wie so oft, vor einigen Tagen wieder die Möglichkeit und machte mich gegen 16:00 Uhr auf den Weg zur Alm. (mit Tourenschiern)
Während des Aufstieges über die Pofelwiesen bemerkte ich zahlreiche vereiste Stellen und die schon etwas fortgeschrittene Schneeschmelze der vergangenen Tage, daher entschied ich mich, für die Talfahrt die präparierte Almstraße zu benutzen, um dann über Vallierteck ins Dorf zu gelangen. (Wobei angemerkt sei, dass dieser Weg auch von Wanderern, Spaziergängern, Familien mit Kindern zu Fuß begangen oder mit Schlitten befahren wird!)
Ich erschrak nicht wenig, als mir in einer unübersichtlichen Kurve das raupenbetriebene Einsatzfahrzeug der örtlichen Bergrettung mit stark überhöhter Geschwindigkeit entgegenkam und ich nur durch einen geistesgegenwärtigen Sprung an die Böschung einen Zusammenprall und somit Schlimmeres verhindern konnte!! Gott sei Dank.
Das Fahrzeug war, wie schon einige Tage zuvor auf derselben Strecke beobachtet, ohne Blinklicht und Warnsignal unterwegs.
Ob die Faschingszeit oder auch „NARRENZEIT“ von der örtlichen Bergrettung dazu benutzt wurde, um auch dementsprechend zu fahren, sei dahingestellt!? Ich frage mich an dieser Stelle nur, wo das Verantwortungsbewusstsein einer solchen Institution, gerade der –Bergrettung-, bleibt?
Den Verantwortlichen lege ich nahe, solche sinnlosen Spritzfahrten zu unterbinden, oder zumindest beim Besteigen eines solchen Fahrzeuges, das Hirn einzuschalten und eine verantwortungsvolle, vorausschauende Fahrweise an den Tag zu legen, im Hinblick auf Entgegenkommende!
Danke.
Tobias Wilhalm, Graun

Zur Lügengeschichte des Herrn Joachim Theiner
(Der Wirtschaftsreferent der Gemeinde Mals im Interview mit dem „Der Vinschger“, Nr.5/15)
Wie Herr Joachim Theiner seine „Erfolge“ als Wirtschaftsreferent der Gemeinde Mals präsentiert, wird wohl bei einigen ein ungläubiges Kopfschütteln hervorgerufen haben. Ich jedenfalls kann nur an die lateinische Weisheit erinnern: „Hättest du geschwiegen, so hätte man dich für gescheit gehalten.“ Im Interview brüstet sich Theiner, dass nach seinem Einschreiten als „Verantwortlicher“ der Touristik- und Freizeit AG  der Betriebserfolg der Gesellschaft offensichtlich nicht mehr „dunkelrot“ aufscheine. Da nun Fasching vorbei ist, erlaube ich mir Herrn Theiner an die Bilanzdaten der vergangenen Jahre zu erinnern, aus denen hervorgeht, dass die Fehlbeträge der Gesellschaft in den letzten Jahren kontinuierlich angewachsen sind. Und ich nehme an – trotz gegenteiliger Aussagen im Interview -, dass ihm das nicht entgangen sein kann. Wenn sich die Zinsbelastung der Gesellschaft leicht verbessert hat, von Zinsen 187.929 € im Jahr 2009 auf 118.868 im Jahr 2012, ist dies nicht als Errungenschaft des Referenten zu deuten: Denn wie jeder weiß, sinken die Zinsen, wenn im Vorfeld (also Jahre zuvor) die Bankschulden getilgt werden. Das war sicher nicht der Verdienst des Fachmanns Joachim Theiner. Ich erlaube mir, die Bilanzdaten der Folgejahre bekannt zu geben und auch zu den übrigen Aussagen des Wirtschaftsreferenten demnächst Stellung zu nehmen. Fortsetzung folgt…
Albert Hutter
(Ehemaliger Vize-Präsident der Touristik- und Freizeit AG)

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