Dienstag, 14 April 2015 00:00

Die Gärtner der Orte

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s8 7923Es ist nicht egal, wo man einkaufen geht. Die 240 Einzelhandelsbetriebe mit rund 700 Beschäftigten leben von den Menschen im Vinschgau und umgekehrt. Damit ein Ort lebendig bleibt, dazu braucht es eben ein harmonisches Miteinander: Das war der Grundtenor bei der jüngsten hds-Bezirksversammlung.

von Angelika Ploner

Luft abgelassen wurde bei der Bezirksversammlung der Kaufleute und Dienstleister am letzten Märztag auf Schloss Goldrain: Der Bürokratie – Aufwand sei nicht mehr zu bewältigen. Von einem Bürokratieabbau sei man weiter entfernt, denn je.


Und auch an den Verband selbst richtete sich die Kritik: Aufgabe der hds-Verantwortlichen in Bozen sei es nicht Lösungen zu neuen Gesetzen anzubieten, sondern zu verhindern, dass diese überhaupt eingeführt würden. Die Rede war einmal von den E-Rechnungen, den elektronischen Rechnungen, die für die Rechnungslegung an öffentliche Verwaltungen und Körperschaften mit 31.03. 2015 eingeführt wurde,  zum anderen stand auch das neue Vergabegesetz zur Diskussion. Bis 1.500 Euro pro Einkauf muss von den öffentlichen Verwaltungen keine Ausschreibung gemacht werden. Bis zu 40.000 Euro ist die Direktvergabe mit eigenem Procedere möglich. Bei höheren Summen greift die elektronische Ausschreibung. Kritik übte man auch an unnützen Auflagen, wie jenen bei der Videoüberwachung. „Dass man bei einer Videoüberwachung von jedem Mitarbeiter eine Unterschrift braucht, ist einfach nur unnütz“, machte man einem weiteren – unter den Kaufleuten gefühlten Thema – Luft. Bezirkspräsident Dietmar Spechtenhauser blickte zurück und schaute nach vorn: Eine neue Veranstaltung – die „Vinschger Herbstauslese“ – steht heuer auf dem Programm. Ein anderes Projekt ging gerade eben erfolgreich über die Bühne: „Mein Ort soll leben – Erlebe deinen Ort“. Die besonderen Preise (Geführte Ortlerbesteigung usw....) wurden im Rahmen der Bezirksversammlung den Gewinnern übergeben. Noch etwas anderes ließ aufhorchen in den Worten des Bezirkspräsidenten: Man werde sich weiterhin bemühen die Erweiterungspläne des Herilu in Grenzen zu halten. „Der hds hat sich deshalb im Prozess als Nebenkläger eingelassen.“

 

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