Dienstag, 29 März 2016 12:00

Islamischer Staat als Schulprojekt

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s31sp2 religionMals/Oberschulzentrum - Die Terroranschläge vom 13. November 2015 in Paris mit 130 Toten, sowie weitere Anschläge und  Massenhinrichtungen haben uns auf die reichste Terrorgruppe aufmerksam gemacht: den Islamischen Staat (IS). Dies hat die Klasse 4B vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium (SoGym) im Oberschulzentrum Mals zum Anlass genommen, um in Projektgruppen verschiedene Seiten zu beleuchten und aufzuarbeiten.

Am 10. März präsentierten die fünf Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse. Vor rund einem Monat wurde als Einstieg der Terrorismusforscher Curt Covi eingeladen, um über Entstehung, Zielsetzung und Arbeitsweise des IS zu referieren. Es ist die erste Terrororganisation, welche ein großes Territorium kontrolliert und besonders durch den Erdölverkauf über große Einnahmequellen verfügt und viele junge Männer aus der arabischen Welt, aber auch aus Europa als Terroristen anheuert. Drei Tage hatten die fünf Arbeitsgruppen Zeit, um zu recherchieren, die vielen Informationen zu ordnen und die Präsentation vorzubereiten. Folgende fünf Themenfelder wurden aufgearbeitet: Der IS und das Kalifat: Entstehung und Zielsetzung, der IS-Terror und die Medien, die Finanzierung des IS, der IS und die Rolle der Türkei, Ursachen und Rolle der Religionen. Zur Projektpräsentation wurden auch die beiden Klassen 4A und 3B vom SoGym eingeladen. Nach einer Einleitung durch den Projektleiter Martin Daniel und einer kurzen Vorstellung der fünf Projektthemen, wurden die einzelnen Projekte in den verschiedenen Klassenräumen präsentiert. 100.000 Kämpfer hat der IS und ein Territorium so groß wie Großbritannien. Entstanden ist die Terrorgruppe nach dem Irakkrieg im Jahre 2003. Sie verfügen über modernste Waffen und arbeiten hochprofessionell über moderne Medien. Viele junge Männer, meist ohne Zukunftsperspektiven, Außenseiter und Abenteurer, lassen sich anheuern, um für einen Gottesstaat zu kämpfen und zu sterben. Auch Frauen stellen sich in den Dienst der Terroristen. Neben dem Erdölhandel werden auch antike Kunstschätze verkauft, Steuern eingehoben, Menschen entführt und Lösegelder gefordert. Die Rolle der Türkei wurde beleuchtet, genauso wie die verschiedenen muslimischen Religionsgemeinschaften der Sunniten, Schiiten, Salafisten, Alawiten und die Rolle der Kurden. So konnte durch das Projekt die vielschichtige Verflechtung aufgearbeitet, verschiedene Begriffe geklärt und vor allem das Interesse für den Nahen Osten und die blutigen Kämpfe in der Region geweckt werden. (hzg) 

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