Montag, 20 Juni 2016 09:26

Mountainbiker erobern Glurns

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s38 ortler mara2Anfang Juni stand das kleinste Städchen Südtirols ganz im Zeichen des Mountainbikesports. Grund dafür war die zweite Auflage des Ortler Bike Marathons. Die 1164 Bikerinnen und Biker trotzten den widrigen Wetterbedingungen und nahmen die Rennen über die 90 km Marathon-Distanz bzw. die 51 Km Classic-Strecke in Angriff. Die Marathonkrone sicherte sich Titelverteidiger Roel Paulissen, während bei den Damen Birgitt Hühnlein sich zur Marathonkönigin krönte.

Von Sarah Mitterer

Knapp 1200 Radbegeisterte hatten sich für die zweite Auflage angemeldet, am Ende waren es 1164 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die sich von den schlechten Wetterbedingungen nicht abhalten ließen und an den Start gingen.

Um Punkt 8 Uhr fiel vor den Stadtmauern von Glurns, beim Schludernser Tor, der Startschuss zur diesjährigen Auflage, die in diesem Jahr vor allem von Regen und Matsch gekennzeichnet war.
Gefahren wurden zwei verschiedene Strecken. Beide führten das Teilnehmerfeld durch die Dörfer des oberen Vinschgaus, vorbei an geschichtsträchtigen Orten und Sehenswürdigkeiten. Während die Marathon-Strecke mit 90 Kilometern Länge und 3000 Höhenmetern etwas für jene war, die gerne hart in die Pedale treten und an ihre Grenzen kommen wollten, war die Classic-Strecke mit 51 Kilometer und 1600 Höhenmeter so eingerichtet, dass ein jeder sie mit ein wenig Training und Ausdauer schaffen konnte.
Am besten zurecht mit den schwierigen Verhältnissen kam der ehemalige Weltmeister Roel Paulissen, der auf dem Streckenabschnitt nach Planeil das Rennen entschied, als er sich 20 Kilometer vor dem Ziel entscheidend absetzen konnte. Nach 3:58.10,6  Stunden und mit einem Vorsprung von 32 Sekunden auf seinen ersten Verfolger überquerte der Belgier das Ziel und sicherte sich zum  zweiten Mal den Marathonsieg. Bei den Damen fuhr die Deutsche Birgitt Hühnlein mit über vier Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz einen souveränen Sieg nach Hause. Auf der kurzen Strecke, die von Südtirolern dominiert wurde, ging es wesentlich enger zu. Dort entschied Johann Pallhuber den Zielsprint gegen Johannes Schweiggl für sich, während Ulrike Nischler bei den Damen triumphierte.
Die meisten Teilnehmer waren erneut Hobbybiker, denen es weniger um die Zeit als vielmehr darum ging, dabei zu sein. Am Ende war jeder, der das Ziel erreichte, nicht nur von Müdigkeit gekennzeichnet, sondern in diesem Jahr vor allem auch von Matsch. Doch die Freude über die Zielankunft, den Sieg über sich selbst und der Applaus der Zuschauer machten alle Strapazen vergessen.

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