Dienstag, 02 August 2016 09:06

Leserbriefe Ausgabe 16-16

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Drogen
Der Gebrauch und der illegale Handel von Drogen muss mit Nachdruck bekämpft werden. Es geht um den Schutz unserer Jugend und es braucht Maßnahmen Unheil von ihr abzuwenden. Es ist beängstigend, wie von verschiedener Seite die Gefahren von Drogen immer wieder bagatellisiert und heruntergespielt werden. Während die legalen Drogen Alkohol und Nikotin (zu Recht) verteufelt werden, wird der Legalisierung so genannter weicher und kulturfremder Drogen das Wort geredet. Biertrinken ist verpönt, Marihuana zu rauchen oder Kokain zu schnupfen ist „in“.
Wir wissen, welchen Belastungen eine Familie ausgesetzt ist, die mit einem persönlichen Drogenfall konfrontiert ist. Wer der Realität ins Auge schaut, kann niemals allen Ernstes für Drogenliberalisierung sein, wie es die italienische Regierung plant. Alle bisherigen Anstrengungen, durch Aufklärung die Ernsthaftigkeit der Folgen von Drogenkonsum bewusst zu machen, würden durch eine falsch verstandene „Entkriminalisierung“ zunichte gemacht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die italienische Linke, mit Wohlwollen auch aus Südtirol, eines ihrer Steckenpferde neu aufzäumt und mit großer Lust reitet.
L. Abg. Pius Leitner


Bello nicht im Auto lassen!
Der Hochsommer ist dafür bekannt heiß zu sein. Öfters geraten Hunde in überhitzten Autos in Gefahr. Dies nimmt der Südtiroler Tierfreundeverein zum Anlass für vorliegende Informationen zur Vorbeugung gegen diese Gefahrenquelle und möglichen Maßnahmen bei Notfällen. Nur mal schnell zum Bäcker oder einen Kaffee trinken – da zahlt es sich doch nicht aus, Bello aus dem Auto zu holen, anzuleinen und mitzuschleppen. Wegen der zehn Minuten im Auto, noch dazu bei leicht geöffnetem Fenster, das tut ihm nichts. Und außerdem steht das Auto eh im Halbschatten und es geht ein leichter Wind…. So oder ähnlich denken Hundebesitzer leider viel zu häufig und nicht selten sind ihre vierbeinigen Freunde am Ende des Bäcker- oder Barbesuches tot. Ihr Kreislauf hat der Hitze, die sich im geschlossenen Auto in kurzer Zeit entwickelt, nicht mehr standgehalten, es kommt zum Herzstillstand.
Das Auto wird zum Backofen.
Die Hitzeentwicklung in einem geschlossenen, abgestellten Auto wird üblicherweise total unterschätzt. Dabei wird auch ein im Schatten geparktes Auto sehr schnell zum Backofen. Selbst bei nur 20°C Außentemperatur dauert es nur wenige Minuten, bis sich die Luft im Auto aufheizt. Das Fenster einen Spalt breit zu öffnen nützt nichts, da es ohne fehlende Luftzirkulation nicht möglich ist, die Innentemperatur im Fahrzeug zu senken. Zunächst versucht ein Hund durch Hecheln seinen Körper abzukühlen. Andere Möglichkeiten hat er nicht, da er kaum Schweißdrüsen besitzt. Innerhalb kürzester Zeit hilft das Hecheln auch nichts mehr; die Hunde erleiden einen Herzstillstand oder irreparable Schäden an den Organen, welche selbst dann noch eintreten können, wenn das Tier bereits aus der Gefahrenzone befreit worden ist. Die wichtigsten Indizien für eine Überhitzung sind: Apathie, Hecheln, dunkle Zunge, glasiger Blick. Übrigens gilt die Gefahr nicht nur für Hunde sondern auch für andere Tiere, welche in einem geschlossenen Auto verweilen müssen. Also Vorsicht bei jeglichem Lebewesen!
Schnelle Hilfe dringend nötig
Wer einen Hund in einem derartigen Zustand entdeckt, muss umgehend handeln. Wenn möglich, ist sofort den Besitzer zu verständigen und der Hund zu befreien. Sollte dies nicht möglich sein, ist umgehend die Polizei oder – in der Stadt – die Berufsfeuerwehr zu verständigen. Bis zu deren Eintreffen muss man versuchen, den Wagen gegen die Sonne abzudunkeln und mit Wasser zu kühlen. Den Wagen gewaltsam zu öffnen oder das Fenster einzuschlagen ist Privaten nicht erlaubt. Das dürfen nur die angeforderten Sicherheitsbeamten.
Satte Strafen für Hundehalter
Einen Hund im Auto einzuschließen und ihm damit zu schaden, gilt als Tierquälerei und somit als Straftat. Der Tatbestand der Tierquälerei wird mit Gefängnisstrafen von ein bis drei Jahren und einem Bußgeld zwischen 3.000 und 15.000 Euro bestraft.
Südtiroler Tierfreundeverein
www.tierfreunde.it


Der „Malser (Irr-)Weg“
In einschlägigen Grünen- und Ökosozialen Beiträgen und/oder Leserbriefen  lese ich immer wieder vom sogenannten „Malser Weg“. Da schreiben welche aus Brixen oder Meran zum Beispiel:“ Ich bin ein Malser“.
Wie bitte?? Der von Brixen ist ein Brixner und der von Meran ein Meraner. ICH bin ein Malser. Und im Gegensatz zu all den Bequemen auf dem Divan, die von zu Hause aus das Internet bemühen und sich jetzt plötzlich für Mals engagieren, (was hält sie eigentlich davon ab in ihren Heimatgemeinden tätig zu werden?) war ich vor 4 Wochen auf einer Gemeinderatsitzung, in welcher das Thema Pestizide behandelt worden ist.
Im Zuschauerraum saßen 2 Malser Bürger als Zuhörer. In Worten „zwei“!!  Da muss ich doch mal ein paar Gedanken zum Thema loswerden:
Klar, Pestizide sind giftig. Autoabgase auch. Dennoch würde keinem BM einfallen alle Autos, Traktoren, Vespa´s, Flugzeuge und sonstige Verbrennungsmotoren auf dem Gemeindegebiet zu verbieten, weil es um die Gesundheit der Bevölkerung geht.  Nicht mal dem BM von Mals.
Der „Malser Weg“ (kann es kaum glauben, dass ich diesen blöden Begriff überhaupt verwende) ist vom Ansatz her schon falsch. Zutreffender wäre eher „Malser Sackgasse“.
Warum Sackgasse?
 Die Volksstimmung, so populistisch und verlockend zugleich, und im Nachhinein für ungültig erklärt, glich eher einem verzweifelten Ruf nach Weltfrieden. Ich war jahrelang bei den FH. Ich weiß genau wie Populismus funktioniert.  Der einzige, der wirklich am „Malser Weg“ profitiert, ist unser BM. Dieser hat sich trotz seiner Verurteilung zu Sozialdienst und Rückzahlung von ca. 120.000 unrechtmäßig angeeigneten Euros seine Wiederwahl gesichert.
Alle anderen (die einen wie die anderen Bauern, die Anrainer, die besorgten Mütter, der gutgläubige Apotheker etc.  etc.) sind im Endeffekt einer Fata Morgana nachgelaufen.
Klar, Wunschdenken ist erlaubt. Aber spätestens dann,  wenn auch die Pestizid-Verordnung per Gericht gekippt wird, stehen wir Malser vor einem Scherbenhaufen.
Alle. Außer unser Bürgermeister.
Schade eigentlich. Wir hatten eine gute Gemeinde.
Peppi Stecher, Mals

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