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Der Schienen-Ersatzdienst für die Bahnstrecke Meran-Töll wird ab Montag, 23. Mai, verstärkt. Infolge einer gerichtlichen Aussetzung der Arbeiten an den Tunnels ist der Abschnitt weiter gesperrt.

Ab Montag, 23. Mai, wird der Schienen-Ersatzdienst Meran-Töll (Buslinie 250B) neu organisiert und verstärkt, da der Bahnabschnitt infolge der gerichtlichen Aussetzung der Bauarbeiten an den Tunnels weiter unterbrochen bleiben muss.

Die Abfahrtszeiten der Busse in Meran werden während der Hauptverkehrszeiten um zehn Minuten vorverlegt, wodurch am Bahnhof Töll der Anschluss an die Vinschger Bahn auch bei hohem Verkehrsaufkommen besser gewährleistet werden kann.

Für die von Bozen kommenden Bahnfahrgäste bedeutet dies allerdings, dass am Bahnhof Meran die direkte Anschlussverbindung Richtung Vinschgau nicht mehr gegeben ist und dass etwas längere Reisezeiten einzuplanen sind.

Zudem wird ab Montag mit der Buslinie 212B ein Mindestdienst zwischen dem Bahnhof Marling und dem Bahnhof Töll eingerichtet, um auch den Fahrgästen aus Marling eine direkte und schnellere Verbindung in Richtung Töll und Vinschgau zur Verfügung zu stellen.

Baustopp für die beauftragte Firma seitens des Gerichts

Ende November des Vorjahres waren die Anpassungsarbeiten an den Bahntunnels Josefsberg und Töll planmäßig gestartet, wie im Rahmen der Elektrifizierung der Bahnlinie vorgesehen. Erste Arbeiten wurden bis zum Frühjahr 2022 durchgeführt, mussten dann aber gestoppt werden, nachdem die beauftragte Firma in finanzielle Schieflage geraten war. Der für Juli geplante Abschluss der Tunnelarbeiten kann somit nicht eingehalten werden.

Unterdessen wurde die gerichtliche Aussetzung der Arbeiten an den Bahntunnels um weitere zwei Monate verlängert, durch diese Blockade dürfen die Arbeiten auch nicht an eine andere Firma weiter vergeben werden. "Das bedeutet, dass die Bauarbeiten frühestens im Spätsommer wieder aufgenommen werden können", erklärt Joachim Dejaco, Generaldirektor der STA – Südtiroler Transportstrukturen AG, die die gesamten Arbeiten zur Elektrifizierung der Vinschger Bahn leitet. 

Da der Gleiskörper teilweise fehlt, kann die Vinschger Bahn in der Zwischenzeit nicht verkehren. Mit einer Inbetriebnahme des Bahnabschnitts Meran-Töll ist laut Dejaco im heurigen Jahr voraussichtlich nicht mehr zu rechnen.

Alle Informationen zu den Fahrplänen der Schienenersatzdienste für die betroffene Strecke gibt es auf der Webseite und auf der App südtirolmobil.

san

Die Landesregierung hat grünes Licht für die Institutionalisierung der paritätischen Expertenkommission für die Schutzhütten des Landes gegeben. Die Zusammenarbeit Land-CAI-AVS wird gestärkt.

Das Land Südtirol institutionalisiert die paritätische Schutzhüttenkommission, in der das Land und die Alpinvereine Alpenverein Südtirol (AVS) und CAI Alto Adigezusammenarbeiten. Die Landesregierung hat dem Vorschlag von Hochbau- und Vermögenslandesrat Massimo Bessone, der für die 26 Schutzhütten in Landesbesitz zuständig ist, am Dienstag, 17. Mai zugestimmt. Erfolgen soll der Schritt über die Einfügung eines neuen Artikels in das Landesgesetz 2/1987.

Zu den ordentlichen und außerordentlichen Instandhaltungsmaßnahmen sowie zu den Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen der Landesschutzhütten wird es damit einen regelmäßigen Austausch zwischen CAI, AVS und der Landesabteilung Hochbau sowie der Landesvermögensabteilung geben.

"Bereits seit Jahren greifen wir auf die Erfahrung und die Kompetenzen der beiden repräsentativsten Bergsteigerverbände Südtirols zurück, wenn es um Maßnahmen auf den Schutzhütten geht", unterstreicht Landesrat Bessone. "Ihre Unterstützung ist für unsere Arbeit wichtig. Mit der Institutionalisierung der paritätischen Schutzhüttenkommission wird die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit CAI und AVS weiter gestärkt."

Aufgabe der Schutzhüttenkommission ist es, das Land zu beraten und die zuständigen Landesämter bei Fragen zur Sanierung, zum Wiederaufbau, bei der Priorisierung der Maßnahmen und in technischen Fragen zu unterstützen. Die Kommission besteht aus dem Direktor der Landesabteilung Vermögensverwaltung Daniel Bedin, dem Direktor des Landesamtes für Geologie und Baustoffprüfung Volkmar Mair, dem Vizepräsidenten des CAI Alto Adige Claudio Sartori und dem AVS-Vorsitzenden Georg Simeoni. Die Mitglieder erhalten keine Entschädigung und werden für vier Jahre ernannt.

ic/mpi

Seit rund einem Monat wird auch in Südtirol die zweite Auffrischungsimpfung, auch vierte Impfung oder zweiter Booster genannt, für Menschen über 80 und für über 60-Jährige mit fragilem Gesundheitszustand angeboten. Impfkoordinator Patrick Franzoni und Primarin Elke Maria Erne erklären, warum diese Bevölkerungsgruppen sich unbedingt impfen lassen sollten.

Weltweit steigen die Infektionszahlen vor allem dort an, wo wenig geimpft wurde, wie z.B. in China oder Nordkorea. Dies bringt nicht nur sehr viel Leid für die Bevölkerung mit sich, sondern hat auch einen enormen Einfluss auf das Wirtschafts- und Sozialleben in diesen Ländern. „In Europa und auch in Südtirol ist die Durchimpfungsquote zwar recht gut, jedoch sehen wir, dass die  Wirksamkeit der Schutzimpfung Monat für Monat etwas nachlässt, besonders bei älteren Menschen“, warnt Generaldirektor Florian Zerzer und ruft diese dazu auf, ihren Impfschutz ein viertes Mal aufzufrischen, sollte die erste Auffrischungsimpfung länger als drei Monate her sein.

Patrick Franzoni, Impfkoordinator des Sanitätsbetriebes, sieht es tagtäglich mit eigenen Augen: „Wir impfen in den Seniorenheimen und sehen dadurch, dass dort, wo eine gute Durchimpfung herrscht, deutlich weniger Corona-Infektionen auftreten – und wenn, dann mit viel geringeren Symptomen. Es ist mir daher ein Herzensanliegen, besonders Menschen über 80 und Personen ab 60 mit Risikoerkrankungen zu sensibilisieren, sich auch ein viertes Mal impfen zu lassen, da die erste Auffrischungsimpfung meist schon länger her ist. Bitte schützen Sie sich, um gesund über den Sommer zu kommen, diese zweite Auffrischungsimpfung ist besonders für ältere Menschen absolut notwendig!“ 

Die Primarin der Abteilung für Infektionskrankheiten am Krankenhaus Bozen, Elke Maria Erne, sieht die ungeimpften oder vor längerer Zeit geimpften Patientinnen und Patienten dann meist als behandelnde Ärztin vor sich: „Leider sehe ich immer wieder ältere Menschen mit schweren Verläufen. Manchmal sind diese direkt durch die Corona-Infektion bedingt, manchmal aber auch einfach, weil die Person bereits einen angegriffenen Gesundheitszustand hat und Corona hier der Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringt: Der ohnehin abwehrschwache Körper schafft es nicht mehr, auch noch mit dieser Infektion fertig zu werden. Es stimmt mich dann jedes Mal nachdenklich, wenn ich überlege, dass dieser Mensch vielleicht hätte überleben können, hätte er sich durch eine rechtzeitige Impfauffrischung zumindest vor dieser Infektion geschützt.“

Bis zum Stichtag 15. Mai 2022 wurden in Südtirol 3.774 vierte Dosen verimpft, dazu  kommen noch geschätzte 1.000 Personen, die durch eine Erkrankung und drei Dosen ebenfalls denselben Status haben. 

Zur Impfung:
Die zweite „Booster“-Dosis (Auffrischungsdosis, vierte Impfung) erfolgt nach einer Mindestzeit von 120 Tagen nach der Drittimpfung und ist für alle ab 80 bzw. – im Falle von besonderen Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen (Risikopatienten) – ab 60 gedacht. Ebenso können sich Bewohnerinnen und Bewohner der soziosanitären Einrichtungen (z.B. in Seniorenheimen) impfen lassen.

Personen, die nach der ersten „Booster“-Dosis an Covid-19 erkrankten, sind von dieser zweiten „Booster“-Dosis ausgeschlossen.

Aufgefrischt werden die Impfungen mit den Impfstoffen von Pfizer oder Moderna.

In den Impfzentren können Impftermine online unter https://sanibook.sabes.it/ vorgemerkt werden; außerdem gibt es in allen Impfzentren freie Zugänge (ohne Vormerkung). Einige Hausärzte/Apotheken impfen ebenso. Wie bisher, dürfen in den Apotheken nur Personen, die keine Medikamente einnehmen bzw. keine Vorerkrankungen haben, geimpft werden. 

Alle Impftermine sind auf der Webseite des Südtiroler Sanitätsbetriebes unter folgendem Link ersichtlich: https://www.coronaschutzimpfung.it/de/impftermine/alle-impftermine

Informationen für die Medien:
Abteilung Kommunikation, Südtiroler Sanitätsbetrieb

Ensemble Voice Dance – ein junger Chor aus Sachsen im Konzert


Am 27.05.2022 um 19.30 Uhr singt der junge Chor Voice Dance aus Freiberg (Sachsen) in
der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt Schlanders ein Konzert. Auf dem Programm stehen
neben geistlichen Werken auch Jazzarrangements und Kompositionen von Erik Withace
und Ēriks Ešenvalds.
Das Ensemble wurde beim 3. Carl-Friedrich-Zelter Chorwettbewerb 2019 in Heilbronn mit
dem Prädikat „hervorragend“ gewürdigt. Von der Jury hochgelobt wurden die rhythmische
Präzision, die Ausstrahlung, die Stimmqualität sowie die Homogenität und große
dynamische Bandbreite.
Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 22. Mai

ab 11.30 Uhr

Goldrainer See

Frühschoppen mit Präsentation der neuen CD

 

 

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Gemeinsam mit dem Katholischen Verband der Werktätigen KVW und dem Ideengeber der Initiative Harald Stauder hat die Handelskammer Bozen heute die Broschüre „Gedanken zur Nachhaltigkeit - für eine zukunftsfähige Entwicklung der Wirtschaft und der Gesellschaft in Südtirol“ vorgestellt.

Die Broschüre kann als „Manifest des Wandels“ für Südtirol betrachtet werden. In Aufsätzen zu verschiedenen Themenbereichen haben 19 Südtiroler Persönlichkeiten unabhängig voneinander über ihre Vorstellungen und Ideen einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung Südtirols geschrieben.

Harald Stauder, Ideengeber der Initiative erklärte: „Die Idee zur Publikation entstand aus einer Diskussion über international beobachtbare Megatrends und deren Auswirkung auf die kleinen regionalen und lokalen Einheiten. Das Ziel war es, tagespolitische Überlegungen in den Hintergrund zu rücken und die mittel- und langfristig gewünschte Entwicklung aufzuzeigen.“

Verfasst wurden die Beiträge von Alessio Lasta, Christa Ladurner, Eduard Egarter Vigl, Esther Ausserhofer, Günther Bernhart, Heiner Oberrauch, Hermann Winkler, Johann Kiem, Josef Stricker, Karl Brunner, Michael Epp, Peter Malfertheiner, Rita Franceschini, Roland Verra, Sepp Kusstatscher, Tanja Rainer, Walter Pardatscher, Werner Steiner und Wolfram Sparber.

„Die Aufgabenstellung an die Experten/innen war es, sich den Status Quo jenes Bereiches, mit dem sie sich beschäftigen, anzusehen und dessen Entwicklung auf ihre Zukunftsfähigkeit zu untersuchen, um dabei Ideen und Maßnahmen für die Zukunft zu entwickeln“, informierte Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen bei der Eröffnung der Veranstaltung.

Zusätzlich zu Überlegungen zum Bildungssektor finden sich in der Broschüre unter anderem Aufsätze zu möglichen Reformen in der lokalen Verwaltung und zur Innovation des Glaubens. Auch die Zweisprachigkeit, die Gleichstellung der Geschlechter, das Gesundheitssystem, der Brain-Drain und zahlreiche weitere Bereiche wurden in den verschiedenen Beiträgen von den Autor/innen aufgegriffen und analysiert.

„Die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft macht es unmöglich, alle Zukunftsthemen abzudecken, doch die Broschüre ist ein erster Schritt auf den weitere folgen können. Die aufgegriffenen Themen kreisen zwischen philosophisch-theologischen Abhandlungen zur Verbesserung der Gesellschaft bis hin zu konkreten Maßnahmen in verschiedenen Bereichen“, betonte Werner Steiner, Landesvorsitzender des KVW.

„Gedanken zur Nachhaltigkeit - für eine zukunftsfähige Entwicklung der Wirtschaft und der Gesellschaft in Südtirol“ steht auf der Homepage der Handelskammer unter www.handelskammer.bz.it zum Download bereit. Ein gedrucktes Exemplar kann bei der Handelskammer angefordert werden.

Weitere Informationen erteilt das Generalsekretariat der Handelskammer Bozen, Ansprechpartner Alfred Aberer, Tel. 0471 945 611, E-Mail: generalsekretariat@handelskammer.bz.it.

Dienstag, 17 Mai 2022 16:15

VUSEUM feiert den 25. Geburtstag

Schluderns/Vinschgau - Das Vintschger Museum/VUSEUM in Schluderns wurde zu Pfingsten 1997 eröffnet. Mit den Dauerausstellungen Archäologie, Wasser Wosser und Schwabenkinder werden dort drei Vinschger Themenkreise beleuchtet, die sich in ihren Besonderheiten von der Geschichte anderer Alpentäler abheben. Sonderausstellungen, Kunstausstellungen, Symposien und anderes haben das Museum im Laufe der Jahre immer wieder belebt und das bei meist knappem Budget.

von Magdalena Dietl Sapelza

Die Dauerausstellung „Archäologie“ steht in enger Verbindung mit der prähistorischen Siedlung am Ganglegg. „Wasser Wosser“ beleuchtet das einzigartige Bewässerungssystem und die Arbeit an den Wasserwaalen. „Die Schwabenkinder“ erzählen die traurige Geschichte vieler Vinschger Kinder, die einst in den Bodenseeraum geschickt wurden, damit sie daheim „von der Schüssel waren“.
Bereits Anfangs der 1990er Jahre reifte in Schluderns die Idee, aus einer Hofstelle am Fuße der Churburg ein Museum für die westliche Landeshälfte zu errichten, als eine offene, lebendige Struktur, die kulturellen Aktivitäten Platz bietet. Treibende Kräfte waren der damalige BM Kristian Klotz, der gleichzeitig Talschaftspräsident war, und der Gemeinderat Franz Xaver Kircher, der Vorsitzender der Museumskommission. Eine Geldquelle eröffnete sich durch das EU-Programm LEADER. In diesem Zusammenhang konnten die Archäologen Peter Gamper und Hubert Steiner 1996 mit archäologischen Grabungen am Ganglegg beginnen. Mit diesen Forschungsrabeiten und mit dem Bau des Museums als Ausstellungsort der Funde ging damals auch für die beiden Heimatforscher Karl Wieser und Karl Pohl ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Sie hatten jahrelang am Ganglegg nach Funden gegraben.
Mit Blick auf die künftige Führung des Museums gründeten 37 Interessierte am 3. Juni 1996 der „Verein Vintschger Museum“. Erich Pitscheider wurde zum ersten Präsidenten gewählt. Als unterstützende Kraft wurde Gabi Obewegeser verpflichtet, die sich bis heute als „Museums Gabi“ undguter Geist rührig um vieles kümmert.
Die Museumskommission um Kircher legte die für den Vinschgau typischen Themenkreise fest, wie Archäologie, Wasser Wossr, Schwabenkinder, Tirol als Kornkammer, Karrner, Haflinger.
Zu Pfingsten 1997 öffnete das Museum erstmals seine Tore mit der Ausstellung über sakrale Kunst der Künstlerfamilie Greiner aus der Zeit um 1700. Gleichzeitig war die Ausstellung „Zeitgenössische Sakrale Kunst im Vinschgau“ als Kontrast zu sehen. An die Eröffnung des Museums erinnert eine Münze vom Künstler Martin Rainer.
1999 wurde die Dauerausstellung „Archaischer Vinschgau“ von Silvia Renhard und den Archälologen Gamper und Steiner konzipiert. Es folgten zahlreiche Fachtagungen, in denen die Forschungsergebnisse am Ganglegg vorgestellt wurden. Die Eröffnung des archäologischen Freilichtmuseums Ganglegg war 2003 in diesem Zusammenhang ein besonderer Moment in der Geschichte des Vintschger Museums.
Die Eröffnung der zweiten Dauerausstellung „WasserWosser“ erfolgte 2000. Kurator war Sebastian Marseiler. Am „Quairwaal“ entstand dazu ein Lehrpfad.
Mit der Eröffnung der dritten Dauerausstellung „Schwabenkinder“ im Jahr 2012 gelang die Aufarbeitung eines düstern Kapitels der Vinschger Geschichte. Armut und Not, hervorgerufen durch die Realteilung, hatten einst viele Familien veranlasst, ihre Kinder als Hütbuben, Knechte und Mägde ins Schwabenland zu schicken.
Neben den drei Daueraustellungen wurden regelmäßig Sonderaustellungen gezeigt, so 2001 zum Thema „100 Jahre Strom im Vinschgau“ von Franz Lutt und Erich Waldner. Mit der Enthüllung eines Gedenksteins wurde 2004 die 200-Jahrfeier der Ortler-Erstbesteigung begangen. Dieser Stein steht heute auf dem Parkplatz der Churburg. Die Sonderausstellung „Olm nou Olm“ beschäftigte sich 2005 mit der Geschichte der Almwirtschaft. 2006 stieß die Sonderausstellung „Es waren einmal die Räter“ gestaltet von Peter Gamper und Irene Hager auf großes Interesse. Weitere Sonderausstellungen beschäftigten sich mit dem „Kampfgebiet Ortlerfront 1915-1918“, mit „Mineralien im Vinschgau“, mit „Getreide – Korn des Lebens“. Große Beachtung fanden die Sonderaustellungen 2018 zu den Themen „Königsspitze und Ortler – Der Soldat im Eis“ und zur Option „Gehen oder bleiben“ kuratiert von Helene Dietl Laganda und Simon Laganda.
2021 wurde die Sonderausstellung „Fahrende – die Vinschger Korrnr“ anlässlich des Euregio-Museumsjahres 2021 eröffnet. Diese Ausstellung lief in Zusammenarbeit mit der Nordtiroler Ausstellung „Jenische in Tirol“.
Die Museumsverantwortlichen förderten im Laufe der 25 Jahre immer wieder heimische Künstler:innen und verhalfen ihnen zu mehr Sichtbarkeit. Eine positive Synergie schaffte die Führung 2015 mit der Zusammenlegung des Museumsbüros mit dem der Ferienregion Obervinschgau. Die finanzielle Situation war im Laufe der Jahre immer angespannt. Es musste mit knappem Budget gewirtschaftet werden und Projekte wie zum Beispiel die geplante Römeraustellung in der Warteschleife eingereiht werden. Auch die Jubiläumsfeiern müssen aus Spargründen bescheiden ausfallen.
Im Jubiläumsjahr bietet das Vintschger Museum an jedem 25. des Monats einen freien Eintritt für alle an, sowie allen 25-Jährigen (Geburtsjahr 1997) eine kostenlose Mitgliedschaft im Verein Vintschger Museum. Dieser zählt aktuell 153 Mitglieder und freut sich über jeden Neuzugang.
Am 21. Mai 2022 wird um 18.00 Uhr im VUSEUM die Ausstellung zum Thema „Baustelle Südtirol - Siedlungsgrenze grenzenlos“ eröffnet, die bis zum 18. Juni 2022 zu sehen ist. Es handelt sich um Fotos und Betrachtungen aus 30+1 Jahre Chronikarbeit in Südtirol. Im Rahmen dieser Eröffnung am 21. Mai stellt der junge Chronist Alexander Lutt die Schludernser Chronik vom Jahr 2020 vor.
Weiterhin zu sehen ist die Ausstellung „Vinschger Korrner“.

Die Präsidenten im Vuseum:
Erich Pitscheider 1996 – 2008
Kristian Klotz 2008 – 2014
Michal Böttner 2014 – 2015
Harald Trafoier 2015 – 2019
Toni Patscheider seit 2020
Arthur Pfeifer war in den Jahre 2015 und 2019 Übergangspräsident

Die amtierenden Vorstandsmitglieder:
Helene Dietl Laganda, Michael Stauder, Elisabeth Klotz, Arthur Pfeifer, Anja Trafoier, Alexander Lutt

 

vuseum logoVintschger Museum
Meranerstr. 1, 39020 Schluderns
0473 61 55 90, info@vuseum.it

März bis erster Sonntag nach Allerheiligen
Di. – So., 10:00 – 12:30 / 14:00 – 18:00

 

„Das Ehrenamt ist seit 25 Jahren die Stütze“


Vinschgerwind: Das Vintschger Museum, kürzlich in VUSEUM umgetauft, feiert heuer das 25-Jahrjubiläum. Wie beschreiben Sie dessen Stellenwert für den Vinschgau?
s7 5646Toni Patscheider: Das Museum in Schluderns hat seine volle Berechtigung und ist auch recht gut aufgestellt. Das Konzept, zur Aufbereitung entscheidender Eckpunkte zur Geschichte des Tales, das vor 25 Jahren erstellt worden ist, bewährt sich nach wie vor. Die Dauerausstellungen Archaischer Vinschgau, Wasserwossr, Schwabenkinder und die jeweiligen Sonderausstellungen werden von interessierten Besucher:innen sehr geschätzt. Das zeigen uns die vielen positiven Bewertungen in unserem Gästebuch, sei es von deutschen wie auch von italienischen Gästen. Fünf Filme, die im Eingangsbereich gezeigt werden, konnten dank finanzieller Unterstützung der Raika Prad-Taufers auch mit Untertiteln in Italienisch versehen werden.

Vinschgerwind:  Seit Juli 2020 sind Sie als Präsident ehrenamtlich für das Vinschger Museum verantwortlich. Welches Resümee ziehen Sie?
Toni Patscheider: Die eigentliche Museumstätigkeit für Besucher war durch die Coronapandemie teilweise auf Eis gelegt beziehungsweise nur eingeschränkt möglich. Doch in der Verwaltung lief die Arbeit gleich weiter. Nun hoffen wir, dass die kritische Zeit überwunden ist. Die Besucherzahlen am Internationalen Museumstag am vergangenen Sonntag stimmen mich zuversichtlich, auch unser Geburtstagsangebot mit Führung im Museum und in der Churburg und anschließendem Imbiss in der Burgschänke kamen sehr gut an. Gut funktioniert die Zusammenarbeit mit der Ferienregion Obervinschgau und die gemeinsame Führung des Informationsbüros als Außenstelle. Konstruktiv ist auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schluderns, der das Gebäude gehört, und die immer sehr entgegenkommend ist, wenn wir finanzielle Unterstützung benötigen. Unsere Tätigkeit wird von Landes- und Gemeindebeiträgen getragen und finanziell auch von der Raika Prad-Taufers unterstützt. Wir wirtschaften sparsam und können daher zum Glück schwarze Zahlen schreiben.

Vinschgerwind: Das Ehrenamt ist ein wichtiger Stützpfeiler, der das Projekt Museum über 25 Jahre hinweg getragen hat?
Toni Patscheider: Ja, das Ehrenamt war und ist die Stütze. Nach den zwei Jahren als Präsident muss ich allerdings feststellen, dass das Ehrenamt grundsätzlich immer mehr an seine Grenzen stößt. Die Verwaltung stöhnt unter der ständig steigenden Bürokratie. Es wird immer komplizierter und zeitaufwändiger. Und es wird künftig wohl immer schwieriger werden, Menschen zu finden, die sich in Vereinen und Verbänden ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Wenn ich ehrlich bin: Ich habe große Sorge, dass sich jemand finden lässt, dem ich das Amt übergeben kann, wenn meine Amtszeit in einem Jahr ausläuft. Denn ich habe mich nur für eine Zeit von drei Jahren als Präsident bereit erklärt.

Vinschgerwind: Welche Projekte für die Zukunft sind geplant?
Toni Patscheider: Ein Projekt ist die Gestaltung der längst geplanten Römerausstellung, für die bereits ein grundsätzliches Konzept vorliegt. Allerdings müssen noch interne Adaptierungsarbeiten gemacht werden. Dafür muss auch noch an der Finanzierung gearbeitet werden.

Vinschgerwind: Oftmals werden Stimmen laut, den Geburtshof des ersten Haflingers im Besitz der Familie Folie in der Kohlstattgasse zu erwerben und diesen museal aufzuwerten. Was sagen Sie denen?
Toni Patscheider: Denen kann ich nur sagen: Es wäre sicher eine weitere Aufwertung für Schluderns, aber alles ist eine Frage des Geldes. Ich sehe derzeit kaum eine Chance, die Finanzierung für den Ankauf aufzubringen, von den nachfolgenden Führungs- und Instandhaltungsausgaben gar nicht zu reden.

Dienstag, 17 Mai 2022 16:10

Einfache Mehrheit gilt

Südtirol/Vinschgau - Am 29. Mai 2022 wird eine einfache Mehrheit beim anstehenden Referendum entscheiden, welches Gesetz für die Direkte Demokratie in Kraft treten soll. Wer mit „Ja“ stimmt, stimmt für das von der Regierungsmehrheit (SVP-Lega-Forza Italia) abgeänderte Gesetz, wer mit „Nein“ stimmt, will das Gesetz von 208 beibehalten.

von Erwin Bernhart

Stimmen Sie dem Gesetz betreffend „Änderung des Landesgesetzes vom 3. Dezember 2018, Nr. 22, ‚Direkte Demokratie, Partizipation und politische Bildung‘ und des Landesgesetzes vom 8. Februar 2010, Nr. 4, ‚Einrichtung und Ordnung des Rates der Gemeinden‘“ zu, welches vom Landtag am 11. Juni 2021 verabschiedet und im Amtsblatt der Region Nr. 27 vom 8. Juli 2021 veröffentlicht worden ist?“
Sperriger könnte die Formulierung kaum sein, die dem Südtiroler Wahlvolk in Form eines Referendums am 29. Mai 2022 unterbreitet wird. Es geht im Wesentlichen um das bestätigende Referendum. Im „alten“ Gesetz von 2018 steht drinnen, dass 300 Bürger ein vom Landtag mehrheitlich verabschiedetes Gesetz blockieren und nach der Sammlung von Unterschriften einem bestätigenden Referendum, sprich ob das Gesetz in Kraft treten soll oder nicht, unterziehen können. Genau dieser Punkt aber passte der Regierung und vor allem LH Arno Kompatscher nicht. Sepp Noggler, der beim Gesetz von 2018 wesentlich mitgearbeitet hat, wurde beauftragt, das bestehende Gesetz abzuändern und diesen Passus des bestätigenden Referendums zu streichen. Nogglers Abänderungsanträge wurden im Landtag von der Regierungsmehrheit angenommen.
Die Promotoren der Initiative für mehr Demokratie gingen auf die Barrikaden, beantragten mit 16.500 Unterschriften ein Referendum gegen diese Abänderungen. Die Referendumskommission lehnte den Antrag allerdings mit dem Finden eines „Haares in der Suppe“ ab. Allerdings haben 14 Landtagsabgeordnete einen zweiten Antrag zum Referendum gestellt.
Und nun findet es am 29. Mai statt. Die Positionierungen sind klar: Die SVP, die Lega und die Vertretung von Forza Italia rufen zum „Ja“ auf, während die gesamte Opposition im Landtag und die Initiative für mehr Demokratie mit ihren großen Unterstützerorganisationen für ein „Nein“ sind.
Weil es für das Referendum kein Quorum gibt und weil man schwertut, sich mit direkt-demokratischen Dingen zu beschäftigen, wird der Ball in der Südtiroler Öffentlichkeit, bislang zumindest, sehr flach gehalten. Auch weil die Thematik vor allem den SVP-Wähler:innen schwer zu vermitteln ist und die SVP deshalb keinen Justamentstandpunkt einnehmen will.
Allen Wähler:innen wurde in den vergangenen Tagen das Abstimmungsheft zugesandt, in dem die Für und Wider aufgelistet sind. Es wird die einfache Mehrheit entscheiden, welches Gesetz zur Anwendung kommen soll.

Dienstag, 17 Mai 2022 12:13

Muss das wirklich sein?

Gemeinde Mals - In immer mehr Dörfern, liest man, veranstalten Vereine und Kinder einen Müllsammeltag, um gemeinsam einen Tag Müll im Dorf und rundherum zu sammeln.
Was hier des Öfteren zu Tage kommt, ist haarsträubend. Auch die Mengen sind unglaublich. Die Kinder sammeln fleißig jeden Zigarettenstummel auf, kehren sogar Hundekot zusammen, Autoreifen, Masken, Plastik… und wundern sich. Über die Gleichgültigkeit der Erwachsenen: Gleichgültigkeit der Umwelt und Natur und den Mitmenschen gegenüber.
Die Probleme sind gemeindeweit die selben: illegale Mülldeponien, die fast täglich auf dem Weg zur Arbeit angefahren werden, überfüllte öffentliche Müllkörbe, weil der eigenen Hausmüll dort wegweworfen wird, zerstörte und verwüstete öffentlich Plätze, wie jener am Burgeiser Bergsee und nicht zuletzt Hundehaufen, denen man auf Schritt und Tritt begegnet. Zivilcourage ist auch hier gefragt.
Dabei ist richtige Müllentsorgung denkbar einfach: Die Recyclinghöfe haben geöffnet, die Öffnungszeiten sind kommuniziert und die Tarife für die Müllentleerung wahrscheinlich auch den meisten Bürgern bekannt. Auch die Trennung des Mülls stellt an einen erwachsenen Menschen vermutlich keine unüberwindbare Aufgabe dar und könnte mittlerweile eigentlich als Selbstverständlichkeit gesehen werden. Aber dem scheint nicht so zu sein. Keine Ahnung, was uns allen mit diesen Aktionen gesagt werden soll. Nach mir die Sinnflut? Rebellion gegen das System?
Blöd nur, dass bis zum Schluss alle zahlen. Also nicht nur weggeworfener Müll, sondern auch weggeworfenes Geld. Von der Respektlosigkeit gegenüber Natur, Tier und Mensch gar nicht zu reden. Und die Kinder? Schütteln angesichts dieser Bilder mit dem Kopf und murmeln: „Sauerei.“ (klf)

Dienstag, 17 Mai 2022 09:51

Geld für Neueröffnungen

Schluderns - Die Gemeindeverwalter von Schluderns haben eine Initiative zur Belebung des historischen Ortskern gestartet. Unternehmerische Tätigkeiten, sprich Neuansiedlungen in der A-Zone werden mit 10.000 Euro gefördert. Das hat der Gemeinderat kürzlich einstimmig beschlossen. „Wir wollen so einen Anreiz für neuen Aktivitäten im Ortskern schaffen“, erklärt BM Heiko Hauser. „Schluderns kann zwar mit bester Wohnqualität punkten, droht aber was Geschäfte und Restaurants betrifft langsam auszutrocknen. Und das geht mit verminderter Lebensqualität für Bürger:innen einher.“
Unterstützt werden die Eröffnung von kleinen Geschäften (max. 250 Quadratmeter), von Gastbetrieben, Studios von Dienstleistern, Ärzten und Fachkräften im Bereich der Körperpflege, von Freiberuflern, Handwerker:innen mit spezialisiertem Angebot sofern keine Lärm- und Emissionsbelästigung erfolgt. Auch Betriebsverlegungen in den Ortskern können berücksichtigt werden. Der Beitrag ist an die Rückvergütung von Ausgaben gebunden, für Kosten für den Neu-, Aus- oder Umbau der Lokale, für Ausstattung und Errichtung, für Miete (nur bei Neueröffnung). Wer die Unterstützung in Anspruch nimmt, muss sich verpflichten, die Tätigkeit drei Jahre lang aufrecht zu erhalten. (mds)


Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /www/htdocs/w00fb819/vinschgerwind.it/templates/purity_iii/html/com_k2/templates/default/user.php on line 260

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