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Die durchschnittlichen Schneemengen im Hochgebirge liegen 20 bis 40 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre: Dies haben die Messungen des Landesamtes für Hydrologie ergeben.

Jährlich im Mai erfasst das Landesamt für Hydrologie und Stauanlagen in der Agentur für Bevölkerungsschutz bei Gletscherbegehungen die Winterakkumulation auf Südtirols Gletschern. Der Langenferner im Martelltal, der Übeltalferner im Ridnauntal und der Rieserferner im Reintal bilden in Südtirol das glaziologische Langzeitüberwachungsnetz und sind repräsentativ für die Klimatologie der verschiedenen Bereiche.

"Jahr für Jahr nimmt die Agentur für Bevölkerungsschutz mit Unterstützung der Landesabteilung Forstwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem ItalienischenGlaziologischen Komitee diese wichtigen Erhebungen vor", erläutert der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Klaus Unterweger. Landeshauptmann und Bevölkerungsschutzlandesrat Arno Kompatscher unterstreicht die Bedeutung der Massenbilanz der Gletscher: "Gletscher sind gleichsam ein Spiegel des Klimasystems. In den kommenden Jahrzehnten wird die Mehrheit der Gletscher weltweit stark abschmelzen. Damit geht ein wichtiges Element im Wasserkreislauf verloren, da die Eismassen im Hochgebirge als Wasserspeicher von grundlegender Bedeutung sind."

"In den vergangenen zwei Wochen haben wir auf Südtiroler Gletschern die Messungen vorgenommen", berichtet der Direktor des Landesamtes für Hydrologie und Stauanlagen Roberto Dinale, "die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass die durchschnittlichen Schneemengen sowohl auf Gletschern am Alpenhauptkamm als auch im Ortlergebiet 20 bis 40 Prozent über der Norm liegen". Der größte Überschuss im Vergleich zu den langjährigen Durchschnittswerten ist im Süd-Westen Südtirols zu verzeichnen. Der Schnee war im Allgemeinen sehr kompakt und aufgrund der starken Windaktivitätwährend des Winters ungleichmäßig auf der Gletscheroberfläche verteilt. Die gemessenen mittleren Höhen zwischen 3,5 und 4 Metern und die Dichten in der Größenordnung von 400 Kilogramm pro Kubikmeter und darüber entsprechen einer Neuschneesumme von etwa 15 Metern.

Keine Negativrekorde wie in den vergangenen zwei Jahren

"Sehr wahrscheinlich wird auch dieses Jahr die Schutzdecke nicht reichen, um zu Sommerende ein Plus in den Massenbilanzen zu verzeichnen, da die Sommertemperaturen in diesen Jahren einfach zu hoch sind und es zu selten Sommerschneefälle im Gebirge gibt", unterstreicht Amtsdirektor Dinale: "Dennoch wird es heuer auch nicht Negativrekorde wie in den beiden Vorjahren 2023 und noch mehr 2022 geben."

Im langjährigen Vergleich wird die diesjährige Akkumulation etwa an dritter bis vierter Stelle der vergangenen 20 Jahre stehen, beim Langenferner wahrscheinlich an zweiter Stelle hinter dem Winter 2013/14. Die erhobenen Daten werden auch durch die Modellierung der Schneeakkumulation und der Schmelzvorgänge bestätigt, die Bestandteil des hydrologischen Simulationsmodells des Landesamtes für Hydrologie und Stauanlagen sind: Daraus resultiert ein starkes Gefälle der im Gebirge vorhandenen Restschneemenge, diese liegt unterhalb von 1800 Höhenmetern bei Null und ist oberhalb von 2500 Metern noch beachtlich. Damit liegt der gemittelte Wert im grünen Bereich und gewährleistet in den kommenden zwei Monaten eine reichliche Durchflussmenge in Südtirols Wasserläufen.

Die winterliche Schneedecke schützt und bewahrt das Eis vor dem Schmelzen während der Sommersaison. Je geringer die Schneedecke, desto schneller wird zuerst der Winterschnee und in weiterer Folge das darunter liegende Eis erodiert, was zu einem erheblichen Massenverlust des Gletschers führt.

Einen Blick durch Webcams auf die Gletscher ermöglichen die folgenden Links:

www.foto-webcam.eu/

www.foto-webcam.eu/webcam/weissbrunnferner/

www.foto-webcam.eu/webcam/langenferner/

www.foto-webcam.eu/webcam/trafoi/

www.foto-webcam.eu/webcam/becherhaus/

www.foto-webcam.eu/webcam/rieserferner/

mac

Auf Antrag der drei Bildungslandesräte wurde von der Landesregierung die Neuregelung der Krankenhausschule gutgeheißen. Eine Steuerungsgruppe koordiniert den Unterricht. 

Wenn ein Kind ins Krankenhaus muss, ist dies für sein gesamtes Umfeld ein Einschnitt im gewohnten Alltag. Vor allem wenn der Krankenhausaufenthalt länger dauert oder in regelmäßigen Abständen nötig ist, werden Schülerinnen und Schülern aller Schulstufen in der Krankenhausschule unterrichtet. 

Diesen Unterricht gibt es in allen sieben Krankenhäusern in Südtirol und garantiert, dass einerseits der Bildungsauftrag erfüllt wird, andererseits aber auch der Heilungsprozess unterstützt wird. Zudem schenkt der Unterricht Zeit, in denen die Krankheit nicht die komplette Aufmerksamkeit erhält. 

Die Landesregierung hat sich heute (14. Mai) mit diesem Thema befasst. Anlass dazu war der Vorschlag der drei Landesräte für Bildung, Philipp Achammer, Daniel Alfreider und Marco Galateo, die Krankenhausschule organisatorisch neu zu regeln. 

Mit dem heutigen Beschluss wird ermöglicht, dass künftig die Krankenhausschule zentral organisiert wird, bisher lag die Zuständigkeit bei unterschiedlichen, in der Nähe der Krankenhausstandorte befindlichen Schulsprengeln. "Die Vereinheitlichung entlastet die Schulsprengel, gleichzeitig kann durch die zentrale Organisation eine bessere Abstimmung zwischen den drei Bildungsdirektionen erfolgen und die Lehrpersonen der Krankenhausschulen können gemeinsam als Gruppe besser begleitet und unterstützt werden", betont Landesrat Philipp Achammer in Übereinstimmung mit seinen Kollegen Galateo und Alfreider.

Koordiniert wird der Unterricht an der Krankenhausschule durch eine Steuerungsgruppe. Dieser gehören jeweils eine Vertretung aus den drei Bildungsdirektionen sowie einer Krankenhauslehrperson an. Die Steuerungsgruppe ist zuständig für die Qualitätsentwicklung und -sicherung, die Ausarbeitung der Konventionen mit den Gesundheitsbezirken, der Auswahl der Lehrpersonen und der Planung der Weiterbildungsmaßnahmen. Die Krankenhauslehrkräfte werden von einem Schulinspektor oder einer Schulinspektorin koordiniert. Diese Funktion rotiert zwischen den drei Bildungsdirektionen.

In der Krankenhausschule werden Kinder und Jugendliche, die längerfristig oder für Therapien im Krankenhaus sind, von Lehrkräften unterrichtet, begleitet und gefördert. Der Unterricht erfolgt dabei in Absprache mit der Stammschule des Patienten oder der Patientin. 

Neben dem Bildungsaspekt zählt bei der Krankenhausschule auch der Aspekt, dass in der Unterrichtsphase die Krankheit nicht mehr im Vordergrund steht, der Heilungsprozess unterstützt wird und somit auch Gefahren für die psychophysische Entwicklung abgewendet werden können. Der Unterricht findet in eigenen Klassenräumen oder in den Patientenzimmern statt, die Entscheidung über den Umfang des Unterrichts erfolgt einvernehmlich mit den behandelnden Ärzten. Bildungszeiten, die im Krankenhaus absolviert werden, werden von der Stammschule gänzlich anerkannt.

ck

Künftig braucht es weniger Unterlagen für das Wohnbaufördergesuch bei Kauf und Bau der Erstwohnung. Diese und weitere Änderungen hat die Landesregierung auf Vorschlag von Landesrätin Mair gutgeheißen.

Über die Wohnbauförderung unterstützt das Land Südtirol über Schenkungsbeiträge und andere Unterstützungsleistungen die Bürgerinnen und Bürger bei der Verwirklichung des Eigenheims. Die Landesregierung hat sich heute (14. Mai) auf Vorschlag von Landesrätin Ulli Mair mit einer Änderung der Durchführungsverordnung zum Wohnbauförderungsgesetz befasst. Darin enthalten sind neben technischen Anpassungen auch mehrere Änderungen, die sich zum Vorteil der Antragstellenden auswirken. "Die Änderungen sind ganz klar zum Vorteil der Gesuchsstellenden und bewirken auch für die zuständigen Ämter Vereinfachungen und eine Beschleunigung des Verfahrens", betonte Wohnlandesrätin Ulli Mair bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung. 

Konkret wird mit den heute genehmigten Anpassungen die Obergrenze der Zusatzflächen zum Zweck der Zulassung zur Wohnbauförderung bei Kauf und Bau gestrichen. Dies hat zur Folge, dass die Bürgerinnen und Bürger für das Gesuch um Wohnbauförderung weniger Unterlagen einreichen müssen und damit auch eine schnellere Bearbeitung des Ansuchens möglich ist. Die neue Regelung wird bei allen Gesuchen angewendet, die seit August 2023 eingereicht wurden. 

"Neben organisatorischen Maßnahmen und der dringend notwendigen Digitalisierung der Verfahren sind diese Änderungen für die Beschleunigung äußerst wichtig", führte Mair aus. Dass es noch keine relevante Reduzierung der Wartezeiten gegeben habe, hänge einerseits mit der progressiven Wirksamkeit der Maßnahmen zusammen, andererseits habe sich die Personalsituation weiter zugespitzt. "Wir arbeiten derzeit an umfassenden Änderungen und Anpassungen, diese werden dann im Herbst als Sammelgesetz vorliegen", kündigte Landesrätin Mair in diesem Zusammenhang an.

Zudem ist die Reduzierung der Bankbürgschaft von 130 auf 115 Prozent des Beitrages vorgesehen. Dies bedeutet, dass sich die Kosten für die Bankbürgschaft für die Beitragsstellenden reduzieren, da die Kosten im Verhältnis zum Betrag der Bürgschaft berechnet werden. Die Bankbürgschaft wird benötigt, wenn der Beitrag des Landes vorzeitig ausbezahlt werden soll. Vereinfachungen gibt es zudem für invalide Personen, die zu Lasten leben, bei der Zuweisung von gefördertem Bauland oder der Zulassung zu den Wohnbauförderungen.

Auch bei den Notstandshilfen gibt es Änderungen: So können künftig im Falle von Naturkatastrophen auch Kondominien um eine Notstandshilfe ansuchen. Bisher gab es Beiträge für geotechnische Sicherungsmaßnahmen nur für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer von Wohngebäude sowie Gemeinden.

ck

Die Landesregierung hat punktuellen Änderungen am Regelwerk für die zwischengemeindliche Zusammenarbeit zugestimmt. Neu ist unter anderem die Frist innerhalb derer Ansuchen abgegeben werden müssen.

Seit fast fünf Jahren unterstützt das Land Südtirol jene Gemeinden, die verstärkt zusammenarbeiten und Arbeiten gemeinsam bewältigen. Dies reicht von der gemeinsamen Führung der Ämter, hin zur Einhebung von Steuern und Gebühren oder der Erteilung von Ermächtigungen. Seit der Einführung der zusätzlichen Finanzierung der zwischengemeindlichen Zusammenarbeit wurden circa 22 Millionen Euro an die Gemeinden überwiesen.

Die Landesregierung hat heute (14. Mai) auf Vorschlag von Landeshauptmann und Gemeindenlandesrat Arno Kompatscher einige punktuelle Änderungen am Regelwerk für die zwischengemeindliche Zusammenarbeit zugestimmt. "Die Neuerungen wurden in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, basierend auf deren Erfahrungswerten, erstellt. Somit handelt es sich hier um Verbesserungen im Sinne der Gemeinden", führte Landeshauptmann Kompatscher bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung aus.  

Die Änderungen beziehen sich auf die Frist innerhalb derer das Ansuchen um Finanzierung gestellt werden muss. Bisher konnten die Ansuchen laufend eingereicht werden, nun müssen die Ansuchen für das Jahr 2024 innerhalb 30. Juni eingereicht werden. Wenn die Zusammenarbeit den Gemeindesekretärsdienst betrifft, ist zudem vorgesehen, dass die Finanzierung nur dann gewährt wird, wenn ein oder mehrere Gemeindesekretärsstellen der zusammenarbeitenden Gemeinden unbesetzt sind. 

Die Landesregierung hat den Landeshauptmann dazu ermächtigt diesbezüglich eine Zusatzvereinbarung zur Gemeindenfinanzierung für 2024 zu unterzeichnen. Der Rat der Gemeinden hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Derzeit wird an einer weitreichenden Überarbeitung des Regelwerkes gearbeitet. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden weiter gestärkt und intensiviert werden.

ck

Das Hickhack rund um den Transport für SchülerInnen mit Beeinträchtigung treibt in diesen Tagen immer skurrilere Blüten. Schuldzuweisungen werden hin- und hergeschoben, ja sogar die europäische Reglementierungswut wird inzwischen bemüht und als Grund für das angestellte Chaos vorgeschoben. “Stimmt in diesem Fall überhaupt nicht. Das Land Südtirol ist in Sachen Vergabegesetz säumig.”, erklärt der Team-K-Abgeordnete Alex Ploner.

“Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren hat der Südtiroler Landtag einstimmig meinen Beschlussantrag zur Ausarbeitung eines Leitfadens für die öffentliche Verwaltung zur Vergabe von Diensten im Sozialbereich in Form von Co-Projektierungen und Co-Programmierungen genehmigt.  Dieser Leitfaden hätte anschließend der öffentlichen Verwaltung auf Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene übermittelt und in Zusammenarbeit mit den Südtiroler Sozialverbänden eine Liste von Diensten und Aufträgen erarbeitet werden sollen, die standardmäßig über diese Instrumente hätten vergeben werden können. Damit wäre die europaweite Ausschreibung für den Schülertransport von Menschen mit Behinderung vom Tisch gewesen.”,betont Alex Ploner. 

Co-Projektierungen und Co-Projektierungen sind neue Formen der Mitplanung und Mitgestaltung zwischen der öffentlichen Verwaltung und den Organisationen des Dritten Sektors. Die öffentliche Verwaltung und die Organisationen des Dritten Sektors arbeiten dabei gemeinsam auf Augenhöhe an der Entwicklung und Organisation von Diensten für die Gemeinschaft. Das Vergabegesetz wurde mit dem Gesetz 140 im Juni 2023 zudem mit breiter Zustimmung aller Fraktionen im Landtag an die neuen Möglichkeiten angepasst. 

“Aber zwei Jahre lang hat die Landesregierung in dieser Angelegenheit geschlafen. Ich frage mich wo der vereinbarte Leitfaden und die Schulungsmöglichkeiten in dieser Materie für die öffentliche Verwaltung sind. Jetzt haben wir das Schlamassel. Die Umsetzung dieses meines Beschlussantrages, der vom Landtag gutgeheißen wurde, ist jetzt schnellstens anzugehen. Es geht nicht an, dass die Landesregierung Beschlüsse einfach schubladisiert und dann den Schwarzen Peter, zum Leidwesen der 250 SchülerInnen mit Behinderung und deren Familien, den rigiden Vergabekriterien der EU zuschiebt. Es ist einmal mehr eine Missachtung des Landtages von Seiten der Landesregierung, wenn mehrheitlich gefasste Beschlüsse nicht umgesetzt werden. Die Möglichkeit der Co-Programmierung und Co-Projektierung wird zudem schon seit Jahren von den Sozialverbänden eingefordert.” so Alex Ploner abschließend.

Dienstag, 14 Mai 2024 13:17

Zeit für ein Klimaticket!

Die Aktion „Seilbahnsommer 2024“ ist eine gute Aktion gegen die Teuerung, finden die Grünen Landtagsabgeordneten Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa und Zeno Oberkofler. Damit der öffentliche Verkehr in Südtirol allerdings richtig in Schwung kommt, braucht es ein Klimaticket: 100 Euro pro Jahr für alle Busse, Bahnen – und für alle Seilbahnen, die mit öffentlichen Geldern gebaut wurden. 

Die Grünen begrüßen, dass Südtirol Pass-Inhaber*innen in diesem Sommer erstmals eine Ermäßigung für 60 der 100 Aufstiegsanlagen erhalten. Denn viele Familien können sich die Aufstiegsanlagen für Ausflüge kaum mehr leisten. So kostet beispielsweise die Berg- und Talfahrt auf die Seiser Alm für zwei Erwachsene mit Kind 57 Euro, mit der Kabinenbahn in Welschnofen 48 Euro. Der „Seilbahnsommer 2024“ ist daher für die Grünen ein richtiger Schritt, um Familien zu unterstützen. Damit öffentliche Mobilität für alle eine Alternative ist, braucht es aber mehr als Ermäßigungen für Bergbahnen.

Brigitte Foppa erinnert an den mehrfach im Landtag eingebrachten Antrag der Grünen: „Alle Aufstiegsanlagen, die mit öffentlichen Geldern subventioniert wurden, müssen in das System des Südtirol Passes integriert werden“. Seit 2020 hat die Landesregierung über 80 Millionen Euro an Förderungen für den Bau von Aufstiegsanlagen beschlossen. Ein Beispiel ist die neue Seilbahn von Lana auf das autofreie Vigiljoch, die zu 55 Prozent vom Land finanziert wurde. Trotzdem gebe es in diesem Sommer keine Ermäßigung für die Fahrt in das beliebte Naherholungsgebiet im Burggrafenamt, kritisieren die Grünen Landtagsabgeordneten.

Nächster Schritt: Klimaticket

„Der nächste Schritt zu einer attraktiven und sozial gerechten öffentlichen Mobilität ist klar: Wir schlagen ein Klimaticket um einen Preis von 100 Euro vor, mit dem man alle öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol nutzen kann“, so Madeleine Rohrer. „Damit schaffen wir ein Mobilitätsangebot, das für alle Südtirolerinnen und Südtiroler erschwinglich ist.“

Derzeit kommen zwei Drittel der Südtirol Pass-Inhaber*innen nicht über die unterste Tarifstufe hinaus. Für die ersten 1.000 Kilometer beträgt der Fahrpreis 12 Cent pro Kilometer. Die erwähnten zwei Drittel der Südtirol Pass-Nutzer*innen zahlen also weniger als 120 Euro jährlich. „Hier liegt ein enormes Potenzial, mehr Menschen für Bus und Bahn zu begeistern. Das bringt mehr Lebensqualität und entlastet Straßen, Umwelt und Anrainer.“

Bozen, 14.05.2024

 

Landtagsabgeordnete

Madeleine Rohrer

Brigitte Foppa

Zeno Oberkofler

 

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È ora di un biglietto climatico!

L'iniziativa "Estate in funivia 2024" è un'ottima iniziativa contro l'aumento dei prezzi, secondo i consiglieri provinciali Verdi Madeleine Rohrer, Brigitte Foppa e Zeno Oberkofler. Tuttavia, affinché il trasporto pubblico in Alto Adige riceva seriamente una spinta, è necessario un biglietto climatico: 100 euro all'anno per tutti gli autobus, i treni e per tutte le funivie costruite con fondi pubblici.

I Verdi accolgono con favore l’iniziativa di quest’estate per chi utilizza l’AltoAdige Pass, che permetterà per la prima volta di avere uno sconto su 60 di 100 impianti di risalita. Infatti, molte famiglie non possono più permettersi di prendere gli impianti di risalita per le escursioni. Ad esempio, il costo di un viaggio di andata e ritorno sull’Alpe di Siusi per due adulti e un bambino è di 57 euro, mentre con la funivia a Nova Levante è di 48 euro. Secondo i Verdi, l’"Estate in funivia 2024" è, quindi, un passo nella giusta direzione per sostenere le famiglie. Tuttavia, affinché la mobilità pubblica sia un'alternativa valida per tutti, è necessario qualcosa in più di semplici sconti per le funivie.

Brigitte Foppa ricorda la proposta dei Verdi presentata più volte in Consiglio provinciale: "Tutti gli impianti di risalita sovvenzionati con fondi pubblici devono essere integrati nel sistema AltoAdige Pass". Dal 2020, la Giunta provinciale ha destinato oltre 80 milioni di euro di finanziamenti alla costruzione di impianti di risalita. Un esempio è la nuova funivia da Lana al Monte San Vigilio, libero da auto, finanziata al 55% dalla Provincia. Tuttavia, quest'estate non ci sono sconti per il viaggio verso la popolare area ricreativa nel Burgraviato, criticano i consiglieri provinciali Verdi.

Il prossimo passo: un biglietto climatico

"Il prossimo passo verso una mobilità pubblica attraente e socialmente equa è chiaro: proponiamo un biglietto climatico al prezzo di 100 euro, con il quale sia possibile utilizzare tutti i mezzi di trasporto pubblico in Alto Adige", afferma Madeleine Rohrer. "In questo modo creiamo un'offerta di mobilità alla portata di tutte le altoatesine e gli altoatesini”.

Attualmente, due terzi dei possessori dell’AltoAdige Pass non superano la fascia tariffaria più bassa. Per i primi 1.000 chilometri, la tariffa per i viaggi con l’AltoAdige Pass è di 12 centesimi per chilometro. Di conseguenza, due terzi di chi utilizza l’AltoAdige Pass paga meno di 120 euro all'anno, poco più del biglietto climatico proposto. "Con un biglietto climatico si andrebbe incontro a molte persone per convincerle a utilizzare autobus e treni. Ciò porterebbe a una maggiore qualità di vita e allevierebbe il traffico stradale, l'ambiente, gli e le abitanti."

Bolzano, 14/05/2024

 

Cons. prov.

Madeleine Rohrer

Brigitte Foppa

Zeno Oberkofler

Mittwoch 29. Mai 2024


Beginn: 14.00 Uhr Dauer ca. 1,5-2 Stunden

Aula Magna Oberschule Mals


KEINE ANMELDUNG NOTWENDIG.

 

 

 

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Dienstag, 14 Mai 2024 12:57

Hoangart: Gsungan, Spielt, Tonzt

Freitag, 31. Mai 2024

ab 19.00 Uhr

im Gasthof Lamm, Laatsch/Mals

Info Gernot 335 5628004

 

Bildungsausschuss Mals

 

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Dienstag, 14 Mai 2024 16:38

Haflinger Jubiläumsfest

Das Haflinger Festival von 31. Mai bis 2. Juni 2024 in Schluderns ist eine Hommage an den Geburtsort des ersten Haflingerfohlens „249 Folie“ vor 150 Jahren. Dieser Hengst gilt als Stammvater der Haflingerrasse. Der Eintritt ins Festgelände auf dem ehemaligen Flugplatz ist frei. Ein ansprechendes Rahmenprogramm mit großem Festumzug erwartet Klein und Groß (siehe Anzeige auf der Rückseite).

von Magdalena Dietl Sapelza

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort für das Haflinger Festival zum 150 Jahrjubiläum der Haflingerrasse bot sich Schluderns an. Einerseits, weil dort 1874 das erste Haflingerfohlen das Licht der Welt erblickt hatte, und andererseits, weil mit dem ehemaligen Flugplatz ein für Großveranstaltungen ideales Gelände bereitsteht, das in dieser Form in Südtirol nirgends zu finden ist. Die Verantwortlichen des Haflinger Pferdezuchtverbandes um Obmann Erich Messner wurden im Herbst 2023 in der Schludernser Gemeindestube bei Bürgermeister Heiko Hauser und seinem Stellvertreter Peter Trafoier vorstellig und stießen auf offene Ohren. „Es ist uns eine Ehre, das Festival mitzutragen, weil der Haflinger mit unserer Gemeinde eng verbunden ist, und weil wir das für die Südtiroler Ritterspiele adaptierte Flugplatzareal nutzen können“, betonen Hauser und Trafoier unisono. Ein OK-Team wurde eingesetzt. Inzwischen hatte Manfred Canins als neuer Obmann des Haflingerzuchtverbandes Verantwortung übernommen (siehe OK-Team rechts). Das Wissen zur praktischen Umsetzung der Großveranstaltung lieferten neben den Gemeindeverwaltern der Koordinator der Südtiroler Ritterspiele Mirko Stocker. Die Vertreter der Schludernser Vereine erklärten sich bereit, das Festival - unter anderem mit Versorgungsständen - zu unterstützen. Dazu zählen: der Amateursportverein, die Schützen, die Musikkapelle, die Bäuerinnen, der Schaf- und Ziegenzuchtverein, die Interessentschaft Upi-Alm, der Alpenverein und das Team des Jugendhauses. Eine flankierende Ausstellung zur Geschichte des Haflingers wurde im Vintschger Museum VUSEUM konzipiert. Im Haflinger Festival ist die Landesausstellung eingebunden. 140 Aussteller werden 240 Pferde in zwölf Schaukategorien präsentieren. Der wohl bekannteste Züchter ist Norbert Rier von den „Kastelruther Spatzen“. Er wird beim Festival am Samstag zusammen mit seinem Sohn Alexander auf der Bühne stehen.

Geschichte der Pferdezucht im Vinschgau
Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts galt der Vinschgau als das bedeutenste Pferdeaufzuchtgebiet Tirols. Beim „Gollimorkt“ in Mals wurden beispielsweise anfangs des 18. Jahrhunderts 2.000 Pferde aufgetrieben. Händler kamen aus der Schweiz, der Lombardei und aus Bayern. Pferdezüchter im oberen Vinschgau setzten neben leistungsstarken Hengsten auch orientalische Hengste ein. Die Begradigung der Etsch von Glurns bis Laas in den 1830er Jahren mit der Gewinnung von Wiesen- und Ackerland führte zum Verlust von Weideflächen und zum Rückgang der Pferdezucht. Um dem entgegenzuwirken und die Pferdezucht weiter zu fördern, wurden vom k & k Ackerbauministerium 1863 in Schlanders Pferdeprämierungen eingeführt. Staatlich ausgezeichnete Deckhengste standen in Eyrs und Glurns. Neben Halbblut-Orientalen wurden auch Noriker eingesetzt. Es wurden Aufzuchtprämien ausgeschrieben und Zuchtpferde-Prämierungen organisiert.
Bei einer in Meran 1872 siegte in der Kategorie der gedeckten dreijährigen Stuten die Dunkelfuchs-Stute von Josef Folie aus Schluderns. Sie wurde die Mutter des ersten Haflingerfohlens „249 Folie“. Vater war der aus den Hengstbeständen in Bablona in Ungarn stammende fünfjährige Araber-Hengst 133 El Bedavi XXII vom Laaser Züchter Rochus Eberhöfer.

Geburt des Haflingerfohlen „249 Folie“
Das Hengstfohlen „249 Folie“ erblickte im Jahre 1874 im „Garberhof“ in der Kohlstatt Nr. 8 in Schluderns das Licht der Welt. Das war die Geburtsstunde der neuen Haflingerrasse und der Beginn der Haflinger Erfolgsgeschichte. Die blonden Deckhaare mit dem Maultierscheitel, die Gutmütigkeit, die Kraft und die Merkmale eines kleinen kompakten Gebirgspferdes hatte das Hengstfohlen von seiner Mutter geerbt, die Eleganz von seinem Vater. Der junge Hengst aus Schluderns wurde einst auch folgendermaßen beschrieben: „Folie 249“ ist ein Muskelpaket mit Araberadel, langer schräg gelagerter Schulter, strammem Rücken, gerader Kruppe, tiefer Bemuskelung, kräftigen Gelenken, weiträumigem, korrektem Gang und herrlichem Temperament“. Das Fohlen war so vielversprechend, dass das Ackerbauministerium den Auftrag gab, alle guten und edlen Fohlen aufzukaufen. Gleichzeitig wurde die Zucht subventioniert. Schon vor dem I. Weltkrieg trugen alle Zuchthengste die Gene von „Folie 249“. Die offizielle Anerkennung der Haflingerrasse erfolgte am 2. Mai 1898 durch das österreichische Landwirtschaftsministerium. Die Folie Nachkommen eigneten sich nicht nur als geschickte und gutmütige Zug- und Arbeitstiere, sondern auch als Reitpferde. Zu Zucht-Hochburg entwickelten sich Hafling und der Tschögglberg. 1897 wurden 200 Stuten in das erste Haflinger Zuchtbuch eingetragen. Das führte dazu, dass sich für die neue Pferderasse mit Schludernser Wurzeln der Namen „Haflinger“ etablierte.

Einbruch der Haflingerzucht nach 1919
Nach der Angliederung Südtirols an Italien 1919 erfuhr die Haflingerzucht in Südtirol einen Rückschlag. Denn den italienischen Behörden war die Bedeutung dieser Rasse noch nicht richtig bewusst. Dazu kam auch, dass sich die meisten Zuchthengste in österreichischen Depots befanden und die Stuten der Südtiroler Züchter nicht mehr decken konnten. Es entstand eine Kluft zwischen den Haflinger Zuchtorganisationen nördlich und südlich des Brenners.
Schließlich fand der Haflinger auch in Italien Beachtung. 1904 wurde die „Erste Haflinger Pferdezuchtgenossenschaft Mölten“ gegründet und 1909 die „Sarntaler Pferdezuchtgenossenschaft“. 1924 konnte der Pferdeausschuss der Provinz Bozen aus der Taufe gehoben werden. Und in Meran wurde die „Haflinger Fördergenossenschaft“ mit über 500 Mitgliedern gegründet. 1929 erfolgte die erste Eintragung von 330 Stuten und 40 Hengsten in ein Zuchtbuch, das ab 1931 als „Ursprungszuchtbuch der Haflingerrasse in Italien“ geführt wurde. Der II. Weltkrieg versetzte der Südtiroler Haflingerzucht erneut einen Rückschlag, nicht zuletzt, weil sich die deutsche Armee die schönsten Pferde aneignete und außer Landes brachte. Nach 1945 musste die Haflingerzucht in Südtirol wieder neu aufgebaut werden.

Neustart der Haflingerzucht nach 1946
1946 kam es im Vinschgau zur Gründung des Haflingervereins. Hengststationen gab es in Lichtenberg, Laas, Tanas, Mals, Glurns und Graun. 1953 folgte die Gründung des „Südtiroler Haflinger Zuchtverbandes“, der die unterschiedlichen Haflingervereine im Land unter seine Fittiche nahm.
Die zunehmende Motorisierung in den 1950er und 1960er Jahren in der Landwirtschaft machte den Haflinger nach und nach als Arbeitspferd überflüssig, was der Zucht erneut einen Dämpfer versetzte.
Langsam begann die Entwicklung des Haflingers vom Arbeitspferd hin zum Freizeitpferd. Mittlerweile erfreut sich der robuste, gutmütige und vielseitig einsetzbare Haflinger größter Beliebtheit. Er hat seinen Platz unter den Top 10 der beliebtesten Pferderassen gefunden. In Südtirol gibt es zurzeit rund 3100 Haflinger, davon sind 200 im Vinschgau beheimatet. Das Festival in Schluderns mit der Landesausstellung ist eine hervorragende Gelegenheit, einen guten Einblick in die Haflingerzucht Südtirols zu gewinnen und bei einem Rundgang durch den Ort auch am Geburtsort des ersten Haflingerfohlen vorbei zu spazieren.

 

Organisationsteam für das Haflinger Festival in Schluderns:


Gemeinde Schluderns:
BM Heiko Hauser, VBM Peter Trafoier,
OK Team Ritterspiele um Mirko Stocker

Haflingerverein Vinschgau:
Michael Warger (Obmann), Albert Hutter, Tobias Marth (beide auch Verwaltungsräte im Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband), Helmut Telser

Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband:
Manfred Canins (Verbandsobmann) Michael Gruber (Geschäftsführer/Projektleiter) Peter Zöggeler, Jonas Oberhammer, Richard Raffl, Luca Marini

Ferienregion Obervinschgau:
Katharina Fritz

Infos: www.ferienregion-obervinschgau.it


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