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Donnerstag, 02 Mai 2019 08:41

Giftfrei

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Im voll besetzten Oberschulzentrum referierte Vandana Shiva über die Zukunft der globalen Landwirtschaft. Das Time Magazin hat die Inderin 2002 als eine der wichtigsten Persönlichkeiten ausgezeichnet, die zur Erhaltung des Planeten beitragen. Im voll besetzten Oberschulzentrum referierte Vandana Shiva über die Zukunft der globalen Landwirtschaft. Das Time Magazin hat die Inderin 2002 als eine der wichtigsten Persönlichkeiten ausgezeichnet, die zur Erhaltung des Planeten beitragen.

Mals/Vinschgau - Zum Auftakt des Festivals „hier und da – gut leben im ländlichen Raum“, sprach Vandana Shiva, die Trägerin des Alternative Nobelpreises 1993, über die Zukunft der globalen Landwirtschaft. Diese muss gift- und pestizidfrei und vielfältig sein und gesunde Nahrungsmittel produzieren.

von Heinrich Zoderer

Die Aula im Oberschulzentrum Mals war gerammelt voll, als BM Ulrich Veith am 11. April die aus Indien stammende Physikerin und Umweltaktivistin Vandana Shiva begrüßte. Shiva sprach englisch, über Kopfhörer gab es Simultanübersetzungen in Italienisch und Deutsch. Die charismatische Inderin zeichnete ein düsteres Bild der globalen Situation. Wir haben noch 10 Jahre Zeit, wenn sich bis dahin nichts ändert, dann läuten die Alarmglocken, meinte Shiva. Das sechste globale Artensterben der Erdgeschichte, diesmal vom Menschen verursacht, führt zum Massensterben von Insekten und Schmetterlingen, wenn wir die Lebensräume nicht besser schützen. Sehr hart kritisierte sie die industrielle Landwirtschaft und Großkonzerne wie Monsanto. Sie sprach vom „Giftkartell“, die nur auf den Profit achten und entscheiden, wie unser Essen aussieht. Durch die industrielle Landwirtschaft entsteht eine Monokultur. Die Biodiversität geht verloren, die Gesetze der Natur werden nicht geachtet, der Boden und das Grundwasser werden belastet. Wer die Gesundheit des Planeten zerstört, zerstört auch unsere Gesundheit, meinte Shiva. Die Landwirtschaft ist für 50% der Treibhausgase verantwortlich. Durch die Großkonzerne sieht die Wissenschaftlerin auch die Freiheit und die Demokratie bedroht. Vandana Shiva kritisierte die „Grüne Revolution“, weil dadurch viele Bauern der sogenannten Dritten Welt von Großkonzernen abhängig und gezwungen wurden Kunstdünger und Pestizide einzusetzen. Sie erinnerte an die Chemiekatastrophe von Bhopal 1984, als es in einer Pestizidfabrik viele Tote und Verletzte mit Landzeitfolgen gab. 1991 gründete Shiva die Organisation Navdanya. Dabei geht es um die Sicherung und Bewahrung von regionalem Saatgut traditioneller Nutzpflanzen. Es geht um den Schutz der Bauern vor Abhängigkeiten von patentiertem Saatgut, um die Produktion von gesunden Lebensmitteln und die Stärkung der lokalen Märkte. Die industriell erzeugten Lebensmittel haben einen geringeren Nährwert. Das hat Einfluss auf unsere Gesundheit. Der Einsatz von Pestiziden führt nach Shiva zu einer Erhöhung von Allergien und Krebs. Auch die Anzahl der Kinder mit Autismus hat deutlich zugenommen. Vandana Shiva plädierte für eine weltweit giftfreie Landwirtschaft, für mehr Vielfalt und Biodiversität. Mals bezeichnete sie als Leuchtturm, der Mut macht und wichtig ist für den ganzen Planeten. Am Ende wurde der Klimasong „Sing for the Climate“ nach der Melodie von Bella Ciao gesungen.


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