Dienstag, 12 September 2017 12:00

Partnerschaft und Familie 7

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s12 0565Fragen, Tipps und Antworten - Unser Sohn (13) verbringt mehrere Stunden am Handy; meist in seinem Zimmer. Auch beim Essen oder am Abend zu Hause muss er ständig erreichbar sein. Wenn wir ihn ansprechen, reagiert er sehr schnell gereizt und genervt. Handyverbote haben bisher nichts bewirkt, im Gegenteil, dann will er noch weniger mit uns zu tun haben. Haben Sie einen Ratschlag?
Elisabeth Hickmann:
Handyentzug scheint zunächst eine logische Konsequenz zu sein. Wie Sie allerdings selber bemerken, stellt eine solche Maßnahme die ohnehin konflikthafte Beziehung zu Ihrem Sohn erneut auf die Probe. Das Smartphone ist für Kinder heute ein ganz wichtiges Kommunikationsmittel. Durch ein Verbot sind sie von der Außenwelt und damit ihren Kollegen abgeschnitten und reagieren verständlicherweise mit Wut und Aggression. Allerdings plädiere ich sehr für handyfreie Zeiten, wie z. B. beim Essen und während der Hausaufgaben. Zudem gibt es für mich Benimmregeln. Das heißt, wenn man zusammensitzt und sich unterhält gehört es sich nicht, ständig auf das Display zu schauen. Dieses Regelwerk gilt natürlich für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Denn an das, was wir von unseren Kindern erwarten, haben wir uns selbst zu halten im Sinne eines glaubhaften Vorbildes. Also – Vorleben statt Vorlabern! In Bezug auf Ihren Sohn scheint es mir zudem wichtig, dass Sie mit ihm im Gespräch bleiben. Nehmen Sie sich Zeit und interessieren Sie sich unvoreingenommen für seine Welt und das, was ihn gerade beschäftigt. In der ohnehin schweren Zeit der Pubertät sind wechselseitiges Vertrauen und Eltern als Ansprechpartner zentral. Jugendliche befinden sich in einer Umbruchphase und brauchen umso mehr verbindliche, verständnis- und humorvolle Erwachsene, die ihnen zur Seite stehen..
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redaktion@vinschgerwind.it
www.beratung-hickmann.it

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