Dienstag, 10 Januar 2012 00:00

Leserbriefe

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Nordeinfahrt Mals die Zweite!
Bezugnehmend auf den Rekurs gegen eine neue Nordeinfahrt in Mals, behandelt in der jüngsten Gemeinderatssitzung vom 22. Dezember 2011 möchte ich folgende Stellungnahme abgeben:
- Von wegen Mehrheit: Lediglich 10 Gemeinderatsmitgliedern haben die Sinnhaftigkeit einer neuen Ein-/Ausfahrt verstanden und gegen den Rekurs gestimmt. Für eine Bauleitplanänderung dieser Dimension ein eher schwaches Abstimmungsergebnis, zumal die erste Abstimmung im Oktober mit 12 zu 7 ebenfalls schon schwach ausgefallen ist!
- Von wegen „Aufwiegeln und Unwahrheiten“ habe ich dem BM bereits bei der Sitzung erklärt, dass die Gemeindeverwaltung vorab auch selber die Bürger von Burgeis, Planeil und die Anrainer von Mals informieren hätte können. Sie haben es nicht getan!
- Das Schreiben von Leserbriefen und Pressemitteilungen gehört zur Meinungsfreiheit und verschafft den Mitgliedern der Opposition die Gelegenheit einseitige Berichterstattung auszugleichen!
- Von wegen Sicherheit: Bei der bestehenden Nordeinfahrt von Mals hat es nie außergewöhnliche Unfälle gegeben.
- Von wegen Kosten: Auch wenn der Gemeinde keine Kosten beim Bau einer neuen Einfahrt entstehen sollten, und (Zitat BM): „Die Kosten werden vom Land übernommen“, dann dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch „das Land“ sind. Und 170.000 Euro für den Bau einer zusätzlichen  Einfahrt sind in Zeiten der Krise wohl keine Kleinigkeit!
- Von wegen Verkehrsberuhigung: Die Anrainer der Dr. Florastraße sind der gleichen Belastung ausgesetzt wie die Bewohner der Bahnhofstraße, der Benediktstraße, der Gen. Verdroßstraße, Kreuzweg, Russlandstraße, Marktgasse usw… Müllabfuhr um 6 Uhr, Despar um halb 7, Berufsverkehr um 7, Dorffest bis 4, Scooter um 2, Kirchturmglocken um 6 oder 7, Puni rund um die Uhr. Wohnen im Ortszentrum ist eben auch laut. Aber kein Mensch meckert deswegen, und das ist gut so!
Stecher Peppi, Gemeinderat, Mals


„Windräder sollen bleiben“
Aufgrund der regen Diskussionen um die Vinschger Windenergieanlagen möchten wir als Vinschger Mitarbeiter der Firma Leitwind auch einige Anregungen und neue Sichtweisen geben.
Mit unserer täglichen Arbeit tragen wir dazu bei, dass laufend die Produkte der Firma Leitwind verbessert werden, um auch in Zukunft auf dem weltweiten, stark umkämpften Windmarkt zu bestehen. Die beiden Windenergieanlagen auf der Malser Haide tragen maßgeblich dazu bei, dass wir unsere Produkte ständig den Anforderungen des Marktes sinnvoll anpassen können. Darüber hinaus geben sie uns die Möglichkeit Neuentwicklungen zu erproben, bevor diese für die Serienproduktion übernommen werden. Wir sind bestrebt, nur die besten Produkte zu entwickeln, um unter anderem unseren Arbeitsplatz und damit unseren Lebensunterhalt (auch für unsere Familien) zu sichern. Die Firma Leitwind hat uns Vinschgern die Möglichkeit gegeben, wieder nach Südtirol zurückzukehren und hier zu arbeiten, denn einige von uns haben außerhalb Südtirols studiert und gearbeitet. Einfach gesagt, tragen wir mit unseren Ausgaben zur lokalen Wertschöpfung bei, da wir unseren Lohn hauptsächlich in die lokale Wirtschaft fließen lassen.
Aber vor allem profitieren die Gemeinden im Obervinschgau: Die beiden Anlagen produzieren pro Jahr ca. 4.000.000 kWh an elektrischer Energie, das sind umgerechnet ca. 640.000 Euro, die erwirtschaftet werden. Dieses Geld steht der lokalen Genossenschaft bestehend aus den Gemeinden Glurns, Graun, Mals, Schluderns, Energiegenossenschaft Oberland, E-Werk Prad, E-Werk Stilfs und Vinschgauer Elektrizitätskonsortium zur Verfügung. In Zeiten der Wirtschaftskrise und Sparmaßnahmen ein nicht zu vernachlässigender Beitrag für die lokalen Körperschaften. Vor allem im Winter tragen die beiden Windenergieanlagen zur Stromproduktion im Obervinschgau bei und können die geringe Energieproduktion aus Wasserkraft ausgleichen.
Weiters können die Windenergieanlagen als Zeichen einer nachhaltigen Energiegewinnung im Vinschgau auch für unsere Gäste gesehen werden. Wir sind der Meinung, dass unsere Gäste in Zukunft, auch in Anbetracht von Fukushima, verstärkt auf die Nachhaltigkeit der Energiegewinnung Wert legen. Die Windenergieanlagen schließen den Kreis von den heimischen Produkten, die im Tourismus Verwendung finden, bis hin zur erneuerbaren, sauberen, lokalen Energiegewinnung. Oft wurde uns die Frage gestellt, was wir als Vinschger sagen würden, wenn in unseren Gärten Windenergieanlagen errichtet würden. Abgesehen vom finanziellen Gewinn, ist uns eine Windenergieanlage in 500 m Entfernung lieber, als ein Atomkraftwerk in 500 km.
In diesem Sinne sind wir für einen Verbleib der beiden Windenergieanlagen auf der Malser Haide.
Die Vinschger Mitarbeiter der Firma Leitwind
Georg Folie
Martin Schwarz
Dietmar Agethle
Andreas Theiner
Alexander Pescollderungg

„Hatmer decht“
Einige in unserem Land glauben immer noch, wir hätten Zukunftsperspektiven bei Italien. Das gilt für mich und viele andere Junge nicht. Müssen wir wirklich die Melkkuh für diejenigen sein, mit denen wir eigentlich nichts gemeinsam haben? Wir lehnen den Staat nicht nur wegen der sich abzeichnenden finanziellen
Belastungen ab, für uns spielen andere Werte eine große Rolle. Mag sein, dass es uns noch „gut geht“, wie einige Träumer predigen, wobei diese Worte nun immer weniger fallen.
Denken wir an unsere Kinder, die eine lebenswerte und gesicherte Zukunft in einem starken Land haben sollen. Unsere heutige Generation muss und kann in diesem Land für diese Kinder Geschichte schreiben. Was andere Völker schon lange einfordern, müssen wir gemeinsam wollen und durchsetzen: eine Zukunft ohne Italien!
Wir möchten am Schluss der brisanten politischen und gesellschaftlichen Entwicklung nicht zu denen gehören, die sagen müssen: „Hatmer decht“, wie es im Volksmund heißt.
Denn dann ist es zu spät!
Benjamin Pixner, Kastelbell

Selbstbestimmung
Was heißt Selbstbestimmung? Mord und Todschlag? Nein, wir das Volk stimmen ab in „ Eigenverantwortlichkeit“! Was um Himmels willen wäre daran so schlimm? Wovon hat man solche Angst? Warum wird das Selbstbestimmungsrecht, das jeder Minderheit in einem ihr fremden Staat zusteht, so vehement bekämpft, wie von der SVP? „Für die Selbstbestimmung“ steht im SVP Parteibuch ganz oben geschrieben, ja sie haben richtig gelesen. Herr Richard Theiner, Obmann der SVP, schon vergessen wie sie sich stark gemacht haben für die Selbstbestimmung, vor der Obmann Wahl? Nur ein Mittel zum Zweck? Wem wollen sie heutzutage was vorgaukeln mit einer Vollautonomie, wenn sie nicht einmal die halbe Autonomie gegenüber Rom zu verteidigen im Stande sind? Das Selbstbestimmungsreferendum im Ahrntal sehen sie als kläglich gescheitert, wäre dem so, würden sie nicht heulen wie ein Wolf bei Vollmond! Wäre das Ergebnis wirklich so schlecht ausgefallen, würde man das mit einem stillschweigenden Lächeln zur Kenntnis nehmen. Freiheit schlägt Wellen, vom Ahrntal bis in den Vinschgau, auch ohne Südtiroler Verzichts Partei!
Gerhard Pali, Prad

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