Mittwoch, 11 Oktober 2006 09:12

Die Hauswurz Sempervivum tectorum L.; Sempervivum montanum

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Heilpflanze der Woche

s17-01752

Die Dachwurz oder Hauswurz ist eine botanische Schönheit. Sie gedeiht gerne auf steinigen, kalkreichen Böden. Sie ist in Zentral- und Südeuropa beheimatet. Es gibt sehr viele Arten, so auch die bei uns heimische Berg-Hauswurz. Die kleine Pflanze wird 5-10 cm hoch und durch die dichte Blattrosette am Boden erinnert uns an Artischocken und macht uns neugierig. Erst wenn die Blüten da sind, kommt das Erkennen. Die Blüten bilden rosarot-rote Sterne mit 11-15 Kronblättern, lanzettlich zugespitzt,  die 2,5 – 4-mal so lang sind wie die Kelchblätter. Die echte Hauswurz wird wesentlich höher, bis 60 cm. Die Stängel aller Arten sind dicht beblättert. Die wirksamen Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, Apfelsäure, Alkaloide und Schleime. Durch ihre zusammenziehende Wirkung wird die Hauswurz zur Wundheilung gebraucht, bei Hühneraugen, Hämorrhoiden und Brandwunden. Oft wird der Saft bei Flechten und schärenden Wunden verwendet, früher auch bei Augenleiden. Heute wird die Pflanze in der Kräuterheilkunde kaum mehr verwendet, in der Kosmetik gegen Pigmentflecken. Es werden auch homöopathische Präparate hergestellt.

Jürg Baeder

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