Dienstag, 03 März 2015 00:00

„Die Touristiker müssen wir ins Boot holen“

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s18 5560Vintschger Museum Schluderns - Am Fuße des Ganglegg, jener Ausgrabungsstätte, bei der der archaische Vinschgau erkundet werden kann, hat das Vintschger Museum seine Wirkstätte. Reich an Ideen, aber arm an Geldmitteln.

von Magdalena Dietl Sapelza

Das Vintschger Museum muss mit knappen Geldmitteln auskommen. Der Landesbeitrag 2014 ist beispielsweise mit 13.800 Euro um 4.000 Euro kleiner ausgefallen als im Jahr zuvor.

Von der Gemeinde Schluderns kamen 10.280 Euro. Die Durchforstung der einzelnen Ausgabeposten und die Suche nach Einsparmöglichkeiten hat sich der vor einem Jahr gewählte Präsident Michael Böttner zu seiner ersten Aufgabe gemacht. Einsparpotentiale fand er bei der Heizung, beim Stromverbrauch und bei der Telekommunikation. Und er hat entsprechende Schritte eingeleitet. Über diese informierte Böttner kürzlich bei der Jahreshauptversammlung. Er, die Vorstandsmitglieder, die Helferinnen und Helfer im  Verein Vintschger Museum arbeiten ehrenamtlich. Böttner will die Angebote des Museums attraktiv zu gestalten und die Zusammenarbeit mit den Tourismus-treibenden forcieren. „Die Touristiker müssen wir ins Boot holen“, so Böttner. In den vergangenen Monaten hat er unzählige Gespräche geführt. Ein Paket wurde mit der Churburg geschnürt. Genutzt werden sollen die Synergien zwischen dem Museumsbetrieb und dem Tourismusbüro, das sich im Haus befindet. Der Eingangsbereich wird neu gestaltet und ein Museums-Shop zusammen mit den Betreibern des Dorfladens Schluderns eingerichtet. Die Führungen werden ausgebaut und die Öffnungszeiten neu gestaltet. Es gibt Nachttouren und nächtliche Öffnungszeiten und sogar Führungen zum Göflaner Marmorbruch. Viel verspricht sich Böttner vom Gesamtpaket mit Wanderung zum Ganglegg, Museumsführung, Weinverkos-tung und Jause. Neben den Dauerausstellungen „Archaischer Vinschgau“, „Wassrwossr“ und „Schwabenkinder“ sind 2015 die Getreideausstellung der Familie Bernhart und die Bilderausstellung von Robert Lessmann zu sehen. Die Mineralien-Ausstellung, die inzwischen einen fixen Platz erobert hat, soll ausgebaut werden. Einen neuen Akzent für das Vintschger Museum wird die Römer-Ausstellung setzen, die derzeit unter der Kuratorin Helene Dietl Laganda ausgearbeitet wird. Behutsam will man sich, laut Böttner, in Zukunft auch dem Thema Haflinger nähern. Das Vintschger Museum wird am 21. März mit einer Feier eröffnet.

www.vintschgermuseum.com

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