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„…jo lai a poor Fisch verreckt“

  • Dachzeile: Glurns

Während sich die Menschen in Glurns beim „Sealamorkt“ vergnügten, spielte sich nebenan im kleinen Flussbett der alten Etsch eine tierische Tragödie ab. Forellen, Dohlenkrebse, Mühlkoppen… schnappten verzweifelt nach Luft, weil ihnen das Wasser ausging. Und sie verendeten kläglich. Wanderer, die das Sterben mit ansehen mussten, schlugen sofort Alarm, im Rathaus, beim Fischereiverband, bei der Forstbehörde. Hunderte tote Tiere wurden gezählt. Als Grund für den versiegten Wasserfluss wurde Sand und angeschwemmtes Laub an der Einkehr genannt. Ob durch höhere Gewalt oder durch menschliches Zutun konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden. Die Sensibilität für den ökologischen Wert des Seitenbaches, der als Rückzugsraum, Kinderstube und Laichhabitat für Fische und andere Wasserlebewesen dient, scheint im Rathaus allerdings nicht groß zu sein. Ein Anrufer erklärte, er sei mit der lapidaren Aussage abgespeist worden: „Es sain jo lai a poor Fisch verreckt“. Als das Wasser wieder floss, war der Schaden schon angerichtet. Ein Dohlenkrebs konnte gerettet und umgesetzt werden - ein kleines Stück Leben, das wieder hoffen lässt. (mds)

„Gemeinsam Garteln“

Informationsveranstaltung über das Gemeinschaftsgarten – Projekt im Kapuzinergarten am Montag, 23. Februar 2026 um 19:30 Uhr im Vogelmuseum Avimundus. Der Verein „Gemeinschaftsgarten Patergartl“ lädt ein.

1. Georg Paulmichl Preis

  • Dachzeile: Prad am Stilfserjoch

In Prad am Stilfserjoch wurde am 28. Februar erstmals ein Preis vergeben, der nicht nur an einen bedeutenden Prader erinnert, sondern den Fokus auf einen Bereich lenkt, der selten Beachtung findet: Kunstschaffende mit Behinderungen. Elmar Rufinatscha ist der erste Träger des Preises, der von der Sozialbetreuerin Sophie Wastian initiiert und künftig alle zwei Jahre von Land und Gemeinde Prad am Stilfserjoch vergeben werden soll.

4 Millionen

EU-Gelder in Höhe von 4 Millionen hat BASIS im Bereich Energie in den Vinschgau gebracht. In 13 Projekte ist das Geld geflossen. Eines davon: ein Forschungsretreat in Martell.

6 Jahre elektrisch

  • Dachzeile: Kommentar

Mit Ende vom Jänner 2026 werden es 6 Jahre, seit ich elektrisch fahre. Aufmerksame Leser:innen haben ja mitbekommen, dass ich in dieser Zeit mal mit Motorschaden auf der Mebo stehen geblieben bin und dass ich mal angemahnt habe, dass es im Lande Mechaniker braucht, die ein Elektroauto warten und reparieren können. Meine Erfahrung ist, dass sich einige Dinge in Wohlgefallen aufgelöst haben, dass es im Tal Anlaufstationen für Elektro-Probleme gibt. Mein bisheriger Stromanbieter hat sich im vergangenen Sommer vertschüsst und sein Mutterunternehmen hat die Stromlieferung derart ungeschickt selbst übernommen, dass ich mich anderweitig umgetan und den Stromanbieter gewechselt habe.
Dass mein kleiner E-Gratten mittlerweile mehr als 200.000 Kilometer aufn Tacho hat und mit Ausnahme der damaligen großen Panne einwandfrei und ohne anderweitige Reparaturen dahinschnurrt, ist beruhigend. Auch die Batterie macht keine Probleme. In der Öffentlichkeit haben die Polemiken abgenommen und zwar jene, die immer wieder auf die umweltschädigende Herstellung der E-Autos (der Batterie vor allem) und der nicht vorhandenen Recyclingschiene hingewiesen haben. Bekräftigt wird hingegen das elektrische Schlafen in Europa, indem vor allem die deutsche Autoindustrie das von der EU dekretierte Verbrenneraus 2035 weghaben will. Derweil entwickeln die Chinesen die übernächste elektrische Auto-Generation.
Erwin Bernhart

Achtung Gift

  • Dachzeile: Kortsch

Ob bewusst vergiftet oder nicht, bleibt eine Mutmaßung. Fakt ist, dass in Kortsch Katzen durch Vergiftung den Tod gefunden haben. An den Vinschgerwind wandte sich eine Katzenbesitzerin, die ein Attest vorlegt. Dieses ist eindeutig: „Aufgrund des klinischen Bildes und der Untersuchungsergebnisse ist von einer akuten Vergiftung mit daraus resultierendem multiplem Organversagen auszugehen.“ Die Katzenbesitzerin hat bei den Carabinieri Schlanders Anzeige erstattet. Erst vor zwei Jahren sind Katzen auf dieselbe verabscheuungswürdige Art und Weise verendet. In Italien kann - mit dem verschärften Tierschutzgesetz - das Vergiften einer Katze mit einer Freiheitsstrafe bis zu vier Jahren und einer Strafe bis 60.000 Euro geahndet werden.

Akne - nicht nur ein kosmetisches Problem

  • Dachzeile: Gesundheitstipp

Stark ausgeprägte, vernarbende Akne ist aus hautärztlicher Sicht mehr als nur ein kosmetisches Problem – sie kann sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Hautnotfall entwickeln. Weil Narben oft rasch entstehen und dauerhaft sichtbar sein können.
Leichte Akne lässt sich häufig noch mit frei verkäuflichen Pflegeprodukten in den Griff bekommen. Sobald sich die Hautveränderungen jedoch verstärken, sind verschreibungspflichtige Medikamente nötig. Eine Abdeckung mit Make-up ist nicht die Lösung, sondern verschlimmert das Problem. Bei stark entzündlicher u/o vernarbender Akne kommen Antibiotikatabletten oder Isotretinoinkapseln zum Einsatz. Ergänzend können bestimmte Nahrungsergänzungsmittel helfen – als alleinige Maßnahme reichen sie jedoch bei starker Akne nicht aus.
Oftmals wird jungen Frauen mit Akne die Antibabypille verschrieben. Diese ist in den meisten Fällen jedoch keineswegs als dauerhafte bzw. alleinige Therapie geeignet. Nach dem Absetzen tritt die Akne häufig erneut auf. Nur in seltenen Fällen – etwa bei nachgewiesenem Testosteronüberschuss und schwer zu behandelnder Akne – kann sie unterstützend sinnvoll sein. Meist dient sie aber nur der notwendigen sicheren Verhütung bei einer systemischen Behandlung mit Isotretinoin.
Ästhetische Behandlungen wie chemische Peelings oder Lasertherapien sind zur Aknebehandlung ebenfalls nicht zu empfehlen – v.a. nicht mit dem Anspruch auf einen nachhaltigen Therapieerfolg. Diese vielfach angepriesenen Behandlungen bieten in Relation zu den entstehenden Kosten nur einen sehr geringen therapeutischen Nutzen, teilweise richten sie sogar Schaden an. Sie eignen sich vielmehr zur späteren Behandlung von Aknenarben und postinflammatorischen Hyperpigmentierungen, sog. Pickelmalen. Dafür sind sie bestens geeignet.
Eine wirksame und effiziente Aknetherapie erfordert ein individuell abgestimmtes Gesamtkonzept. Medikamente, Ernährung, Hautpflege, Verhaltensweisen und ein geeigneter Sonnenschutz müssen zusammenpassen. Ist eine systemische Therapie notwendig, kann sie – unter fachärztlicher Betreuung – zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden, auch im Sommer. Die Narben warten nämlich nicht auf den Winter.
Eine kompetente und rechtzeitige fachärztliche Beratung ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung – und für die Prävention bleibender Hautschäden.
Dr. med. Alexandra Vent
Dermatologin, Schlanders
www.hautarztpraxis-vent.com

Aktualisiertes Tiefbauprogramm

  • Dachzeile: Bozen/Vinschgau

Die Landesregierung hat in der Sitzung vom 7. Oktober das aktualisierte, mehrjährige Tiefbauprogramm 2025-2027 genehmigt. Die Geldmittel dafür wurden über den Nachtragshaushalt bereitgestellt. Das Programm zielt darauf ab, die Verkehrssituation in den Ortschaften zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Der Landesrat für Mobilität und Infrastruktur, Daniel Alfreider, betont: „Wir konzentrieren die Investitionen auf das Vinschgau und das Überetsch, um die Ortschaften vom Verkehr zu entlasten, mehr Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten und den öffentlichen Nahverkehr effizienter zu gestalten. Mit diesen drei Schwerpunkten möchten wir dazu beitragen, das tägliche Leben der Menschen konkret zu verbessern.“
Zu den bedeutendsten Bauvorhaben des Programms, die auch dank der in den vergangenen Monaten geleisteten technischen Arbeit definiert wurden, gehören insbesondere die Umfahrungsstraße von Rabland (Bild), wo Wohngebiet vom Verkehr entlastet werden soll, die Steinschlagschutzgalerie an der Vinschgerstraße in der Nähe der Latschander und die Vorfahrtsspur für den Metrobus im Überetsch.

Alle Vinschgerwinde online

  • Dachzeile: In eigener Sache

Alle 514 Vinscherwinde sind ab sofort blätterbar online. Von der ersten Nummer im April 2005 (Titel: „Marmor rollt durch Göflan“) bis zur heutigen Nummer 514 können alle „Winde“ duchstöbert werden. Dazu müssen Sie auf unsere neue Webseite www.vinschgerwind.it gehen. Zur Auswahl stehen „Vinschgewind“ und „Nachrichten aktuell“. Bei „Vinschgerwind“ erscheint „blätterbare Ausgaben“. Und dort finden Sie alle 20 Jahrgänge mit allen Vinschgerwind-Ausgaben. In akribischer Kleinarbeit ist es unserem Grafiker Hartwig Spechtenhauser gelungen, sämtliche gespeicherten Ausgaben nun online zur Verfügung zu stellen. Es ist wie eine geöffnete Tür in den Keller und damit ins Zeitungsarchiv des Vinscherwind. Ein unschätzbarer Schatz, den Zeitungsartikelsucher zu schätzen wissen. Google kennt sich als Suchmaschine in unserem Archiv bedauerlicherweise noch nicht ganz aus, aber das wird schon werden. Es gibt gar einige, die unsere Ausgaben in Ordnern sammeln und wer nun online stöbert, wird über Artikel, Anzeigen und Glückwünsche staunen. (eb)

Alles Walzer – 200 Jahre J. Strauss

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

Der Walzer „An der schönen blauen Donau“ (kurz Donauwalzer) wurde von Johann Strauss Sohn (25. 10.1825 – 3.06.1899), in den Jahren 1866/67 komponiert und wurde am 15. Februar 1867 vom Wiener Männergesang-Verein beim traditionellen Faschingsfest uraufgeführt. Der Donauwalzer gilt als heimliche Hymne Österreichs und als inoffizielle Landeshymne des Bundeslandes Wien. Heute ist der Donauwalzer zweifellos der bekannteste Walzer und Johann Strauss Sohn, der unumstrittene Walzerkönig, der vor 200 Jahren geboren wurde. Deshalb feiert Wien 2025 den Walzerkönig. In Österreich wird mit dem Donauwalzer das Neue Jahr im Fernsehen und vielen Radiosendern begrüßt. Er ist fester Bestandteil beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker genauso wie beim Wiener Opernball. Mit dem Spruch „Alles Walzer!“ wird nach der feierlichen Eröffnung das Tanzparkett freigegeben. Der Wiener Walzer wurde 2017 in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen. Der Walzer entstand in der ländlichen Bevölkerung und wurde zunächst von der Kirche und Oberschicht als anstößig betrachtet, da er als erster Tanz enge Körperhaltung, innige Berührungen und Drehbewegungen beinhaltet. Er sei unmoralisch, zu rasch und führe zu Überhitzung der Tänzer. Beliebtheit gewann er durch den Wiener Kongress 1814/15. Doch nachdem Vater Johann Strauß und später seine Söhne Johann, Josef und Eduard mit eigenen Orchestern aufspielten, stieg der Wiener Walzer immer weiter auf zur hohen Kunst für alle Gesellschaftsschichten. (hzg)

Almbewirtschaftung in Zahlen

  • Dachzeile: Vinschgau

Im Vinschgau sind im vergangenen Jahr 1354 Kühe gealpt worden, das sind im Durchschnitt 54 Kühe pro Alm, sowie 180 Milchziegen auf zwei Almen. Die Auftriebszahlen in den vergangenen 30 Jahren bei den Milchkühen sind konstant. Zusätzlich wurden 380 Alpschweine für die Molkeverwertung gezählt, das sind durchschnittlich 17 pro Alm. Neben dem ursprünglichen lokalen Älpler sind zunehmend auch Personen von außerhalb der Landwirtschaft und teilweise auch von außerhalb Südtirols auf den Almen tätig, darunter viele junge, meist hochmotivierte Personen. 70 Personen sind auf den Kuh-Almen im Vinschgau beschäftigt, davon circa 38 Prozent Frauen, bei den Sennen macht dieser Anteil 50 Prozent aus. Südtirolweit gibt es rund 150 saisonale Arbeitskräfte auf den Milchviehalmen.
Die Gesamtproduktion der Vinschgauer Almen betrug im vergangenen Jahr 140.000 Kilogramm Almkäse und 15.000 Kilogramm Almbutter. Seit einigen Jahren ist eine erhöhte Nachfrage nach Alm-Rohrahmbutter feststellbar, insbesondere von Einheimischen.

Almbewirtschaftung: lebendig, aktiv, vielfältig

  • Dachzeile: Laatsch/Schleis

Im Vinschgau, zwischen Graun und Schnals, gibt es 25 Gemeinschafts-Milchviehalmen, die mit großem Einsatz gepflegt und in den vergangenen Jahren laufend modernisiert wurden, etwa durch Investitionen in Käsereien und Melksysteme. „Bei meinem Besuch auf der Laatscher Alm mit ihrem Weidemelkstall und ihrer Milchleitung und Schleiser Alm konnte ich mir selbst ein Bild davon machen, wie viel Arbeit, Leidenschaft und Wissen hinter unserer traditionellen Almwirtschaft stecken“, betont Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher. Neben dem Direktor der Abteilung Landwirtschaft Martin Pazeller waren auch die Direktorin des Sennereiverbands Südtirol, Annemarie Kaser und Bertram Stecher dabei, der im Sennereiverband für die Beratung der Almen und Hofkäsereien zuständig und im Auftrag des Landes tätig ist.
„Südtirol zeichnet sich durch eine lebendige, aktive und vielfältige Almbewirtschaftung aus“, weist Landesrat Walcher hin: „Die Almwirtschaft ist weitgehend das Spiegelbild der Entwicklung der viehhaltenden Berglandwirtschaft in der darunter liegenden Bewirtschaftungszone. Die Almgebäude und Strukturen einschließlich Verarbeitungsräume befinden sich grundsätzlich in gutem bis sehr gutem Zustand. Auch dank der öffentlichen Finanzierungen und Anstrengungen in den vergangenen 30 Jahren, etwa durch Leader-Programme ist eine rege Investitionstätigkeit erfolgt, etwa durch Einrichtungen von Käsereien und Anschaffungen von Melksystemen.
Einer der wichtigsten Akteure zum Wohle der Vinschger Milchviehalmen in den vergangenen 30 Jahren war Markus Joos, langjähriger Leiter des Bezirksamtes für Landwirtschaft und stellvertretender Direktor der Landesabteilung, anfänglich als Leader-Verantwortlicher für die Milchviehalmen und anschließend im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Vinschger Milchviehalmen. Einen wichtigen Beitrag leistet die Landwirtschaftsschule Fürstenburg mit den Almsennerkursen und der jährlichen Almkäseverkostung.

Ämterübergabe bei den Kiwaniern

  • Dachzeile: Schloss Goldrain

Der Kiwanis Club Vinschgau hat sein Club Lokal im Schloss Goldrain. Dort wurden bei der Clubsitzung am vergangenen Montag, wie üblich nach einem Jahr, die Ämter übergeben. Der bisherige Präsident Lukas Gerstl übergab die Präsidentschaft an den Kortscher Konrad Lechthaler (Bild). Der bisherige Kassier Markus Moriggl übergab an Martin Überbacher, der bisherige Sekretär Michael Prenner übergab an Christian Walzl und Adolf Pichler wird Direktor anstatt Günther Bernhart. Den Tätigkeitsbericht aus dem vergangenen Jahr überbrachte der erfahrene Kiwanier Rudi Gartner als Supervisor. Mit einem ambitionierten Jahresprogramm ließ Konrad Lechthaler aufhorchen. Gesellschaftsrelevante Themen sollen Behandlung finden und „unterstützen wollen wir im laufenden Jahr den Förderverein MOMO für Kinder-Palliativ“, sagte Lechthaler. Der neue Sekretär Christian Walzl brachte in die Vollversammlung den Vorschlag, dass es Themen gebe, die über mehrere Jahre diskutiert und behandelt werden sollen. Die Themen „Heimat“ oder „Wie wollen wir gut leben“ werden im Club diskutiert werden. Im kommenden Jahr werden Benefizveranstaltungen, Vorträge, Kräuter- und Familienwanderungen veranstaltet. Das gesellige Beisammensein ist den Kiwaniern wichtig und in der DNA des Clubs steht das Spenden. Deshalb werde man sich bemühen, die Sozialkasse aufzufüllen. (eb)

Auf den Reschensee gucken

Seit Kurzem ergänzen zwei neue Webcams in Graun am Reschensee und in Laurein das Angebot der Rundfunkanstalt Südtirol (RAS). Die Kamera in Graun bietet einen freien Blick auf den Reschensee und die umliegende Berglandschaft, während die Webcam in Laurein Eindrücke aus dem Deutschnonsberg liefert. Beide Kameras zeigen die jeweilige Umgebung in Echtzeit und werden regelmäßig aktualisiert: https://www.ras.bz.it/de/webcams/

Aufgelöst

Der 1985 aus der Taufe gehobene Jugenddienst Naturns ist als Verein rechtlich aufgelöst und seit Jänner 2026 Teil des Jugenddienstes Meran. Die Arbeit bleibt vor Ort fest verankert.

Aus für Jagd-Gastlizenzen

  • Dachzeile: Vinschgau

Der Aufschrei war groß, als Jäger aus dem oberitalienischen Raum in den Obstanlagen im Obervinschgau zu ihrem Spaß Jagd auf Vögel machten (der Vinschgerwind hat darüber berichtet). Die Verantwortlichen der Jagdreviere von Schluderns und Laas hatten als einzige in Südtirol noch die entsprechenden Lizenzen vergeben. Denn das Abschießen von Singvögeln wie Amseln, Singdrosseln, Wachholderdrosseln, Eichelhäher, Nebelkrähen, Elster ist in Südtirol laut Landesgesetz vom 17. Juli 1987 im Zeitraum von 1. Oktober bis zum 15. Dezember erlaubt, um dem Vogelfraß in landwirtschaftlichen Kulturen entgegenzuwirken. Die einheimischen Jäger scheuen sich Vögel zu schießen. Für die italienischen Jägern ist es Jagdsport. Ihnen wird der Vorwurf gemacht, dass sie alles abknallen, was sich in der Luft bewegt, auch geschützte Singvögel. Nun hat Landesrat Luis Walcher diesem Treiben einen Riegel vorgeschoben. Gastkarten an Jäger von auswärts dürfen nicht mehr vergeben werden. (mds)

Ausstellung bis Ende März verlängert

s4 Bild ManatschalDie Ausstellung zu den meist unbekannten Münstertaler Fotografien von Johann Feuerstein im Haus Selm, einem Gebäude des Klosters St. Johann Müstair, stößt auf großes Interesse. Die Veranstalter haben deshalb beschlossen, die Ausstellung bis Ende März 2026 zu verlängern. Die Archivs culturals da la Val Müstair und die Klosterstiftung Pro St. Johann hoffen als Organisatoren, dass Besucherinnen und Besucher der Ausstellung beitragen können, die Leute auf den Feuerstein-Fotografien zu identifizieren.

Auszeichnung für Hannes Götsch

  • Dachzeile: Schlanders

Erster Südtiroler als ASHOKA Fellow ausgezeichnet: BASIS-Gründer und Geschäftsführer Hannes Götsch erhält internationale Anerkennung für soziales und unternehmerisches Engagement
Große Wertschätzung für BASIS Vinschgau Venosta: Gründer und Geschäftsführer Hannes Götsch wurde als erster Südtiroler in das internationale Netzwerk der Ashoka Fellows aufgenommen – eine der weltweit renommiertesten Auszeichnungen für soziales Unternehmertum und Systemwandel.
Die Ernennung fand Mittwochabend, den 22. Oktober 2025, im Rahmen der Changemaker Days von Ashoka Italia in Mailand statt. Damit reiht sich Götsch in eine Liste internationaler Persönlichkeiten ein, darunter Jimmy Wales (Wikipedia-Gründer), Muhammad Yunus (Grameen Bank, Mikrofinanz-Pionier) und Francesco Tonucci („La Città dei Bambini“).
Mit BASIS Vinschgau Venosta hat Götsch ein weltweit beachtetes Modellprojekt geschaffen: Aus der ehemaligen Drusus-Kaserne in Schlanders entstand ein Social Innovation Hub mit aktuell rund 5000m² überdachter und 5000m² freier Fläche, der Wirtschaft, Kultur, Bildung und Soziales unter einem Dach vereint. Ziel ist es, regionale Innovationskraft zu fördern, neue Perspektiven für ländliche Räume zu schaffen und soziale wie wirtschaftliche Transformation aktiv zu gestalten.
BASIS steht für gemeinwohlorientierte Entwicklung, ökologisch-soziale Innovation und europäische Vernetzung. Projekte wie die erste große Energiegemeinschaft der Vinschgauer Gemeinden (EVi), das KASINO als multifunktionaler Kulturclub oder internationale Bildungsprogramme mit renommierten Universitäten unterstreichen den Anspruch, aus der Region heraus zukunftsfähige Modelle zu entwickeln.
„Ich freue mich sehr über die Wertschätzung meines Handelns durch die Ernennung als ASHOKA Fellow auf Lebenszeit. Diese Auszeichnung gilt nicht nur mir, sondern dem gesamten Basis-Team, dem Vorstand und den vielen Unterstützer:innen und allen Menschen, welche die Notwendigkeit von sozial- ökologischer Priorität im Innovationsbegriff und der Wirtschaftsgestaltung sehen“, sagt Hannes Götsch. „Wir verstehen uns als Labor für gesellschaftlichen Wandel – lokal gewachsen, aber weltweit vernetzt.“
Das Ashoka Fellowship wird weltweit an Sozialunternehmer:innen verliehen, die durch ihre Projekte systemischen Wandel anstoßen. Mit der Aufnahme in das Netzwerk erhält Götsch Zugang zu einem globalen Ökosystem aus über 4.000 Fellows in mehr als 90 Ländern.

AzzurroTre, das höchst amüsante Italopop-Abenteuer

  • Dachzeile: Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Nach dem riesigen Erfolg der Italo-Pop-Musicals „Azzurro“ und „AzzurroDue“ geht das vergnügliche Vespa-Abenteuer mit „AzzurroTre“ endlich in seine dritte Runde – nur dass die Vespa leider gerade in Reparatur ist und Rocky, Frauke und Gianni sich erstmals im Dschungel der Deutschen Bahn verheddern. Das Ziel: Bibione, „der Ort, wo Italien und Deutschland sich küssen“. Rocky muss einfach das Casting für das große Megazambabumbabumbakonzert gewinnen – es winkt eine Gage von 30.000 Euro! Frauke dagegen benötigt einen Investor, um ihre neueste Supererfindung groß rauszubringen: die Kältepumpe, ein geniales Gerät, mit dem man den europäischen Winter – „die ganz große Klimaanlage“ – in heißere Gefilde verkaufen kann.
Auf ihrer wilden Abenteuerreise geraten sie wie immer in die absurdesten Situationen, und treffen auf alte Bekannte wie Olli und den Traumschiffkapitän sowie neue Gefährten wie die Italo-Pop-Ikone Giannana Ninnana oder Dipl-Psych. Ulla Sauerkraut-Levèvre, die immer für einen guten Beziehungstipp zu haben ist.
Kommen Sie mit auf den neuen Superstimmungstrip, lassen Sie sich vor Lachen aus den Sesseln fegen und singen Sie mit den Dolci Signori gutlaunige und emotionstiefe Italo-Pop-Klassiker wie „Più bella cosa“, „Ti amo“, „Tintarella di luna“, „Italo Disco“, „Adesso tu“ oder natürlich „Azzurro“!
Karten sind im Büro des Kulturhauses und an der Abendkasse vor Konzertbeginn erhältlich. Reservierung: online unter www.kulturhaus.it, T 0473 737777 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..
Unterstützt von der Marktgemeinde Schlanders, dem Amt für deutsche Kultur, der Raiffeisenkasse Schlanders, Parkhotel „Zur Linde“ und Anwaltssozietät Pinggera Schönthaler.

Bettvorleger

  • Dachzeile: Laas/Bozen

Die Anfrage des Landtagsabgeordneten Andreas Leiter Reber zum Marmor in Laas und in der Jennwand ist als Tiger gestartet und die Antworten dazu sind als Bettvorleger gelandet. Leiter Reber und die Öffentlichkeit hat in den Antworten des zuständigen Landesrates Marco Galateo nichts wirklich Neues und Tiefschürfendes erfragt. „Die jährliche Abbaumenge beläuft sich (...) auf durchschnittlich 3.400 m3“, lässt Galateo auf die Frage der jährlichen Abbaumengen formulieren. Für andere Details solle man sich an die Fraktion Laas wenden, hieß es gleich bei mehreren Antworten, etwa zur Sanierung oder zu einem Neubau der Schrägbahn. „Die Mächtigkeit des Marmorvorkommens südlich von Laas (Laaser Einheit) wird auf etwa 500 Mio. Kubikmeter geschätzt“, sagt Galateo. Dann geht’s zu Insiderdetails in der Anfrage, etwa zur Abbauermächtigung auf der Grundparzelle 3740. „Die Firma Lechner Marmor AG ist gemäß eingetragenen Verträgen laut E.ZI. 646/II und 406/II K.G. Laas Inhaberin eines Anteiles von 3⁄4 an den Schürfrechten auf der G.p. 3740. Dabei handelt es sich laut Anwaltschaft des Landes um ein vererbtes dingliches Recht der Dienstbarkeit, welches unentgeltlich ist, sodass seitens des Landes keine Entschädigung verlangt werden kann“, lässt Galateo formulieren und: „Dem zuständigen Landesamt liegen keine Verträge der Dienstbarkeit vor. Die Dienstbarkeit ist vom Antragsteller anhand der Grundbuchauszüge dokumentiert und durch ein Rechtsgutachten von Seiten der Anwaltschaft des Landes und von Seiten der Anwaltsozietät MMF aus Bologna bestätigt worden.“ (eb/r)

Bevölkerung ist zum Mitmachen eingeladen

  • Dachzeile: Vinschgau

Der weltweite Biodiversitätsverlust ruft zum Handeln auf. Innerorts kann durch Flächen mit heimischen Wildpflanzen die Biotopvernetzung gefördert werden. Neun Gemeinden aus dem Vinschgau, inklusive einer Gemeinde aus Österreich haben im Rahmen des Interreg-Projektes „Blühende Terra Raetica“ anhand kleiner Pionierflächen die Anlage und Pflege naturnaher Flächen im öffentlichen Raum kennen gelernt. Die Verwendung von einheimischen Wildpflanzen wird bereits in einigen Ländern erfolgreich praktiziert. Die Verfügbarkeit regionaler Pflanzen und Samen steht allerdings noch vielerorts in Kinderschuhen. Heimische und vor allem regionale Pflanzen sind bestens an die lokalen Bedingungen angepasst. „Mag’ sein, dass der Anblick von Wiesenpflanzen im Vergleich zu züchterisch veränderten Kulturformen uns Menschen nicht direkt in’s Auge sticht, doch wenn wir erst einmal die Gelegenheit haben zu sehen und zu hören, wieviel Leben in einer Fläche aus Wildpflanzen steckt, dann sehen wir den Wert einer Pflanzung mit anderen Augen“, so die Naturgartenplanerin Ingrid Völker, welche das Projekt geleitet hat. Somit haben öffentliche Flächen Vorbildcharakter und laden auch Privatleute zum Nachahmen ein. Vor allem Tiere und Pflanzen der Magerstandorte sind vom Verlust ihres Lebensraums betroffen. Die Entwicklung artenreicher Magerstandorte erfordert etwas Geduld und nur eine entsprechende Pflege führt zu nachhaltigem Erfolg. Die Mitarbeiter der lokalen Bauhöfe wurden über 2 Jahre bei der Anlage und Pflege begleitet.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, diese Bereiche zu entdecken, zu beobachten und zu genießen. Wer Ideen hat, wo künftig weitere naturnahe Flächen im Rahmen eines möglichen Folgeprojekts entstehen könnten, ist ausdrücklich eingeladen, diese Vorschläge an die jeweilige Gemeindeverwaltung oder die Bezirksgemeinschaft Vinschgau (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., 0473/736800) weiterzugeben. Jede Anregung kann dazu beitragen, die Biotopvernetzung vor Ort weiter zu stärken und den Siedlungsraum noch lebenswerter zu gestalten.

Bildungsausschuss als sozio-kulturelle Dorfanimation

  • Dachzeile: 35 Jahre Goldrainer Dorftage
  • Weitere Fotos - 1: v. l.: Gabriela Tscholl, Melanie Traut, Heinz Staffler, Veronika Traut, Sonja Ilmer und Gerhard Rinner

Seit nunmehr 35 Jahren sind die Goldrainer Dorftage ein fester Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Goldrain. Was bereits zwei Jahre vorher mit der Gründung des Bildungsausschusses Goldrain begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem Höhepunkt im Jahreskalender des Dorfes entwickelt. Die tragende Rolle spielt dabei der Bildungsausschuss Goldrain/Morter, der die Dorftage maßgeblich in Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen im Bildungshaus Schloss Goldrain organisiert, koordiniert und weiterentwickelt. Die Idee zu den Dorftagen entstand aus dem Wunsch, Begegnung zu schaffen, Traditionen zu pflegen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Mit Umsicht, Kreativität und großem ehrenamtlichem Einsatz wurde erreicht, dass Tradition und Innovation alljährlich in den ersten Monaten des Jahres in einem ausgewogenen Programm zusammenfinden und sehr gut von der Dorfbevölkerung angenommen wird. Der Bildungsausschuss versteht die Dorftage als kulturellen Bildungsauftrag, indem Brauchtum, Musik, Geschichte und regionale Kulinarik bewusst gepflegt und gleichzeitig Raum für moderne Bildungs- und Kulturakzente für alle Generationen zu schaffen. Der Bildungsausschuss koordiniert und bündelt die Kräfte vor Ort, verbindet Menschen, fördert den Zusammenhalt und stärkt die Identität des Dorfes. Mit einer kurzweiligen und informativen Veranstaltung wurde kürzlich 35 Jahre Dorftage im Schloss Goldrain gefeiert und zugleich Dank ausgesprochen an die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen im Bildungsausschuss, die mit großem Verantwortungsbewusstsein und Engagement die Dorftage über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Politische Verantwortungsträger würdigten dies in ihren Grußworten und die Anwesenheit vieler Dorfbewohner war ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt, die kulturelle Vielfalt und eine lebendige Dorfgemeinschaft in Goldrain. (lu)

Biogasanlagen

  • Dachzeile: Vinschgau/Bozen

In Südtirol sind derzeit rund 30 Biogasanlagen (10 % davon im Vinschgau) in Betrieb, die aus Gülle Gas produzieren und dieses zur Erzeugung von Strom und Wärme verwenden. Die meisten von ihnen sind über 20 Jahre alt. Damit sie weiterhin in der Lage sind, effizient Biogas zu produzieren, ist eine Modernisierung von Anlagenteilen oder eine Erweiterung in vielen Fällen notwendig. Um diese zu fördern, hat die Landesregierung auf Vorschlag von Energielandesrat Peter Brunner am 27. Februar neue Richtlinien für die Ausschüttung von Beiträgen zur Modernisierung und Erweiterung bestehender Biogasanlagen beschlossen.
Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das produzierte Biogas in einer Kraft-Wärme-Koppelungs-Anlage verwertet und die gesamte Wärme genutzt wird. Auch ist ein maximaler durchschnittlicher jährlicher Viehbesatz einzuhalten.
Anspruchsberechtigt sind alle Unternehmen, die in Südtirol Biogasanlagen betreiben. Die maximale Beitragshöhe beträgt 50 Prozent der zulässigen Kosten für die Produktion thermischer Energie. Nicht zulässig sind die Kosten für Grundankauf, bauliche Maßnahmen und der Ankauf von Transportfahrzeugen. „Die Modernisierung der bestehenden Anlagen steigert die Effizienz der Biogasproduktion und leistet somit einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen,“ erklärt Petra Seppi, Direktorin des Landesamtes für Energie und Klimaschutz.

Bonora stellt aus

  • Dachzeile: Glurns

Im Kulturcafé Salina in der Laubengasse in Glurns sind derzeit Werke des Künstlers Gianfranco Bonora aus Laas zu betrachten. Es handelt sich um farbenprächtige Acrylbilder und Werke aus Marmor, Holz und Lochblech. Michael Hofer, der Geschäftsführer von „da - Bürger*Genossenschaft Obervinschgau“ (BGO), die das Café seit 2022 führt, konnte kürzlich zur Ausstellungseröffnung zahlreiche Gäste begrüßen. Er beschrieb das kleine Gastlokal als besonderen Ort, in dem Regionalität, Kulinarik und Kultur zusammenspielen. In der Küche werden aussschließlich Lebensmittel in Bio-Qualität aus der Region verwendet. Gianfranco Bonoras Enkel Robin Diana, mit Künstlernamen „Robin’s Huat“ umrahmte die Feierstunde musikalisch. Zu den Lieblingsmotiven von Franco Bonora gehören u.a. Burgen und Schlösser im Vinschgau. Hofer wies im Rahmen der Eröffnung auf das Projekt „Georg-Paulmichl-Preis für Wort und Bild“ hin. In diesem Rahmen wurde Elmar Rufinatscha aus Taufers im Münstertal am Samstag, 28. Februar im Raiffeisensaal im „aquaprad“ in Prad für seine besonderen Texte und Bilder ausgezeichnet. Bonoras Ausstellung im Salina ist bis Ostern zu sehen.

Brauchen wir einen Ersatz für unseren Schienenersatzdienst?

  • Dachzeile: Nicht aus dem Gerichtssaal
  • Redakteur: Peter Tappeiner, Rechtswanwalt

Diese Geschichte kommt nicht aus einem Gerichtssaal. Sie hat sich vielmehr unter freiem Himmel auf dem Busparkplatz neben dem Meraner Bahnhof zugetragen. Sie ist mir persönlich passiert. Aus dem Süden der Halbinsel oder einem Entwicklungsland wären wir auf Ähnliches gefasst, nicht jedoch bei uns! Das meinen wir.
Am Freitag, dem 21. November, war ich am Nachmittag mit dem Schienenersatzdienst nach Meran gefahren, am Abend wollte ich mit dem vorletzten Bus um 21 Uhr 50 wieder nach Schlanders zurückfahren. Um 21 Uhr 45 stand ich an der Haltestelle im Freien und wartete auf den Bus. Die Kälte war klirrend, doch der Bus kam nicht und kam nicht. Auf einen Hinweis an der Anschlagetafel warteten wir vergeblich. Nach 25 Minuten entschied ich mich, gemeinsam mit drei Leidensgenossen, ein Taxi nach Schlanders zu nehmen. Kosten pro Person : 20 Euro.
Tags darauf wollte ich meinen Ärger los werden. Ich rief bei der Südtirol Mobilität und bei der SAD an, doch da wurde ich schon mal an das Wochenende erinnert und auf Montag verwiesen. Am Montag war diese Nummer sowie auch die passende bei der SAD den ganzen Tag über besetzt. Am Dienstag bekam ich dann nach vielen vergeblichen Versuchen bei der Mobilität endlich einen Menschen an die Leitung. Dem schilderte ich den Vorfall. Wissen Sie, was mir geraten wurde? Schicken Sie uns eine Mail! Auf meine etwas gereizte Reaktion, dass mir in der Kälte nicht der Sinn nach dem Versenden einer Mail gestanden und ich mir eine offizielle Mitteilung an der Tafel der Haltestelle erwartet hätte, kam die Antwort: „Mitteilungen erfolgen über eine „App“! Da war ich schon mal sprachlos. Und wissen Sie, was ich von einem Mitreisenden erfahren habe? Der war, mit einer „App“ ausgerüstet und im Vertrauen darauf, auf den Busbahnhof gekommen, um nach Schlanders zu fahren. Doch nicht einmal auf seiner „App“ war das Ausbleiben des Busses angezeigt!
Nun vertraue ich auf unseren politischen Vertreter im Landtag, Sepp Noggler, dass er diesen „Saustall“ zum Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage macht und bei der SAD, die den Schienenersatzdienst mit ihren Bussen versieht, einen ordentlichen Stunk macht. An die Erstattung unserer 80 Euro wage ich erst gar nicht zu denken!

P.S. Falls Sie ähnliche Tonband-erlebnisse haben möchten, hier die Nummern:
Südtirol Mobilität: 0471 220880
SAD: 0471 450111, und viel Vergnügen!

Carabinieri Stationschef verabschiedet

  • Dachzeile: Schluderns

Kurz vor dem Jahreswechsel 2025/26 wurde der Stationschef der Carabinieri Station Schluderns Francesco Bognanni bei einem Aperitif im Rathaus offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Bürgermeister Heiko Hauser dankte Bognanni im Namen der Gemeinderäte und der Bürgerinnen und Bürger. Und er blickte auf dessen 15 Dienstjahre in Schluderns zurück. BM Hauser lobte Bognannis Umsichtigkeit, seinen offenen und freundlichen Umgang mit der Bevölkerung, seine Bereitschaft zu helfen, wo immer es ihm möglich war, und für seinen unermüdlichen Einsatz, die Sicherheit im Dorf zu gewährleisten. Dem Dank schlossen sich Capitano Giacchero Filippo an, der aus Schlanders gekommen war. Es dankten auch der Schludernser Gemeindesekretär Christian Messner, die Vizebürgermeisterin Sinja Abart und Referent Karl Ruepp. Bognanni wird auch als Pensionist weiterhin mit seiner Familie in Schluderns bleiben und wie bisher den Kontakt zur Bevölkerung pflegen. (mds)

Clevere BMin

  • Dachzeile: Schlanders

Der politische Welpenschutz ist bald vorüber und die Schlanderser BMin Christine Kaaserer übt sich in Cleverness. Sich der Tatsache bewusst, dass die Tagesordnung bürgermeisterlich festgelegt werden kann, fuhr Kaaserer bei der Ratssitzung am 18. September 2025 mit dem ersten Tagesordnungspunkt einer weiter hinten gereihten Anfrage in die Parade. Karin Meister von der Süd-Tiroler Freiheit wollte nämlich unter Punkt 14 allerhand über die Leistung der E-Werke in Schlandraun wissen und auch Näheres über die Probleme bei der Stromeinspeisung. Kaaserer hatte auf Punkt 1 „Mitteilungen der Bürgermeisterin“ gesetzt und, nachdem sie die neue VizeGeneralsekretärin Lisa Schrott vorgestellt und sich beim mit 1. Oktober in den Ruhestend getretenen Gilbert Platzer bedankt hatte, einzig die Problematik um die Stromeinspeisung erläutert. Zu Beginn des Sommers, so Kaaserer konnte tatsächlich nicht der gesamte erzeugte Strom ins Netz eingespeist werden, vor allem an den Wochenenden und vor allem zur Mittagszeit, als die Photovoltaikanlagen in Schlanders auf Hochtouren liefen. Der Vertrag mit dem Netzbetreiber Edyna war nämlich so gestaltet, dass das Gemeindegebiet Schlanders eine Leistung von bis zu 10 Megawatt aus dem Netz entnehmen, aber nur 6,5 Megawatt einspeisen kann. Das habe man ändern können, so dass nicht nur 10 Megawatt entnommen sondern auch 10 Megawatt eingespeist werden können. Problem gelöst und Anfrage zerdröselt. Clever.
Eine zweite Anfrage von Karin Meister betraf die Heilbronner Hütte. Ob man da Kontakt mit dem Erbauer und mit der Nachbargemeinde Schnals aufgenommen habe und was man zum Schutz des Schlandrauntal zu tun gedenke. Nichts gedenke man zu tun und man habe keinen Kontakt aufgenommen und gedenke das auch nicht zu tun, verlas VizeBM Jürgen Tragust die Antworten. (eb)

Coolcation und Staycation

  • Dachzeile: Vom wind gefunden

Es sind zwei Begriffe für ganz neue Urlaubtrends. „Coolcation“ setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern „cool“ (kühl) und „vacation“ (Urlaub). Gemeint ist damit ein Urlaub in kühleren Regionen. Während früher viele in den Sommermonaten Urlaub mit Sonne und warmen Temperaturen suchten und deshalb nach Spanien, Italien oder Griechenland fuhren, gibt es einen neuen Trend in kühlere Regionen. Wenn das Thermometer in Südeuropa auf über 40 Grad klettert, wird der Strandurlaub zur Tortur statt zur Erholung. Während traditionelle Urlaubsregionen unter Rekordtemperaturen ächzen, entdecken immer mehr Reisende die Vorzüge gemäßigter Klimazonen. Die beliebtesten Coolcation Reiseziele findet man vor allem im Norden Europas oder in der alpinen Bergwelt. Norwegen führt die Liste mit spektakulären Fjorden, der Mitternachtssonne und Temperaturen um die 20 Grad im Sommer an. Island verzaubert mit Vulkanlandschaften und Geysiren. Schweden und Finnland locken mit endlosen Wäldern, kristallklaren Seen und der einzigartigen Saunakultur. Mit dem Begriff „Staycation“ wird eine besondere Form des Urlaubs bezeichnet, bei der man keine lange Reise unternimmt, sondern die Zeit zuhause oder in der unmittelbaren Umgebung verbringt. Auf Deutsch wird dies auch als „Urlaub auf Balkonien“ bezeichnet. Der Begriff setzt sich aus den englischen Wörtern „stay“ (bleiben) und „vacation“ (Urlaub) zusammen. Viele wollen Urlaub zu Hause machen, viele müssen es, weil sie sich schlicht und einfach einen Urlaub mit Fernreisen nicht leisten können. (hzg)

Dankbarkeit

  • Dachzeile: Psychologie

Alle meine Gefühle
Gefühle geben uns Orientierung für uns selber und beeinflussen so die Beziehungen, die wir zu unseren Mitmenschen pflegen. Je deutlicher und differenzierter es gelingt, Gefühlen nachzuspüren, sie zu benennen und mitzuteilen, umso lebendiger fühlen wir uns.

Dankbarkeit
„Das hast du für mich gemacht? Wie schön; Danke dir!“ Das Gefühl der Dankbarkeit überkommt uns spontan, wenn sich Wünsche erfüllen, uns jemand lobt und uns die stille Freude an den kleinen Dingen, in der Natur oder bei Begegnungen mit anderen Menschen überkommt. Dankbarkeit steht für eine bewusste, bejahende und freudvolle Haltung dem Leben gegenüber. Es wird einem warm ums Herz und eine angenehme Stimmung macht sich breit. Dankbarkeit ermöglicht uns, das Leben als Ganzes zu lieben, auch das, was mir gerade gegen den Strich geht; wenn ich z. B. beim Arzt länger warten muss. Natürlich gilt dies nicht bei schweren Schicksalsschlägen, denn die können wir nicht einfach wegstecken, geschweige denn dankbar dafür sein. Das wäre unmenschlich. Es gibt aber auch diejenigen, die ihr Glück als selbstverständlich betrachten, immer noch höhere Ansprüche ans Leben stellen und dabei unzufrieden bleiben. In unserer heutigen Zeit, die von Schnelligkeit, Vergleichen und ständiger Optimierung geprägt ist, gerät die Dankbarkeit leicht in den Hintergrund. Ich selbst entscheide, ob sinnbildlich das Glas halb voll oder halb leer ist. Und damit übernehme ich die Verantwortung, welchen Gedanken ich Raum gebe. Wir sind täglich eingeladen, das einfache Leben in seiner Fülle wahrzunehmen und damit mit dem Leben und nicht dagegen zu gehen. Unangenehme Gefühle zulassen wirkt erleichternd. Beklagen wir uns allerdings ständig und schauen auf das, was mal wieder nicht nach unseren Vorstellungen läuft, schaden wir uns im Grunde selbst und sind eine Zumutung für andere.

Elisabeth Hickmann
Systemische Therapie und
Beratung (SG)
Tel. 333 269 0799
www.beratung-hickmann.it

Danke an die Musikkapellen

Unsere Musikkapellen verbinden im ganzen Land Generationen. Sie sind in der lokalen Tradition verwurzelt und ein wichtiger Bestandteil in unserer Gemeinschaft. Sie beglückwünschen uns zum Jahreswechsel, bringen uns musikalisch in das Frühjahr und begleiten uns in den verschiedensten Veranstaltungen. Dafür ein großes „Vergelts Gott“ ausgesprochen, danke. (chw)

Danke Gemeinderat Schlanders

  • Dachzeile: Stellungnahme SVP-Ortsgruppe Vetzan

Die Fraktion Vetzan zeigt sich erfreut, über die klare Positionierung des Gemeinderates von Schlanders zur Realisierung eines Fuß- und Fahrradweges von Schlanders nach Vetzan.
Die Fraktion Vetzan soll durch einen sicheren, attraktiven und umweltfreundlichen Fuß- und Radweg besser an den Hauptort Schlanders angebunden werden. Die Stärkung der Fahrradmobilität und somit die Förderung des Radverkehrs ist ein zentraler Bestandteil einer integrierten Mobilitätsplanung. Im Fahrradmobilitätsplan Südtirol 2022 – 2030 wurde somit ausdrücklich festgehalten, dass der Hauptort Schlanders mit der Fraktion Vetzan angebunden wird.
Die operativen Ziele, welche vom Gemeinderat verabschiedet wurden, legen fest, dass im Jahr 2026 ein Fachbüro mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt wird.
Die Vetzaner Bevölkerung, welche seit vielen Jahrzehnten auf eine direkte Anbindung wartet, bedankt sich bei den Gemeinderäten für diese klare Positionierung.
Wir, so der SVP-Ortsobmann Peter Tapfer und Gemeinderat Norbert Ratschiller, hoffen nun, dass mit den betreffenden Grundeigentümern ein Einvernehmen gesucht wird, denn das ist die Voraussetzung, damit eine zeitnahe Realisierung erfolgt.
Vorrangig sollten natürlich bereits öffentliche Wege und Flächen für den Bau berücksichtigt werden.

Die SVP-Ortsgruppe Vetzan

Das Projekt – Wiederanbau von Flachs in der Val Müstair

  • Dachzeile: Val Müstair

Vor hundert Jahren wurde noch Flachs (Lein) im Val Müstair angepflanzt. Aus dem selbstgesponnenen Garn woben die Münstertalerinnen von Hand Hemden, Bettwäsche und Küchentücher usf. auf ihren traditionellen Webstühlen. Meist waren es funktionale Textilien für den Eigengebrauch.
Die Verarbeitung der geernteten Flachspflanzen zu natürlichem Leinengarn ist aufwändig und anstrengend. Deshalb verschwanden nach und nach die Flachsfelder mit den schönen blauen Blüten aus dem Val Müstair und aus der ganzen Schweiz. Die Verarbeitung wurde im Vergleich zu anderen Garnen, die meist in fernen Ländern günstig eingekauft wurden, zu teuer. Flachsfelder sind aber nicht nur gute Garnlieferanten, sie sind auch sehr wertvoll für die Förderung der Biodiversität.
Zunehmend findet Flachs auch Verwendung in der Fertigung von Hightech-Werkstoffen. Der Naturpark Biosfera Val Müstair und die Tessanda haben deshalb im 2021 das Projekt «Wiederanbau von Flachs in der Val Müstair» lanciert. Seither pflanzen Bauern und einige Privatpersonen Flachs an. Im Oktober 2023 hat die erste «Flachs-Brächete» stattgefunden.
Die «Flachs-Brächete» 2023 und 2024 waren ein Riesenerfolg Mitte Oktober 2023, nach vielen Jahrzehnten, hat erstmals wieder eine «Flachs-Brächete» in der Val Müstair stattgefunden (rom. sgromblada da glin). 100 Besucherinnen und Besucher wurden erwartet, gekommen sind über 600 interessierte Gäste. Auch an die Brächete 2024 kamen Hunderte von neugierigen Personen. Das Interesse an der Verarbeitung der Flachsstängel und an den anderen dargebotenen Handwerken war gross. Auf Anfrage des Naturparks Biosfera im Frühling 2025 hat die Tessanda die «Flachs-Brächete Val Müstair» als Veranstalterin übernommen.
Die Tessanda unter der Stiftungspräsidentin und Geschäftsführerin Maya Repele macht keine halben Sachen und hat für heuer am 10. und 11. Oktober 2025 eine weitere Auflage der «Flachs-Brächete» angesagt unter anderem mit Sgraffito- und Korbflecht-Workshops, mit Demonstration der Flachsverarbeitung auf traditionellen Geräten, mit Marktständen und regionalen Spezialitäten.

 

Stets aktuelle Informationen finden Sie auf der Tessanda-Website unter www.tessanda.ch/flachsanbau

Das Sprachencafé geht weiter

  • Dachzeile: Schlanders

Am 10. Jänner geht es wieder los. Jeden Samstag von 10:00 bis 11:30 Uhr gibt es in der Bibliothek Schlandersburg die Möglichkeit, sich mit Muttersprachlern und Gleichgesinnten in ungezwungener Atmosphäre zu unterhalten, um die eigenen Fremdsprachkenntnisse zu erweitern. Angeboten werden Deutsch, Italienisch, Englisch, Spanisch und bei jedem 2. Treffen auch der lokale Dialekt. Die Teilnahme ist kostenlos. Ohne Anmeldung kann man einfach vorbeikommen. Der Bildungsausschuss freut sich auf zahlreiches Erscheinen!

Dekanatsjugendmesse in Prad

Am 4. Oktober wird es um 18 Uhr eine große Dekanatsjugendmesse in der Pfarrkirche von Prad geben. Die Organistion geht vom Prader Ministrantenleiter Lukas Obwegeser aus und Dekan Stephan Hainz ist begeistert. Denn Jugendliche aus der Arbeitswelt, aus den Oberschulen und aus den Mittelschulen der Seelsorgeeinheiten Mals, Ortlergebiet und Graun (Dekanat Mals) und weit darüber hinaus sind nach Prad eingeladen.

Denkmalschutz für Florastr. 10

  • Dachzeile: Glurns

Glurns ist die kleinste Stadt in Südtirol und fällt besonders durch die vollständig erhaltenen Stadtmauern auf. Im Zentrum von Glurns finden sich auch Gebäude, die einen besonderen historischen Wert aufweisen. Zu jenen, die unter Denkmalschutz gestellt sind, kommt nun ein weiteres Gebäude dazu. Die Landesregierung hat am 31. Oktober das Haus Florastraße 10 in Glurns unter Denkmalschutz gestellt. Das neuzeitliche Wohngebäude und das angrenzende Wirtschaftsgebäude in der Florastraße 10 stammen aus dem 17./18. Jahrhundert, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (Zeit des Klassizismus/Biedermeier) wurde das Wohnhaus geringfügig erweitert und ein Satteldach errichtet. Das Wirtschaftsgebäude wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beziehungsweise Anfang des 20. Jahrhunderts, also in der Zeit des Historismus, erweitert und um eine Tenne vergrößert. Aus dieser Zeit sind im Wohngebäude Fenster, Türen, Stubentäfelungen und ein gemauerter Ofen erhalten. Die Unterschutzstellung erfolgt im Einverständnis mit der Eigentümerin des Gebäudes. „Das Ensemble im mittelalterlichen Kontext der Stadt Glurns ist ein gut erhaltenes Beispiel eines jüngeren, neuzeitlichen Bestandes und als solches unbedingt schützenswert“, ist Landeskonservatorin Karin Dalla Torre überzeugt. Sie erinnert zudem daran, dass die Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen von unter Denkmalschutz gestellten Bau- und Kunstdenkmälern vom Land Südtirol mit finanziellen Beiträgen unterstützt werden.

Der Bauleitplan auf der Töll

  • Dachzeile: Partschins

Für die Eintragung der neuen Radtrasse auf der Töllschleuse in Richtung Algund ändert das Land den Bauleitplan der Gemeinden Partschins und Algund von Amts wegen. Die Gemeinden bzw. die Gemeinderäte sollen zum Landesvorschlag eine Stellungnahme abgeben. Der Gemeinderat von Partschins hat dies am 21. Oktober getan und ist dabei in eine kontroverse und auch von Unsicherheit geprägte Diskussion geraten. Der Gemeinderat von Partschins will in seiner Stellungnahme nämlich ein trojanisches Pferd in die Bauleitplanänderung unterbringen. Das Land sieht vor, dass der Parkplatz (talseitig und gegenüber des Einstiegs in den Marlinger Waalweg) vom landwirtschaftlichen Grün endlich als öffentlicher Parkplatz eingetragen wird. Die Partschinser wollen allerdings, dass die bisherigen Standlen auf der Töll wiederum irgendwo aufgestellt werden können. Die Diskussion drehte sich deshalb darum, dass ein Teil des Parkplatzes als „Zone für öffentliche Einrichtungen“ vorgesehen werden sollte. Auch direkt an der Schleuse soll ein Areal als „Zone für öffentliche Einrichtungen“ ausgewiesen werden. Weil allerdings erst am Vormittag vor der Ratssitzung mit den zuständigen Personen in Bozen bzw. bei den zuständigen Landesämtern Informationen eingeholt worden sind, war man sich bei der Formulierung der Stellungnahme unsicher. Jutta Pedri von der Neuen Bürgerliste warf dem Ausschuss mangelhafte und unsichere Vorbereitung und eigenartiges Vorgehen vor und enthielt sich der Stimme. Einigen konnte man sich im Rat darauf, dass man beim Land den Wunsch deponierte, auf dem unteren Parkplatz und auf dem oberen Areal bei der Schleuse einen Teil als Zone für öffentliche Einrichtungen vorzusehen. Damit man später beim Aufstellen von Standlen eine leichtere Handhabe haben kann. (eb)

Der Fall René Benko

  • Dachzeile: Schlanders/Theater SKI

Ist es möglich, den kometenhaften Aufstieg des Immobilien- und Handelsimperiums Signa, bestehend aus über tausend Einzelgesellschaften und die milliardenschwere Pleite des höchst intransparenten Signa-Konzern von Ex-Milliardär René Benko in 90 Minuten einem interessierten Theaterpublikum verständlich darzulegen? Es klingt unglaublich, aber es ist möglich. Das Südtiroler Kulturinstitut (SKI) startet die Theatersaison 2025/26 mit dem höchst aktuellen Stück „Aufstieg und Fall des Herrn René Benko“, ein Gastspiel des Schauspiels Köln in Kooperation mit dem Volkstheater Wien und der Investigativ Plattform DOSSIER. Auf der Bühne steht nur eine Person, flankiert von zwei großen Bildschirmen. Calle Fuhr, der Autor des Stückes, erzählt sehr spannend und unterhaltsam die Geschichte vom Aufstieg und Fall des österreichischen Wunder-Wuzzis, der unbedingt schnell reich werden wollte. Auf den beiden Bildschirmen werden wichtige Informationen, Zeitungsschlagzeilen, Bilder und kurze Videos eingeblendet. Die Geschichte über Benko und Signa ist ein unglaublicher Wirtschaftskrimi, der größte Bankrott der Republik Österreich. Calle Fuhr erzählt das Leben vom Schulabbrecher zum Immobilienmogul bis hin zum Untersuchungshäftling. Es geht um den Ausbau von leerstehenden Dachböden in Innsbruck, die als Luxuswohnungen verkauft werden, um den Bau vom Kaufhaus Tyrol und dann der große Durchbruch im Immobiliengeschäft in Wien, London, New York und Hamburg. Steigende Zinsen und Baukosten, der riskante Einstieg ins Handelsgeschäft mit dem Kauf von Karstadt und Kaufhof brachten den Konzern in Schieflage und er brach wie ein Kartenhaus zusammen. Aufgezeigt wird das Netzwerke aus Politikern und Industriellen, ein unüberschaubares Firmengeflecht und Tricksereien mit Finanzen, bis die Immobilienblase platzt und Insolvenz angemeldet werden muss. Anfang 2025 wurde Benko festgenommen. Am 15. Oktober, dem Tag der Theateraufführung in Schlanders, wurde Benko beim ersten Prozess in Innsbruck zu zwei Jahren Haft verurteilt. Weitere Prozesse werden folgen, weitere Aufführungen auch, um den nächsten Benko zu verhindern. (hzg)

Der isländische Frauenstreik

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

Vor 50 Jahren brachten Islands Frauen mit einem nie da gewesenen Streik die ganze Insel zum Stillstand. Am 24. Oktober 1975 legten 90 Prozent der Frauen in Island ihre Arbeit nieder. Gleichberechtigung, faire und gleichwertige Bezahlung und bessere Kinderbetreuung forderten die Protestierenden. Mit Ausnahme von medizinischem Personal streikte der Großteil der isländischen Frauen. Der Telefondienst kam zum Erliegen, Tageszeitungen wurden nicht veröffentlicht oder nur in einer verkürzten Ausgabe herausgegeben. Auch die meisten Restaurants, Läden, Theater, Kinos und Schulen sowie Kindergärten konnten am 24. Oktober nicht öffnen. Frauen, die zu Hause arbeiteten, überließen Haushalt und Kinder den Männern. Väter und Ehemänner, die den Streik vorher nur belächelt hatten, standen vor einer ihnen bisher unbekannten Herausforderung. Viele der Streikenden versammelten sich auf dem zentralen Platz in Reykjavik mit Protestschildern und sangen Lieder. Mit rund 25.000 Teilnehmenden war es die größte Demonstration, die das Land bis dahin erlebt hatte. Obwohl das Leben nach dem „Frauenruhetag“ so weiterging wie zuvor, war es doch ein entscheidender Katalysator der Veränderung und der entscheidende Anstoß für Islands Aufstieg zum Vorreiter der Gleichstellung. Durch den Streik realisierten viele Frauen, was sie gemeinsam erreichen können. Die männliche Bevölkerung lernte dagegen wie wichtig und vor allem unersetzlich die Arbeit der Frauen ist, vor allem auch die unbezahlte Care-Arbeit. Im Film „Ein Tag ohne Frauen“ wird an diesen historischen Tag erinnert. (hzg)

Der Tafratzer gibt nicht auf

  • Dachzeile: Göflan/Tafratz

Johann Gurschler, der alte Tafratzhofbauer, lässt bei der Straße hinauf auf den Marmorbruch nicht locker. Das Kassationsgericht hat - nach jahrelangem Prozess - einen gerichtlichen Vergleich aufgehoben. Dem Tafratzhof bleiben die ursprünglichen 40 m2 Miteigentumsrecht. Einem eigentlich unwiderstehlichen Grundtausch hat Gurschler nicht zugestimmt. Die Fraktion Göflan, so deren Sekretär Georg Sagmeister, hat Gurschler 580 m2 im Tausch zum Miteigentum an den 40 m2 angeboten. Alles nichts. Ziel war und ist es, dem Querkopf Gurschler iuridisch einfach auszustellen und sich nicht mit dauernden gerichtlichem Gehabe quälen zu müssen. Denn, so sagt es Sagmeister, zum Abtransport vom Marmor müsse weder der Tafratzhof noch sonst irgend jemand von den Miteigentümern gefragt werden. Die Abtransportgenehmigung stelle die Forst und letztlich der Nationalpark Stilfserjoch aus - und kann nicht verwehrt werden. Denn der Abbau vom Marmor ist - so ist es gerichtlich festgestellt - ein Nutzungsrecht. Und um das ausüben zu können, bedarf es eines Abtransportsystems samt Genehmigung. (eb)

Die erste Frau mit Doktortitel

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

Die erste Frau der Welt, die einen Doktortitel erhielt, war Elena Cornaro Piscopia aus Venedig. Sie wurde 1678 an der Universität Padua in Italien zur Doktorin der Philosophie promoviert. Geboren wurde sie 1646 als fünftes Kind einer venezianischen Adelsfamilie. Bereits in früher Kindheit erhielt Piscopia Unterricht in den klassischen Sprachen Latein und Griechisch, später auch in Hebräisch, Arabisch, Französisch und Spanisch. Ihr weiteres Interesse galt der Mathematik, Philosophie und Theologie. Die Bemühungen, ihr den Doktorgrad in Theologie zu verschaffen, blieben erfolglos. Eine Frau habe in der Kirche zu schweigen und könne deshalb keine Lehrbefugnis erhalten. Schließlich wurde ein Kompromiss gefunden und sie konnte zu einem philosophischen Thema aus der aristotelischen Logik promovieren. Laura Bassi war 1732 die erste Frau, die in Naturwissenschaften an der Universität Bologna promovierte. Dorothea Christiane Erxleben war die erste promovierte Ärztin in Deutschland. Sie erhielt ihren Doktortitel 1754 an der Universität Halle unter Sonderbedingungen. Noch vor etwas mehr als hundert Jahren wurden Frauen in Deutschland nicht zum Studium zugelassen. Lange Zeit mussten sie um das Recht kämpfen, sich an einer Universität für ein Studium einzuschreiben. Richtig studieren durften Frauen zuerst im Großherzogtum Baden – dort wurden sie 1900 zum Studium zugelassen. Heute liegt der Frauenanteil unter den Studierenden bei circa 50 Prozent, in einigen Studienfächern sogar höher. (hzg)

Die Naturnser profitieren

Der Gemeinderat von Naturns hat dem Vorschlag der Tourismusgenossenschaft zugestimmt und eine Erhöhung der Ortstaxe um einen halben Euro vorgenommen. Von den Mehreinnahmen profitiert auch die Dorfbevölkerung direkt, denn 10% der eingenommenen Ortstaxe stehen der Gemeinde zur Verfügung, sagt BM Zeno Christanell (Bild). „Mit dieser Anpassung befinden wir uns im Mittefeld im Vergleich zu den benachbarten Destinationen“, sagt der Präsident der Tourismusgenossenschaft Naturns Christof Tappeiner.

Die Reichen werden reicher

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

Weltweit gibt es rund 3.000 Milliardärinnen und Milliardäre und noch nie waren sie so reich wie jetzt. Sie haben ein Vermögen von 18,3 Billionen US-Dollar (umgerechnet etwa 15,75 Billionen Euro. Seit März 2020 wurden sie inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent reicher. Gleichzeitig lebt fast die Hälfte der Menschheit in Armut. Mit einem Wachstum von rund 16 Prozent (2,5 Billionen Dollar) hat das Vermögen der Milliardäre 2025 dreimal so schnell zugenommen wie in den fünf Jahren davor. Die zwölf reichsten Personen haben mehr Geld als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung, das sind mehr als vier Milliarden Menschen. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt nur 0,52 Prozent des weltweiten Vermögens, das reichste Prozent besitzt 43,8 Prozent. Elon Musk, der reichste Mann der Welt, verdient in vier Sekunden so viel wie ein Durchschnittsmensch in einem Jahr. Diese Daten veröffentlichte Oxfam, ein internationaler Verbund verschiedener Hilfs- und Entwicklungsorganisationen am 19. Jänner im Jahresbericht zur weltweiten Vermögensungleichheit. Oxfam arbeitet weltweit dafür, dass sich Menschen in armen Ländern nachhaltige und sichere Existenzgrundlagen schaffen können. Die Superreiche nutzten ihre Ressourcen, um sich politische Macht zu sichern und die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Durch diese Entwicklung wird nicht nur die Ungleichheit zwischen Superreichen und Armen erhöht, die politische Macht der Milliardäre setzt auch die Demokratie zunehmend unter Druck bzw. gefährdet die Demokratie. (hzg)

Drei plus Drei

  • Dachzeile: Vinschgau

In Sachen Bezirksausschuss ist ein Update notwendig. Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch wird den bisherigen und sich noch im Amt befindlichen Bezirksrat nochmals zusammentrommeln. Der „alte“ Bezirksrat soll nämlich im September noch eine Satzungsänderung beschließen, die erst seit Kurzem gesetzlich wieder möglich ist: Der Bezirksauschuss soll von 5 auf 6 aufgestockt werden. Roselinde Gunsch kann so die BM aus Graun und Prad, Franz Prieth und Rafael Alber und die Bürgermeister aus Schlanders, Latsch und Martell, Christine Kaaserer, Mauro Dalla Barba und Georg Altstätter in den Ausschuss nehmen. „Auf die Expertise von Georg Altstätter kann im Bezirksausschuss nicht verzichtet werden“, sagt Roslinde Gunsch und bezieht sich dabei auf die Kleingemeinden und auf den Nationalpark Stilfserjoch. Zudem ist heute, 18. September, der Gemeinderat Schlanders dem Ansuchen der Bezirksgemeinschaft gefolgt, einen Vertreter der italienischen Sprachgruppe für den Bezirksrat zu ernennen. Damit dürfte einer Einberufung des „neuen“ Bezirksrates nichts mehr im Wege stehen. (eb)

Eifersucht

  • Dachzeile: Psychologie
  • Redakteur: Elisabeth Hickmann Systemische Therapie und Beratung (SG) Tel. 333 269 0799 www.beratung-hickmann.it

Alle meine Gefühle
Gefühle geben uns Orientierung für uns selber und beeinflussen so die Beziehungen, die wir zu unseren Mitmenschen pflegen.

Eifersucht
„Ich habe mich wirklich gut unterhalten mit unserer neuen Nachbarin.“ Eine solche Aussage kann bereits ein Unbehagen im Sinne von Eifersucht auslösen. Spürbar wird es auch, wenn er oder sie später als angekündigt nach Hause kommt. Zunächst einmal kann man Eifersucht als Sorge davor verstehen, die Liebe des anderen verlieren zu können. Dieses unangenehme Gefühl holt auch Kinder ein, wenn sie sich mit einem Geschwisterkind konfrontiert sehen. Mag Mama oder Papa meinen Bruder lieber als mich oder bin ich meinem Partner überhaupt noch wichtig. Solche Gedanken kreisen im Kopf und ein flaues Gefühl macht sich im Magen breit. Hinter der Eifersucht steht das Bedürfnis nach Sicherheit, Zugehörigkeit und Einzigartigkeit. Sehen wir daher die Beziehung zu einer nahestehenden Person bedroht, so schlagen wir Alarm. Handelt es sich um leichte Verlustängste, die ich rasch regulieren kann, sprechen wir von gesunder Eifersucht. Reagiere ich bei Eifersucht mit Kontrollverhalten aus fehlendem Vertrauen, so überschreite ich damit die Grenze des anderen. Das Handy meines Partners durchschauen oder gar vorschreiben, mit wem er bzw. sie schreiben oder sich austauschen darf, sind eindeutige Grenzverletzungen. Eifersucht ist dann schädlich, wenn Argwohn und Misstrauen Überhand nehmen. Dann kann es zu Wutausbrüchen, eskalierenden Konflikten und Anschuldigungen kommen. Wir sprechen dann von toxischer Eifersucht. Es gibt aber auch positive Aspekte der Eifersucht. Sie kann uns dazu anhalten, die Beziehung in unserer Partnerschaft und zu den einzelnen Kindern zu stärken und zu schützen. Der liebevolle und respektvolle Umgang miteinander ist die beste Prophylaxe vor möglichen Einflüssen und Irritationen von außen. Vertrauen in die eigene Stärke, in den Lauf der Dinge und sich auf das verlassen, was vereinbart wurde.

Ein Haufen Arbeit wartet

  • Dachzeile: Glurns

Stilfs hat am vergangenen Wochenende, am 9. November, einen neuen Gemeinderat und einen neuen Bürgermeister gewählt. Die Wahlen waren aufgrund des Todes von BM Franz Heinisch notwendig geworden. Den Sebastian Marseiler (Bild), den einzigen BM-Kandidaten, haben die Stilfser Wähler:innen mit 524 gültigen Stimmen (von insgesamt 609) und damit mit 86% der abgegebenen Stimmzettel gewählt (Franz Heinisch erhielt im Mai von den 672 abgegebenen Stimmen 88,2 %). Bei den Gemeinderatswahlen am vergangenen Wochenende mit einer Wahlbeteiligung von 59,5 % (im Mai 2025 waren es noch 65,9%, also um rund 70 Wähler:innen mehr) erhielt die SVP mit 441 Stimmen 77,5 % und die Süd-Tiroler-Freiheit mit 128 Stimmen 22,5%. Mit Lukas Seinhauser (89 Vozugsstimmnen), Simone Platzer (82) und Markus Angerer (75) ist die Süd-Tiroler Freiheit mit nur noch drei Mandataren im Rat vertreten. Einige der Wähler:innen der Süd-Tiroler Freiheit sind zu Hause geblieben und zwar rund 60, die im Mai noch für 5 Rät:innen gesorgt haben. 12 Gemeinderäte hat die SVP erzielt und damit zwei mehr als bei den letzten Wahlen. Für die SVP sind in den Rat gewählt: Leo Berger (186 Vorzugsstimmen), Lisa Grutsch (161), Christian Knoll (157), Fabian Brenner (143), Jonas Zeus (123), Karin Wallnöfer (107), Christian Thoma (102), Judith Rungg (95), Emanuel Abertegger (78), Julian Prieth (69) und Elischa Pinggera (61). (eb)

Ein neues 0-km Vollholzhaus in Martell

  • Dachzeile: Schlanders/Bezirksgemeinschaft

In Hintermartell, in der Nähe vom Biathlonzentrum „Grogg“, will die Gemeinde Martell an der Stelle der ehemaligen Parkhütte ein neues Vollholzhaus errichten. Projektträger ist die Bezirksgemeinschaft Vinschgau, Bauträger und Besitzer die Gemeinde Martell. Geplant wird das Holzhaus vom Architekten Stefan Gamper aus Klausen, Dozent der Hochschule Rosenheim mit dem Schwerpunkt Holztechnik. Gebaut wird das Holzhaus mit Satteldach von der Firma Die Niederwieser und der Zimmerei Fleischmann aus Martell, in Zusammenarbeit mit Holzius, dem Experten für den ökologischen Vollholzbau aus Eyrs. Bei einer Veranstaltung am 26. Februar im Saal der Bezirksgemeinschaft wurde das Projekt vorgestellt, die Umsetzung und der Mehrwert eines 0-km-Holzbauprojektes erläutert. Wie der BM Georg Altstätter berichtete, ist es ein Modellprojekt für regionale Bau- und Wertschöpfungsketten im alpinen Raum. Verwendet werden einheimisches Holz, Plimasteine und Marmor. Deshalb spricht man von einem 0-km-Holzbauprojekt. Luca Daprá von der Basis Vinschgau, der Projektentwickler, meinte, dass das Haus inmitten der Natur im Nationalpark Stilfserjoch für verschiedene Gruppen als Begegnungs-, Bildungs- und Forschungsstätte dienen kann. Ähnliche Einrichtungen in Österreich und in Piemont wurden besichtigt. Andreas Platter vom Forstinspektorat Schlanders gab einen Überblick über die Holznutzung, die Waldbewirtschaftung und über den Holzbaufond in Südtirol. Stefan Gamper stellte das Projekt vor und berichtete über die Besonderheiten vom Vollholzbau gegenüber einer Massivbauweise aus Beton und Ziegeln. Zum Abschluss erläuterte Herbert Niederfriniger von der Firma Holzius die spezielle Bauweise mit Holz. Er sprach über Kreislaufwirtschaft, die Wohngesundheit und das angenehme Wohngefühl in einem Holzhaus ohne Verbundmaterialien. In der anschließenden Diskussion, moderiert von Brigitta Villaronga von der Basis Vinschgau, wurden noch spezielle Fragen zum Holzbau besprochen. (hzg)

Einbruchserie

  • Dachzeile: Vinschgau

Achtung, Augen und Ohren auf! Dreiste Diebesbanden haben kürzlich im oberen Vinschgau ihr Unwesen getrieben. Bei mehreren Einbrüchen in St. Valentin auf der Haide, in Tartsch und in Schluderns am Wochenende 14., 15. und 16. November 2025 unternahmen sie ihre Beutezüge in der Dunkelheit. Sie entwendeten Geld und Schmuck - vieles von emotionalem Wert für die Besitzerinnen und Besitzer. In Tartsch nutzten die Einbrecher die Abwesenheit der Bewohnerinnen und Bewohner während des Krampus -Schaulaufs am Tartscher Bichl, wobei sie im Schutze des lärmenden Umzugs teils mit brachialer Gewalt in die Wohnungen eindrangen.
In Schluderns scheuten sich die Diebe nicht einzubrechen, während die Bewohner schliefen. Die an Türen und Fenstern angerichteten Einbruchschäden übersteigen in den meisten Fällen den Wert der Beute. Anzeigen wurden zwar erstattet, doch Fandungserfolge gibt es bislang keine. Die Täter sind längst über alle Berge. Doch möglicherweise kommen sie wieder. Die Ordnungskräfte rufen dazu auf, achtsam zu sein und Verdächtiges sofort zu melden. (mds)

Elektrotraktoren

  • Dachzeile: Fürstenburg

Bei der Berglandwirtschaftstagung in der Fürstenburg in Burgeis am 14. November forderte der Direktor der Raiffeisenkasse Obervinschgau Markus Moriggl die Bauern auf, „groß zu denken“. Moriggl, der vor Jahren Geburtshelfer der Berglandwirtschaftstagung im Obervinschgau war, stellte in seinem Impulsvortrag dem Tagesthema „Zukunftsfähiges Grünland“ eine „Energiereiche Landwirtschaft“ gegenüber. Er erinnerte daran, dass das heute verfallende Maschinenhaus oberhalb von Burgeis im fernen Jahr 1904 als eines der ersten Wasserkraftwerke im Lande errichtet worden sei. Auf dem Pfad dieses Pioniergeistes der Vorfahren könne man wandeln. Bei der Photovoltaik könne man in den Gemeinden Mals und Graun durchaus einen solchen Pioniergeist finden. Denn von 2020 auf 2024 sei eine Steigerung der Stromproduktion um 37 % festzustellen, von 5,5 Millionen Kilowattstunden 2020 auf 7,5 Millionen Kilowattstunden 2024. Weil 10-20% der Ausgaben in den Landwirtschaftsbetrieben in die Energieversorgung fließe, sei es ratsam, von Konsumenten zu Produzenten zu wechseln. Die Investitionen in die Photovoltaik lohen sich bei Amortisationszeiten von 6 bis 10 Jahren auf alle Fälle und zudem sei auf den Stadeldächern viel Platz. Man solle ruhig „groß denken“, denn mit Wärmepumpen, Batteriespeichern und Elektromobilität stünden heute bereits bewährte Technologien zur Verfügung. Und morgen könne die Heutrocknung über Photovoltaik erfolgen und künftig werde es wohl elektrische Traktoren geben. Ein Antrag der Raiffeisenkassen, dass die Zäune an Grundstücksgrenzen mit Photovoltaikplatten bestückt werden dürfen, liege in Bozen vor und dürfte demnächst behandelt werden. (eb)

Erinnerung an NS-Kriegsopfer

  • Dachzeile: Mals

Der Laatscher SVP-Gemeinderat Andreas Paulmichl (Bild) erinnerte bei der Malser Gemeinderatssitzung am 25. September daran, dass es an der Zeit sei, an die Widerstandskämpfer Walter Caldonazzi und Nikolaus Federspiel mit einer Gedenkstätte zu erinnern. Caldonazzi ist in Mals und Federspiel in
Laatsch geboren und beide sind NS-Opfer des Widerstandes. 80 Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft gebühre es auch der Geburtsgemeinde Mals, der NS-Opfer zu gedenken, zumal Nikolaus und Ernst Federspiel sowie Walter Caldonazzi am Befreiungsdenkmal „Den für die Freiheit Österreichs Gestorbenen“ am Eduard Wallnöfer-Platz in Innsbruck geehrt werden und an Walter Caldonazzi seit 2008 auch in Wien mit einem nach ihm benannten Walter-Caldonazzi-Platz mit Gedenkstein und Inschrift gedacht wird. Paulmichl hat im März im Vinschgerwind (Vinschgerwind 5/2025) an die drei Widerstandskämpfer erinnert und unter anderem bereits damals darauf hingewiesen: „Es wäre an der Zeit, dass auch Mals ein sichtbares Zeichen setzt und das Erbe dieser entschlossenen Männer bewahrt.“ BM Josef Thurner verwies in der Ratssitzung auf das bevorstehende Allerseelen, das sich als Erinnerungszeit anbieten würde. Andreas Paulmichl solle sich mit dem Architekten und gleichzeitig Malser Gemeindereferenten Simon Laganda zusammentun und konkrete Ideen für eine Gedenkstätte entwickeln. (eb)

Fernheizwerk neu abgegrenzt

  • Dachzeile: St. Valentin

Was früher öfters in Gemeinderäten zu beschließen war, hat heute Seltenheitswert: die Neuabgrenzung von Fernheizwerken. Ziel ist es, Gebäude mit Wärme aus Fernheizwerken zu versorgen und dabei werden anderweitige Energie-Förderungen ausgeschlossen. Im Gemeinderat von Graun stand am 9. Februar eine Neuabgrenzung auf Antrag des Fernheizwerkes St. Valentin auf der Tagesordnung. Dabei geht es um kleinere Arrondierungen, wie BM Franz Prieth (Bild) erläuterte. Zum Versorgungsgebiet hinzu kommen vor allem die Wohnungen gegenüber dem ehrwürdigen Hotel Post, welches vom ehemaligen Schlanderser Generalsekretär und heutigen Gemeindereferenten Günther Bernhart aufgekauft worden ist, und das Gebiet um den Campingplatz unterhalb der Staumauer. (eb)

Film: Im Bann des Mittelalters

  • Dachzeile: Schluderns

Seit zwanzig Jahren verwandeln die Südtiroler Ritterspiele das Dorf Schluderns in eine lebendige Bühne mittelalterlicher Geschichte. Aus Schluderns heraus entwickelte sich das Festival zu einem der größten und renommiertesten Mittelalterevents Europas – mit über 2000 Darsteller:innen aus rund 14 Nationen und zehntausenden Besucher:innen. Ein Film von Manuela Reiter und Gottfried Deghenghi - Premiere am Dienstag, 14. November, 19.30 Uhr Kulturhaus Schluderns. Eintritt frei.

Flohmarkt zugunsten der Kinderkrebshilfe „Peter Pan“

  • Dachzeile: Plaus
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Nachhaltig helfen: Am 30. August fand im Pixnerhaus in Plaus der 1. „Woman&Kids“-Flohmarkt, zugunsten der Kinderkrebshilfe „Peter Pan“ statt. Der 1998 gegründete gemeinnützige Verein steht erkrankten Kindern und deren Familien mit zahlreichen Angeboten zur Seite. Dabei unterstützt er die Betroffenen unter anderem in Form von psychologischem Beistand, sowie durch das Angebot von Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe der Kliniken oder das Ermöglichen von Schulunterricht im Krankenhaus.
Organisiert wurde der Flohmarkt von den drei engagierten Freundinnen Eisenkeil Nadia, Jaqueline Tappeiner und Daniela Gerstgrasser und ihre Idee fand sofort großen Anklang: 26 Frauen nutzten die Gelegenheit, gut erhaltene Kleidung für Erwachsene und Kinder, Spielsachen, aber auch Gebrauchsgegenstände im Sinne der Nachhaltigkeit zu verkaufen. Aufgrund der regen Beteiligung wurde auch der umliegende Garten zum Aufbau der Verkaufsstände genutzt, in welchem außerdem zur Unterhaltung der kleinen Gäste, eine Malecke angeboten wurde. Somit entstand eine angenehme Atmosphäre, welche die zahlreichen Besucher zum Stöbern und Kaufen, aber auch zum gemütlichen Zusammensein bei einem Glas Sekt oder einem Stück Kuchen einlud. Großzügige Sponsoren unterstützten das Projekt und ermöglichten den Organisatorinnen, Speisen und Getränke gegen eine freiwillige Spende anzubieten.
Dadurch konnten 1.111 Euro für „Peter Pan“ gesammelt werden. Im Rahmen einer kleinen Feier erfolgte im September die symbolische Scheckübergabe an Michael Mayr, dem Präsidenten der Organisation. Eine wertvolle Unterstützung für die Kinderkrebshilfe, die vorwiegend durch private Spendengelder finanziert wird und damit betroffene Familien in schweren Zeiten begleiten kann.
Anna Pfitscher

Frauenpower on Tour

  • Dachzeile: Vinschgau/Fleimstal

Sommerausflug der „Frauen im Handwerk“ ins Fleimstal
Strahlende Gesichter, herrliches Spätsommerwetter und eine perfekte Mischung aus Genuss, Kultur und Gemeinschaft: Der Sommerausflug der Frauen im Handwerk der Bezirke Ober- und Untervinschgau war ein echtes Highlight!
Kürzlich hieß es: Raus aus dem Alltag, rein ins Vergnügen – und das mit einem gut gefüllten Bus voller unternehmungslustiger Damen aus dem gesamten Vinschgau. Schon die Fahrt war geprägt von fröhlichem Geplauder, Wiedersehen alter Bekannter und dem Schmieden neuer Kontakte.
Erster Stopp: die traditionsreiche Pastafabrik Felicetti in Molina. Riccardo Felicetti und seine Frau Deborah Pirone empfingen die Frauen im Handwerk herzlichst und ließen sie einen spannenden Blick hinter die Kulissen werfen. Eine große Wertschätzung gegenüber der Frauengruppe, die hierbei auch erfuhren wie aus besten Zutaten italienische Pasta-Träume entstehen.
Weiter ging’s zum Lunch: Im idyllisch gelegenen Ristorante Le Migole in Lago wartete ein köstliches Mittagessen, das keine Wünsche offenließ. Lachen, Anstoßen und kleine Anekdoten machten die Mittagspause zu einem besonders geselligen Moment.
Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der feinen Genüsse: Bei der Besichtigung der Brennerei Roner in Tramin wurden edle Tropfen verkostet – natürlich auch alkoholfreie Varianten. Auch hier erlebten die Teilnehmerinnen einen besonderen Moment: Karin Roner persönlich führte die Gruppe durch ihr Unternehmen. Begleitet von kleinen Häppchen tauschten sich die Frauen anschließend lebhaft aus und genossen das gemütliche Beisammensein.

Freibad Schlanders - Defizit

2024 hatte die Gemeinde Schlanders die Führung des Freibades inne und unterm Strich ein Defizit von 100.000 Euro eingefahren. Heuer, 2025, hat die Gemeinde einen Pächter mit der Führung betraut, der die Bar, den Eintritt, die WCs, Duschen und die Grünanlagen gepachtet bzw. zu betreuen hatte. 9.150 Euro waren die Pachtkosten. Das Defizit der Gemeinde, so Referent Manuel Trojer bei der Gemeinderatssitzung am 13. November 2025, beläuft sich heuer auf 101.000 Euro. Das Freibad und die Freizeitbar werden wieder mittels Interessensbekundung ausgeschrieben.

Frieden

  • Dachzeile: Psychologie

Alle meine Gefühle
Gefühle geben uns Orientierung für uns selbst und beeinflussen so die Beziehungen, die wir zu unseren Mitmenschen pflegen. Je deutlicher und differenzierter es gelingt, Gefühlen nachzuspüren, sie zu benennen und mitzuteilen, umso lebendiger fühlen wir uns.

Frieden
„Was war das doch gestern für ein feiner und anregender Abend mit unseren Kollegen.“ Beglückende, harmonische Begegnungen erleben wir dann, wenn wir einander zuhören und s12 staunen 6360einen interessierten, wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander pflegen. Wir fühlen uns dabei ruhig, ausgeglichen und zufrieden. Besonders enge Beziehungen zu nahestehenden Personen und Vertrauen helfen uns dabei, unseren inneren Frieden zu finden. Durch tiefes bewusstes Atmen gelingt es, die Spannungen des Alltags loszulassen und ganz im gegenwärtigen Moment zu verweilen. Selbst in turbulenten Zeiten bin ich mit mir im Einklang und lasse meine angenehmen und unangenehmen Gefühle kommen und gehen. Mein Seelenheil und innerer Friede in Form von Leichtigkeit und Zuversicht kann so zu einer Grundhaltung dem Leben gegenüber werden. Religion, Meditation, Yoga oder ein Spaziergang in der Natur helfen dabei, gut bei sich selbst zu Hause zu sein. Und indem ich die liebevolle Verbindung zu anderen suche und für das Gelingen von Beziehungen Sorge trage. Ganz ohne Handy und sonstige Ablenkungen.
Verlieren wir uns nämlich im Außen, im Vergleichen und Urteilen darüber, was gut oder schlecht ist, bleibt Unverständnis und in der Folge Verärgerung und Groll zurück. Gerade zum Jahresende tun wir gut daran, uns selbst und den Mitmenschen mit einer gewissen Nachsicht zu begegnen. Ein friedliches Miteinander ist kein Selbstläufer, sondern bedarf der Aufmerksamkeit, dem Interesse und der Pflege. Ein freundliches Wort, Momente der Dankbarkeit, ein gutes Gespräch, ein lustiges Spiel und viel Lob und Anerkennung.

Elisabeth Hickmann
Systemische Therapie und Beratung (SG)
Tel. 333 269 0799
www.beratung-hickmann.it

Für Familienunternehmen

  • Dachzeile: Vinschgau

Am 28. und 29. Januar: Zwei Nachmittage voller Impulse, Austausch und praxisnaher Workshops in der BASIS Vinschgau Venosta. 2026 startet mit guten Nachrichten für die Vinschger Familienunternehmen: Die Raiffeisenkassen des Vinschgaus und BASIS Vinschgau Venosta haben gemeinsam ein praxisnahes Bildungsformat entwickelt, um Familienunternehmen zukunftsfähig und finanziell sicher aufzustellen.

Für unsere Orter

  • Dachzeile: Gastkommentar

Immer mehr Häuser stehen leer, die Einwohnerzahlen sinken, und viele junge Menschen zieht es in die Ballungszentren. Dieses Bild zeigt sich besonders drastisch in vielen Dörfern alpiner Regionen. Zurück bleiben Orte, in denen es weder Bäcker noch Metzger gibt, der Nahversorger oder das Dorfgasthaus längst geschlossen haben und statt des Postamtes nur noch ein Briefkasten steht. Auch die Busverbindung schrumpft auf ein Minimum.
Im Vinschgau ist die Situation derzeit noch vergleichsweise positiv. Viele Dörfer sind lebendig, attraktiv und bieten Lebensqualität. Doch die Entwicklung bleibt nicht stehen. Ein lebendiges Dorfleben ist keineswegs selbstverständlich. Es braucht kontinuierliches Engagement – von der Politik, den Gemeindeverwaltungen, den sozialen, kulturellen und kirchlichen Einrichtungen, von Familien und Bewohnern vor Ort sowie von der lokalen Wirtschaft. Gerade die vielen kleinen Betriebe und Familienunternehmen tragen hier große Verantwortung und leben Nachhaltigkeit seit jeher. Sie versorgen nicht nur die Bevölkerung und bieten individuelle Dienstleistungen an, sondern sie sind soziale Treffpunkte und engagieren sich auch ehrenamtlich: sei es durch die Unterstützung kultureller, sportlicher oder sozialer Initiativen oder durch freiwillige Mitarbeit im Dorfleben.
Orte, die Begegnungen ermöglichen, vielfältige Angebote bereitstellen, Arbeitsplätze schaffen und eine funktionierende Nahversorgung und Gastronomie bieten, sind ein Schatz, den es zu bewahren gilt. Mehr noch: Wo möglich, sollte er ausgebaut werden. Denn nur so lassen sich unsere Orte stabil aufbauen, das gesellschaftliche Gefüge stärken und die Jungen davon abzuhalten, ihre Heimatdörfer zu verlassen.
Mauro Stoffella, Experte im Wirtschaftsverband hds

Geld der Gemeinde für Liftneubau

  • Dachzeile: Mals

Gut verständlich und gut vorbereitet hat Watles-Präsident Ronald Patscheider den Gemeinderäten von Mals kurz vor Weihnachten die Finanzierungsstrategie für den 2026 anstehenden Liftneubau am Watles vorgetragen. Die Gemeinderäte ihrerseits haben bereits im Laufe des Jahres 2025 mit einem Grundsatzbeschluss (der vorherige Gemeinderat hat den noch beschlossen) und mit einer Verordnung über die Wirtschaftsförderung strategische Vorbereitungen getroffen und im November bereits eine Million Euro im Haushalt für den Watles genehmigt. Im Laufe von 2027 sollen eine weitere Million aus dem Staatsfond „aree interne“ und 500.000 Euro aus der Gemeindekasse hinzukommen. Jeweils eine halbe Million Euro sind für 2028 und für 2029 eingeplant. BM Josef Thurner (Bild), der Malser Gemeindeausschuss und der Gemeinderat von Mals stehen zu hundert Prozent hinter dem Liftneubau, wie auch die Mitglieder der Ferienregion Obervinschgau. Die Ferienregion hat als Watles-Besitzerin durch die Erhöhung der Ortstaxe bereits Vorsorge für einen Teil der Finanzierung getroffen. (eb)

Geldsegen

  • Dachzeile: Latsch

In Latsch konnte der dortige Gemeinderat am 26. Jänner 2026 in einer ersten Bilanzänderung zusätzliche gut 2,5 Millionen Euro in den laufenden Haushalt einbauen. Mit rund 2,4 Millionen Euro konnte dabei die zweite Tranche für die Renovierung des Eisstadions (IceForum) berücksichtigt werden. Für die Jugend im Vereinshaus in Morter gibt es 97.000 Euro, für Fahrradüberdachungen 70.000 Euro.
Die Sitzung verlief reibungslos und ohne Zwischenfälle. Unter Allfälligem informierte BM Mauro Dalla Barba die Räte darüber, dass die Aufzüge am Bahnhof und die Verlängerung der Bahnsteige bis Ende März fertiggestellt sein werden und dass es deshalb zu einigen Behinderungen rund um diese Baustellen geben werde.
Kritik brandete auf, weil die Morterer Schüler aufgrund eines Transportfehlers einen Unterrichtsnachmittag nicht besuchen konnte. DM Dalla Barba wies darauf in, dass der Schülertransport Sache Aufgabe der Landesämter und dort Aufgabe des Amtes für Mobilität sei. Eine Schuld habe die Gemeinde nicht und es sei die Aufgabe des Direktors des Schulsprengels, den Transport genauestens anzuweisen. „Wir können ja nicht Kraut und Ruabm umeinandertelefonieren“, wies Dalla Barba jede Kritik von sich.
Beim Skicenter habe man die Info, dass die Lounge an der Bergstation verpachtet werde. Im Anschluss an die offizielle, gab es eine informelle Sitzung über Themen, die erst noch mit den Betroffenen besprochen werden müssten. (eb)

Gemeinsam stark

  • Dachzeile: Basis-Schlanders

Quizzen, diskutieren, vernetzen: In der BASIS Vinschgau Venosta haben sich Gemeindevertreter:innen und Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit getroffen. „Die Arbeit der Offenen Jugendarbeit ist unschätzbar“, betonte Jürgen Tragust, neu gewählter Gemeindejugendreferent von Schlanders. Begrüßt wurden die Teilnehmer:innen ebenso von Hannes Götsch, Geschäftsführer und Gründer der BASIS Vinschgau Venosta: „Ich freue mich sehr, dass die Initiative ins Leben gerufen wurde. Es ist entscheidend, dass Politik und Offene Jugendarbeit miteinander ins Gespräch kommen.“
Die Initiative „Offene Jugendarbeit bringt’s“, vom Dachverband netz | Offene Jugendarbeit ins Leben gerufen, verfolgt zwei Ziele: die Sichtbarkeit der Offenen Jugendarbeit (OJA) zu erhöhen und ihre Qualität langfristig zu sichern und zu stärken. In Schlanders wurde die Arbeit der OJA auf besondere Weise vermittelt: Bei einem Pub Quiz stellten sich die Teams, bestehend aus OJA-Fachkräften und Gemeindevertreter*innen, zehn Fragen aus dem Bereich der Offenen Jugendarbeit – mit großem Einsatz und viel Spaß. Am Ende wurde sogar ein Sieger gekürt. Gemütlicher Austausch bei Buffet und musikalischer Umrahmung rundete den Abend ab.
Am Treffen nahmen Vertreter*innen aus den Gemeinden Prad am Stilfserjoch, Schlanders, Schluderns, Schnals und Taufers im Münstertal, Naturns, Kastelbell-Tschars, Martell, Mals, Stilfs, Laas, Spondinig, Latsch, Glurns und Graun teil.

Gemeinschaftshaus Mals

  • Dachzeile: Mals/Bozen

Auf Vorschlag von Gesundheitslandesrat Hubert Messner hat die Landesregierung am 12. Dezember das Raumprogramm für das neue Gemeinschaftshaus Mals genehmigt. „Damit kann die Planung abgeschlossen werden. Die Ausschreibung der Arbeiten sowie der notwendigen Ankäufe können starten“, sagt Messner.
Die Finanzierung ist bereits gesichert. Die energetische Sanierung und der Ausbau des heutigen Sprengels werden 1,9 Millionen Euro kosten. Das Gemeinschaftshaus Mals soll ein Ort sein, an dem Menschen einfach, nah und zuverlässig die Versorgung bekommen, die sie brauchen, sagt der Gesundheitslandesrat.
Entstehen wird das Gemeinschaftshaus im heutigen Gesundheits- und Sozialsprengel Mals. Gesundheits- und Sozialdienste werden dort noch besser unter einem Dach zusammenarbeiten. „Im Gemeinschaftshaus werden die Menschen beraten, untersucht, betreut und bekommen Unterstützung. Zudem sparen sie sich lange Wege und Wartezeiten, beispielsweise im Krankenhaus“, sagt Landesrat Messner.
Um den bisherigen Sprengel in ein modernes Gemeinschaftshaus umzuwandeln, werden verschiedene Räume umgestaltet und neu genutzt. Im Erdgeschoss werden künftig unter anderem Terminbuchungen abgewickelt, pflegerische Dienste angeboten und ambulante Behandlungen durchgeführt. Dort sollen auch Angebote für chronische Erkrankungen sowie die Mutter-Kind-Beratungsstelle und die Gynäkologie angesiedelt werden.
Ebenso ist ein Ambulatorium für Blutentnahmen vorgesehen. Im Obergeschoss werden die Gesundheitsdienste mit den Sozialdiensten verbunden. Dort soll eine einheitliche Anlaufstelle für gesundheitliche und soziale Anliegen ebenso wie Räume für Haus- und Kinderärzte sowie ein Bereich für kleinere Notfälle entstehen. Im Dachgeschoss werden Räume für Bürgerbeteiligung und Fachambulatorien eingerichtet.

Grüßen

  • Dachzeile: GESUNDHEIT

Wenn wir uns begegnen, grüßen wir einander; das ist wie die Eingangspforte für den gemeinsamen Moment oder die gemeinsame Zeit, die man verbringen kann – oder manchmal muss. Früher gab es in unseren Tiroler Breitengraden nur diese eine Grußformel „Griassti“, abgeleitet von Grüß Dich (Gott). Niemand sagte „Hallo“ oder „Hoi“ oder „Hoila“; auch „Ciao“ war besonders nach der Faschistenzeit eher verpönt bei eingefleischten (Süd)Tirolern.
s10 petraHeutzutage höre ich so oft „Tschüss“ und kaum mehr „Pfiati“ und „Griassti“.
„Pfiati“ hat sich aus „Behüt Dich (Gott)“ entwickelt. Was gibt es Schöneres, als diese Begegnung unter einen guten Stern, unter eine gute Führung zu stellen? Jenseits von Kirche und Religion geht es mir um die bewusste Verwendung von Sprache, von Wörtern, von Formulierungen, von Gesten und Mimiken. Jedes Wort hat Kraft. Und es liegt mir fern, jemandem etwas vorzuschreiben. Jedoch schmerzt mein Tiroler Herz, wenn ich fast nur mehr das aus deutschen Landen kopierte „Tschüss“ höre statt unserer Tiroler Grußformeln PFIATI und GRIASSTI. Wo ist unsere Tiroler Identität geblieben? Müssen wir jedem Wandel statt geben oder wollen wir uns unserer Wurzeln besinnen und ganz bewusst einander herzlich grüßen?!

Petra Gamper
GesundSein
Seminare - Coaching - Training
www.petra-gamper.com

Gute Nachrichten

  • Dachzeile: Vinschgau

Am 10. Februar hat sich die Vinschger SVP mit dem Landesrat Philipp Achammer in Schlanders getroffen. Der Landesrat brachte „gute Nachrichten“ für Schulen und Kultur in den Vinschgau. Die Umsetzung des Projekts „Ausbau der Landesberufsschule in Schlanders“ – Tiefbauhalle (ca. 4 Mio. Euro) geht gut voran. Die urbanistische Konformität ist da und 2026 könne das Vergabeverfahren und von Seiten der Gemeinde die notwenigen Abbrucharbeiten durchgeführt werden. Beim Schülerheim in Mals (ca. 30 Mio. Euro) werden heuer die erforderlichen boden- und umwelttechnischen Maßnahmen ergriffen. Baubeginn kann wie vereinbart 2027 sein. Zwischenzeitlich wurde das Schülerheim „Molles“ als Überbrückung baulich adaptiert. Nachdem in den letzten Jahren das Interesse an Biathlon in der Sportoberschule Mals konstant zugenommen habe, solle für die Sportoberschule eine bescheidene Biathlon-Trainingsanlage in Schlinig für kurzzeitige Trainings-Einheiten angedacht werden. Auch eine Führungskostenbeteiligung der Schule an den Strukturen in Martell und Mals soll in einer Vereinbarung zwischen der Schule und den Biathlon-Standorten verankert werden. Der Landesrat verkündet sein Interesse und seine Mithilfe auch im Westen Südtirols eine Jugendherberge zu errichten. Das „Gruber-Färber-Haus“ in Mals (ehem. Altersheim) soll mit Kostenaufwand von über 10 Millionen Euro in eine Jugendherberge mit 99 Schlafplätzen umgewandelt und baulich adaptiert werden. Bezüglich „Schloss Goldrain“ werde sich Landesrat Achammer um eine Sonderfinanzierung bemühen, um gewisse Standortnachteile auszugleichen.
In Langtaufers wird das Land die Gemeinde mit einem Beitrag für den Ankauf des „Gruber-Hauses“ für die Erlebnisschule unterstützen. In Laas werde das Land ebenso mit dem bestmöglichen Beitrag die Gemeinde unterstützen, um das sog. „Lechner Areal“ für ein lebendiges Marmorzentrum, temporäre Künstlerateliers usw. zu erwerben.

Hände: Eine für alles

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

Mit der Hand kann man zupacken, kommunizieren und streicheln, musizieren, winken und Blumen pflücken, zählen, schlagen und sogar töten. Kindern wird beigebracht, anderen die Hand zu geben, Erwachsene mokieren sich über einen zu laschen Händedruck, und in der Politik hat das Schütteln Symbolwert: Bleibt ein Handschlag aus oder versucht einer von beiden, das Gegenüber dabei aus dem Gleichgewicht zu bringen? Auch im täglichen Sprachgebrauch geht nichts ohne: Man hält um eine Hand an, wäscht sie in Unschuld, hat sie im Spiel, ist die rechte Hand für jemanden oder steht mit leeren Händen da. Mit den Fingern lassen sich das Peace-Zeichen und der Stinkefinger formen, man zeigt an, ob man etwas zum Kotzen findet oder verdeckt seine Müdigkeit damit, grüßt Motorradfahrer und hilft beim Einparken. „Psst!“ oder „Hang Loose“, die Faust als Zeichen von Protest oder Kampfgeist, der Like-Button als Emoji oder der Polizist im Straßenverkehr: Mit seiner Hand wird der Mensch zum Alleskönner – auch wenn einige Zeichen in anderen Ländern durchaus Verwirrung auslösen können. Das Ok-Zeichen, also Daumen und Zeigefinger formen einen Kreis, kann in Ländern wie Frankreich, Italien oder Thailand beleidigend wirken; unter Rechtsextremen wird es als Symbol für „White Power“ missbraucht. Bei all seiner Vielfalt ist aber das wohl wichtigste Zeichen in diesen Zeiten: sich die Hand reichen, als Zeichen für Frieden und Versöhnung.

Von Julia Rothhaas, Süddeutsche Zeitung vom 30. Dezember 2025

Heidnisches auf dem Bichl

  • Dachzeile: Tartsch
  • Weitere Fotos - 1: Foto: Jürgen Kössler

Zum 8. Mal haben die Tartscher Bichl Tuifl heuer am 15. November den mittlerweile berühmten „Krampusschaulauf“ hinauf auf den Tartscher Bichl über die Bühne gehen lassen. Welch ein Spektakel! Was 2009 als Idee einer kleinen Gruppe begann, ist mittlerweile zu einem Fixstern unter den Krampusschauläufen im Alpenraum geworden. Hinter der Pfarrkirche zum hl. Andreas sind 44 Gruppen hinauf zum „Showplatz“, dem Eislaufplatz, gestartet. Groß war die Anzahl der Schaulustigen und die Krampus- und Tuiflgruppen haben mit Showeinlagen, mit Nebel, Glocken und Feuer, nicht gegeizt. Waren es 2023 über 6.000 Besucher, dürfen es heuer sogar mehr gewesen sein. Die lange Vorbereitungszeit des Tartscher Bichl Tuifl Ausschusses hat sich gelohnt. Am Ende des Schaulaufes gab es eine - wie angekündigt - höllische Aftershowparty mit DJ, Getränken und guter Stimmung.
Hintergrund des Schaulaufes ist der Erhalt und die Weitergabe der Tradition der Kranpusumzüge am 5. Dezember in den Dörfern. Das dürfte mit dem 8. Krampusschaulauf wieder eindrucksvoll gelungen sein. (eb/r)

Hiroshima und Nagasaki

  • Dachzeile: Vom wind gefunden

Die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki bleiben für immer Symbole des atomaren Schreckens. Vor 80 Jahren am 6. August 1945 um 8:16:02 Uhr wurde die erste Atombombe über der Küstenstadt Hiroshima abgeworfen, drei Tage später die zweite Bombe über Nagasaki. Rund 100.000 Menschen waren nach dem Abwurf der beiden Atombomben sofort tot, weitere 130.000 starben an Folgeschäden allein bis Ende 1945. Zum ersten Mal in der Geschichte hat ein Land, die USA, die apokalyptische Kraft einer Atombombe gegen ein anderes, Japan, eingesetzt. So kam es zu einer Zeitenwende und dem Beginn des Atomzeitalters. Weitere historische Daten im Zusammenhang mit Atomenergie: die Atomkatastrophe am 26. April 1986 in Tschernobyl und der Atomunfall von Fukushima am 11. März 2011 infolge eines Seebebens. Hunderttausende Überlebende der beiden Atombombenabwürfe von 1945 hatten mit schweren Folgen zu kämpfen, die direkt durch die Strahlung oder durch Verbrennungen ausgelöst wurden, es gab aber auch Spätfolgen, wie Krebserkrankungen und Missbildungen bei Kindern. Dazu kommen viele psychische Störungen. In Japan werden die Bombenopfer „Hibakusha“ genannt. Eine der bekannten Bombenopfer ist Sadako Sasaki (1943–1955). Anfang 1955 wurde bei ihr Leukämie diagnostiziert. Sadakos beste Freundin erzählte ihr von einer alten japanischen Legende, nach der derjenige, der 1.000 Origami-Kraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekäme. Sadako begann daraufhin, Origami-Kraniche zu falten. Kraniche gelten deshalb heute als Symbol für eine Welt ohne Atomwaffen. (hzg)

Hirtenleben, Freiwilligenarbeit und Rilke

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

Die Vereinten Nationen (UNO) setzen im Jahre 2026 die ökologische und soziale Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit. Das Jahr 2026 wurde zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums erklärt. Die Bedeutung von Weidelandschaften für die Ernährungssicherheit, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung soll mehr Beachtung erfahren, denn vor allem in trockenen und gebirgigen Regionen der Erde leben weltweit Millionen Menschen von Viehzucht und Hirtentum. Es geht um die Förderung nachhaltiger Bewirtschaftung, den Schutz traditioneller Lebensweisen und die Stärkung der Rechte von Hirten und Nomaden. Außerdem hat die UNO das Jahr 2026 zum internationalen Jahr der Freiwilligen für nachhaltige Entwicklung erklärt. Die Rolle von Ehrenamtlichen bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung soll damit gewürdigt werden. Ehrenamtliche leisten weltweit wichtige Beiträge bei der Bildung, Gesundheit, Katastrophenhilfe und beim Klimaschutz. Diese Arbeit soll Sichtbarkeit und Anerkennung erfahren. Freiwilligenarbeit soll gefördert, internationale Netzwerke sollen gestärkt werden. 2026 ist wieder ein Rilke-Jahr (1875 – 1926). Letztes Jahr stand der 150. Geburtstag und dieses Jahr steht der 100. Todestag im Mittelpunkt der Gedenkfeiern. Rainer Maria Rilke mahnt in einem Gedicht zu Geduld und meint u.a. Man muss Geduld haben mit dem Ungelösten im Herzen. Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fremden Tages in die Antworten hinein. (hzg)

History of Rock

  • Dachzeile: Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Das Konzert „History of Rock“ mit dem Athesis Ensemble bringt ein originelles, kammermusikalisches Programm mit Songs und Bands der 70/80/90er Jahre auf die Bühne. Die ungewöhnliche Instrumentierung sorgt für ein außergewöhnliches und unerwartetes Klangerlebnis. Die jungen Musiker, darunter auch der Schlanderser Cellist Matteo Bodini erfreuen das Publikum mit einem ganz anderen Programm. Das Athesis Ensemble interpretiert Werke von legendären Rockgruppen wie The Rolling Stones, Deep Purple, Pink Floyd, The Beatles… Durch die ungewöhnliche Besetzung wie Streicher und Horn entstehen neue Klangbilder und Arrangements, die den bekannten Songs frisches Leben einhauchen. Diese Auswahl verspricht ein Klassentreffen der Rockgeschichte, neu arrangiert für ein Kammerensemble. Lassen Sie sich überraschen!

Karten sind im Büro des Kulturhauses und an der Abendkasse vor der Aufführung erhältlich. Keine Reservierung erforderlich. Info: T 0473 737777 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Unterstützt von der Marktgemeinde Schlanders, dem Amt für deutsche Kultur, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Stiftung Sparkasse, Pohl Immobilien und Genusshotel Goldene Rose.

Hybrider Krieg

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

In einer sich verändernden Welt ändert sich auch die Kriegsführung. Neben konventionellen Waffen, gibt es ABC-Waffen (atomare, biologische und chemische Waffen). Neben Land- und Seekriegen, gibt es auch Luftkriege und in Zukunft muss auch mit Kriegen aus dem Weltraum gerechnet werden. Andererseits bestand die Hoffnung, dass nach zwei Weltkriegen, nach der Gründung der UNO und der Verabschiedung der Menschenrechte und des Völkerrechts, es zumindest in Europa keine Kriege mehr geben wird. Die Realität ist eine andere. Es gibt weltweit viele Kriege und bewaffnete Konflikte. Vor allem zwei Kriege haben das Jahr 2024 dominiert: Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und der Krieg im Nahen Osten (Israel vs. Hamas/Gaza). Bei der hybriden Kriegsführung liegt der Schwerpunkt auf dem zivilen Bereich wie Medien, Wirtschaft und Politik. Das primäre Angriffsziel sind die staatliche Ordnung und der gesellschaftliche Zusammenhalt. Es geht um Desinformations- und Propaganda-Kampagnen, um die Einmischung in Wahlen und politischen Prozessen durch Cyberangriffe und Sabotageakte, um Angriffe auf kritische Infrastrukturen, Fake News und Social-Media-Kampagnen. Es sind Formen eines Guerillakrieges, der sich moderner Technologien und Informations- sowie Werbemethoden bedient. Eingesetzt werden auch Drohnen und Hyperschallwaffen. Eine wichtige Rolle spielt die psychologische Kriegsführung. Hybride Kriegsführung ist in erster Linie ein Angriff auf die offene und demokratische Gesellschaft, durchgeführt von autoritären und nationalistischen Regimen. (hzg)

In Taufers geht es Hecken an den Kragen

  • Dachzeile: Taufers

In Taufers im Münstertal wird in diesen Tagen eine wertvolle Hecke zerstört. Zwischen dem Orstkern und der Staatsgrenze zur Schweiz gibt es noch schöne Reste einer ehemaligen vielfältigen Heckenlandschaft. Am vergangenen Montag sind Bagger aufgefahren und innerhalb weniger Minuten wurde eine Hecke platt gemacht. Darauf verweist die Umweltschutzgruppe Vinschgau in einer Aussendung. Wer diesen Frevel genehmigt hat, konnte die Umweltschutzgruppe nicht herausfinden.

Jahrbuch zur Einwanderung 2025

s4 PK IDOS Fabio BrucculeriEtwas mehr als die Hälfte der Zugewanderten sind Frauen (51,3 Prozent). Davon sind 65,2 Prozent unter 45 Jahre alt, fast ein Fünftel davon Kinder und Jugendliche. Die meisten Zugewanderten kommen aus Europa (61,5 Prozent). Danach folgen Asien (20,1 Prozent), Afrika (13,5 Prozent) und Amerika (4,8 Prozent). Die größten Gruppen stammen aus Albanien, Deutschland, Pakistan, Rumänien und Marokko. Ende 2024 hatten 36.888 Personen aus Nicht-EU-Staaten eine gültige Aufenthaltsgenehmigung. www.dossierimmigrazione.it

Jüngste Kapellmeisterin

  • Dachzeile: Schluderns

Die Musikkapelle Schluderns setzt auf jugendliche Kräfte. Mit der 18-jährigen Ruth Längerer hat die Kapelle die jüngste Kapellmeisterin des Landes. Den Dirigentenstab hat ihr Obmann Joachim Tragust zu Cäcilia 2025 offiziell übergeben.
Tragust selbst war einst im Jahre 1993 als 19-Jähriger der jüngste Obmann des Landes. Nach einer Unterbrechung, in der Martin Telser Obmann der Schludernser Kapelle war, wurde Tragust erneut zum Obmann gekürt. Er und Längerer haben kürzlich auch die Auftritte ihrer Kapelle beim Tirolerball in Wien mit geplant. Im Stephansdom sorgte die junge Dirigentin für staunende Blicke.
Längerer ist Musikstudentin an der Universität Innsbruck und hat die Kapellmeisterausbildung bei Dietmar Rainer absolviert. Rainer ist Mitglied der Fachgruppe Musik im Verband Südtiroler Musikkapellen und verantwortlich für die Dirigentenausbildung im Bezirk Schlanders. Ruth Längerer ist mittlerweile auch in den VSM-Bezirksausschuss hineingeholt worden. (mds)

Käseolympiade Galtür

Bei der Käseolympiade in Galtür am 27. September 2025 mit über 400 Käse gab es 15 Sennerharfen für 12 Almen aus dem Vinschgau in verschiedenen Kategorien. Prämierte Almen: Prader Alm (2x Gold), Kaproneralm Langtaufers (Gold & Silber), Schleiser Alm (Gold), Rableidalm Pfossental (Gold), Melager Alm Langtaufers (Silber & Bronze), Mitteralm Taufers (Silber), Laatscher Alm (Silber), Kortscher Alm (Silber), Schlandraunalm (Silber), Oberdörferalm (Bronze), Upiaalm (Bronze) und Maseben Langtaufers (Bronze).

Konzert mit Titlá

  • Dachzeile: Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Titlá (»tut nur«) war vor über 35 Jahren die Antwort eines Wirtes auf die Frage, ob man hier Musik machen könne. Seit dieser Zeit ist die Gruppe Titlá das Aushängeschild für die sogenannte neue Volksmusik aus Südtirol und begeistert damit die Zuhörer. Traditionelle Tiroler Lieder im Pustertaler Dialekt haben genauso ihren Platz wie irische, keltische und auch jiddische Klänge. Die gelungenen, selbst komponierten Lieder, teilweise ruppig und kratzig untermalt, machen Titlá unverkennbar und brachten der Gruppe Erfolg und Anerkennung über die Grenzen Südtirols hinaus. Die Lieder sind eingängig, abwechselnd melancholisch, witzig und erzählend, die Texte werden aus Überzeugung im Dialekt gesungen: vom Jodler übern Landler bis hin zur Polka – urig und innig, unbeeinflusst von neuen Musikströmungen und somit gänzlich »eigenartig«.
Titlá sind:
Peter Riffeser – Violine und Viola sowie Gesang
Hermann Kühebacher – Dudelsack, Schwegel, Flöte und Gesang
Toni Taschler – Akkordeon, Tuba, Gesang
Eduardo Rolandelli – Gitarre und Bouzuki, Gesang
Peter Paul Hofmann – Kontrabass, Steirische und Schlagzeug

Karten sind im Büro des Kulturhauses und an der Abendkasse vor der Aufführung erhältlich. Keine Reservierung erforderlich. Info: T 0473 737777 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Unterstützt von der Marktgemeinde Schlanders, dem Amt für deutsche Kultur, der Raiffeisenkasse Schlanders, der Stiftung Sparkasse, Fa. Karl Pedross AG und Fa. Recla AG.

Kräftiger Kirchenchor St. Zeno

  • Dachzeile: Naturns

Mit 40 aktiven Sängerinnen und Sängern ist der Kirchenchor St. Zeno in Naturns einer der vitalsten im Lande. Bei der Jahresversammlung am 8. Februar wurde im Widum von Tabland vom Obmann Andreas Heidegger vor fast vollzähliger Mann- und Frauschaft Rückblick gehalten und vom jungen Chorleiter Daniel Götsch berichtet, sowie langjährige Mitglieder geehrt. 44 intensiver Proben sind der Gestaltung von 26 Gottesdiensten und kirchlichen Feiern vorausgegangen. Dass es immer gelingt, mit einer Gruppe von Sänder:innen Trauergottesdienste würdig mitzugestalten, werde von den Trauerfamilien und von der gesamten Bevölkerung sehr geschätzt, sagt Obmann Heidegger. Der Besuch der Passionsspiele in Erl war als Ausflug ein unvergessliches Erlebnis. Erfreut über die Nachwuchsförderung unter der Leitung von Fabian Fleischmann zeigte sich der Chorleiter Daniel Götsch. Als wichtigen Pfeiler im Glaubensleben der Gemeinde und als wichtigen Kulturträger würdigten den Chor Dekan Christoph Wiesler, sowie BM Zeno Christanell, Pfarrgemeinderatspräsident Hermann Fliri und Gerd Wielander von der Raika Untervinschgau. (r/eb)

Kreuzung neu

  • Dachzeile: Schluderns

Bauarbeiten am Kreuzungsbereich sind beendet: Die neu gestaltete Südeinfahrt von Schluderns bietet jetzt mehr Sicherheit - Alfreider: „Eine gute Investition für die Mobilität, aber auch für die Fußgänger“
SCHLUDERNS (LPA). Gehsteige, eine Verkehrsinsel und Fahrspurteiler machen den neu gestalteten Kreuzungsbereich an der Südeinfahrt von Schluderns (SS40 bei km 3+900 bis km 4+000) sicherer und übersichtlicher. Bis auf die letzten kleinen Details sind die Arbeiten jetzt abgeschlossen, teilt das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität mit.
„Die Umgestaltung des Kreuzungsbereiches in Schluderns ist eine weitere gute Investition in die Sicherheit der Fußgängerinnen und Fußgänger und in einen besseren Verkehrsfluss auf der Staatsstraße zum Reschenpass“, erklärt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, der sich, gemeinsam mit Bürgermeister Heiko Hauser, sehr zufrieden mit den planmäßig umgesetzten Arbeiten zeigt.
Die Eingriffe sollen zu einer Verringerung der Geschwindigkeit und damit zu einer Erhöhung der Sicherheit für Fußgänger im Kreuzungsbereich führen. Die Verbreiterung der SS40 hat es ermöglicht, die Fahrspuren mittels Fahrbahnteilern bzw. Verkehrsinseln zu trennen. Zudem wurde im Bereich der Wohnhäuser eine Lärmschutzwand angebracht.

Krippenausstellung und Zithermusik

  • Dachzeile: Schloss Goldrain/Advent
  • Weitere Fotos - 1: Die Krippenfreunde Goldrain präsentierten ihre selbst gebauten Krippen im Graf-Hendel-Saal vom Schloss Goldrain
  • Weitere Fotos - 2: Gut besucht waren die beiden Konzerte vom Meraner Zitherkreis und der Musikkapelle Goldrain-Morter & des Männerchors Vierklang aus Goldrain.

Die Krippenfreunde Goldrain treffen sich seit Jahrzehnten jedes Jahr vor der Weihnachtszeit, um unter fachlicher Anleitung, ganz unterschiedliche Krippen zu bauen und anschließend auszustellen. Am 7. und 8. bzw. am 13. und 14. Dezember wurden die Krippen im Graf-Hendel-Saal präsentiert. Interessierte und viele Krippenfreunde kamen ins Schloss, um die traditionellen Tiroler Bauernkrippen, die Orientalischen Krippen und auch mehrere Laternenkrippen zu bestaunen. Als Einstimmung auf die bevorstehenden Festtage lud das Schloss Goldrain außerdem zu den traditionellen Adventskonzerten am 8. Dezember in den Rittersaal. Um 15.00 Uhr gab es das Adventskonzert mit dem Meraner Zitherkreis unter der Leitung von Sepp Dentinger. Der Journalist Patrick Rina sprach einleitende Worte zu den verschiedenen Stücken, zitierte Texte von Rainer Maria Rilke, der 1875, also vor 150 Jahren in Prag geboren und 1926 in der Schweiz gestorben ist. Außerdem las er eine Erzählung von Anna Johanna Schwellensattel vor. Gemeinsam wurde das Lied „Es wird scho glei dumpa“ gesungen. Um 18.00 Uhr gab es das Adventskonzert der Musikkapelle Goldrain-Morter & des Männerchors Vierklang aus Goldrain. (hzg)

Kuppelwieser folgt auf Lechthaler

Konrad Lechthaler aus Kortsch ist mit 31. Dezember 2025 vom Verwaltungsrat des Bürgerheims „St. Nikolaus von der Flüe“-Schlanders „aus persönlichen Gründen“ zurückgetreten. Neues Verwaltungsratsmitglied wird Hubert Kuppelwieser aus Vetzan. Das wurde bei der letzten Gemeinderatsitzung am 29. Dezember 2025 vom Gemeinderat Schlanders beschlossen. BM Christine Kaaserer: „Somit sind die Fraktionen ausgeglichen. Ich danke Konrad Lechthaler und wünsche Hubert Kuppelwieser viel Freude an der neuen Aufgabe.“

Laaser Revierleiter stellt richtig

  • Dachzeile: Laas

Im Bericht „Aus für Jagd-Gastlizenzen“ (Vinschgerwind Ausgabe 24) wurden die Reviere Schluderns und Laas genannt, die jüngst als einzige noch Gastlizenzen ausgegeben haben, um oberitalienischen Jägern den Abschuss von Singvögeln in Obstanlagen zu ermöglichen.
Für das Laaser Revier stimme das nicht, stellt Revierleiter Josef Stecher richtig. „Wir haben seit 2022 keine Gastlizenzen mehr ausgegeben“. Anlass für den Bericht war, dass Landesrat Luis Walcher Ende 2025 verboten hatte, Gastkarten an auswärtige Jäger zu vergeben, da der Aufschrei gegen den Vogel-Abschuss aus der Bevölkerung immer größer geworden war. Denn es wurde beobachtet, dass die italienischen Jäger nicht nur wie im Landesgesetz vom 17 Juli 1987 erlaubt, Amseln, Singdrosseln, Wachholderdrosseln, Eichelhäher, Nebelkrähen, Elstern abschießen, sondern alles, was sich bewegt, auch geschützte Arten. Einheimische Jäger dürfen im Zeitraum von 1. Oktober bis zum 15. Dezember nach wie vor eine Vogel- Auslese treffen, um dem Vogelfraß in landwirtschaftlichen Kulturen entgegenzuwirken. Doch die meisten wollen das nicht tun. Künftig könnte einen Aufschrei der Obstbauern folgen, die ihre Ernte in Gefahr sehen, vermutet Stecher. (mds)

Land investiert in Bahn

  • Dachzeile: Südtirol/Vinschgau

Auf Vorschlag von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider hat die Landesregierung in ihrer Sitzung vom 12. Dezember das Investitionsprogramm 2025-2027 der STA – Südtiroler Transportstrukturen AG genehmigt. Insgesamt stehen 14,8 Millionen Euro zur Verfügung, um Bahnstrecken, Bahnhöfe und Züge zu modernisieren und den öffentlichen Verkehr weiter auszubauen.
Ein wesentlicher Teil der Mittel fließt in die Stärkung der Bahnlinie Meran–Mals, einschließlich Verbesserungen an der Infrastruktur und außerordentliche Wartungsarbeiten. Die Fertigstellung der Zugremise in Mals wird vorangetrieben.
Zudem wird die Wartung der FLIRT-Züge finanziert, die im Besitz der STA sind und einen zentralen Bestandteil des lokalen Nahverkehrs darstellen. Gleichzeitig sieht das Programm die Finanzierung des 16. FLIRT-Zuges vor, der künftig für zusätzliche Kapazitäten und ein engmaschigeres Angebot sorgen soll.
Auch im Bereich der Intermodalität setzt das STA-Investitionsprogramm Akzente: Die Bushaltestelle beim Bahnhof Untermais wird erneuert, um den Umstieg zwischen Bus und Bahn zu erleichtern. Weitere Knotenpunkte im Land werden technisch aufgerüstet, damit sie auch bei erhöhtem Fahrgastaufkommen funktionieren und noch einfacher zugänglich sind.
Das Investitionsprogramm wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der STA und der Landesabteilung Mobilität ausgearbeitet.

Langjährige Treue

  • Dachzeile: Burgeis

Die Sennereigenossenschaft Burgeis blickt auf eine lange Tradition und auf gediegenes Geschäftsgebaren zurück und mit Zuversicht nach vorn. Die Genossenschaftsmitglieder sind mit ihrer Sennerei, mit der Qualität der dort erzeugten Milch-Produkte und für die dafür erzielten Preise durchaus zufrieden.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor sind die engagierten Mitarbeiter:innen. Auf ihre Motivation und Loyalität können sich der Verwaltungsrat unter Obmann Josef Theiner sowie Geschäftsführer Stefan Baldauf jederzeit verlassen. Beim kürzlich stattgefundenen Betriebsessen im Restaurant Gerda in Burgeis stand deshalb der Dank im Mittelpunkt. Obmann Josef Theiner hob die gute und konstruktive Zusammenarbeit im Verwaltungsrat hervor und bedankte sich bei allen Verwaltungsratsmitgliedern persönlich. Gemeinsam blickte man auf ein erfolgreiches Jahr zurück, sprach über erreichte Ziele und diskutierte neue Ideen für weitere Verbesserungen.
Besonderen Dank richteten Josef Theiner und Geschäftsführer Stefan Baldauf an das gesamte Team der Sennerei Burgeis. Mit großem Einsatz sorgen die Mitarbeiter:innen tagtäglich im Hintergrund für reibungslose Abläufe und tragen maßgeblich zum guten Ruf der Sennerei bei. Zwei langjährige Mitarbeiter:innen wurden im Rahmen der Feier besonders geehrt: Jutta Trauner für 30 Jahre engagierte Mitarbeit und Plangger Johann Markus für 20 Jahre Einsatz in der Sennerei Burgeis. (r/eb)

Leserbriefe 1-2026

System SVP in Naturns

In Naturns entscheidet der SVP-BM Zeno Christanell nicht nur wie, wo und wie lange man mit dem Auto parken darf, sondern jetzt auch wie, wo und wer in Naturns bauen darf. Bei der Gemeinderatsitzung am 24.11.2025 wurde eine neue Wohnbauzone,“Am Etschufer“ ca. 5000 m2 grüne Wiese, mit den Stimmen der SVP und Zukunft Naturns ausgewiesen. Meines Erachtens dient diese nur für Spekulanten, Investoren und Immobilienfirmen und nicht für die arbeitende und Wohnung suchende Bevölkerung von Naturns, schade um den spärlichen Baugrund in Naturns. Weiters wurde für das Projekt Tiefgarage am Rathausparkplatz der Planungsauftrag für eine Machbarkeitsstudie vergeben ohne die Bürger zu informieren, obwohl im Frühjahr 2023 dazu eine Volksbefragung hätte stattfinden sollen, obwohl mehr als 600 Bürger/innen mit ihrer Unterschrift dazu ihren Willen geäußert haben. Solche Entscheidungen zeigen auf wie ernst es die SVP-Politiker in Naturns mit der Bürgerbeteiligung nehmen. Aber solange die Entscheidungsträger aus einer SVP-Mehrheit kommen, wird sich so schnell nichts ändern. Deshalb appelliere ich an alle Bürger/innen, seit wachsam und überlegt es euch gut wem ihr vertraut und unterstützt in unserem Dorf Naturns.

Elmar Karl Müller, Naturns


„Bin für Hunde-DNA“


Nicht jeder hält sich einen Hund, aus welchen Gründen auch immer. Aber das Hundekotproblem betrifft dennoch jeden Bürger.
• Die Unkosten, die eine Gemeinde z.B. für die Doggy-Toiletten aufwendet, werden auf alle Gemeindebürger umgelegt.
• Eigentümer eines Grüns müssen die Gründe auf eigene Kosten einzäunen und die Bauern, bevor sie mit dem Mulchgerät fahren, die Säckchen einsammeln, damit sie nicht zerbröselt werden. Aus hygienischen Gründen hat Hundekot bei der Produktion von Lebensmitteln nichts zu suchen.
• Auf Wanderwegen findet man den Kot fein säuberlich eingetütet am Wegesrand, was für die Verrottung sinnvoll erscheint.
• Jetzt im Winter, wo die Straßen und Gehwege, speziell auch in der Stadt, nicht mit Wasser gesäubert werden können, bewässern die Hunde. Besonders attraktiv sind die Pipi-Hinterlassenschaften, die sich an Hausmauern und Blumenkübeln aneinanderreihen.
• Als Fußgänger ist man gezwungen dauernd auf den Gehweg zu achten, um nicht auszurutschen oder ein Mitbringsel zwischen dem Profil der Schuhsohlen mitzunehmen. Ganz besonders tricky wird es für Rollstuhlfahrer, wenn sie mitunter auf die Straße ausweichen müssen.
Mein Vorschlag um das Hundekotproblem einigermaßen in den Griff zu bekommen, wäre, wie Landesrat Schuler eingeführt hat, für alle Hunde die DNA-Abstriche einzufordern. Ich bin sicher, dass sich das Problem lösen oder zumindest verbessern würde, sobald die erste DNA-Probe positiv getestet worden ist.

Name der Redaktion bekannt


Graubünden wird übergangen

Der Förderverein Alpenbahnkreuz Terra Raetica nimmt mit grosser Verwunderung zur Kenntnis, dass der Kanton Graubünden im «Bericht Weidmann» weitgehend unberücksichtigt bleibt. Der Bericht, den Bundesrat Albert Rösti bei ETH-Professor Ulrich Weidmann in Auftrag gegeben hat, priorisiert die wichtigsten Verkehrsbauwerke der Schweiz. Dabei erscheint Graubünden erneut als «weisser Fleck», während im Mittelland milliardenschwere Projekte vorangetrieben werden.
Achse Basel – Zürich – Landquart – Unterengadin – Mals – Meran – Bozen – Venedig gehört zu den wichtigen Projekten
Aus bündnerischer Sicht muss der Bund die seit mehr als dreissig Jahren im kantonalen Richtplan eingetragene Achse Basel, Zürich, Landquart, Unterengadin, Mals, Meran und Bozen endlich als integralen Bestandteil der schweizerischen Verkehrsplanung anerkennen. Diese Verbindung ist nicht nur für Graubünden von Bedeutung, sondern stellt eine wichtige europäische Entwicklungsachse dar. Sie verknüpft das Schweizer Mittelland mit den wirtschaftsstarken Regionen Nordostitaliens sowie mit dem Tiroler Zentralraum. Diese Achse erfüllt damit eine Funktion, die weit über die nationale Perspektive hinausgeht. Sie trägt zur Stärkung des transeuropäischen Personen- und Güterverkehrs bei, verbindet periphere Alpenregionen mit bedeutenden Metropolitanräumen und schafft neue Chancen für Tourismus, Wirtschaft und Mobilität im gesamten Alpenbogen. In ihrer strategischen Bedeutung ist sie mit den grossen europäischen Nord-Süd- Korridoren vergleichbar und kann als zeitgemässe Alternative zur vom Bund wiederholt verworfenen Ostalpenbahn betrachtet werden.

Dario Giovanoli – Präsident Förderverein Alpenbahnkreuz Terra Raetica


(die ausführliche Stellungnahme Link)

Leserbriefe 17-2025

Im Gedenken an Adolf Ziernheld


Ein Familienmensch – Ehemann, Tata und 12facher Opa, Mitglied der Gemeinschaft, der er viel und gerne Zeit widmete – seine Werte, sei es in Familie oder Gemeinde lauteten: einstehen füreinander, sich einsetzen, etwas Bleibendes schaffen nicht nur für sich, sondern für die ganze Dorfgemeinschaft, immer vorwärts gewandt bleiben und an die Zukunft denken!
Bauen, Pläne schmieden, mitgestalten und selbst mit anpacken. In seiner Zeit als Fraktionsvorsteher oder Ausschussmitglied in der Gemeinde Mals, als Zimmermann, als Vorarbeiter beim Straßenbau, als Getränkehändler und Geschäftsmann – immer hatte er Pläne im Kopf, was man anders und besser machen könnte. Kritik und Widerstände sah er dabei als Herausforderungen „geht nicht, gibt’s nicht“ und „jetzt erst recht“ – mit seiner Meinung hielt er dabei nicht hinter dem Berg und machte sich nicht nur Freunde damit. Das hat ihn nicht gebremst, im Gegenteil, mit seiner offenen und auf die Menschen zugehenden Art konnte er so manchen Kritiker von seinen Plänen überzeugen.
Als viertes Kind und erster Bub von 8 Geschwistern, spielte sich seine Kindheit am Burgeiser Dorfplatz ab – wo immer „etwas los“ war, wo noch Ball gespielt werden konnte und man sich getroffen hat. Schon als Jugendlicher begleitete er seinen Vater, den weitum bekannten Zimmermann Miller-Hansl, auf die verschiedenen Baustellen, oft mit dem Fahrrad auf der Stange sitzend oder später mit dem Motorrad – noch später mit einem der wenigen Autos in Burgeis, das dann notgedrungen auch öfters als Taxi diente. Voller körperlicher Einsatz, aber immer auch „a Hetz“, Speis und Trank kamen nie zu kurz. Das Beisammensitzen und Miteinanderreden war ihm sein ganzes Leben lang wichtig, das tägliche Karterle im Dorfgasthaus und dabei das schnelle Austauschen von neuesten Informationen, förderte den Zusammenhalt im Dorf.
Beim plötzlichen und unerwarteten Tod seines Vaters übernahm Adolf 22jährig den Zimmereibetrieb und die Rolle als Familienoberhaupt – seine Mutter Anna und sein geliebter Neina haben ihn immer unterstützt und ihm vertraut und es geschafft, trotz harter Zeiten in humor- und liebevoller Weise die Familie zusammen zu halten, „nicht immer alles so ernst nehmen“ – sich tratzen, gutes Essen und die Gemeinschaft pflegen, das wurde immer groß geschrieben. Das ist heute noch spürbar, wenn die „Miller-Hansln“ beisammen sitzen.
Adolf holte seinen Mittelschulabschluss neben der Arbeit in der Abendschule nach und nutzte dann die Gelegenheit in Deutschland den Zimmermann-Meister zu machen. Lebenslange treue Freundschaften entstanden aus dieser Schulzeit und gerne besuchten ihn seine Schulkameraden später auch mit ihren Familien in Burgeis. Trotz Widrigkeiten gelang es Adolf sein Haus am Hang zu bauen und 1965 zu Weihnachten mit seiner Frau Traudl einzuziehen – trotz Rohbau. Die Zeichen der Zeit erkannt, war das Garni Ziernheld eines der ersten Häuser in Burgeis mit „Zimmern mit Frühstück und fließend Wasser“. Der Tourismus nahm Fahrt auf. Adolf war unter den ersten Unterstützern und für den Bau einer Liftanlage am Hausberg, dem Watles. 1975 konnte dieser, nicht zuletzt durch die Hartnäckigkeit der Burgeiser, eröffnet werden. „Die Gäste kamen zu mir in die Werkstatt, um ihre Holzskier und Schneeschuhe flicken zu lassen, oder die Skier zu waxen“, da hatte Adolf die Idee „ein Sportgeschäft muss her“. Außerdem brauchte es die passende Winterausrüstung und Wanderkleidung im Sommer… Beherzt und etwas blauäugig, wie er offen zugab, nahm er auch diese Herausforderung in Angriff. Mittlerweile war er Vater von 4 Kindern und Traudl die tragende Säule im Familienbetrieb, was Kinder, Hausgäste und Geschäft betraf.
Sein Credo lautete: „epas geaht ollm“ und „ban Redn kemman die Leit zomm“, sein Humor und seine Schlagfertigkeit gingen mit den Jahren nicht verloren. Sein Gedächtnis für Namen, Flurnamen, Zahlen und Ereignisse verließ ihn bis zuletzt nicht, so waren seine Erzählungen über die letzten 60 Jahre vor allem rund um den Aufbau von Burgeis und des Oberen Vinschgaus immer spannend und kurzweilig.
Die Arbeit prägte sein Leben. Sein Dienst an der Gemeinschaft – für die Fraktion, auf Almen und Weiden oder im Gemeindeausschuss und in jungen Jahren auch noch bei der Feuerwehr, der Musikkapelle, im Sport- und Tourismusverein, der Jägerschaft und als Fischer – er versuchte, alles unter einen Hut zu bringen. Trotzdem wurde er seiner Rolle als Familienvater und Opa gerecht. Auf seine Art hat er gefordert und gefördert und die Kinder „selbst ausprobieren und anpacken lassen“ - im Tun lernt man, das hat er erfahren. „Zuerst Handeln und dann sehn wir weiter“, diese Methode hat ihn nicht bei allen beliebt gemacht, war aber die „effektivste“, schmunzelte Adolf gerne.
Er hat seine Ziele verfolgt, viel erreicht, überall mitgearbeitet, wo Not am Mann war, sei es im Familienbetrieb, als auch noch die letzten Jahre als Beregnungswart auf Marein, bis seine körperliche Kraft es nicht mehr zuließ.
Sein Wille und sein Verstand waren ungebrochen, sein Humor und sein „Brottlan“ (=sich über alles aufregen können) wie bei den Ziernhelds anscheinend nicht untypisch - sind legendär geworden. Wir vermissen dich, du hinterlässt eine große Lücke, doch die guten Erinnerungen kann uns keiner nehmen und die sind in unsere Herzen geschrieben. Wir behalten die schönsten Momente mit dir in Erinnerung. Danke für alles!
Deine Familie


Prader Kalkofen by night


In der letzten Ausgabe des „Der Vinschger Wind“ wurde unter dem Titel „Vom Wert der Dunkelheit“ die Problematik der Lichtverschmutzung aufgezeigt. Mittlerweile sind die vielfältigen negativen Auswirkungen der Nachtbeleuchtungen ausreichend bekannt. Und nachdem alle, ganz besonders Politiker und Vertreter von öffentlichen Verwaltungen, immer wieder den Begriff der „Nachhaltigkeit“ verwenden, sollte auch in diesem Zusammenhang die unnütze Energieverschwendung eine Rolle spielen. Um den nicht zu unterschätzenden negativen Einflüssen der Lichtverschmutzung und der Energieverschwendung Einhalt zu gebieten, hat die Landesregierung im Juli 2022 Richtlinien zur Einschränkung der Lichtverschmutzung verabschiedet. Es ist vorgesehen, dass die Gemeinden Verstöße mit Verwaltungsstrafen ahnden können. Wie schauen jedoch die Praxis und die Vorbildfunktion der öffentlichen Verwaltungen aus? Ein Beispiel dazu liefert der neu errichtete und noch nicht eröffnete museale Kalkofen im Ortsteil Schmelz, finanziert mit öffentlichen Steuergeldern. Dieser wird schon seit Monaten in den Nachtstunden erhellt. Nachdem die starken Scheinwerfer vom Boden aus den hohen Kalkofen bestrahlen, wird auch der dahinter liegende Wald entgegen der Vorgaben der Landesrichtlinie mitbeleuchtet. Beim Betrachten der beiden Leuchtkörper stellt man fest, dass im Scheinwerferlicht unzählige nachtaktive Insekten vom Lichtstrahl beeinträchtigt werden. Es stellt sich die Frage, warum hier so eine pompöse Nachtbeleuchtung in Betrieb genommen wird. Ist es wirklich notwendig, ein Gebäude zu bestrahlen, an dem die vorbeifahrenden Autofahrer in der Nacht ohnehin mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit kaum mitbekommen, dass es sich hier um einen historischen Kalkofen handelt? Diese Gelder hätten besser in dringende Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und Geschwindigkeitsreduzierung investiert werden können. Gegenüber dem Kalkofen befindet sich bereits eine Straßenlampe, die teilweise auch den übrigen Bereich beleuchtet. Wenigstens sind die Scheinwerfer ab 23,00 Uhr im Sinne der Richtlinie ausgeschaltet. Als positives Beispiel gegen die Lichtverschmutzung soll an dieser Stelle die Dunkelheit bei der St. Johannkirche in Prad erwähnt werden. Eine gute Entscheidung der Kirchenverwaltung. Es geht auch nachhaltig, wenn man will.

Rudi Maurer, Prad am Stilfserjoch


Seceda im Vinschgau?


Die Belastung durch den Verkehr hat mancherorts ihre erträgliche Grenze überschritten. Aber es sind nicht nur Straßen und Pässe, die betroffen sind.
Wie Claudia Plaikner vom Heimatpflegeverband treffend darstellt (TZ 25.7.25), darf man sich nicht scheinheilig aufregen, wenn Massen von Touristen kommen, weil wir aus ehemals einfachen Wandersteigen fahrtaugliche Wege machen, weil wir (Forst)Straßen ausbauen, Almen mit überdimensionalen Straßen erschließen, Parkplätze bauen, wo bisher nur ein Kuhsteig hinführte,
statt Bäumen Campingplätze pflanzen. Wir schaffen ständig neue Strukturen, um Gäste anzulocken, und ärgern uns, wenn wir plötzlich im eigenen Land nicht mehr daheim sind. Die Überlastung trifft die Natur im umfassenden Sinn, also Mensch, Landschaft mit Tier- und Pflanzenwelt und Klima, sie stört das lebenswichtige Gleichgewicht und die für alle zur Erholung nötige Ruhe. Wir müssen selber aktiv werden gegen eine Politik, die immer neue Umweltsünden genehmigt und finanziert.
Es mag erfreulich sein, wenn altehrwürdige Übergänge wieder in Stand gesetzt oder erhalten werden. Aber auch hier besteht die Gefahr, dass diese touristisch „ersch(l)ossen“ werden, damit hemmungslose Biker GPS-gesteuert durch bisher relativ ruhige Seitentäler „tschindern“ können. Ich denke da beispielsweise ans Langgrubjoch (Bildstöckljoch), Taschljöchl, Madritschjoch. Zum Glück gibt es noch viele verantwortungsbewusste Menschen und Verbände, die aus unterschiedlichen Antrieben, warnen und bremsen, wie Alpenverein, Umweltschutzgruppen, Heimatpflegeverband, die Jägerschaft und (manche) Almen. Bleiben wir wachsam, schützen wir unsere Berge und Täler – und schließlich uns selbst, bevor es zu spät ist!
Erich Daniel, Schlanders


Tourismus: Fluch oder Segen?


Manche Gebiete in Südtirol werden mittlerweile überrollt und Belastungen in vielerlei Hinsicht haben ihre Grenze erreicht! Das ist aber bei weitem nicht überall so!
Vielleicht wäre es angebracht, strukturschwache Gebiete im gesunden Maße aufzuwerten wodurch sich im Laufe der Zeit eine bessere und erträglichere Verteilung einstellen würde.
Genau betrachtet, muss man eines zugeben:
Der Tourismus hat Südtirol bei Weitem mehr Nutzen als Schaden zugefügt! Ich möchte nicht wissen was ohne diesen z.B. in Sulden, dem Vinschger Oberland usw. los wäre!
Der Tourismus hat neue Perspektiven geöffnet, Arbeitsplätze geschaffen, Kreisläufe aktiviert und so manchen Dörfern neues Leben eingehaucht! Zudem sind Menschen zu uns gekommen, die uns manchmal Dinge sagen, die uns oft nicht mehr bewusst sind, oder die wir nicht immer zu schätzen wissen: „Ach in welch herrlichen, schönen und beeindruckenden Land lebt ihr!“
Fakt ist auch, dass durch Aufstiegsanlagen, gepflegte Naherholungsgebiete, Einkehrmöglichkeiten usw. vor allem die Einheimischen profitieren!
Glaube so lange klare Spielregeln, der Respekt privaten und öffentlichen Gut, der Landschaft und der Menschen usw. vorhanden ist, sind oftmals übertriebene Reaktionen nicht angebracht!
Zudem muss uns Eines bewusst sein: Wir sind nur Gast auf Erden, uns gehört Vieles nur auf Zeit und nicht auf Dauer! Wir sind nicht alleine, um uns sind Menschen die bestimmte Aktivitäten mit Rechten aber auch mit Pflichten wahrnehmen!
Schimpfparolen, Unmut, Hass und Neid jedenfalls sind der falsche Weg!
Es kann auch nicht sein, dass der Radl- bzw. Traktortag zum Joch auf solche Proteste stößt! Gerade in Zeiten der 200 Jahrfeier ist dies eine Wertschätzung gegenüber den Pionieren, die diese Straße gebaut haben!
Wir als Gesellschaft können gegen alles sein, aber dann können wir uns gleich in einen Käfig sperren und den Schlüssel wegwerfen! Dann aber sinkt unsere Lebensqualität auf null!
Glaube uns ist ein gesundes Wir Gefühl abhanden gekommen, wir beschäftigen uns zu sehr mit uns selber, und schaffen Probleme, wo eigentlich keine sind! Wirkliche Probleme sind die weltweiten Auseinandersetzungen, die Bedrohung des Weltfriedens, Handelskriege usw.
Also das Absägen eines Astes auf dem wir alle sitzen!
Das kann doch nicht sein! Oder?
Raimund Niederfriniger, Tanas


„Rifugio per l’avifauna“


Buonasera Zeno,
ho appreso con non poco stupore la notizia dell‘asportazione di dozzini di alberi trentennali che fiancheggiavano la struttura sportiva. Tutto ciò per consentire la realizzazione di una strana pista per biciclette a spinta tramite gli arti umani (braccia e gambe, o sbaglio?) voluta da chissà quali menti geniali e della quale non si sentiva necessità alcuna e con conseguente spreco di denaro pubblico.
Anche questa operazione è stata decisa (arbitrariamente visto che si tratta di un bene della nostra comunità) senza previe informazioni in merito.
Ciò conferma purtroppo l‘arbitrarietà, la presunzione di potere insindacabile di questa Amministrazione. Decidiamo noi, comandiamo noi e voi, popolino, stattene zitto e non contestare. Gli alberi provvedevano alla fotosintesi clorofilliana, e se non lo sapete ve lo spiego, significa cioè trasformare acqua e anidride carbonica in glucosio (loro nutrimento) rilasciando nel contempo ossigeno nell‘atmosfera. Inoltre rappresentano un rifugio sicuro per l‘avifauna, ovvero l‘insieme delle specie di uccelli viventi in regione che ivi nidifica. Ma per questa Giunta, tutto ciò non riveste importanza alcuna. Evitate almeno di vantarvi di voler creare ampie zone verdi, con i progetti in atto per queste non vi sarà più spazio, evitate per cortesia di prendere in giro la comunità di Naturno. Soprattutto non vantatevene!
Sinceramente pensavo che dopo le contestazioni sacrosante mossevi nella precedente legislatura vi foste posto il dubbio, almeno un pochino, sulla correttezza del vostro modo di operare. Quanto sta nuovamente accadendo altro non fa fa che confermare i metodi dispotici precedenti.Ma quanto sopra è solamente la punta dell‘iceberg che riconducono ad altre ben più rilevanti decisione di questa giunta e che porteranno il paese di Naturno a diventare una micropoli (chiedo scusa per il neologismo) cementificata e non più a portata d‘uomo come la nostra comunità desidera e necessita.
Uno che ama il suo paese
Bruno Svaldi, Naturno


„... zsåmmghepp...“


Die Überlegung der Einbringung des Vorschlags zur Ernennung einer Arbeitsgruppe im Ausschuss für die Erstellung der Kriterien bei der Zusammensetzung der Kommission für die Kontrolle der Nachhaltigkeit des Plans für die Umsetzung der Ideen zum Konzept der Möglichkeit der Arbeitseingliederung bei Menschen mit Migrationshintergrund oder mit besonderen Bedürfnissen wurde unter Berücksichtigung der Frauenquote im Hinblick auf die Chancengleichheit bei der Frage nach den vorgesehenen Sparmaßnahmen in Folge der Finanzkrise der unverschuldet verschuldeten Empfänger einer Vorschussrente erneut in unerwarteter Einstimmigkeit … vom Tisch gefegt.
Hebm oder giahn…
Giahn mer ummi oan hebm oder giahn mer oan ummihebm?
Zu oan giahn oder zu oan hebm?
Zu oan zrugggiahn oder oan zrugghebm?
Nicht ånhebm oder nicht ångiahn?
I geah nimmer oder i hebs nimmer?
Ausgiahn oder aushebm oder ånhebm draufgiahn?
Geah mit mir oder geah mer net…?
Dernebm giahn oder dernebm giahn?
Heb mi! – oder: I heb di nimmer. Geah!
Mit Konflikte umgiahn oder Konflikte umgiahn?
Zsåmmhebm oder zsåmmgiahn wia die Milch und sauer wearn?
G H E P P
…mitn Redn ånghepp…
…ålls Möglich virghepp…
…in åndern nimmer ausghepp…
…ban Versteckelus inghepp…
…die Oahrn zuaghepp…
…an åndern ummighepp…
…und semm fest zsåmmghepp…
…Haupsåch ghepp…!
Martin Achmüller,
ein „zugereister“ Naturnser

Leserbriefe 18-2025

Tourismus: Fluch oder Segen


Leserbrief von Raimund Niederfriniger, Tanas (Vinschger Wind Nr. 17, 21.8.2025)
Fluch oder Segen? Diese Frage betrifft auch die Passstraße auf das Stilfserjoch, zunehmend für maßlosen Vergnügungsverkehr missbraucht. Dass man nutzlose sowie total überflüssige Oldtimer-Traktorfahrten (und nicht nur diese) als wertschätzenden Respekt gegenüber den Pionieren dieser grandiosen Passstraße betrachten sollte, anstatt derartige Veranstaltungen zu kritisieren, zeigt wiederum „zwischen den Zeilen gelesen“, Respektlosigkeit gegenüber Natur- und Umweltschützern, ebenso gegenüber der Wissenschaft sowie den Klimaforschern, welche seit Jahrzehnten vor den Folgen von Naturzerstörung, vor allem einer ungebremsten Erderwärmung warnen. Freilich, die Geldpyramide vergrößern (mit Bettenstopp), dient ebenso der viel gepriesenen Nachhaltigkeit, auch mit unermesslichen Massentourismus, gut und richtig. Dazu passend der Wahnsinn, für ein Foto mit den Dolomiten im Hintergrund, hin- und zurück, etwa 20 Stunden Flug in Kauf zu nehmen. Dafür wären gewisse Kreise nach wie vor bereit die Förderkapazitäten zu steigern, ebenso mit weiteren Straßen und Parkplätzen, unser schönes aber begrenztes Südtirol zu beglücken, für Wohlstand und Fortschritt – wer‘s glaubt.
Walter Pöder, Naturns


Pressemitteilung:
Tiefgarage Schlanders: Entscheidung rückt näher


Die Bürgermeisterin der Gemeinde Schlanders wird einen Verkehrsplaner beauftragen, um den Standort für eine Tiefgarage in Schlanders zu bestimmen. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Schlanders Christine Kaaserer hat heute bekannt gegeben, dass sie einen unabhängigen Verkehrsplaner beauftragen wird, um den optimalen Standort für eine angedachte Tiefgarage in Schlanders zu bestimmen. Es sollen die bereits diskutierten Standorte „Stainer“, „Kapuzineranger“ und „Verdross II“ sowie etwaige weitere Alternativen analysiert und zur Auswahl vorgeschlagen werden.
Die Beauftragung fügt sich in die Umsetzung des programmatischen Dokumentes der Bürgermeisterin ein, das vom Gemeinderat am 31. Juli 2025 einstimmig genehmigt wurde. Darin wird ausdrücklich das Parkplatzproblem als zentrales Thema benannt und die zügige Umsetzung eines Parkleitsystems adressiert, um auf Basis der gesammelten Daten die weitere Parkraumplanung zu steuern. Hand in Hand mit der Datenerhebung sollen die unabhängigen Techniker die Grundlagen für die Standortwahl für eine angedachte Tiefgarage in Schlanders erarbeiten.Ziel des Auftrags ist eine belastbare und transparente Entscheidungsgrundlage zu finden. „Es geht darum, diese wichtige strategische Entscheidung auf Erkenntnisse zu stützen, die von den Technikern ausgearbeitet und von der Bevölkerung geteilt werden“.
Christine Kaaserer
Bürgermeisterin/Sindaca


„Leise kommt an“


Es muss kein Wildwuchs von Plakaten und Banner in Prad entstehen. Sie wären allerdings zur Sensibilisierung der Vehrkehrsteilnehmer, insbesondere der Motorradfahrer ein probates Mittel! Der Motorradfahrer weiß sehr genau, dass er durch Ortschaften mit weitgehend geschlossener Drosselklappe (wenig Gas) dahingleiten kann.(ADAC) Genau daran könnten wir ihn und andere Verkehrsteilnehmer mit einem bzw. 2 – 3 Banner „Leise kommt an“ oder „Hast du Töne, leiser treten“ erinnern (sensibilisieren)
Liebe Gemeindevertreter , sehr geehrter Herr Bürgermeister, entlang der Hauptstraße in Prad am Stilfserjoch gibt es seit Jahren keine Lebensqualität, versursacht durch Feinstaub und unerträglichem Verkehrslärm. Sorgen Sie sich bitte um die Anliegen der Bürger in Prad, die ganz sicher im Rahmen einer Bürgerversammlung ihre Anliegen und Sorgen vortragen würden. Das geordnete Ortsbild jedenfalls wird nicht durch ein paar sensibilisierende Banner gestört werden!!

Ich jedenfalls möchte mich wieder in meiner Wohnung wohlfühlen und nicht 6 Monate im Jahr unerträglichen Lärm und Feinstaub ertragen müssen!

Mit freundlichem Gruß

Anna Nigg
Hauptstraße 92a, 39024 Prad am Stilfserjoch


Schatten spendende Bäume haben großen Wert


An den ersten heißen Tagen fuhr ich mit dem Rad um 14 Uhr am Krankenhaus vorbei. Auf der Anzeigetafel der Apotheke, die von der prallen Sonne beschienen war, zeigte es 38 Grad Celsius an. Ich fuhr weiter bis zur Apotheke Solaris. Dort steht ein Baum. In dessen Schatten zeigte die Anzeigetafel 34 Grad Celsius an. Der Schatten eines einzigen Baumes war imstande, die hohe Temperatur um 4 Grad zu senken.
In der westlichen Siedlung sind Birken entfernt worden, weil sie Dreck machen. „Laub ist Dreck?“
An einigen Plätzen sind große Bäume gefällt worden und bis heute wurden keine nachgesetzt. Weiß man den Wert von Schatten spendenden Bäumen immer noch nicht zu schätzen?

Anna Wielander Platzgummer
Schlanders


Generationen am Sonnenberg

„Ich habe viel erlebt, und du wirst viel erleben“. Das sagte Serafin der im 101. Lebensjahr ist, zu Helena, die im 1. Lebensjahr ist. Ein Jahrhundert trennt die Beiden, doch eines eint die beiden, der Sonnenberg. Eingefangen von Andreas Telser.

 

 


HAIKU - GEDICHT
Veröffentlicht im Enko/Japan, 2022

Im letzten Licht
von schwerer Last gebeugt –
Sonnenblumen.

©Helga Maria Gorfer

Kommentare und Anfragen zum Thema Haiku an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Leserbriefe 19-2025

Post aus Facebook


Honorable Mention – International Photography Awards 2025, Los Angeles
Los Angeles, eine Stadt die große Geschichten feiert.
Zwischen Tausenden Einsendungen aus über 120 Ländern wurde mein Bild „Glowing Silence“ ausgezeichnet und erscheint im offiziellen IPA Annual Book 2025 – vertreten in Museen, Galerien und Sammlungen s12 fotoweltweit.
Entstanden ist es an einem Tag, der sich tief in mich eingebrannt hat.
Ätna.
3.403 Meter roher Energie.
Ich kämpfte mich durch Hochnebel und Schwefeldunst, während der Wind Rauch und Asche über die Hänge jagte. Auf 3.000 Metern Höhe öffnete sich plötzlich die Erde. Ein Lavastrom brach hervor, fraß sich über verschneite Hänge und erstarrte erst weit unter mir.
Dann kam die Blaue Stunde.
Der Nebel begann zu glühen, als hätte er selbst Feuer gefangen. Links lag die ruhende Voragine, schneeweiß und still. Rechts der Südostkrater, schwarz, rauchend, unaufhörlich atmend. Zwischen ihnen ein Spiel aus Feuer und Stille, Licht und Schatten.
Um diesen einen, unwiederbringlichen Augenblick festzuhalten, entstand aus 114 Einzelbildern ein Panorama – ein Mosaik aus Gewalt und Zartheit, aus Atem und Ewigkeit.
„Glowing Silence“ ist für mich mehr als Fotografie. Es ist ein Zeugnis der Schönheit, Zerbrechlichkeit und Magie unserer Erde.

Philipp Egger, digital Creator

 


 

 „Inakzeptabel“


Beim Bau des neuen Pumptracks samt Verbindungsweg „Trögermoos“ in Naturns sorgt die Vorgangsweise der Gemeindeverwaltung für heftige Kritik. Ein Teilstück des vorgesehenen Verbindungsweges führt über Grundstücke privater Eigentümer. Für diesen Abschnitt liegt jedoch kein Einverständnis der betroffenen Grundbesitzer vor.
Die Gemeinde Naturns hat es bewusst verabsäumt, vor Genehmigung und Baubeginn mit den Eigentümern in Kontakt zu treten und deren Zustimmung einzuholen. Stattdessen wurde das Projekt bereits mit Baukonzession und Baustart versehen.
„Es ist völlig inakzeptabel, dass Bürgermeister Zeno Christanell über die Köpfe der Bürger hinweg entscheidet und private Eigentumsrechte ignoriert. Eine solche Vorgehensweise widerspricht den Grundsätzen einer transparenten und bürgernahen Verwaltung und ist rechtlich nicht in Ordnung“, betont Elmar Karl Müller, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Naturns. „Bürgerbeteiligung darf nicht nur ein Schlagwort im Wahlkampf sein, sondern muss im täglichen Handeln der Verwaltung gelebt werden“, so Müller abschließend.

Elmar Karl Müller, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit, Naturns

 


 

Einige Richtigstellungen


Mit Dank im Namen des Kulturverein Schnals für den kurzen Bericht über die heurige „Kunst in der Kartause“ in Karthaus im Vinschgerwind 17(509), S 36, darf ich auf eine Reihe von Fehlern darin hinweisen und ggf. um eine Richtigstellung bitten.
(i) das Kartäuserkloster Allerengelberg in Schnals ist das einzige Kartäuserkloster in Tirol. Damit schon naturgemäss auch das erste, es so zu benennen ist jedoch irreführend.
(ii) Die „Kunst in der Kartause“ in Karthaus wurde erstmals 1987 und seitdem alljährlich und heuer erst zum 2. Mal als Biennale veranstaltet. Es wurde von einem Ausstellungskommittee, bestehend aus einer Gruppe von Schnalser Bürgern initiert, aus dem dann am 12.12.1992 der Kulturverein Schnals entstanden ist. Die 2011 von Gerhard Gensch gegründete Festival „Kunst in der Kartause“ fand in der 1380 gestifteten Kartause Aggsbach in Niederösterreich.
(iii) Nach der Schliessung des Klosters 1782 durch Joseph II sind nicht Bauern in die Zeellen und resltichen Klostergebäude eingezogen, sondern Besitzlose, Handwerker und sog. „Kleinhäusler“.
Im Namen des Kulturvereins Schnals,

Georg Kaser, stv. Präsident

 


 

Freiwillige in den Schulmensen


Den Vorschlag vom SVP-LH Kompatscher zum Thema Aufsicht in der Schulmensa,
dass dieser von freiwilligen zu leisten ist, finde ich genial und super, schon lange
nicht mehr von ihm etwas Besseres gehört. Deshalb liebe SVP-BM und
SVP-Referenten beeilt euch, dass ihr diese Posten bekommt, damit diese nicht
von den vielen freiwilligen der Tafel, Essen auf Rädern usw. besetzt werden.
Da heute der 1. August ist gehe ich davon aus, dass es kein Aprilscherz ist, sondern
von eurem SVP-LH ernst gemeint ist. Mit eurem freiwilligen Einsatz für die Schüler
gebt ihr damit der Gesellschaft etwas zurück, was ihr jeden Tag von uns bekommt.

Elmar Karl Müller, Naturns

 

Leserbriefe 2-2026

Ist es das, was wir wollen?


Schon vor den Gemeinderatswahlen zeichnete sich ab, dass Burgeis nicht mehr den Stellenwert hatte, wie früher. Es wurde nur ein Kandidat aufgestellt, wer das entschieden hat, entzieht sich meinen Kenntnissen. Wahltag ist Zahltag.
Der Burgeiser Kandidat schaffte den Sprung in den Gemeinderat und wurde trotz starken Stimmverlusten in den Ausschuss berufen. Dem Burgeiser Referenten wurden die Belange des Dorfes übertragen.
Viele Bürger fragen sich: Was ist passiert - von den ganzen Wahlversprechen nichts übrig geblieben: Dorfstraßen sind verwahrlost, Seitenstraßen werden mit Blumentrögen bestückt, zum Nachteil der Anrainer. Anregungen zur Beseitigung der Hindernisse werden trotz mehrfachen schriftlichen Anträgen abgewiesen. Unsere Kinder und Bürger haben keine Möglichkeit in Burgeis einen geförderten Bauplatz zu bekommen, denn es gibt keinen, sie müssen auswandern in den umliegenden Gemeinden. Ist es das, was wir wollen? Eine Schande für unser Dorf.
Das nächste Problem des Referenten, er vermischt Privates mit dem „ Beruflichen“ das ist für einen Politiker ein Armutszeugnis. Zum Glück haben wir im Gemeinderat Personen mit Hausverstand, welche sich unserer Anliegen annehmen.
Ein besorgter Bürger
Hansjörg Bernhart

 


„... das ist der Wind...“


Sehr geehrtes Vinschgerwind-Team,
im März 1976 waren meine Frau und ich (damals noch nicht verheiratet -aber fast) zum ersten Mal im Rahmen unserer Sportlehrerausbildung in St. Valentin auf der Haide. Seither kommen wir seit 50 Jahren jedes Jahr zum Skifahren, aber auch zum Wandern nach St. Valentin und der Vinschgau und Südtirol sind sozusagen unsere zweite Heimat geworden Im Jahr 2024 hat meine Frau ihren 70. Geburtstag in St. Valentin gefeiert. Im Gasthaus Zeress am Haidersee haben wir damals eine 3-Mann Kapelle gehört, die unter anderem das Lied mit dem Refrain „das ist der Wind. der Wind, der Vinschger Wind, der wird noch wehen, wenn wir längst nicht mehr sind“ vorgetragen hat. Leider habe ich versäumt, die Musikanten nach dem Text des Liedes zu fragen. Ich habe es aber auch nicht im Internet gefunden. Nun habe ich im Sportgeschäft Tenne in St. Valentin in diesem Jahr Ihre Zeitschrift“ Winterwind / Vinschgerwind „ entdeckt und mit großem Interesse besonders den Artikel über Gustav Thöni gelesen. Der Titel „Vinschgerwind“ hat mich sofort wieder an dieses Lied erinnert. Nun meine Bitte: Kennen Sie dieses Lied? Können Sie mir den Text und vielleicht sogar auch die Noten zukommen lassen? Ich freue mich von Ihnen zu hören.
Herzlichst, Alfred Wekenmann

Wer das von Alfred Wekemann beschriebene Lied kennt, möge sich beim Vinschgerwind melden. Wir schicken Text und Noten gerne weiter. Red.

 


Richtigstellung


Richtigstellung zum Brief aus der Parteizentrale der Süd-Tiroler Freiheit vom Naturnser Gemeinderat Elmar Karl Müller
Der Ausweisung der Zone „Etschufer“ gingen mehrere Gutachten von Experten voraus und auch die Aufarbeitung durch eine Arbeitsgruppe. Nicht zuletzt wurde die Zone vom Gemeinderat, von den Landesämtern und von der Landesregierung im Zuge der Genehmigung des Gemeindeentwicklungsprogramms ohne Widerrede als logischer Erweiterungsbereich positiv bewertet. Es sollen vorläufig vier Mischzonen mit insgesamt neuen 3.422 m² (nicht „ca. 5.000 m²“ wie Herr Müller falsch zusammenzählt) nutzbar werden. Das neue Volumen steht zu 100% für Ansässige zur Verfügung und somit eben genau für „die arbeitende und Wohnung suchende Bevölkerung“. Gleichzeitig wurde die Ausweisung von öffentlichen Grünflächen (4.489 m²) in Form eines großzügigen Grünstreifens vorgenommen. Dieser dient neben der ökologischen Aufwertung des Gebietes auch als zukünftiger wertvoller Naherholungsbereich für alle. Das steht alles transparent in den Unterlagen, welche den Gemeinderäten zur Verfügung stehen. Wir appellieren darum, diese zukünftig wachsam zu lesen, anstatt irreführende Aussendungen zu machen.
Michael Kaufmann, SVP-Fraktionssprecher Naturns
Paul Ladurner, Stellv. SVP-Fraktionssprecher Naturns

 


HAIKU – Gedicht
im Enkō, Japan 2025

Endloses Grau scheint
vom Schneehimmel zu fallen –
die Stille, so laut.

©Helga Maria Gorfer

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Leserbriefe 20-2025

Liebe Lehrerin, lieber Lehrer, an was erinnerst du dich aus deiner Schulzeit zurück?

Sprachlos und nachdenklich… das war ich, als ich den Elternbrief des Klassenrates meiner Tochter las. „Im kommenden Schuljahr werden Lehrausflüge am Schulsprengel Latsch ausgesetzt, da sich das Lehrerkollegium an der landesweiten Protestaktion beteiligt.“
Wenige Tage zuvor hatte ich einen Artikel (https://www.suedtirolnews.it/politik/lehrer-bekommen-mehr-reicht-das) gelesen. Auszüge davon: Lehrpersonen werden 4.000/5.190€ mehr Bruttoentlohnung im Jahr erhalten. Die Landesregierung hat den Beschluss genehmigt für die Inflationsanpassung der Gehälter des Lehrpersonals. Lehrpersonen werden künftig 40 Prozent mehr Vergütung für Überstunden erhalten. Für die Begleitung bei Ausflügen wird die bestehende Zulage verdoppelt. Die Kosten für Verpflegung bei Außendiensten werden in höherem Ausmaß rückerstattet. 60 Prozent erhöht wird die Zulage für Weiterbildungstätigkeiten. Als Nächstes steht die Verhandlung zur Reallohnerhöhung ab 2026 an. Dazu wird die Landesregierung im Haushalt 2026-28 330 Mio € bereitstellen. Warum wird diese Protestaktion auf dem Rücken der Schüler ausgetragen?
Unsere Kinder sind eh schon geprägt von der Corona-Pandemie, wo sie auf so Vieles verzichten mussten, auch auf Ausflüge. Während der Corona-Pandemie, wo wir Eltern plötzlich die Funktion des Lehrers (neben unserer Arbeit) übernehmen mussten, wurde da der Gehalt des Lehrpersonals gekürzt?
Ich habe zwei Kinder unterschiedlicher Schulstufen, jedoch hat kein Online-Unterricht stattgefunden. Wir haben Arbeitsblätter erhalten, die wir zu Hause mit den Kindern erledigen mussten. Es wird nur das Negative betrachtet, die Vorteile, die der Lehrerberuf mit sich bringt, werden in den Hintergrund gedrängt. Keiner anderen Berufsgruppe steht so viel Urlaub zu. Wenn die Kinder der Lehrperson frei haben, hat auch die Lehrperson frei. Alle anderen Eltern müssen schauen, wo sie die Kinder in den 17 Wochen Ferien unterbringen. Von 38h/Woche sind die Hälfte aktive Unterrichtstunden. Sicher nicht alle Lehrpersonen benötigen die Differenz der Stunden für Vorbereitungen, Korrekturen und Sitzungen. Ab November sollen die Lehrpersonen kostenlos Bus und Bahn in Südtirol nutzen können. Das Personal der Privatwirtschaft hat diesen Vorteil nicht.
Die Entscheidung sich bei der Protestaktion zu beteiligen, liegt bei den Lehrkräften der einzelnen Schulsprengeln. Die Freundin meiner Tochter, welche einen anderen Schulsprengel besucht, macht diese Woche einen Herbstausflug. Meine Tochter darf keinen Ausflug machen. Wie soll ich dies meinem Kind erklären?
In meinem naiven Denken war ich überzeugt, dass der Lehrerberuf kein Beruf, sondern eine Berufung ist, wo der Schüler im Vordergrund steht. Ich dachte der Beruf wird gewählt, um den Kindern etwas beizubringen und sie ein Stück weit im Leben zu begleiten. Aber am Ende geht es immer nur ums Geld und nicht um die Kinder. Ich finde die Ausflüge sind für die Kinder wichtig, um soziale Kontakte zu knüpfen, wo unsere Kinder eh oft als „Smartphone“-Generation“ betrachtet werden. Auch sind die Ausflüge wichtig, um die Beziehung zur Lehrperson zu verbessern. Die Ausflüge stellen eine Abwechslung zum Schulalltag dar und die Schüler finden wieder mehr Motivation. Durch diese Protestaktion steigt der Frust der Schüler gegenüber den Lehrpersonen unwillkürlich.
Kaum ein Kind kann verstehen, dass diese Aktion nicht gegen die Schüler gerichtet ist.
Manche Lehrpersonen haben mitgeteilt, dass das Personal im Gastgewerbe besser bezahlt wird. Ich habe in der Schule gelernt, dass man nur Gleiches mit Gleichem vergleichen kann und nicht Apfel mit Birnen.
Das Personal im Gastgewerbe muss Wochenenddienste, Früh- und Spätdienste leisten und hat im Sommer kaum einen freien Tag. Ich finde, dass solche Vergleiche nicht angebracht sind.
Wie wir alle wissen, sind Gehaltsanpassungen für alle Berufssparten dringend notwendig und nicht nur für das Lehrpersonal. Schauen wir uns mal den Gehalt einer Verkäuferin oder einer Friseurin an. Wo kämen wir hin, wenn diese Berufsgruppen protestieren würden? Wer würde uns die Haare schneiden? Wer würde im Geschäft an der Kassa sitzen?
Es gäbe hier noch so viele Beispiele zu nennen…
Ich appelliere an alle Lehrpersonen diese Protestaktion zu überdenken, weil nun mal nur unsere Kinder und sonst niemand die „Leidtragenden“ davon sind. Es muss andere Mittel und Wege geben.
Liebe Lehrerin, lieber Lehrer an was erinnerst du dich aus deiner Schulzeit zurück? Sind das nicht die tollen Erlebnisse bei den Ausflügen?
Eine besorgte Mama (Name der Red. bekannt), im Namen vieler anderer Eltern

 

HAIKU - Gedicht
in Vinschger Dialekt:

Es leschte Mol a
Schneamilcheis – schun weiß die
hoachn Gipfl.

©Helga Maria Gorfer

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Leserbriefe 21-2025

Versteckte Kamera am Meraner Bahnhof?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Barbara Schöneberger am Meraner Bahnhof Kameras für die Sendung „Verstehen Sie Spaß“ installiert hat. Denn anders lassen sich die dortigen Vorgänge kaum erklären.
Ein paar Beispiele:
Am Dienstag, 16. September, fährt mein Zug aus dem Vinschgau mit leichter Verspätung um 11.45 Uhr in Meran ein. Eine Durchsage informiert uns, dass der Anschlusszug nach Bozen nicht – wie üblich – auf Gleis 4 wartet, sondern auf Gleis 1. Da die Zeit schon knapp ist, laufe ich mit Schwung zum Gleis 1. Wie ich gemeinsam mit anderen die Treppe hinaufhechle, höre ich schon das dreifache Piepsen für den geschlossenen und abfahrenden Zug. Und siehe da, wie ich als Zweiter des Sprintrennens den Zug erblicke, fährt er mir vor der Nase ab. Schlussendlich komme ich mit einer halben Stunde Verspätung in Bozen an.
Donnerstag, 18. September: Dieses Mal nehme ich einen Frühzug, um pünktlich zu einem Termin nach Sterzing zu kommen. Genug Zeit zum Umsteigen ist eingeplant – doch der Zug um 7.16 Uhr fällt schlicht aus. Ich wende mich an den Lokführer. Er erklärt, es habe ein Problem mit der Brandschutzanlage gegeben. Einen direkten Zug zum Brenner gibt es nicht – also Umsteigen mit Wartezeit in Bozen und Ankunft mit einer Stunde Verspätung.
Am 29.09. probiere ich erneut mein Glück. Dieses Mal komme ich um 14.15 Uhr von Bozen kommend am Bahnhof in Meran an. Das Gleis ist wiederum ungünstig: Der Zug fährt auf Gleis 1 ein, während der Anschluss nach Mals auf Gleis 5 startet. Also wieder Sprint – Treppe runter, Treppe rauf – leider wieder umsonst. Ich sehe den Hintern des Zuges, wie er sich gemächlich aus dem Bahnhof von Meran Richtung Vinschgau in Bewegung gesetzt hat.
Sollte meine Schöneberger-Theorie falsch sein, dann bleibt nur eine Feststellung: der Zugbetrieb am Bahnhof Meran ist der Beweis, dass mangelnde Koordination, keine Absprachen zwischen den Linienbetreibern und der fehlende Wille, den Fahrgast zu informieren und ihm weiterzuhelfen, auch als „öffentliche Dienstleistung“ durchgehen können.
Wenn jegliche Planbarkeit der eigenen Termine unmöglich wird, hilft auch das „Ruhig Blut“, wie von Erwin Bernhart in der letzten Ausgabe des Vinschgerwind propagiert, nicht weiter – das können nur jene predigen, welche die öffentlichen Verkehrsmittel nur von außen sehen.
Von den Verantwortlichen hört man Ausreden und Beschwichtigungen. Unternehmer wie ich, die auf öffentliche Verkehrsmittel setzen, werden nicht selten süffisant belächelt. Und, liebe Politiker/innen und Entscheidungsträger/innen: tröstet uns nicht mit der bevorstehenden Elektrifizierung, denn kundenfreundlichere Abläufe am Bahnhof Meran und im Vinschgerzug werden dadurch nicht von allein entstehen. Diese hätte man in den letzten 20 Jahren ohne großen Aufwand schaffen können. Geschehen ist in dieser Hinsicht jedoch gar nichts.

Walter Gostner, Mals.


Sozialarbeiter auf vier Pfoten – und jetzt Steuerzahler?

Die geplante Hundesteuer in Südtirol wirkt wie ein Lückenbüßer – ein politischer Schnellschuss, der mehr Hilflosigkeit als Klarheit zeigt und den Medien ein willkommenes Ablenkungsthema bietet. Dabei leisten Hunde längst mehr für diese Gesellschaft, als mancher Sitzungssaal je erträumt: Sie holen ihre Menschen aus der Einsamkeit, bringen sie an die frische Luft, fördern Bewegung, beugen Depressionen vor und sparen damit unserem Gesundheitssystem beträchtliche Summen. Kurz: Sie sind Sozialarbeiter auf vier Pfoten – ehrenamtlich, zuverlässig und ohne Bürokratie. Und nun sollen ausgerechnet diese stillen Helfer und ihre Halter zur Kasse gebeten werden. Ironischer geht’s kaum: Statt Anerkennung gibt es eine Rechnung. Hunde sind nicht das Problem, sondern Teil der Lösung – leise, treu und ohne Quittung zu stellen. Eine Steuer, die diese Arbeit bestraft, schadet am Ende nicht nur Hund und Halter, sondern uns allen.

Kofler Josef, Latsch


Zweisprachigkeitspflicht

Ein weiterer Beweis wie die italienischen Koalitionspartner der derzeitigen Landesregierung denken betreffend dem Recht zum Gebrauch der deutschen Muttersprache. Jetzt zeigt der Teufel, Orginalton Herr Zeller, den SVP-Größen Kompatscher, Stauder und Steger sein wahres Gesicht und Gedankengut, schon einmal wollte diese politische Gesinnung unserem Volk die Muttersprache verbieten, während des Faschismus unter der Herrschaft von Benito Mussolini. Das Recht auf unsere deutsche Muttersprache lassen wir uns von niemanden verbieten auch nicht von den Herren Bianchi, Galateo und Gleichgesinnten. Auch wenn das diesen Herren nicht gefällt, dann sollen sie wieder dorthin zurück kehren von wo sie gekommen sind, denn Süd-Tirol ist nicht Italien.
Elmar Karl Müller, Naturns


...diese Investitionen würden sich rentieren...


Letztes Mal wandte sich auf diesen Seiten eine besorgte Mutter in einem Leserbrief an die LehrerInnen, diese mögen von ihren Protestmaßnahmen absehen, es gehe ihnen doch gut. Auf den ersten Moment bin ich versucht, ihr zu entgegnen, dass auch der Lohn der Lehrer durch die Inflation geschrumpft ist und dass die Regierung keineswegs beabsichtigt, diesen Kaufkraftverlust voll auszugleichen. Hier geht es ihnen wie vielen Arbeitnehmern in Südtirol. Dabei sollte es die gesellschaftliche Norm sein, dass Arbeitnehmer einen vollen Ausgleich der Inflation erhalten. Und das werden wir so lange nicht erreichen, wie Arbeitnehmer sich gegeneinander ausspielen lassen.
Aber ich verstehe die Schreiberin des Leserbriefes: Keine Mutter wird es kalt lassen, wenn dem eigenen Kind etwas genommen wird. Kein Vater will sein Kind traurig und enttäuscht sehen.
Und doch möchte ich dazu einladen, die Situation von einer anderen Perspektive aus zu betrachten. Es geht nicht nur um Gehälter. Was wäre nämlich, wenn der Lehrerprotest Erfolg hätte? Dann bekäme die Schule mehr Geld. Dann hätten sehr unruhige Klassen öfter eine zweite Lehrperson im Unterricht. Die SchülerInnen könnten viel eher jene individuelle Förderung erhalten, die sie brauchen. SozialpädagogInnen könnten den Klassen tatsächlich genügend Zeit widmen, Schwächere besser unterstützt werden. Unterm Strich würden diese Dinge wiederum allen zugutekommen: Oft gehen SchülerInnen im Trubel unter, den nicht selten jene machen, die mit der Schule oder ihrem Alter nicht zurechtkommen. Viel Lernen, viel wertvolle Förderung entgeht Kindern und Jugendlichen in Unterrichtsstunden, die von Störungen durchsetzt sind.
Und ja, wenn auch die Gehälter anstiegen, würde Südtirol nicht noch mehr professionell ausgebildete, junge Lehrpersonen verlieren, die nach dem Studium in Nordtirol bleiben, wo sie schon lange weit besser verdienen.
All diese Investitionen würden sich rentieren, weil mehr junge Menschen mehr aus sich machen könnten, weil weniger von ihnen an sich oder ihrem Umfeld scheitern würden. Es würde einen Unterschied machen, für sie selbst, für ihre Mitmenschen, selbst für die Betriebe im Land. Kinder nicht optimal zu fördern können wir uns eigentlich gar nicht leisten.
Vielleicht wird es am Ende den Einsatz wert gewesen sein, den die SchülerInnen heute - unfreiwillig - zahlen: ein Jahr ihrer Schulkarriere ohne Ausflüge.
Tobias Lechthaler, Lehrer, Latsch


Liebe Eltern, was soll/muss Schule leisten?
Und was ist uns das wert?

Antwort auf den Leserbrief (Vinschgerwind Nr. 20 02.10.2025) einer besorgten Mama aus dem Schulsprengel Latsch:
Die besorgte Mutter aus dem Schulsprengel Latsch stellt einige Prozentzahlen in den Raum, die den Eindruck erwecken, die Lehrpersonen kriegten den Hals nicht voll. Betrachtet man allerdings die Situation im Detail ergibt sich ein ganz anderes Bild. Darauf möchte ich nun nicht genauer eingehen nur ein Beispiel: Verdoppelung der Außendienstzulage, WOW! Das Doppelte von 2,80 € ist wirklich viel!
Die besorgte Mama möchte nur Gleiches mit Gleichem verglichen wissen. Zu Recht! Wenn die Gehälter unterschiedlicher Berufsgruppen miteinander verglichen werden, so muss man der Gerechtigkeit und Transparenz halber auch den Ausbildungsweg mitberücksichtigen: Eine Verkäuferin, eine Friseuse... sind vom ersten Arbeitstag an pensionsversichert und erhalten ein Gehalt, wenn auch ein geringes. Eine angehende Lehrperson hat einen Ausbildungsweg von 10 Jahren zu absolvieren (5 bis zur Matura und 5 bis zum Master). 10 Jahre in denen sie kein Gehalt bezieht und nicht pensionsversichert ist. Selbst wenn eine Friseuse in dieser Zeit nur 1000 € brutto verdient, sind das 120.000 € brutto, während die Lehrperson zwar auch eine „Lehrzeit“ macht, aber eben nichts verdient sondern nur Spesen hat. Hier hinkt also der Vergleich der besorgten Mama schon gewaltig.
Zudem führt die besorgte Mama 17 Wochen Ferien ins Feld, toll! Fakt: Lehrpersonen stehen 30 Tage Urlaub zu. Die restlichen Schulferien sind unterrichtsfreie Zeit, das heißt aber nicht, dass Lehrpersonen da nicht arbeiten. Bereits vor ca. 20 Jahren wurde die Arbeitszeit der Lehrpersonen erhoben und es wurde nachgewiesen, dass Lehrerinnen nicht
weniger sondern im Durchschnitt eher etwas mehr als andere Angestellte arbeiten, trotz langer unterrichtsfreier Zeit. Die Arbeitsbelastung ist in diesem Beruf nur sehr ungleich übers Jahr verteilt. Das will aber niemand wahrhaben. Und ja, es gibt auch Kolleginnen, die weniger Zeit für allfällige Vor- und Nachbereitung usw. aufwenden. Dazu möchte ich mich nicht weiter äußern, nur so viel: Schlaumeier gibt es in jeder Berufsgruppe und auf jeder Ebene, leider ist es ihnen egal, dass das zu Lasten anderer geht.
Die besorgte Mama fragt außerdem, was wäre, wenn Friseusen oder Verkäuferinnen protestierten. Dafür hätte ich vollstes Verständnis! Jede Arbeit sollte angemessen entlohnt werden! Dabei ist auch der Ausbildungsweg zu berücksichtigen. Wollen sich die Arbeitnehmerinnen und Angestellten wirklich gegenseitig die Brosamen, die die Führungsriege ihnen zugesteht, streitig machen? Warum ging kein Aufschrei durch die Gesellschaft als im Frühjahr und Sommer über die Gehaltsanpassungen, Nachzahlungen usw. für Führungskräfte und daran gekoppelt die Politikergehälter berichtet wurde? Da ging es um Summen, die mehr als das Jahresgehalt einer Friseuse ausmachen. Sind die noch zu rechtfertigen? Womit? Mehr Arbeitszeit? Mehr Verantwortung?... Der Tag hat für alle 24 Stunden und die Verantwortung wurde bisher, in meiner Wahrnehmung, im öffentlichen Bereich nur selten wirklich eingefordert. Politiker und Führungskräfte sollen gut verdienen, dabei sollten sie aber stets das Gemeinwohl und die Verhältnismäßigkeit vor Augen haben.
Ich habe 29 Jahre an der Mittelschule Latsch unterrichtet und meine überwiegend positiven Erinnerungen sind manchmal an Ausflüge geknüpft, vor allem aber an Erlebnisse und Gespräche mit Schülerinnen und Eltern
im Schulalltag. Im Laufe der Zeit ist an der MS Latsch die Ausflugstätigkeit immer weiter angestiegen. Aus dem, was ein unterrichtsergänzendes Angebot sein sollte, leiten nun offensichtlich einige Schülerinnen und Eltern ein Recht auf Ausflüge ab. Diese Erwartungen sind zu hinterfragen. Ich stimme hier Landesschuldirektorin Frau S. Falkensteiner und Dir. S. Saurer voll und ganz zu: Es ist ein guter Zeitpunkt um viele Veranstaltungen und Erwartungen zu überdenken. Schule ist ein Ort des gemeinsamen Lernens, das jeden Tag in einem Klima des gegenseitigen Respekts und der Wertschätzung stattfinden sollte. Dazu können unterrichtsergänzende Tätigkeiten beitragen aber es gibt auch viele andere Aspekte.
Dem abschließenden Wunsch von Frau Dir. Saurer im Interview mit dem Vinschgerwind kann ich mich nur anschließen: Wir brauchen Zeit, Vertrauen und Wertschätzung... (Interview in derselben Ausgabe)
Maria Luise Muther, Lehrerin in Pension,
die sich nach wie vor für Schule und
Bildung interessiert

P.S. Es steht allen frei sich für diesen Beruf zu entscheiden. Wenn er so attraktiv ist, warum machen das nicht mehr Menschen? Es ist ein schöner aber herausfordernder Beruf!


HAIKU – Gedicht

Beim Nachlesen* -
fremde Sprachen zwischen
Apfelbäumen.
*das Entnehmen letzter Früchte

©Helga Maria Gorfer
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Leserbriefe 22-2025

Stimmt, Schatz...
Ich habe Kinder in verschiedenen Schulstufen.


Meine Kinder sind von Anfang an gerne zur Schule gegangen.
Das ist jetzt nicht mehr so einfach. Ihnen wurde durch das Streichen von Ausflügen und Wahlfächern so viel genommen und kaputt gemacht, dass es mir im Herzen weh tut. Sie sind nicht mehr mit derselben Motivation engagiert, haben viel von dem natürlichen Vertrauen und Respekt, den sie immer in die Lehrpersonen hatten verloren. Welche Vorbildfunktion hat das Verhalten der Lehrer in diesem Moment? Was sollen Schüler denken, wenn die Lehrperson vor der Klasse schimpft, dass ihre Zunft von der Politik erpresst und Drohungen ausgesetzt ist? Was sollen Schüler denken, wenn sie in der Zeitung lesen, das kein Lehrer Spaß an Ausflügen hat? Und dann gibt es noch die Lehrpersonen, die behaupten, sie hätten nicht bemerkt, dass die Schüler unter der Streichung der Ausflüge leiden würden… Vielleicht sollte man sich da fragen, ob das nicht Angst davor sein könnte, dass Meinungsäußerung zu Konsequenzen führen könnte? Genau gleich steht es mit der Meinung der Eltern. Und wer glaubt, dass wirklich ALLE Lehrer hinter diesem Streik stehen? Ich nicht. Es ist eine Massenpsychose, eine kollektive Gehirnwäsche, ein Gruppenzwang…wer aufwacht, wird sich nicht so leicht äußern, denn wie würden da die Kollegen darauf reagieren? Besonders eines meiner Kinder ist sehr sensibel. Es wirkt zunehmend trauriger, unmotivierter und unkonzentrierter, sodass es auch den Lehrern inzwischen aufgefallen ist. Und wenn mein Kind von der Schule heimkommt und erzählt, dass eine Lehrperson im Unterricht über die Politikergehälter im Vergleich geschimpft hat, sorry, aber dann war meine Antwort „Stimmt Schatz, die sind auch unverschämt, aber Maßlosigkeit und Neid haben noch nie Gutes bewirkt.“
Eine Mutter (Name der Redaktion bekannt)


„Meran ist eine Millionenstadt...“


Eine für mich unliebsame Erinnerung beim Umsteigen am Bahnhof Meran, jährt sich demnächst. Jedes Jahr nutze ich die Vorweihnachtszeit für einen Besuch meiner Freunde im Pustertal. Die gut dreistündige Fahrt begann mit dem Zug mit Abfahrt in Naturns um 7.50 Uhr, Ankunft in Niederdorf 11.00 Uhr. Der Zug von Mals war pünktlich in Meran, der Anschlusszug Meran-Brenner (mit 3 Min. Umsteigezeit) war nur über die Unterführung erreichbar, am Bahnsteig oben angekommen... Alternative: Zurück nach Hause oder eine Stunde warten, ich wartete auf den nächsten Zug. Während der Fahrt überlegte ich, soll ich meinen Ärger mittels Leserbrief los werden oder nicht? Jedoch, die vielen unliebsamen Missstände, welche immer wieder Bewunderung abverlangen, wären ausreichend für täglich einen Leserbrief. Alsodann versuchte ich mit Humor und Fantasie den Zwischenfall für mich Schönzureden. Meran ist eine Millionenstadt, mit entsprechend hoher Zahl an Zugfrequenzen Richtung Bozen und Vinschgau, das gibt Anlass für Nachsicht und schließlich können es sich die Verantwortlichen leisten, Bahnbenützer, auch jene im fortgeschrittenem Alter, durch die Unterführung zu hetzen, während man im wohlklimatisiertem Büro vor dem PC sitzend, vermutlich mit fettem Gehalt, Stolz zu sein über großartige Leistungen. Fazit, fehlerfreies Arbeiten gibt es zwar nicht, es gäbe aber einen guten Willen mit weniger Fehlern.
Nächstes Thema: Nachhaltige „Fahrradmobilität“. An Interesselosigkeit sowie Gleichgültigkeit für Fahrradwege – so mein Eindruck – scheint es in unserem Land zuweilen nicht zu mangeln. Nicht nur, dass man mittels Email an das betreffende Amt der Landesregierung um Auskunft bittend, keine Antwort erhält, auch von den zuständigen Abteilungen der Bezirksgemeinschaften ist bei telefonischer Nachfrage mitunter Interesselosigkeit kaum überhörbar. In den vergangenen Jahren wurde z.B. mit hohem finanziellen Aufwand der dringend notwendige Radwegabschnitt Göflan-Holzbrugg errichtet und nach leider nicht allzu langer Zeit für ca. ein Jahr geschlossen. Ebenso in meiner Heimatgemeinde Naturns, der Radwegabschnitt zwischen Tschirlander- und Winterbrücke (beim Bahnhof Naturns). Dieser zwar kurze Teil des Radwegs, ist seit Frühjahr total unterbrochen und die vielen tausend Radler und Radtouristen müssen durch das Dorf umgeleitet werden, nicht besonders angenehm bei dem stets zu hohen motorisierten Verkehrsaufkommen.
Zur Aufklärung: Der Vinschger Radweg ist Teil des zweitwichtigsten europäischen, länderübergreifenden Fernradweg mit dem bedeutend klangvollen Namen „Via Claudia Augusta“. Und dieser wird jährlich von tausenden Radreisenden, mit Destination Südtirol, Gardasee, Venedig usw. befahren. Dass man also Radwegabschnitte während einer gesamten Saison schließt, ist für ein Tourismusland wie Südtirol beschämend. Man könnte auch geneigt sein anzunehmen, wie minderwertig oder überflüssig das Fahrrad – ohne Lärm und Abgase – von manchen Volksvertretern betrachtet wird, jedoch für bewährte Selbstglorifizierungen ist der angebliche Willen stets Willkommen.
Walter Pöder Naturns


Wird am Gericht Recht gesprochen?


Kürzlich ist das Trennungsurteil der 1. Instanz vom Oberlandesgericht bestätigt worden, dass ich nach 30 Jahren Ehe mit 3 Kindern keinen Unterhalt „brauche“. In der 27seitigen Begründung des Urteils wird mit keinem Wort erwähnt, dass ich meinen Mann während des Studiums und bei seiner Karriere mit Überstunden, Fortbildungen, Vorträgen und schlimmen Krisen immer unterstützt und den Rücken frei gehalten habe. Ich habe das Familienleben mit 3 Kindern mit allem was dazu gehört mit Hilfe v. a. meiner Mutter neben meiner Teilzeitarbeit weitgehend alleine organisiert und zum Teil finanziert, was alles mit schriftlichen Unterlagen bewiesen wurde. Auch das ärztliche Zeugnis, in dem bestätigt wird, dass ich nicht mehr in Vollzeit und Nachtdiensten arbeiten kann, dass ich demzufolge eine niedrigere Rente bekomme – all das wurde nicht berücksichtigt. Zu all dem kommt noch dazu, dass mir die Prozesskosten in voller Höhe angelastet wurden! Ist das Rechtsprechung? Das ist pure Arroganz, in der Frauen als Mütter und Hausfrauen, Kinder und Schwächere unserer Gesellschaft aller Menschenwürde beraubt werden, Opfer müssen sich rechtfertigen und Täter werden frei gesprochen…
Ich appelliere an unsere Politikerinnen auch mal da hinzuschauen!
M. Zwick, Schlanders


Des Einzelhändlers Aufgaben


Trotz unaufhaltsamen Wachstum des online-handels, gelingt es Einzelhandelkaufleuten, immer wieder aufs Neue, Kunden zu begeistern. Kunden neugierig zu machen und diese mit steten Bemühungen auf verschiedenen Ebenen, zu halten.
Um interessant zu bleiben, bedarf es allen voran natürlich, einer adäquaten Auswahl der angebotenen Produkte. Weiters bedarf es, einen gewissen Mut und Weitsicht der Einkäufer:innen, auch mal unkonventionelle Teile zu ordern. Vor allem, um sich hiermit speziell und auch wohltuend zu unterscheiden vom großen, üblichen Einerlei an allen Ecken und Enden. Wenn dann eine kompetente und dennoch angenehm zurückhaltende Beratung beim Einkauf gegeben ist, so hat die Kauffrau-mann ihre Hausaufgaben gut erledigt. Um all dies, kontinuierlich am Laufen zu halten, benötigt es natürlich treue Stamm- und auch Neukunden. Diese spielen nämlich eine zentrale Rolle in der lokalen Wirtschaft, durch ihren Besuch in unseren Geschäften vor Ort. Somit können wir großen Einkaufszentren, sowie auch dem online Handel durchaus etwas entgegenhalten. Nicht immer, aber vielleicht immer öfter. Es liegt an uns.
Claudia Leoni-Pinggera, Latsch

Leserbriefe 23-2025

Ob ich alle Bräuche brauche?


Freitag, der 31. Oktober - abends. Wir sitzen beim Abendessen, als jemand lange an unserer Haustür läutet. Wir hören Gelächter. Da unsere ältere Tochter (5) sich vor Gruselgestalten fürchtet, entscheiden wir uns die Tür nicht zu öffnen, um den Halloweenfans zu erklären, dass wir bei diesem Brauch nicht mitmachen und es bei uns keine Süßigkeiten gibt. Es wird wiederholt übertrieben lange geläutet, bis beide unsere Töchter (5 und 3) weinen, weil es ihnen zu laut ist und sie nicht verstehen was vor sich geht. Schließlich hören wir Schritte, die uns sagen, dass unser Besuch nun wieder geht. Am Ende noch ein kurzes, eigenartiges Geräusch. Nachdem sich unsere Mädels wieder beruhigt haben, gehen wir vors Haus. Schon beim Öffnen der Tür, sieht und riecht man bereits den Abschiedsgruß. Eiermasse rinnt an der Haustür herab und ist wunderbar über unseren Eingangsbereich verspritzt. An den darauffolgenden Tagen erfahren wir durch Gespräche mit Nachbarn, dass auch bei ihnen diese lieben Grüße verteilt wurden. Keiner von den Betroffenen fand es lustig. Jeder, der jetzt einwenden möchte es ist nur ein Scherz. – Bitte an der eigenen Hausmauer und Tür versuchen.
Es steht jedem frei die verschiedensten Bräuche zu pflegen. Wir haben nichts gegen das Verkleiden. Auch steht es den Gruselfans gerne zu ihr Glück an jeder Tür zu versuchen, indem sie dort läuten. Wir werden unseren Kindern das Verkleiden zu Halloween nicht verbieten, wenn sie in dem Alter sind und das möchten. Was wir ihnen aber bereits jetzt versuchen beizubringen ist, dass man das Eigentum von anderen Personen respektiert und dass die mutwillige Beschädigung Konsequenzen hat.

Melanie Unterholzner & Johannes Kaserer

 


 

Ernennung nicht irgendwann, sondern sofort!


Der Südtiroler Seniorenbund schlägt Alarm: Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Landesgesetzes „Aktives Altern“ (Nr. 12 vom 6. Oktober 2022) ist die im Artikel 14 vorgesehene Einrichtung einer Seniorenanwaltschaft immer noch nicht umgesetzt worden.
Am 28. Oktober fand in Bozen die Sitzung des Südtiroler Seniorenbundes statt – unter dem Vorsitz von Otto von Dellemann und mit den Vorsitzenden von 18 Organisationen und Verbänden, die in Südtirol im Seniorenbereich tätig sind. Hauptthema war der seit Jahren ausstehende Seniorenanwalt.
Die Vertreterinnen und Vertreter des Seniorenbundes waren sich einig: Die Ernennung des Seniorenanwalts darf nicht länger hinausgezögert werden! In einem einstimmigen Beschluss fordern sie die sofortige Einsetzung einer unabhängigen, eigenständigen und weisungsfreien Seniorenanwaltschaft, die den Rechten, Anliegen und Bedürfnissen älterer Menschen endlich die notwendige Stimme gibt. Die/der Seniorenanwalt/in muss – analog und gleichgestellt mit der Kinder- und Jugendanwältin – mit klar definierten Kompetenzen ausgestattet sein. Er/Sie soll unabhängig und nicht weisungsgebunden agieren, als direkte Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren dienen und umfassend tätig werden, insbesondere bei Konflikten mit Angehörigen, in Fragen der Betreuung und Pflege, bei Problemen in Seniorenwohnheimen oder mit Behörden.
Der Südtiroler Seniorenbund fordert auf, unverzüglich zu handeln und die/den Seniorenanwalt/in zu ernennen. „Die ältere Generation verdient Respekt, Schutz und eine starke Stimme. Jetzt ist es höchste Zeit zu handeln – nicht irgendwann, sondern sofort!“
Otto von Dellemann
Vorsitzender Südtiroler Seniorenbund

 


 

Verkehrsinseln sollten frei bleiben!


In Vetzan wurde kürzlich auf einer Verkehrsinsel ein Kunstwerk installiert – eine schöne Idee, die den Ort bereichern soll. Ohne den künstlerischen Wert in Frage zu stellen, sollte man jedoch auch an die Verkehrssicherheit denken. Verkehrsinseln haben einen klaren Zweck: Sie regeln den Verkehr und schützen die Autofahrer. Werden sie mit Monumenten oder Kunstwerken bebaut, können sie leicht zur Gefahr werden. Vor zwei Wochen In Asiago kam es tragischerweise zu einem Unfall, bei dem drei junge Menschen starben, nachdem ihr Auto gegen einen Brunnen auf einer Verkehrsinsel prallte; ohne Brunnen vielleicht würdes sie noch leben! Noch ein Beispiel: Vor einiger Zeit In Latsch hat ein Autofahrer in der Nacht die nur mit Blumen geschmückte Verkehrinsel überfahren, das Auto wurde schwer beschädigt, doch der Lenker blieb unverletzt. Vielleicht sollte Kunst dort stehen, wo sie sicher bewundert werden kann – auf Plätzen, in Parks oder in Fußgängerzonen. Verkehrsinseln dagegen sollten frei und übersichtlich bleiben, damit sie tun können, wofür sie gedacht sind: Sicherheit geben, nicht ablenken.
Beppe Calanducci, Schlanders

 


„Die olte Keschtnpfonn


s12 kastanienDr Summr isch iatz ummr,
die reifn Igl kugln vo die Bam,
plotzn au und aussr kemmn
gold-braune Keschtn, groass und kloan.
Die Naandl in dr Herbstsunn‘ sitzt
und an haufen Keschtn ritzt.
In Kuchlherd isch schun a Gluat
und wenn‘s Fuir nãr schian brennen tuat,
weard unmol in Johr verwendet dann,
dia kohlrabn-schwarze Keschtnpfann‘!
Franz Angerer Kortsch


Weg zu den „Schweinböden“


Zu die „Schweinbödn“ weard a Weg gebaut,
der an Toal von sensibler Natur versaut.
Vor Johrn hot man den nit bauen glossn,
und iaz decht wiedr, i konn´s nit fossn.
Wer braucht den Weg, wer will den hobn,
dass man muas den holbn Berg umgrobn?
Wer hot des genehmigt, wos isch do passiert,
odr hot do jemand epes drfür kassiert?
I will´s nit hoffn, weil sel war nit legal.
Odr isch ihmene die Natur schlicht egal?
Bleib zu hoffn, es weard nit sou schlimm
und dass i decht nu zu fuaß aui kimm.
Und die Moral von der Gschicht:
I brauch den Weg sichr nicht.
Norbert Kofler, Prad


HAIKU – Gedicht

Leichter Frost im Tal –
glitzernd verdampft er
auf Schafrücken.

©Helga Maria Gorfer

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Leserbriefe 24-2025

Disco Fix - Quo vadis ??


Disco Fix in Laas ist immer noch zu. Zuerst wegen Bau eines Recyclinghofes, jetzt wegen Lawinenschutz. Bereits seit Jahren hören wir nur Ausreden. Wir Junge müssen bis nach Meran oder Brixen fahren. Der Vinschgau ist total uninteressant für junge Menschen. Warum ist dafür niemand zuständig?
Name der Redaktion bekannt

 


Eine Mutter gibt nicht auf


Habe alle lieb und verbreite nichts Böses.
Manches mal wünsch ich mir ein Herz aus Stein,
dann müsste ich nicht weinen, habe das Herz nicht aus Stein!
Nur wer die Ehrlichkeit kennt, kann alle Lügen verstehen.
Wer Gefühle nicht kennt, kann nicht glücklich sein.
Liebe Töchter ???, dann muss ich nicht schreiben Danke.
Schätzt eure Mama, Mutti und Mami so wie in den vielen Jahren
so liebe und glückliche Zeit.
Das tägliche Gebet trägt Mama verbunden mit Euch allen.
Mit Kraft und Segen im Gedenken
Rosmarie Gander


Neues Gesetz zur Anwendung von Pestiziden

Sang- und klanglos ist im Landtag vergangene Woche das Gesetz Nr. 51/25 mit dem Titel „Bestimmungen im Bereich Pflanzenschutz“ verabschiedet worden. Das in diesem Bereich geltende Landesgesetz Nr. 8/2016 wurde außer Kraft gesetzt.
Der Dachverband für Natur und Umweltschutz sieht dieses Gesetz als letzten Schachzug von LR Luis Walcher an, jegliche Mitsprache und Initiative von Seiten der Bürger*innen beim Einsatz und Verwendung von Pestiziden zu unterbinden. „Ein zweites „Wunder von Mals“ darf es wohl nicht geben!“, so bringt Peter Gasser, Vizevorsitzender des Dachverbandes, seine Enttäuschung über den schmalen Inhalt des Gesetzes zum Ausdruck. Zu sehr hatte das Vorhaben der Malser an den Grundfesten der konventionellen Landwirtschaft gerüttelt.
Zur Erinnerung: die Gemeinde Mals hatte über eine Volksbefragung den Weg gestartet, eine „pestizidfreie“ Gemeinde zu werden. „Es fällt auf, dass im Gesetz ausschließlich von „Pflanzenschutzmitteln“ die Rede, eine Verharmlosung des Ausdrucks „Pestizide“, der treffender ist, und bei dem Menschen hellhörig werden“ so Gasser.
Laut neuem Gesetz ist die Landesregierung – de facto der Bauernbund – über einen eigenen Pflanzenschutzdienst oberster Gebieter und Wächter in Sachen Pflanzenschutz. Den Gemeinden wurden jegliche Möglichkeiten entzogen, auf eigenem Gebiet Regelungen in Bezug auf die Ausbringung von Spritzmitteln und die Abdrift beim Sprühen zu treffen. Ihnen wird lediglich die – unliebsame und aufwändige – Aufgabe zugeschreiben, allfällige Verwaltungsstrafen zu verhängen und einzuheben.
„Wo bleibt das Bekenntnis des Landeshauptmanns, sich dem Natur- und Umweltschutz verpflichtet zu fühlen?“, so Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Dachverbandes. Eine etwas tiefer gehende Regelung wäre angebracht gewesen. Die Problematiken der Abdrift und der Ausbringung von Spritzmitteln ist zwar durch eine EU-Richtlinie und den Nationalen Aktionsplan zur Nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln geregelt, die in Südtirol direkt anwendbar sind.
Doch haben wir in Südtirol eine sehr kleinstrukturierte Landwirtschaft, die teilweise bis in die Ortszentren geht und häufig an Spielplätze, Schulhöfe und Altersheime grenzt. Die Abdrift beim Spritzen kann deshalb sehr problematisch werden. Eine klare Bezugnahme dazu im Gesetz wäre wünschenswert gewesen. Ebenso die Möglichkeit, dass Gemeinden selbst Regelungen treffen können. Vor allem wäre es ein Zeichen dafür, dass unseren politischen Vertretern die Gesundheit ihrer Bürger:innen auch diesbezüglich ein Anliegen ist. Die zeitgleich verbreitete Nachricht, dass die Biolandwirtschaft in Südtirol weiterhin potenziert werden soll, was sehr lobenswert ist, macht diesen Makel auch nicht besser.

Dachverband für Natur- und Umweltschutz

 


HAIKU – Gedicht

Es schneit – am Fuji
jetzt die weiße Spitze ins
Origami falten.

©Helga Maria Gorfer

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Leserbriefe 25-2025

„Intelligenz“


Erst kürzlich bei der Fernsehsendung „Privat“ mit Markus Frings, stellte Frings verschiedene Fragen an den ehemaligen Landesrat Michl Laimer. Dieser erklärte, dass er in seiner Amtszeit als Landesrat für Umwelt viel Sinnvolles eingeführt hat. So z.B. Klimahaus, Fernheizwerke, Mülltrennung, Abwasserreinigung, Photovoltaik u.s.w. Leider wissen heute viele Bürger nicht mehr, dass diese wichtigen Errungenschaften vom damaligen Landesrat Laimer eingeführt wurden. Er erklärte u.a., dass nur der Mensch mit seiner „Intelligenz“ seinen Lebensraum zerstört, weil seine unersättliche Gier so groß ist. Bei der Raumordnung werden bei jeder Sitzung der Landesregierung durch die Bauleitplan-Abänderungen unsere begrenzt verfügbaren Flächen immer weiter verbaut. Nach Laimers Verständnis müsste viel mehr verdichtet und in die Höhe gebaut werden. Ich denke mir, wenn das so weitergeht mit der Verbauung, dann haben wir in einigen Jahren mit Bozen, Umgebung und Leifers eine zusammengewachsene Großstadt. Genauso wird es eine zusammengewachsene Großstadt Meran-Burggrafenamt geben. Da Herr Michl Laimer nicht mehr in die Landespolitik zurückkehren will, könnte die Landesregierung solche erfahrene Personen zumindest als Berater miteinbeziehen!
Gögele Ernst, Plaus

 



50 Jahre Wohnbauzone


Im Jahre 1972/73 hat der damalige Bürgermeister Albert Flora die erste Zone mit Weitsicht in der Gemeinde Mals in Tartsch ausgewiesen. Es war auch wahrscheinlich die erste Zone im oberen Vinschgau die als geförderte und freie Zone ausgewiesen, um junge Familien zu helfen. Am 01.05.1975 wurde der erste Spatenstich in der Zone in Tartsch gesetzt. in der Zone waren 55% freie Zone & 45% geförderter Wohnbau. In der freien Zone wurde mit dem Bauen begonnen und am 1. Mai 1975 ist der Bagger aufgefahren. Die Bauherren waren Stocker R., Paulmichl M. und Punter J.. Ich habe damals in der Schweiz gearbeitet und habe alle drei Einreichpläne abends gezeichnet und geplant. Die Einreichpläne unterschrieben und die Statistik gemacht hat der damals einzige Bauingenieur im Obervinschgau Ing. Walter Reinstadler aus Sulden.
Es waren damals in dieser Zone, sei es in der freien Zone, oder im geförderten Wohnbau, nur Einheimische der Gemeinde Mals, die gebaut haben bzw. zum Zuge kamen. Es war die erste Zone in Mals/Tartsch. Wenn diese Zone nicht ausgewiesen worden wäre, wären in Tartsch heute gleich viele Einwohner wie in Planeil. Wir ersten drei haben in der freien Zone gebaut.
Albert Flora war damals der jüngste Bürgermeister von ganz Südtirol. Diese Zone heißt „Schetzes“. Wir haben damals im Grünen gebaut. Es waren alles Obstwiesen und Wiesen. Einen Apfelbaum gibt es noch von damals. Der Bürgermeister Flora hat damals geschaut, dass nur Einheimische in der Gemeinde bauen können und nicht abwandern. In der Zwischenzeit bis heute 2025 sind noch 4 Bauzonen ausgewiesen worden bis jetzt konnten nur Einheimische bauen. Hoffen wir, dass in der letzten Zone auch nur Einheimische Wohnungen kaufen können und im geförderten Wohnbau nur Einheimische von der Gemeinde Mals zum Bauen kommen werden. Die Zone ist schon vor 20 Jahren als Bauzone ausgewiesen worden, aber der grüne Bürgermeister Ulrich Veith hat nicht weiter gemacht, dafür sind etliche junge Familien in andere Gemeinden abgewandert. Das sind Schäden, die nicht zu verantworten sind. Der erste Spatenstich ist jetzt im Oktober gefallenen vom Unternehmer Mair Klaus. Die Infrastruktur wurde angefangen.
Die Untertunnelung in Tartsch ist auch geplant. Die ist aber noch zu verwirklichen. Hoffentlich wird ist schon noch gemacht werden.
Matthias Paulmichl, Tartsch

 


 

Beton gegen Klimaziele


Das vergangene Jahr 2024 war global das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Es zeichnen sich ökologische und wirtschaftliche Schäden ab, welche um ein Vielfaches höher sein werden als die verbliebenen kurzfristigen Vorteile der aktuellen Wirtschaftsweise. Die Natur lässt nicht mit sich verhandeln. Politik und Privatwirtschaft machen aber im wesentlichen weiter wie bisher. Dies gilt für alle Südtiroler Hauptwirtschaftszweige. Auch für den Bausektor, welcher in unserem Land für rund 50% des Energieverbrauchs und für rund 50% für den Ausstoß der Treibhausgase verantwortlich ist. Die zunehmende Verwendung von Stahlbeton ist in höchstem Maße klimaschädlich. Allein die Herstellung von Zement und Stahl benötigt einen enormen Energieaufwand. Dazu verwendet die Industrie mehrheitlich fossile Brennstoffe. Hinzu kommt die Umweltbelastung durch die weiten Transportwege.
Dem gegenüber verfügt unsere heimische Holzwirtschaft über beachtliche Mengen an ungenutztem Bauholz. Wir sind von Wäldern umgeben, welche eine regelmäßige Abernte und künftig eine neue Baumvielfalt verlangen würden. Aufgrund der mangelnden lokalen Nachfrage jedoch überaltern die Nutzwaldbestände und fallen irgendwann dem Windwurf, Schneedruck und Borkenkäfer zum Opfer. So erfolgt ein Preisverfall, der es unseren Waldbesitzern unmöglich macht, ihren wertvollen Rohstoff gewinnbringend zu ernten.
Wer sich die Baustellen in der eigenen Umgebung ansieht, kann feststellen, dass in den letzten Jahren Stahlbeton massiv bevorzugt wird, während der heimische Baustoff Holz bestenfalls dekorativ verwendet wird, um Stahlbeton zu verdecken.
Historische Gebäude bezeugen hingegen die ausgezeichneten Baueigenschaften von Holz, Stein, Kalkmörtel, Lehm, Stroh usw. Die Fürstenburg etwa steht heute noch. Neben ihr jedoch ein Beispiel gröbster Fehlentscheidung: Das neue Stahlbeton-Heim beherbergt viele junge Waldbesitzer, denen tagtäglich vor Augen geführt wird, wie wenig ihr Wald geschätzt wird. Ein anderes modernes Mahnmal, bei dem öffentliche Bauherrn mit dem schlechtest möglichen Beispiel auffallen, ist das in Beton errichtete Naturparkhaus in Naturns. Nicht weit davon entfernt der neue Kindergarten, ebenfalls aus Beton, welcher dann jene junge Generation aufnimmt, die künftig die leidtragende dieser umweltschädigenden Baupolitik sein wird. Als Bauherrin zeichnet eine seit 2017 deklarierte KlimaGemeinde Silver.
Obgenannte und viele ähnliche Fehlentscheidungen hierzulande sind weder mit KlimaGemeinde noch mit dem Klimaplan Südtirol vereinbar und im Sinne des Naturschutzes nicht mehr zu rechtfertigen.
Die Umweltschutzgruppe Vinschgau appelliert an die Landespolitik, an Gemeindeverwaltungen und Baukommissionen, deren Baupolitik rasch und gründlich umzugestalten und sich von diesem ungebremsten Einsatz von Beton zu verabschieden. Die Zeit drängt. Umwelt schonende und heimische Baustoffe müssen konsequent bevorzugt werden. Dafür trägt die öffentliche Verwaltung eine besondere Verantwortung. Sie verwalten unsere Steuergelder und sind zu deren vorbildlichen Verwendung verpflichtet. Dann werden auch private Bauherren, Planungsbüros und Baustoffhandel nachziehen und im Sinne von Wohnklima und Weltklima arbeiten.

Umweltschutzgruppe Vinschgau



Leserbriefe 3-2026

DEMOKRATIEFRAGE

Der Leitartikel zur Demokratie hat es in sich. Es geht nicht etwa um ein Luxusproblem im wohlhabenden Land Südtirol, sondern um die Frage, wieviel Demokratie und welche Demokratie wir brauchen, um breit aufgestellt und widerstandsfähig zu sein gegenüber Phänomen wie Trump, Orban usw.. Der Initiative für Demokratie und allen Verbänden, die sich um eine Weiterentwicklung der Südtiroler Politik bemühen, gebührt unsere Wertschätzung. Was heutzutage an Abbau von Bürgerrechten und Demokratie in einigen Ländern passiert, besorgt uns zu Recht. Sogar in Ländern, in denen die Demokratie gefestigt schien, gibt es gefährliche Rückschritte. Deshalb ist es notwendig und höchsteZeit, unsere Demokratie vor Ort zu verbessern und auszubauen. Wenn wir, das Volk der Souverän sind, wie es in der Verfassung steht, dann müssen wir auch die Möglichkeit haben, als souveränes Volk Entscheidungen zu treffen. Nicht immer, nicht andauernd versteht sich, aber immer dann, wenn wir es als notwendig und wichtig erachten. Worüber Politiker entscheiden dürfen, muss im Prinzip auch das Volk entscheiden können. Ganz besonders dann, wenn es um die Spielregeln unserer Demokratie geht, um jene Gesetze also, mit denen Wahlen und Abstimmungen geregelt werden. Entweder dem souveränen Volk ist die Möglichkeit gegeben, die Prinzipien und Regeln des eigenen Zusammenlebens selbst zu regeln, oder es ist nicht Souverän, sondern Untertan. Die Verfassung wurde schließlich und selbstverständlich auch vom Volk direkt beschlossen, von dem alle Macht ausgeht.

Josef Gruber aus Mals

 


 

Rosina Spiess hat mit 91 Jahren diese Welt verlassen und am 28. Jänner 2026 wurde sie im Rahmen einer schönen Begräbnisfeier in Taufers im Münstertal verabschiedet. Rosina hat ihr letztes Gedicht ausdrücklich dem Vinschgerwind zur Veröffentlichung hinterlassen. Gerne Rosina:

„Nach meinem Tod für den  Vinschger Wind“


Ibrgong!
Dr Kopf derdenkt`s nimmermea
S`Herz tuat wea, koane Zachern mea
Ma schintatse durch di Nocht
Schtund um Schtund kimmp aff koan Grund,
durchforschtet deis Leben,
deisma muaß zruckgebm
Oubma oam verzeicht?
Oub oanr di Hont oam reicht? Oubma dia ountrifft, wou vour oam sein gongen?
Oub dia oam umorman, odr obma muaß bongen?
Odr oubma durch a brennate Londschoft wondelt,
weilma in Lebm it olm richte hot kondlt?
Es isch nou nia oanr heekemman,
um eppas z`berichtn, ma mogg lei
bereit sein und seine Sochn zommrichtn,
norr weartma taase, nimmp
Ounfong und End und legg’s
gonz demiate in Herrgott int Hänt!
Mei lescht`s Gedicht
Rosina Spiess“

 


 

Reinigungsdienste im Krankenhaus Schlanders werden ausgelagert


Immer wieder suchen Menschen in belastenden Situationen das Gespräch mit verantwortlichen Politiker/innen unseres Landes, in der Hoffnung auf Hilfe. Leider können manche Dinge nicht geändert werden, da bereits Entscheidungen getroffen worden sind, auf denen sie keinen Einfluss haben. So ist es auch bei dieser Begebenheit, welche sich unbemerkt vor den Augen unserer Bevölkerung vollzieht. Einige Personen, welche als soziosanitäre Hilfskräfte, einfacher ausgedrückt als Reinigungskräfte, im Krankenhaus von Schlanders arbeiten, haben sich an Frau Rieder vom Team K gewandt, um ihrer Enttäuschung und ihrem Unmut Luft zu verschaffen. Es geht darum, dass Reinigungskräfte, die in Pension gehen, nicht mehr ersetzt werden und fehlende Stellen von einer externen Reinigungsfirma abgedeckt werden. Auf dieses Gespräch hin hat die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder eine Anfrage an den Sanitätslandesrat Dr. Messner formuliert, wobei dieser in seiner Antwort bestätigte, dass es so geregelt ist: „Die Reinigungsdienste in den Krankenhäusern Meran und Schlanders werden zukünftig nicht mehr von eigenem Personal, sondern von der Firma Markas durchgeführt“.
Machen wir uns bewusst, dass damit sichere Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst ausgelagert und an eine private Firma vergeben werden, was bedeutet, dass sich diese Tätigkeiten in den Niedriglohnbereich verlagern. Besonders bedenklich ist, dass ein sensibler und systemrelevanter Bereich wie die Krankenhausreinigung ganz still und leise, ohne Ankündigung vollkommen privatisiert wird. Traurig, dass der öffentliche Dienst hier eine Entscheidung getroffen hat, die bemerkenswerte Nachteile für die Arbeitnehmer/Innen bzgl. Rechte, Schutz und Wirtschaftlichkeit bringen, meist betreffen diese Frauen und Familienmütter mit geringer schulischer Ausbildung. Da übt die öffentliche Hand eine Vorbildfunktion in negativem Sinne aus.
Von denen, welche derzeit im Krankenhaus den Aufgabenbereich der Reinigung innehaben, werden noch mehr Einsatz, Flexibilität und Entgegenkommen erwartet, was potentiell einen Nährboden für Überforderung, Ängste, Missgunst darstellt und somit einem guten Arbeitsklima entgegenwirkt.

Dorothea Kurz in Zusammenarbeit mit der Landtagsabgeordneten Maria Elisabeth Rieder

 


 

Südtiroler Veranstaltungen in Gefahr


Ohne klare Strategie droht ein Kahlschlag der Eventkultur
Die jüngsten Absagen bedeutender Sportveranstaltungen in Südtirol – vom Reschenseelauf bis zum Dolomiti Superbike – zeigen ein alarmierendes Bild. Der Reschenseelauf wurde nach 25 Jahren wegen Bürokratie, steigenden Risiken, fehlender Freiwilliger und mangelnder Unterstützung beendet.
Alex Ploner, Landtagsabgeordneter und ehemaliger Präsident der Südtiroler Eventdienstleister, warnt eindringlich: „Mit jedem Event, das eine lange Tradition hat und nicht mehr durchgeführt wird, verlieren wir ein Stück Südtiroler Identität. Wir riskieren, dass eine ganze Eventkultur ausstirbt. Nachwuchs der Verantwortung übernimmt lässt sich nur noch schwer oder überhaupt nicht mehr finden. Ich fordere schon seit Jahren, dass man sich gemeinsam Gedanken über die Südtiroler Eventkultur machen muss. Wir brauchen eine Event-Strategie und kritisiere, dass mein Vorschlag, eine solche zu erstellen, im Landtag von der politischen Mehrheit abgelehnt wurde. Während für Olympia Millionen investiert werden, kämpfen lokale Veranstaltungen, egal ob groß oder klein, die zum Großteil ehrenamtlich organisiert werden, ums Überleben.”
Auch die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder war von der Absage überrascht: „Ich wollte auch dieses Jahr wieder am Reschenseelauf teilnehmen, wie schon in den vergangenen Jahren. Der Lauf ist einer der schönsten und war für mich jährlich ein Pflichttermin: die herrliche Laufstrecke um den See, die perfekte Organisation durch den Rennerclub Vinschgau und die herzliche Betreuung durch die vielen Freiwilligen. So war der Reschenseelauf ein Treffpunkt für viele Laufbegeisterte. Es ist nicht vorstellbar, dass es ihn nicht mehr gibt.“
WIFO-Zahlen zeigen, dass die Kultur- und Eventwirtschaft über 1 Mrd. Euro Wertschöpfung erzeugt und rund 16.000 Arbeitsplätze sichert. Der Reschenseelauf, mit bis zu 4.000 Läuferinnen und Läufern, hat sich über 25 Jahre zu einem der prestigeträchtigsten Laufevents des Alpenraums entwickelt. Der Dolomiti Superbike wurde nach dreißig Ausgaben eingestellt und war für das kleine Pusterer Dorf Niederdorf über drei Jahrzehnte DAS sportliche Aushängeschild. Ob es eine Zukunft für dieses Sportevent gibt, wird derzeit sondiert. Alles andere als ein leichtes Unterfangen.
“Das Ehrenamtsgesetz liefert bisher nicht, was versprochen wurde. Kein spürbarer Bürokratieabbau, keine echte Planungssicherheit, keine strukturelle Unterstützung für Vereine und Organisatoren. Die Folge ist ein Rückzug der Ehrenamtlichen und der Verlust jener Menschen, auf denen die Veranstaltungen überhaupt aufbauen. Wir brauchen JETZT eine Event‑Strategie für Südtirol. Kein weiteres Zögern, kein Wegducken. Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir Veranstaltungen, die unser Land über Jahrzehnte geprägt haben. Ich werde hierzu meinen bereits gemachten Antrag wieder im Landtag einbringen. In Antholz Millionen in eine Randsportart zu investieren und gleichzeitig traditionsreiche Veranstaltungen, die den lokalen Breitensport bedienen zu verlieren, zeugt von einer visionslosen Symbolpolitik. Schöne Worte bei den Eröffnungen dieser Events alleine genügen nicht mehr. Südtirols Eventkultur braucht jetzt auch politische Führung und Unterstützung, oder sie wird in wenigen Jahren nur noch Erinnerung sein.” warnt Alex Ploner.
Presseaussendung Alex Ploner, Elisabeth Rieder, TeamK

Leserbriefe 4-2026

Sorge und Enttäuschung


Sorge und Enttäuschung, als wir Eltern Behinderter von dieser Auslagerung erfahren haben. Für viele Menschen mit Behinderung oder Menschen mit psychischen Problemen sind diese Arbeitsplätze oft die einzige Möglichkeit, um in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu kommen.
Durch die Privatisierung fehlen diese Arbeitsplätze in Zukunft für diese Menschen völlig, und für jene, die aktuell einen solchen Arbeitsplatz haben, wird es enorm schwierig werden, wenn die Arbeitskollegen, die ihnen oft eine notwendige Stütze sind, wegfallen. Wo sollen in Zukunft Arbeitsplätze gefunden werden, wenn man diese Entwicklung weiter vorantreibt, bei einer rasant steigenden Zahl von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung, wie es in der Samstagsausgabe der Dolomiten zu lesen war?

AEB-Vinschgau, Zerzer Claudia Moser

 


Im Avimundus
Zukünftige Jägerinnen und Jäger aus Graubünden im avimundus

Sechzehn Jungjägeranwärterinnen und Jungjägeranwärter aus ganz Graubünden besuchten am 17. Jänner 2026 das Besucherzentrum avimundus in Schlanders. Der Ausflug diente der Vorbereitung auf den ornithologischen Teil der Schweizer Jägerprüfung und bot eine ideale Gelegenheit, die vorhandenen Fachkenntnisse über heimische Vogelarten zu vertiefen.
Daniel Clavadetscher, Leiter der Jungjägerausbildung (KoAWJ), begleitete die Gruppe. Er kommt seit Jahren mit Jagdanwärtern in das Nationalparkhaus und schätzt besonders das Angebot von 500 Vogelpräparaten heimischer und europäischer Vögel. Durch die Ausstellung führte Hansjörg Götsch, Vogelexperte und pensionierter Jagdaufseher. Er erläuterte detailliert Lebensweise, Brutbiologie, Merkmale, Lebensräume und Erkennungsmerkmale der Vögel.
Michael Lochmann, Leiter des Avimundus

 


 

 

HAIKU – Gedicht

Sonnenlicht tropft von
Eiszapfen – im Quellbad mit
nassem Nackenhaar.

©Helga Maria Gorfer

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Leserbriefe 5-2026

Appell für ein lebenswertes Schlanders


Schlanders hat den ersten Preis als „Vanguard City – Europäische Hauptstadt des kleinen Einzelhandels 2026“ gewonnen und damit ein europaweit beachtetes Signal gesetzt: Ein Dorf, in dem alles in 7 Minuten zu Fuß erreichbar ist, das konsequent auf ökologische Haltung, E‑Mobilität, sichere Radwege, ein lebendiges Zentrum und Gemeinschaft stärkende Ideen setzt, wurde in Brüssel ausgezeichnet. Dieser Anerkennung liegt eine klare Vision zugrunde: Lebensqualität entsteht dort, wo Menschen Vorrang haben – nicht Autos.
Gerade deshalb würde der Bau einer Tiefgarage im historisch bedeutsamen, grünen und sensiblen Kapuzineranger im direkten Widerspruch zu den Prinzipien stehen, für die Schlanders ausgezeichnet wurde. Der Kapuzineranger ist mehr als eine Fläche: Er ist ein Ort der Ruhe und Erholung, ein Gemeinschaftsgarten, ein Stück Geschichte, ein Symbol für das, was ein Dorf lebenswert macht.
Wer „Vanguard City“ in Europa sein will, darf nicht gleichzeitig seinen wertvollsten Grünraum versiegeln. Wer für nachhaltige Mobilität geehrt wird, kann nicht im Herzen des Dorfes ein Projekt vorantreiben, das genau diese Idee untergräbt. Und wer ein 7‑Minuten‑Dorf sein will, ein lebendiges, fußgängerfreundliches Zentrum anstrebt, braucht dezentrale Parklösungen – nicht eine Tiefgarage im empfindlichsten Teil des Ortskerns.
Schlanders braucht jetzt den gemeinsamen Willen, seine Auszeichnung ernst zu nehmen und das zu bewahren, was unser Dorf einzigartig und lebenswert macht.
Der Kapuzineranger muss als unversiegelter, kühlender Grünraum im Herzen von Schlanders geschützt bleiben – für uns und für kommende Generationen.

Freitag, 20.02.2026
Unterschrieben von 19 Schlanderser
Bürgerinnen und Bürgern
(Namen der Reaktion bekannt)

 


Wenn Gluten zur Ausgrenzung führt


Ich habe die Nase voll. Wirklich! Meine Tochter ist 10 Jahre alt. Sie hat Diabetes Typ 1 und Zöliakie, beides unheilbare Autoimmunkrankheiten. Sie ist klug, fröhlich, neugierig, und sie möchte einfach nur das tun, was für andere Kinder selbstverständlich ist.
Doch genau das ist häufig nicht möglich. Ganz konkret betrifft uns das öfters, so vor Jahren bei der Sommerbetreuung in Schluderns, als die Verpflegung aus dem Altersheim kam und selbst gewährleistet werden musste, und derzeit bei der Gitarrenwoche im Schloss Goldrain. Beides sind Angebote, die jedes Kind ohne Weiteres besuchen kann. Meine Tochter jedoch nicht. Der Grund ist immer derselbe: Es fehlt glutenfreies Essen für Menschen mit Zöliakie.
Im Bildungshaus Schloss Goldrain wurde mir freundlich erklärt, dass zwar glutenfrei gekocht werde, allerdings nur für Glutenunverträglichkeit, nicht für Zöliakie. Das hilft uns leider gar nicht. Für Menschen mit Zöliakie reicht „ein bisschen glutenfrei“ nicht aus. Schon kleinste Spuren haben gesundheitliche Folgen. Das bedeutet für meine Tochter den Ausschluss.
Wir leben im Jahr 2026. Zöliakie ist keine Modeerscheinung, sondern eine anerkannte Autoimmunerkrankung. Glutenfrei zu kochen ist kein Luxus, sondern eine medizinische Notwendigkeit.
Was macht der Ausschluss mit einem Kind? Es lernt: Du passt da nicht dazu. Deine Anforderungen an das Essen sind lästig. Inklusion endet offenbar dort, wo sie unbequem wird.
Das alles ist sehr frustrierend und ärgerlich für uns, besonders, wenn man bedenkt, dass die Bildungseinrichtungen großzügig von der öffentlichen Hand mitfinanziert werden, wir also im Grunde mitbezahlen. Dabei sind Vielfalt und Beteiligung zentrale Grundwerte im Leitbild der Südtiroler Weiterbildung. Auch das Grundrecht aller auf Weiterbildung ist in diesem verankert. Schöne Worte, die Realität ist für Menschen mit Zöliakie jedoch nicht selten eine andere. Glück hatte wir mit dem GWR und im Bildungshaus Lichtenstern am Ritten. Daher unser Appell an Sie, Herr Landesrat Achammer und an alle Bildungsorganisationen im Westen: Unterstützt uns bitte, damit Menschen, die es ohnehin schon schwerer haben als andere, nicht auf noch mehr verzichten müssen.
Meine Frage bleibt: Wie kann es sein, dass Bildungsträger keine sicheren glutenfreien Alternativen einplanen und das Angebot von glutenfreier Ernährung z.T. vom guten Willen einzelner Köche abhängt? Wie viele Kinder müssen noch ausgeschlossen werden, bis verstanden wird, dass Teilhabe kein Extra ist, sondern ein Recht?
Meine Tochter will keinen Sonderstatus. Sie will einfach dazugehören. Ist das wirklich zu viel verlangt?

Martina Marseiler, Tartsch

 


Privatisierung Reinigungsdienste Krankenhaus Schlanders


Sorge und Enttäuschung, als wir Eltern Behinderter von dieser Auslagerung erfahren haben. Für viele Menschen mit Behinderung oder Menschen mit psychischen Problemen sind diese Arbeitsplätze oft die einzige Möglichkeit, um in ein reguläres Arbeitsverhältnis zu kommen.
Durch die Privatisierung fehlen diese Arbeitsplätze in Zukunft für diese Menschen völlig, und für jene, die aktuell einen solchen Arbeitsplatz haben, wird es enorm schwierig werden, wenn die Arbeitskollegen, die ihnen oft eine notwendige Stütze sind, wegfallen. Wo sollen in Zukunft Arbeitsplätze gefunden werden, wenn man diese Entwicklung weiter vorantreibt, bei einer rasant steigenden Zahl von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung, wie es in der Samstagsausgabe der Dolomiten zu lesen war?
AEB-Vinschgau, Zerzer Claudia Moser

 


Wichtige Recherche


Aus den verschiedenen Zeitungen liest man, dass der Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber im Rahmen der Recherche herausgefunden hat, dass der Name Südtirol in der italienischen Verfassung, als auch im Sonderstatut für die Region nicht vorkommt. Nur als autonome Provinz Bozen wird unser Land vom Italienischen Provincia autonoma di Bolzano übersetzt und bezeichnet.Ist unsere Autonomie wirklich so gut wie ihr nachgesagt wird? Wenn nicht einmal der uralte, vom Schloss Tirol ausgehende Name für unser Land in der Verfassung als auch im Sonderstatut für die Region eingetragen ist? Großen Dank an den Abgeordneten Andreas Leiter Reber für seine wichtige Recherche. Denn der Name Tirol bzw. Südtirol macht erst unsere besondere Identität in Europa und auf der Welt aus!Auch die geschichtsbewußten und verständnisvollen Italiener könnten den, von den Faschisten eingeführten Namen Alto Adige durch den Namen Sud Tirolo ersetzen.
Ernst Gögele, Plaus

 

HAIKU – Gedicht in Dialekt

Die Polmkatzlen bliahn schun, obwohl no viele Tog Winter isch.

©Helga Maria Gorfer

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Mals-Müstair Busverbindung

  • Dachzeile: Mals/Müstair

Die Landesregierung hat die Vereinbarung mit dem Kanton Graubünden zur Fortführung der Buslinie 811 Zernez–Mals bis Dezember 2026 genehmigt. Der seit 2005 bestehende und in den vergangenen Jahren ausgebaute gBusdienst hat sich als wichtiges Bindeglied zwischen Südtirol und Graubünden etabliert. Mittlerweile nutzen jährlich rund 92.000 Fahrgäste die Verbindung.
„Für uns ist es fundamental, die Erreichbarkeit sicherzustellen und zugleich einen funktionalen Dienst anzubieten. Nur so können wir den öffentlichen Verkehr grenzüberschreitend attraktiv gestalten und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Kanton Graubünden stärken“, unterstreicht Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider anlässlich der Genehmigung des Beschlusses, die am 24. Oktober in der Landesregierung erfolgte.
Die operative Führung bleibt weiterhin bei der PostAuto Schweiz AG im Auftrag des Kantons Graubünden, in enger Zusammenarbeit mit dem Land Südtirol.
Für den Zeitraum Dezember 2025 bis Dezember 2026 sieht die Vereinbarung eine Gesamtleistung von 157.709 Kilometern vor. Der Beitrag des Landes Südtirol beträgt insgesamt 410.044 Euro.
„Damit können Fahrgäste aus Südtirol und der Schweiz die Verbindung einfach, günstig und umweltfreundlich nutzen“, betont das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität. Die Linie trage wesentlich zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs, zur Entlastung des Individualverkehrs und zum nachhaltigen Austausch zwischen den Grenzregionen bei.

Mea Culpa - Fall für Rechnungshof

  • Dachzeile: Schlanders

Der Generalsekretär von Schlanders Georg Sagmeister hat im Laufe der letzten 4 Jahre auf eigene Faust Aufträge vergeben, ohne dass diese vom Gemeindeausschuss abgesegnet waren. Insgesamt 121.391 Euro, die in 30 Aufträgen an den Ingenieur Ulrich Rechenmacher gegangen sind. Diese außer-etatmäßigen Verbindlichkeiten sind am 27.02.2026 im Gemeinderat gelandet, um eine alles andere als übliche Praxis zu sanieren. „Mea culpa“, streute Sagmeister Asche auf sein Haupt und gelobte Besserung. Den Sanierungs-Beschluss des Gemeinderates, der erst die Geldmittel zur Ausbezahlung locker mache, werde er samt einer eigenen Stellungahme dem Rechnungshof schicken und dieser möge darüber befinden. Der Revisor Andreas Wenter nahm Sagmeister als „einen Praktiker“ in Schutz und rügte gleichzeitig die außeretatmäßigen Verbindlichkeiten als „Anomalie“, die zu vermeiden seien und die Amtswege seien einzuhalten. Aus den Reihen der Gemeinderäte kam der Aufruf, künftig „sauber und transparent“ zu arbeiten. Die Gelder wurden nicht veruntreut, konterte Sagmeister. Der Nutzen für die Verwaltung sei zwar gegeben, allerdings seien die über 30 formlos vergebenen Aufträge ethisch nicht vertretbar, kündigte Günther Bernhart seine Enthaltung an. Mit 10 Dafürstimmen wurde Sagmeisters Vorgehen saniert. (eb)

Michelangelo- und Manhattan-Effekt

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

In einer Beziehung können sich Menschen gegenseitig inspirieren, unterstützen und persönlich weiterentwickeln, um das zu werden, was sie eigentlich sein wollen. Oder sie können sich gegenseitig blockieren und manipulieren, um immer dieselben zu bleiben bzw. den Ansprüchen und Wünschen des anderen zu entsprechen. Im ersten Fall spricht man vom Michelangelo-Effekt, im zweiten Fall vom Manhattan-Effekt. Das Michelangelo-Phänomen ist ein von Psychologen beobachteter Prozess, bei dem sich Partner gegenseitig beeinflussen. Im Laufe der Zeit führt der Michelangelo-Effekt dazu, dass sich der Einzelne zu dem entwickelt, was er als sein ideales Selbst ansieht. Dies geschieht, weil ihr Partner sie sieht und sich in ihrer Umgebung auf eine Weise verhält, die dieses Ideal fördert. Benannt ist das Phänomen nach dem italienischen Renaissance-Maler und Bildhauer Michelangelo (1475-1564). Michelangelo beschreibt die Bildhauerei als einen Prozess, bei dem der Künstler eine verborgene Figur aus dem Steinblock befreit, in dem sie schlummert. Der Manhattan-Effekt wurde nach dem Film Manhattan mit Woody Allen aus dem Jahr 1979 benannt, in dem ein Partner immer wieder versucht, seiner Geliebten eine Reise nach London auszureden. Hinter dem Manhattan-Effekt steckt oft ein ausgeprägtes egozentrisches oder egoistisches Verhalten, indem eine Person versucht, der anderen Person deren Vorstellungen und Planungen mit Gegenargumenten auszureden und ihr vermeintliche Probleme und negative Folgen einzureden mit dem Ziel, die eigenen Pläne durchzusetzen. (hzg)

Mit 30 km/h durch Laatsch

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In Laatsch spielt sich das Leben auf der Durchfahrtsstraße ab. Mit rund 4.000 Fahrzeugen pro Tag ist die Verkehrsbelastung spürbar, die Landesstraße ist keine angenehme Begegnungszone zwischen Fußgänger, Autos und Traktoren. Weil dem so ist, haben die Laatscher bei der Gemeinde Mals gefordert, man möge doch auf der Landesstraße eine 30er-Zone einrichten. Wie weit man da sei, wollte Bruno Pileggi bei der Gemeinderatssitzung am 25. September wissen. Nach einem kürzlich mit dem Straßendienst abgehaltenen Lokalaugenschein obliege es nun dem Straßendienst, die Bodenmarkierungen für die 30er-Zone einzuzeichnen, sagte BM Josef Thurner, sekundiert von der Referentin für Laatsch Marion Grass (Bild). Die Gemeinde werde dann die dorfinternen Zufahrten entsprechend beschildern. Die berühmte Unterführung unter die St. Leonhardskirche wird es mit einer 30er-Zone voraussichtlich nicht mehr geben, dafür eine Art Einbahnregelung um die Kirche. Skepsis gegenüber dieser Einbahnregelung kam ausgerechnet vom ehemaligen Laatscher Referenten Günther Wallnöfer. (eb)

Mit gutem Beispiel voran

Landeshauptmann Arno Kompatscher und Gesundheitslandesrat Hubert Messner haben sich am 21. Oktober im Krankenhaus Bozen impfen lassen. Kompatscher und Messner wollen mit ihrer Impfung ein sichtbares Zeichen setzen für Verantwortung, Gesundheit und Gemeinschaft. Denn darauf baut auch die diesjährige Impfaktion „Grippe? Nicht mit uns! #schützedich“ gegen Grippe und Corona.