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Mittwoch, 29 Juni 2022 08:52

Malser Sommer 2022

Fr, 01.07 - Volksmusikabend

Fr, 08.07 - Crazy Night


Fe, 15.07 - Tiroler Abend

Fr, 22.07 - A gselliger Obend


So, 24.07 - Abendkonzert

Mi, 27.07 - Die Welt zu Gast in Mals

Fr, 29.07 - Wasser Marsch

Musikalische und kulinarische Genüsse
in der Fußgängerzone Mals: 18.00 – 23.00 Uhr


Infos: www.gemeinde.mals.bz.it

 

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Mittwoch, 29 Juni 2022 08:50

Movie Nights 2022

Do. 7. Juli

21.00 Uhr

Kulturhausplatz Schlanders

Bauernhöfe in Schlanders

 

Bildungsausschuss Schlanders

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Dienstag, 28 Juni 2022 16:33

Vinschger Müll

Vinschgau - Die Abfallwirtschaft ist ein Bereich, der einfach funktionieren muss: Den Müll sammeln, den Müll wegkarren - die Haushalte bekommen davon kaum etwas mit. Anders ist es mit den Wertstoffen: Die werden in den Recyclinghöfen gesammelt. Die Vinschger:innen trennen Glas, Papier, Karton, Metalle und fahren damit zu den Recyclinghöfen. Ausbaufähig ist noch die Sammlung von Ölen und Fetten und einrichtungsbedürftig ist die Sammlung von Grünschnitt und Küchenabfällen im Oberen Vinschgau.

von Erwin Bernhart

Die Frage, ob die Zunahme der Müllmenge mit der Zunahme des Wohlstandes in Zusammenhang gebracht werden kann, beantwortet Hansjörg Dietrich mit Ja.
Und doch kann dieser Zusammenhang nicht eindeutig beziffert werden, in Tonnen Müll etwa oder in Tonnen Wertstoffe. Denn das Abfallsystem im Vinschgau ist im Dauerwandel, zumindest war es das in den letzten Jahrzehnten. Haben die Haushalte vor Jahren noch so ziemlich alles, was an Müll s6 Gesamtmüllmengenangefallen ist, über die Container entsorgt, teilweise dann auch in die Wertstoffglocken geworfen, so hat die Einführung der personalisierten Tonne und das Einrichten von Recyclinghöfen zu einer annehmbaren Trennung von Hausmüll und Wertstoffen geführt. Es ist also ein Zurverfügungstellen von logistischen Lösungen, die vieles in der Abfallwirtschaft geändert haben.
Im Schnitt sind es um die 12.000 Tonnen Müll im Jahr, genauer gesagt Hausabfälle. Diese rund 12.000 Tonnen sind über die Jahre in etwa gleich geblieben, sagt Dietrich. Allerdings hat sich der Modus der Bewirtschaftung enorm geändert. Wurden vor Jahren von diesen 12.000 Tonnen rund 70  % deponiert und 30  % an Wertstoffen der Wiederverwertung zugeführt, haben sich diese Zahlen heute beinahe umgedreht: 60 % werden wiederverwertet und 40 % der Abfälle werden zwar nicht mehr deponiert, dafür dem Verbrennungsofen in Bozen zugeführt.
Hansjörg Dietrich (Bild rechts) ist seit 1992 bei der Bezirksgemeinschaft Vinschgau tätig und seit 2000 Leiter der Umweltdienste in der Bezirksgemeinschaft. Abwasser, Abfall und die Radwege sind sein Arbeitsgebiet.
Dietrich hat also alle möglichen Wendungen und Entscheidungen in der Bezirksgemeinschaft mitgemacht, oft vorbereitet und umgesetzt. Dietrich sagt, dass alle Präsidenten und Bezirksausschüsse der Müllproblematik gegenüber höchst aufgeschlossen waren und Innovationen nicht gescheut haben. Die Fragen um Müllkonzepte waren und sind Dauerbrenner. Der Vinschgau war die erste Bezirksgemeinschaft im Lande, die personalisierte Mülltonnen flächendeckend eingeführt hat. „Eine wichtige Entscheidung waren die Recyclinghöfe“, sagt Dietrich. Damit konnten die Wertstoffglocken kontinuierlich abgebaut werden. Natürlich müssen nun die Bürger zu den Recyclinghöfen fahren, aber, so sagt es Dietrich, „die Entwicklung hat uns Recht gegeben.“ In anderen Bezirken oder etwa in Brixen gebe es immer wieder Probleme mit den Wertstoffinseln. Die seien zwar als Unterflurcontainer prächtig in den Boden versenkt, aber die Trennung der Wertstoffe erfolgt damit nicht immer zufriedenstellend.
s6 Wertstoffe Mengen und EinnahmenDenn die Anforderungen an die Reinheit der Wertstoffe ist enorm gestiegen. Wenn etwa im Glascontainer mehr als 2  % Verunreinigungen drinnen sind, kann es passieren, dass die abtransportierende Firma den Container wieder zurückschickt. Die Wertstoffe Papier, Karton, Metall und Glas werden von den Recyclinghöfen in das Wertstoffzentrum von Glurns gebracht, dort einer ersten Aufarbeitung unterzogen und dann in die Wiederverwertungsfabriken nach Oberitalien transportiert. „Italien ist führend in der Wertstoffverwertung, da sind sie gut“, lobt Dietrich. Es gebe Konsortien für die Wiederverwertung, die auch von den Herstellern von Glasbehältern, von Papier usw. über die CONEI-Beiträge querfinanziert werden müssen. Die Wiederverwertung funktioniere gut. Sinn macht die saubere Trennung von Hausmüll und Wertstoffen nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch. Die Wertstoffe werden dem Müll entzogen und gelangen damit außerhalb der Müllgesetzgebung. „Wir vermarkten die Wertstoffe wie Produkte“, sagt Dietrich. Die Wertstoffe werden zwei Mal im Jahr nach bestimmten Normen kontrolliert. Die „end of waste“-Produkte sind also nicht mehr Müll, sondern finanziell durchaus lukrativ. Im Jahr 2021 konnten mit Glas, Metall, Papier, Kartonagen und Plastikhohlkörpern netto 450.000 Euro im Bezirk Vinschgau eingenommen werden. Anteilsmäßig wird dieses Geld den Gemeinden gutgeschrieben. „Zumindest die Logistik beim Transport kann damit finanziert werden“, sagt Dietrich.
Ganz anders ist es mit dem Restmüll - Plastiksäcke, Wattestäbchen, Verpackungsnylon und was auch immer im Restmüll landet, muss teuer eingesammelt und entsorgt werden. Es sind in Summe 800.000 Euro, die für die Sammlung und für den Transport nach Bozen ausgegeben werden müssen.
„Da zeigt sich der wirtschaftliche Sinn einer sauberen Mülltrennung“, sagt Dietrich. Vom ökologischen Sinn gar nicht zu reden. Viel Luft nach oben sieht Dietrich in diesem Bereich allerdings nicht. Die Vinschger:innen trennen ihren Abfall vorbildlich. „Wir sind bei den recycelbaren Stoffen pro Person am oberen Limit“, sagt Dietrich.
Dafür ist in anderen Bereichen noch Luft nach oben. Bei den Ölen und Fetten etwa. Der Vinschger „Öli“ für die Privathaushalten laufe gut. Die Sammlung von Ölen und Fetten für die Gastbetriebe werde gratis angeboten, mit eigenen Stahlbehältern und diese Sammlung werde angenommen. Aber genau da gebe es noch großes Potenzial. „Es könnten noch an die 20.000 Liter Öle zusätzlich gesammelt werden“, schätzt Dietrich. Derzeit sind es rund 80.000 Liter Öle, die gesammelt und nach der Reinigung im Faulturm der Kläranlage von Kastelbell zu Methangas vergoren und dann im Blockheizkraftwerk dort zu Strom verarbeitet werden. Weil nach der Reinung der Öle de facto rund 60.000 Liter verwertet werden können, fallen für die Stromerzeugung rund 120.000 Kilowattstunden an. Immerhin. Dieser Strom ist in der energieintensiven Kläranlage höchst willkommen.
Beim Biomüll ist der Vinschgau zweigeteilt. Denn in den Gemeinden von Latsch abwärts werden Grünschnitt und Küchenabfälle gesammelt und in die Kompostieranlage „Talair“ bei Schlanders gebracht. Für den oberen Vinschgau, von Laas aufwärts, hat sich die Bezirksgemeinschaft Vinschgau mit einem Kontingent an der Vergärungsanlage in der Tisner Au beteiligt. Die Obervinschger müssen demnach Küchen- und Grünabfälle trennen. Die Küchenabfälle (Eierschalen, Knochen, Speisereste...) kommen nach Tisens, die Grünschnitte können, so der künftige Plan, in den Recyclinghöfen abgegeben werden. In der Gemeinde Mals ist diese Abgabe seit Kurzem möglich. In der Gemeinde Mals wurde vor Kurzem auch damit gestartet, Küchenabfälle von Gast- und Hotelbetrieben zu sammeln. Das Konzept ist noch ausbaufähig. „Es könnte sein, dass dieser Dienst auch in den anderen Gemeinden des Obervinschgaus eingeführt wird“, sagt Dietrich. Da müsse erst noch ein guter Vorschlag erarbeitet werden. Im Eisacktal und im Pustertal steht man vor einer ähnlichen Aufgabe. Man wolle da eine gemeinsame Lösung erarbeiten.
Apropos Pustertal. Das ist jener Bezirks, an dem sich der Vinschgau oft messen möchte, dabei immer den Kürzeren zieht. Auch beim Müll. Besser gesagt bei den Müllkosten. Die Pusterer bevölkern ihre Fläche von 2000 Quadratkilometern mit gut 80.000 Einwohnern, während die Vinschger mit rund 35.000 Einwohnern 1440 Quadratkilometer bewohnen. Bei einem Drittel weniger Tourismus bietet der Vinschgau den gleichen flächendeckenden Mülldienst wie die Pusterer an. Es ist leicht auszurechnen, dass die Müllkosten kaum vergleichbar sind. Dennoch schafft es die Bezirksgemeinschaft Vinschgau die Müllkosten - im Verhältnis - im Griff zu haben. „Es ist gelungen, durch Sammelstellen Optimierungen vorzunehmen. Dies ist aufgrund der Beratungen durch die Syneco und per politischer Entscheidung gelungen“, sagt Dietrich. Man könne aber nur so weit gehen, soweit die Bürger auch mitgehen.
Auf der anderen Seite ist es die überaus schlanke Verwaltung in der Bezirksgemeinschaft, die sich mit Müll, Abwasser und Radwege beschäftigt. Dies spart Kosten auf der einen und dies spart auch Aufklärung auf der anderen Seite. Denn für Umweltberatungen bleibe kaum Zeit, sagt Dietrich. Deshalb unterstützen die Umweltdienste externe Organisationen, etwa das Ökoinstitut, die diese Umweltberatungen übernehmen. Die Nachfrage von Seiten der Schulen ist nämlich groß, für die Besichtigung von Kläranlagen, zur Besichtigung des Wertstoffzentrums in Glurns, zur Umweltaufklärung allgemein.
Müll soll, so die gesellschaftliche Entwicklung, nicht sichtbar sein. Die Entsorgung soll einfach nur funktionieren. Täglich kommen 3 oder 5 vollgepackte Müllsammelfahrzeuge, je nach Sammelplan, in die Umladestation von Glurns, laden dort den Restmüll ab, gesammelt in den Gemeinden Graun, Mals, Taufers, Glurns, Schluderns, Prad, Stilfs, Laas, Schlanders, Latsch, Martell, Kastelbell-Tschars und Schnals. Im Schnitt um die 30 Tonnen - täglich.
Mit einem einfachen Sortiergreifer werden 25 Tonnen davon auf einen Sattelschlepper geladen, der täglich, an einigen Tagen auch zwei Mal, den Restmüll nach Bozen in die Verbrennungsanlage bringt. Aus den Augen, aus dem Sinn. Der ökologisch beste Müll ist jener, der nicht erzeugt wird. Interessant wäre, wenn Müll mit der Zunahme des Wohlstandes abnimmt.

Taufers - Mit einem flammenden Apell wandte sich der Malser HGV-Ortsobmann Klaus Pobitzer bei der Vollversammlung des Tourismusvereines Obervinschgau an die Politik: „Wir haben ein Mitarbeiterproblem.“ Da müsse die Politik etwas tun. „Die Politik unterstützt die Grenzpendendler, aber uns nicht“, sagte Pobitzer wörtlich. Man bilde für viel Geld Jugendliche aus und dann wandern sie ab. „Die Grenzpendler fehlen uns in allen Sparten. Da ist etwas zu tun. Wir bieten attraktive Arbeitsplätze und zahlen gute Löhne“, so Pobitzer, der die Gemeinden aufrief, etwas zu unternehmen. Natürlich seien die Betriebe aufgerufen, die Praktikanten gut zu behandeln.
Auf diesen Aufruf reagierte die Tauferer BMin Roselinde Koch, die den Arbeitsmarkt und die fehlenden Arbeitskräfte etwas weiter fasste. In 10 Jahren würden in Südtirol an die 30.000 Arbeitskräfte fehlen. Die starken Jahrgänge, die Babyboomer, gehen im Laufe der kommenden Jahre in Pension. „Ob die Gemeinden da etwas tun können“, fragte Gunsch in die Runde. So einfach sei das nicht. Einen Seitenhieb konnte sich Gunsch nicht verkneifen: „Ob es gesund ist, dass ein einheimischer Unternehmer in der benachbarten Schweiz einen Betrieb gründet, die Arbeitskräfte dann abzieht und etwa Taufers den Zu- und Ablieferverkehr zu spüren bekomme“, fragte sich Gunsch. Wenn schon, dann sei die höhere Politik gefordert. Für Taufers bedeuten die Grenzpendler Fluch und Segen zugleich. Es gebe keine Armut im Dorf. Und zum Tourismus im Allgemeinen sagte Gunsch: „Wir Gemeinden sollen Tourismuskonzepte machen. Wir werden da jedenfalls hineinschreiben, dass wir Betten brauchen. Die Gesetzeslage ist mir da gleich.“ Lukas Gerstl ruft gegen Ende der Veranstaltung in Richtung Roselinde, dass sich die Bezirksgemeinschaft Vinschgau des Themas Mitarbeiter und Grenzpendler annehmen solle.
Der Direktor der Raika Obervinschgau Markus Moriggl, der wie auf einem Live-Ticker die Geld- und Investitionsströme der Tourismuswirtschaft mitverfolgen kann, sagte, dass der Bettenstopp und auch die neuen Urbanistikregeln die „falsche Medizin“ seien. (eb)

Dienstag, 28 Juni 2022 08:31

Das Gerstl am Reschensee

Graun - Das Gerstl am Reschensee“ geht Schritt für Schritt in Richtung Realisierung. Im Mai 2022 hat der Gemeindeausschuss von Graun beschlossen, die Grundparzelle 1206/32 in der KG Reschen, es handelt sich dabei um knapp 600 m2, an die „Das Gerstl am Reschensee GmbH“ zu einem Preis 145.500 Euro abzutreten. Lukas Gerstl (Bild) und Marion Decarli wollen bekanntlich am Reschensee ein neues Hotel errichten, welches auf Familien mit Kindern spezialisiert ist. Nach einigen Reduzierungen des ursprünglichen Planes auf Wunsch der Landesämter und der Landesregierung dürfte nun ein endgültiges Projekt auf Schiene gehen. Mit einer Anzahl von rund 60 Zimmern mit jeweils einem Kinderzimmer dazu hat das Hotelprojekt Ambitionen. Lukas Gerstl sagt, dass man sich derzeit intensiv mit nachhaltigen Baustoffen wie Holz, Glas, Naturstein und Kork auseinandersetze und die Preisgestaltungen am Markt beobachte. Ende des Jahres soll, in der Hoffnung, dass sich die Marktpreise etwas beruhigt haben, die Entscheidung fallen, wann der Spatenstich bzw. der effektive Baubeginn sein soll. (eb)

Dienstag, 28 Juni 2022 08:31

Akrophobie - Höhenangst

Vom wind gefunden - Rund jeder Fünfte leidet unter Akrophobie. Diese bezeichnet die Angst vor der Höhe. Egal ob Berggipfel, Hochhäuser, Leitern, Gondeln oder Balkone. Allein der Gedanke an Höhe kann bei den Betroffenen Angstreaktionen hervorrufen. Akrophobie gehört zu den spezifischen Phobien und damit zu den Angststörungen. Daher wird sie auch als Höhenphobie bezeichnet. Mitunter kann sie mit anderen Angststörungen einhergehen, beispielsweise kann sie Grund für eine Flugangst sein. Respekt vor der Höhe ist ein ganz natürlicher Reflex des Menschen. So werden unnötige Risiken vermieden und so manche Situation vorsichtiger gehandhabt. Erst wenn die Angst ein ungewöhnliches Ausmaß annimmt, spricht man von Höhenangst, beispielsweise wenn der Betroffene eine Gefahr empfindet, obwohl die Situation sicher ist. Das kann beim Wandern auf einem gesicherten Bergweg der Fall sein, wenn der Betroffene plötzlich panisch wird und keinen Schritt mehr gehen kann. Nicht nur das Privatleben, sondern auch die Karriere kann unter Höhenangst leiden. Hobbies wie Klettern und Wandern können mit Höhenangst nur eingeschränkt ausgeübt werden. Berufe wie Dachdecker, Schornsteinfeger und Pilot kommen erst gar nicht infrage. Oft prägen sich Ängste erst nach dem 30. Lebensjahr aus. Bleibt die Angststörung unbehandelt, kann sie chronisch werden und sich verschlimmern. Andererseits können Ängste, die im Kindesalter bestehen, mit der Zeit verschwinden. Besonders häufig leiden Frauen an Angsterkrankungen. Sie sind fast doppelt so häufig betroffen wie Männer. (hzg)

Dienstag, 28 Juni 2022 16:08

Blutendes Herz

Glurns - Wenn sich aufgrund von Wassermangel Wiesen rot färben, fuchset werden und damit keine Heuernte möglich wird, blutet vor allem jenem Bauern das Herz, der von der Landwirtschaft lebt und noch viel mehr, wenn man weiß, dass es eine Lösung gegeben hätte.

von Erwin Bernhart

Die obersten Wiesen am Glurnser Schuttkegel bei St. Martin sind rot. Die rund 30 Hektar großen „Ravein-Feldwiesen“ sind heuer verbrannt. Wassermangel. Das war schon in den Jahren 2003 und 2005 so. Die weitsichtigen „Alten“ hatten vor 40 Jahren ein Beregnungsbecken oberhalb von St. Martin errichtet. Gespeist werden Becken und Beregnungsanlage über den mehrere Kilometer langen Berkwaal, der sein Wasser über den Lichtenberger Alpbach erhält. Die Konzession ist bis zum 21. Juli für die Glurnser, ab dann gehört sie den Lichtebergern. Wenn es die Trinkwasserversorgung von Glurns zulässt, kommt noch etwas Wasser über den Trinkwasserüberlauf vom Steinbau.
Dabei könnte alles anders sein. Denn die Ravein-Feldwiesen, so berichtet es der langjährige Katastervertreter Armin Bertagnolli, hatten 2020 ein mit Landesgeld finanziertes Sanierungsprojekt, einige Leitungen wurden ausgetauscht aber längst nicht alles Geld abgerufen. Dieses wurde sogar dem Land zurückgezahlt. Mit diesem Geld hätte man die Zuleitung vom E-Werk am Rambach zum Speicherbecken oberhalb von St. Martin stemmen können. Das wurde von den Grundbesitzern mehrheitlich abgelehnt. Die Zubringerleitung ist großteils schon gebaut, weil 2020/2021 der Mitterwaal von Rifair stillgelegt worden ist und die Glurnser Wiesen im Talboden über diese neue Leitung versorgt werden. Man hätte die Ravein-Feldwiesen einfach dazunehmen können.
Bertagnolli hatte gemeinsam mit dem Wasserbauingenieur Walter Gostner veranlasst, dass die neue Leitung bis zu den „Pasaggwiesen“ in einer höheren Druckklasse gebaut worden sind, sogar die Straßenquerung wurde gemacht.
Das Bewässerungs-Komittee der Ravein-Feldwiesen hat dieses Ansinnen in Bausch und Bogen verworfen. Man wollte auf die Konzession am Berkwaal, der in Trockenzeiten kaum Wasser führt, beharren.
Bertagnolli, der unter anderem maßgeblich die Beregnungsanlage der unteren Malser Haide beim Bau begleitet hat und nun den Betrieb verwaltet und der von den Glurnser Bauern nicht mehr als Katastervertreter gewählt worden ist, ärgert sich schwarz. Es sei pure und himmelschreiende Sturheit, die eine neue Wasserversorgung für die Raveinwiesen verhindert habe. Aufgrund dieser Kurzsichtigkeiten werde den Jungbauern die Zukunft verhindert. „Es mag schon sein, dass ich denen oft zu schnell war“, sagt Bertagnolli. Aber es sei schade, schade.

Dienstag, 28 Juni 2022 08:28

200 Euro Bonus

s4 1139730Mit der Julirate erhalten viele Rentner und Pensionisten einen einmaligen steuerfreien Bonus von 200 Euro automatisch mit ihrer Rente ausbezahlt, sowie viele Rentner auch eine 14. Monatsrate ihrer Rente. „Die Rentner und Pensionisten müssen keinen Antrag stellen und auch sonst nichts machen, denn diese 200 Euro werden von den verschiedenen Rentenversicherungsanstalten automatisch im Juli ausbezahlt“, erklärt der SVP-Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler (Bild).

Dienstag, 28 Juni 2022 08:27

Marmor für Edelputze

Partschins/Töll/Quadrat - Die Firma Röfix auf der Töll baut im Steinbruch Weißwand oberhalb von Quadrat Marmor ab und verarbeitet diesen auch zu Edelputzen. Röfix möchte den Steinbruch erweitern, weil die bisherigen Grabungsarbeiten fast abgeschlossen sind. Den Landesämtern liegt eine Umweltvorstudie vor, in der das derzeitige Grubenareal (2,4 Hektar) um knapp zwei Hektar erweitert werden soll. Die Gemeinde Partschins hat im Februar 2022 eine Konzessionsvereinbarung für die beanspruchte Fläche und zur Führung des Marmorbruchs mit Röfix bereits abgeschlossen.
Röfix möchte, so steht es in der Umweltvorstudie vom Ingenieur Christoph Von Pföstl, in 15 Jahren rund 172.000 Kubikmeter Marmor abbauen und innerhalb dieser Zeit die Flächen wieder befüllen und renaturieren. Auch sei es Ziel des Projektes, alle bisherigen und künftigen Arbeitsbereiche in einer einzigen Genehmigung zusammenzufassen, die alle Bereiche und Vorschriften abdeckt und für die gesamte Dauer der Arbeiten im neuen Abbaugebiet gilt.
„Nach Abschluss der Arbeiten wird die gesamte betroffene Fläche wiederum analog dem ursprünglichen Zustand (Wald) zugeführt. Alle Bereiche werden wiederhergestellt und somit ist die Störung der Umwelt und der Landschaft nur kurzfristig“, heißt es in der Studie. (eb)

Dienstag, 28 Juni 2022 08:26

Was ist mit Corona?

s2 erwin 2854Kommentar von Chefredakteur Erwin Bernhart - Corona - aus den Augen aus dem Sinn? Jedenfalls hat der Krieg in der Ukraine Corona aus den Schlagzeilen bombardiert. Verfolgt man die Infektionszahlen, auch in Südtirol, so sind die besorgniserregend. Das Virus wabert im Untergrund, öffentlich offensichtlich unbemerkt. Dabei ist die Sommerzeit eigentlich keine gute Zeit für ein Virus, welches überwiegend über die Atemwege in den menschlichen Körper eindringt. Sommerzeit ist - wenn es die Witterung zulässt - Zeit im Freien, im Biergarten, auf der Veranda, auf den Terrassen der Bars und Eisdielen, in den Gärten der Pizzerien und Restaurants, Wandern, Radfahren, Spazierengehen. Jedenfalls, so möchte man meinen, Umstände, die eine Virusinfektion unwahrscheinlich machen.
Laut den Infektionszahlen ist dem nicht so. Also muss man wohl annehmen, dass äußerste Sorglosigkeit (was uns allen ja eigentlich gut tut) mit ein Grund für diese Infektionszahlen sein muss. Das Tragen der Maske sieht man kaum noch.
Allerdings bereitet dieses Wachhalten der Infektion Sorgen. Denn, wenn das so weiter geht und der Herbst mit kühleren Temperaturen kommt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Infektion wieder aufflammt. Allein die Hoffnung, dass die Infektionen dann kaum Probleme in Krankenhäusern und dort in Intensivstationen machen werden und dass dadurch keine Einschränkungen an Arbeitsplätzen und vor allem in Schulen einhergehen, rechtfertigt die sommerliche Sorglosigkeit. Alsodann, lassen wir es uns gut gehen.


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