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Auf den Langlaufloipen dieser Welt fühlt sich Felix Ratschiller zu Hause. Der 22-jährige Marteller zählt zu Italiens größten Nachwuchshoffnungen im Biathlon und machte Ende Januar mit einer Medaille bei der Junioren-EM international auf sich aufmerksam. Nun arbeitet er hart daran, den nächsten großen Schritt in seiner Karriere zu machen: den Sprung in den Weltcup.
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Mit gerade einmal sechs Jahren schnallte sich Felix Ratschiller - inspiriert von seiner großen Schwester Lisa, die ebenfalls viele Jahre als Biathletin aktiv war - zum ersten Mal die Skier an und griff zum Kleinkalibergewehr. Seine ersten Schritte auf der Loipe und die ersten Schüsse am Schießstand machte er in seiner Heimat Martell. Die Leidenschaft für diesen Sport wuchs immer mehr, weshalb er schließlich die Sportoberschule in Mals besuchte, um seinen sportlichen Träumen näher zu kommen. In der zweiten Oberschulklasse gehörte er dem Landeskader an, anschließend schaffte er den Sprung in die Sportgruppe der Carabinieri.
Im vergangenen Jahr gelang ihm der Durchbruch auf internationalem Parkett: Im Dezember feierte Ratschiller seinen ersten Sieg im IBU Junior Cup – im Massenstart, seiner Lieblingsdisziplin. „Ich mag das Taktieren und den Nervenkitzel, den man im Duell Mann gegen Mann spürt!“, erzählt er. Wenige Wochen später holte er bei der Junioren-Europameisterschaft Bronze im Mixed-Wettbewerb. Zur neuen Saison rückte Ratschiller in den B-Kader der italienischen Nationalmannschaft auf und arbeitet nun als Vollprofi. Sein Alltag dreht sich fast ausschließlich um Training, Regeneration und Wettkampfvorbereitung. Möglich macht das seine Zugehörigkeit zur Sportgruppe, der Aeronautica Militare, wodurch er sich voll und ganz auf seine sportliche Karriere fokussieren kann. Das Training ist intensiv: Zwei Einheiten pro Tag, viele Reisen, kaum Zeit zu Hause. Doch all diese Opfer bringt Felix gern auf, denn er hat klar vor Augen, wohin sein Weg führen soll: „Ich will nicht nur im Weltcup starten, ich will dort auch Spuren hinterlassen. Ich möchte, dass sich die Fans und Zuschauer später an mich erinnern werden.“ Vorbilder? Hat er viele – und dabei verfolgt er einen cleveren Ansatz: „Ich versuche, mir von vielen etwas abzuschauen. Denn selbst der Beste macht nicht alles perfekt.“
Auf die neue Saison freut sich der Biathlet schon sehr, denn sie beginnt für ihn dort, wo einst alles begann: in Martell. Am 22. und 23. November will er sich bei einem FISI-Testwettkampf einen Platz unter den besten sechs sichern – und damit das Ticket für die ersten Rennen im IBU-Cup lösen. Denn der Weg in den Weltcup führt über diese Rennserie. Angesprochen auf die Olympischen Spiele 2030 meint Ratschiller: „Olympia ist das Größte, was es für einen Sportler gibt!“ Doch dieses Ziel ist noch weit entfernt, aktuell liegt sein Fokus ganz auf der anstehenden Saison – und den fünf schwarzen Scheiben am Schießstand, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.
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Endlich, der Ball rollt wieder über den Rasen! Die Stadien des Landes erwachen zum Leben und es heißt wieder mitfiebern, diskutieren, träumen und jubeln - denn der König Fußball ist zurück. Und auch dieses Jahr geht es für die 14 Vinschger Mannschaften in fünf verschiedenen Ligen wieder um alles – um Siege, Titel, große Träume und Kämpfe um Auf- oder Abstieg.
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Oberliga
Nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte – dem dritten Platz in der Oberliga – gilt es für Partschins in der neuen Spielzeit zu zeigen, dass der Höhenflug kein Zufall war. Am Kader wurde fleißig gebastelt und mehrere Neuzugänge sollen auch heuer für eine erfolgreiche Torsaison sorgen. Gleichzeitig musste man den talentierten Offensivspieler Tizian Stecher nach Obermais in die Serie D ziehen lassen. Dennoch will Partschins beweisen, dass der Höhenflug im Vorjahr kein einmaliges Ereignis war.
Landesliga
Neue Saison, neues Glück - so könnte das Motto der Naturnser lauten, die in der abgelaufenen Saison die Rückkehr in die Oberliga verpassten. Die Gelb-Blauen lagen lange Zeit auf Kurs, mussten sich am Ende aber mit dem vierten Platz zufriedengeben. In der neuen Spielzeit muss das Team auf die Dienste von Matthias Bacher verzichten, der seine Karriere beendete. Gleichzeitig gelang den Naturnsern mit der Verpflichtung von Thomas Mair aus Schenna der Königstransfer der Liga. Eines ist klar, Naturns brennt darauf, endlich wieder ins Oberhaus zurückzukehren und zählt auch heuer wieder zu den Top-Favoriten.
Das zweite Vinschger Landesligateam ist Latsch, das in den letzten Saisonen stets im oberen Teil der Tabelle zu finden war und mehrmals für die ein oder andere Überraschung sorgte.
1. Amateurliga
Endlich wieder ein Vinschger Duell in der 1. Amateurliga. Durch den Aufstieg von Plaus sind nämlich wieder zwei Vinschger Vertreter in dieser Liga, das andere Team ist Schluderns. Plaus sicherte sich dank Platz 2 die Rückkehr in die 1. Amateurliga und wird alles dafür geben, auch dort zu bleiben. Schluderns musste mit Lars Burger einen Schlüsselspieler nach Partschins ziehen lassen, doch das Team hat in der Vergangenheit gezeigt, dass man es nie abschreiben darf.
2.. Amateurliga
Viele Jahre lang war die 2. Amateurliga jene mit den meisten Vinschger Teams. Doch aufgrund der Ergebnisse der vergangenen Saison ist der Prozentsatz an Mannschaften aus dem Vinschgau enorm geschrumpft. Denn während Plaus aufsteigen durfte, musste Mals den Abstieg hinnehmen. Somit laufen heuer nur noch Schlanders, Goldrain, Morter (das sich am allerletzten Spieltag rettete) und Kastelbell Tschars hier auf.
3. Amateurliga
Brisante Duelle – die gibt es in dieser Liga am meisten. Denn in diesem Jahr treten in der 2. Amateurliga gleich fünf Vinschger Teams an. Es sind dies: Oberland, Mals, Prad, Eyrs und Laas. Derbyfans kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.
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Back on Ice! Die Eisfix starten mit neuem Schwung in die Saison 2025/26. Nach dem erneuten Halbfinal-Aus in der vergangenen Saison kehren die Eishockeycracks des AHC Vinschgau mit frischer Energie und neuer Motivation zurück aufs Eis. Die Sommerpause wurde genutzt, um Kräfte zu sammeln und sich optimal vorzubereiten. Zudem wurde ein neuer Cheftrainer engagiert.
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Bereits zwei Mal in Folge scheiterte der AHC Vinschgau im Halbfinale der IHL Division I. Vor zwei Jahren war im Halbfinale gegen Ares Sport Schluss, in der abgelaufenen Saison schieden die Eisfix gegen den späteren Vizemeister HC Pustertal Junior Selection aus. Der große Traum vom Einzug ins Finale blieb damit zwei Mal in Folge knapp unerfüllt. Doch Aufgeben ist keine Option: Nun startet alles wieder bei Null und es darf wieder geträumt werden.
Eine der bedeutendsten Veränderungen in der Mannschaft der Vinschger gab es auf der Trainerbank: der Tscheche Mikael Pancak übernimmt ab dieser Saison das Kommando. Der erfahrene Coach trat im Juli seinen Dienst an und arbeitet seither intensiv mit der Mannschaft. Was die Liga betrifft, so werden auch heuer wieder 11 Mannschaften – die in zwei Kreise aufgeteilt sind – am Start sein. Die Südtiroler Mannschaften gehören wieder der Gruppe West an. Dazu zählen neben dem AHC Vinschgau, Vizemeister HC Pustertal Junior Selection, der HC Gherdeina Division I, HC Piné, HC Pieve di Cadore und Neuzugang HC Trento. In der Gruppe Ost kämpfen Titelverteidiger HC Chiavenna, der HC Como, HC Valpellice Bulldogs Division I, HC Pinerolo Storm und Padova Waves um die heißbegehrten Playoff-Tickets. Der Spielmodus ist derselbe wie in der abgelaufenen Saison: In der ersten Phase bestreiten die Teams innerhalb ihrer Gruppe eine einfache Hin- und Rückrunde. Diese endet am 22. November. Im Anschluss folgen die „Master Round“ und die „Qualification Round“, in denen die endgültige Playoff-Teilnahme ausgespielt wird. Die Top 2 jeder Gruppe sichern sich direkt ein Ticket für die Playoffs und spielen in der Master Round um die bessere Ausgangslage in Hinblick auf die K.O.-Phase. Neu in diesem Jahr ist, dass der Drittplatzierte der Gruppe A gegen den Viertplatzierten der Gruppe B, sowie die das drittplatzierte Team der Gruppe B gegen die viertplatzierte Mannschaft der Gruppe B in einem Einzelspiel um die letzten beiden Tickets für die Master Round kämpfen. Die übrigen Teams spielen in der Qualification Round um die zwei letzten Playoff-Tickets.
Für die Eisfix ist das Ziel klar: Eine Platzierung unter den Top 3 im Grunddurchgang soll den direkten Einzug ins Playoff-Viertelfinale sichern – und damit den Grundstein für den ersehnten Finaleinzug legen.
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Für die Teams in den Amateurligen hat bereits Im November die Herbstmeisterschaft geendet. Doch wirft man einen Blick auf die Tabellen und sucht man nach einem Vinschger Spitzenteam, so ist diese Suche vergebens. Eher findet man die Mannschaften aus dem Vinschgau im Mittelfeld oder gar in der Abstiegszone. Daher kommt die Winterpause für viele gerade rechtzeitig, um neue Energie zu tanken und neue Taktiken auszutesten, um im Frühjahr die ein oder andere Position nach oben zu klettern oder sich aus der gefährlichen Zone zu befreien.
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1. Amateurliga
Plaus und Schluderns kämpfen in dieser Saison in der 1. Amateurliga um Siege und eine Top-platzierung. Aufsteiger Plaus kann durchaus zufrieden mit der Hinrunde sein. Das Team überwintert mit 6 Siegen und einem Unentscheiden t 19 Punkten auf Position 7. Lediglich 5 Punkte fehlen den Plausern auf einen Platz unter den Top 3. Schluderns wird im Frühjahr von Position 10 aus die Rückrunde in Angriff nehmen. Nach einem Missglückten Start wurde das Team immer stärker und sammelte 15 Punkte.
2. Amateurliga
Das Abstiegsgespenst geht um - und das gleich mehrfach! Sowohl Goldrain als auch Morter belegen die letzten beiden Plätze in dieser Liga. Sollte sich dies bis zum Saisonende im Mai nicht ändern, so müssen beide Lokalrivalen den Fahrstuhl nach unten in die 3. Amateurliga nehmen. Den einzigen Sieg konnte Goldrain Ende August feiern, insgesamt konnte man nur vier Zähler sammeln. Auch Morter verließ nur ein einziges Mal den Platz als Sieger: nämlich im Derby gegen Goldrain. Mit 5 Punkten hat man jedoch lediglich einen Punkt mehr gesammelt als die Goldrainer. Einen Platz vor den Abstiegsrängen, auf Position 13, überwintert Schlanders. Mit 13 Punkten verfügt das Team aber über ein sattes Punktepolster auf die beiden abstiegsgefährdeten Vinschgerteams. Dennoch sollte Schlanders wachsam bleiben und sein Polster verteidigen. Das bestplatzierte Team aus dem Vinschgau ist nach 13 Spieltagen Kastelbell.-Tschars, das mit 19 Zählern auf der 8. Stelle die Winterpause startet. Auf einen Platz unter den Top 3 fehlen dem Team 5 Punkte – ein Abstand, der durchaus aufzuholen wäre.
3. Amateurliga
Absteiger Mals überwintert an einer aussichtsreichen Position. Mit 22 Punkten belegen die Malser den vierten Platz, auf das Spitzenteam aus Jenesien hat man 6 Punkte Rückstand, auf Platz 2 – mit dem man an den Playoffs teilnehmen würde - fehlen Mals lediglich zwei Punkte. Prad hat ebenfalls noch gute Chancen auf eine Topplatzierung, das Team überwintert auf dem sechsten Platz mit 21 Zählern. Oberland überwintert an Position 8, Laas an der 10. Stelle und Eyrs auf Platz 11.
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Der Vinschgau ist ein begehrter Ort für die Saisonvorbereitung von Profi-Fußballmannschaften. Auch in diesem Sommer kamen wieder mehrere namhafte Teams hierher, um sich auf die kommende Spielzeit vorzubereiten. Dabei standen nicht nur intensive Trainingseinheiten auf dem Programm, sondern auch spannende Testspiele, die die Vinschger Fußballfans mit Begeisterung verfolgten.
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Von deutsche Drittligisten bis hin zu italienischen Serie-A-Teams – seit Jahren kommen internationale Mannschaften und bekannte Kicker in den Vinschgau und die heimischen Fußballfans freuen sich über die Gelegenheit, die Profis hautnah zu erleben. Wie auch im Sommer 2025.
Den Start machte Ende Juni die SpVGG Unterhaching. Der bayrischen Regionalligist wählte zum zehnten Mal in Folge Schlanders als Standort für seine Saisonvorbereitung aus. Parallel zum Trainingslager veranstaltete die Hachinger Fußballschule ein Camp für fußballbegeisterte Kinder ab fünf Jahren. Dabei konnten sich die jungen Talente nicht nur sportlich weiterentwickeln, sondern auch ihre Idole hautnah erleben. Ein besonderes Highlight war das Testspiel gegen eine Auswahlmannschaft aus Südtirol. Direkt im Anschluss stellte der SSV Ulm, der in der 3. Deutschen Liga aufläuft, in Mals seine Zelte auf. Im Kader der Mannschaft steht mit Lukas Mazagg auch ein Vinschger. Der Glurnser Innenverteidiger traf mit Ulm bei einem Testspiel in Mals auf den FC Obermais, in dessen Reihen sich mit Marco Paulmichl und Tizian Stecher zwei weitere Vinschger Kicker befanden. Das Testspiel konnte Ulm mit 3:0 für sich entscheiden.
In Latsch war in diesem Sommer zum zweiten Mal der FC Ingolstadt 04 zu Gast. Während die Eishockeyprofis aus Ingolstadt dort bereits seit vielen Jahren ihr Sommertraining absolvieren, nutzten nun auch die Fußballer – trainiert von Sabrina Wittmann – erneut die optimalen Bedingungen im Vinschgau zur Saisonvorbereitung. Im Rahmen ihres Aufenthaltes kam es zu einem Match gegen eine lokale Auswahl, die Ingolstädter konnten das Spiel knapp mit 2:1 für sich entscheiden. Zudem traf der deutsche Drittligist auf den FC Torino und knüpfte dem Serie A Team ein 1:1 Unentschieden ab.
Das letzte Profiteam, das den Weg in den Vinschgau fand, war der FC Torino. Das Serie A Team wählte Prad am Stilfserjoch als Trainingsort aus. Zahlreiche Fans ließen es sich nicht nehmen, den Turiner Profis nicht nur bei den beiden Testspielen, sondern auch bei den öffentlichen Trainingseinheiten über die Schulter zu schauen. Unter den Besuchern war auch Gustav Thöni, Südtirols Ski-Legende und Vinschgaus erfolgreichster Wintersport-Athlet, der dem Traditionsverein einen persönlichen Besuch abstattete. Gleich zwei Testspiele absolvierte der FC Turin auf dem Sportplatz in Prad: Zunächst traf man auf den deutschen Drittligisten FC Ingolstadt, ehe zum Abschluss des Vinschgau-Aufenthalts ein echtes Serie-A-Duell auf dem Programm stand. Im Spiel gegen den Aufsteiger US Cremonese zeigte Torino seine Klasse und gewann deutlich mit 4:1.
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Das Jahr 2025 war für die Sportschützin Barbara Gambaro erneut ein voller Erfolg. Nach ihrem Olympiadebüt im Sommer 2024 in Paris blickt die 33-Jährige aus Schlanders auf eine erfolgreiche Saison mit vielen Höhepunkten zurück, deren krönender Abschluss ein weiterer Italienmeister-Titel war.
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Vor fast 15 Monaten erfüllte sich Barbara Gambaro mit ihrer Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen in Paris einen sportlichen Lebenstraum. Die junge Vinschgerin trug sich damals auch in die heimische Sportgeschichte ein, denn bis heute ist sie die einzige Frau aus dem Vinschgau, die an Sommerspielen teilnehmen durfte.
Auch in diesem Jahr konnte die Ausnahme-Sportschützin wieder überzeugen und bewies einmal mehr, dass sie in Italien zu den Besten ihres Fachs gehört. Bei den Italienmeisterschaften in Rom, die Mitte September ausgetragen wurden, trat Gambaro als dreifache Titelverteidigerin an und schaffte es, einen dieser Titel auch zu verteidigen. So sicherte sie sich Gold in der olympischen Königsdiziplin, dem Dreistellungskampf. Im Luftgewehrbewerb verpasste sie das Podest nur knapp und landete auf dem vierten Platz. Im Kleinkaliberbewerb leuchtete am Ende Position 5 für sie auf. Somit fuhr sie mit einer Medaille im Gepäck in den Vinschgau zurück und vergrößerte erneut ihre Titelsammlung. Wie viele Italienmeister-Titel sie bereits geholt hat? Die genaue Zahl weiß sie selbst nicht mehr, was aufgrund ihrer zahlreichen Erfolge auch nicht verwunderlich ist. „Ich glaube, es sind so um die 20“, sagt sie mit einem Lächeln.
Dass sie auf nationaler Ebene längst zu den ganz Großen zählt, steht ohnehin außer Frage. Doch auch international lässt Gambaro immer wieder mit Erfolgen aufhorchen. Bei den Denmark Open im Februar gewann sie im 10 m Luftgewehr Mixed-Bewerb zusammen mit Danilo Sollazzo Gold. Im Finale besiegte das Duo die Konkurrenz aus Schweden. Und auch im Einzelbewerb im 10 m Luftgewehr sprang sie aufs Podest und sicherte sich Platz 3. Bei den Europameisterschaften im März in Kroatien belegte sie zusammen mit Edoardo Bonazzi im Mixed-Bewerb den starken vierten Platz – und schrammte damit nur hauchdünn an einer EM-Medaille vorbei.
Die Italien-Meisterschaften bildeten zugleich den Abschluss ihrer diesjährigen Wettkampfsaison. Die Weltmeisterschaft lässt Gambaro heuer aus. Für sie geht es nach einer kurzen Pause wieder im Dezember mit den ersten Wettkämpfen der neuen Saison weiter. Und Barbara Gambaro wird dann wieder hochmotiviert am Start stehen.
Es kann offiziell losgehen! Die Loipen vieler Langlaufgebiete im Alpenraum wurden bereits geöffnet. Die Loipenvereinigung nordic³ hat zu diesem Anlass am Samstag, 6. Dezember eine gemeinsame Pressekonferenz organisiert, bei der Vertreter aus den acht beteiligten Langlaufgebieten im Biathlonzentrum Grogg in Martelltal ihr Projekt vorstellten und eine Vorausschau auf den kommenden Winter wagten.
Die Langlaufvereinigung nordic³ ist gerüstet für die Wintersaison 2025/26. Beteiligt sind acht Langlaufgebiete aus Italien, Österreich und der Schweiz. Sie haben sich vor einigen Jahren zusammengeschlossen – aus gutem Grund, wie Alexander Mair, der Obmann der Bürgergenossenschaft Martell 3B, verriet: „Mit dem Projekt nordic³ haben wir gemeinsam 232 Loipenkilometer. Als Verbund treten wir in Kommunikation und Marketing geschlossen auf und steigern so nicht nur unsere Reichweite, sondern vor allem auch die Qualität unseres Produkts. Wir bieten ein vielfältiges Angebot aus Loipen für Anfänger und Profis, anspruchsvolle Kilometer für Athletinnen und Athleten auf hohem Niveau, aber auch leichtere Kilometer, die optimal sind, um in den Genuss des Langlaufens zu kommen. Außerdem arbeiten wir in den jeweiligen Zonen auch mit den Skischulen an, um das Erlernen des Langlaufens zu ermöglichen.“
Im italienischen Raum sind die Langlaufregionen Martell, Reschen, Langtaufers, Sulden und Schlinig beteiligt. Auf österreichischem Boden muss man nur über den Reschenpass fahren, um im Langlaufgebiet Nauders am Reschenpass die nächste involvierte Zone zu finden. Dort wurde in den vergangenen Jahren nicht nur viel in die Verbesserung der Loipen investiert, sondern es bietet sich auch die einmalige Gelegenheit, mit den Langlaufskiern über den Reschenpass und damit über die Grenze zu fahren. Und auf Schweizer Boden sind Val Müstair und Engadin mit dabei, welche gleichzeitig die größten Langlaufgebiete der Vereinigung stellen. Die Loipen dieser acht Zonen befinden sich außerdem auf verschiedenen Höhenlagen, sodass in der Wintersaison von November bis April Schneesicherheit herrscht. „Insbesondere in der Hochsaison von November bis Jänner hat man so eine große Auswahl und kann von einem Langlaufzentrum zum nächsten ziehen“, betont Mair.
Gemeinsame Tickets und Innovation für die Zukunft
Besonders punkten kann nordic³ mit den gemeinsamen Tickets, die für erschwingliche Preise eine große Auswahl bieten. So kostet die Saisonkarte für alle Gebiete 100 Euro, die Wochenkarte kostet 40 Euro und das Tagesticket 12 Euro. Während die Tages- und Wochenkarten besonders für Urlauber empfehlenswert sind, sind die Saisonkarten bei Einheimischen beliebt.
Um die Gebiete von nordic³ noch beliebter zu machen, wird auch Zeit und Geld in die Zukunft investiert, wie Manuel Platzgummer von Vinschgau Marketing verriet: „Bereits in der Durchsetzung ist eine interaktive Loipenkarte, die es Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, über das Smartphone den Status der Loipen zu kontrollieren und so einfacher einen Aufenthalt zu planen. Außerdem arbeiten wir an der Integration von Webcams entlang der Loipen. So kann auch schnell und unkompliziert über das Smartphone kontrolliert werden, wie das Wetter in den einzelnen Gebieten ist.“
Aber nicht nur für Langlauf-Urlauber, sondern auch für Sportveranstaltungen sind die Regionen von nordic³ gefragt. Besonders Martell, das neben den Langlauf-Loipen auch ein Biathlonzentrum stellt und vom 12. bis 14. Dezember zuerst eine Etappe der Coppa Italia der Biathleten bei sich hat und vom 15. bis 21. Dezember auch eine Station des IBU Junior Cups veranstaltet. In Sulden findet am 29. Dezember ein neues Event statt, die Genussloipe, bei der man entlang der Strecke nicht nur Langlaufen kann, sondern auch kulinarisch und musikalisch verwöhnt wird. Schlinig ist hingegen ein beliebtes Ziel für Profi-Langläuferinnen und -Langläufer und veranstaltet vom 12. bis 14. Dezember eine Etappe der Coppa Italia. Einen willkommenen Kontrast bilden hingegen die Gebiete Val Müstair und Engadin, die im Jänner und Februar zahlreiche Volkslangläufe bei sich beherbergen, die Tausende von Sportlerinnen und Sportlern zu sich locken.
So schaut nordic³ auf einen ereignisreichen Winter 2025/26 und ist überzeugt, dass gemeinsam Großes erreicht werden kann: „Auch wir vom Biathlonzentrum Grogg in Martell sind glücklich über diesen Verbund. Gemeinsam sind wir stärker und können auch größeren Langlaufgebieten die Stirn bieten. Der Verbund nordic³ bietet für jeden Etwas, das macht das Angebot verlockend und einen Aufenthalt lohnend“, schloss Georg Altstätter vom Organisationskomitee im Martelltal ab.
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Benjamin Wunderer lebt zwischen zwei Welten. In Südtirol kennt ihn kaum jemand, doch jenseits der Schweizer Grenze ist er in der Eishockeywelt ein gefragter Profi-Trainer. Seit fast zehn Jahren verfolgt der Prader dort seinen Traum – und zeigt, dass Leidenschaft, Hingabe und Können keine Grenzen kennen.
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Benjamin Wunderer hat einen vollen Terminkalender – und das nicht nur für die kommenden Monate. Elf Monate im Jahr ist das Eis sein Arbeitsplatz, bis 2027 ist nahezu jeder Tag, jedes Wochenende bereits verplant. „Typisch Schweiz – hier plant man alles für die nächsten zwei Jahre im Voraus“, erklärt er mit einem Lächeln. Bereits zu Beginn des Gespräches merkt man, dass der 45-Jährige seinen Beruf liebt, gleichzeitig zeigt sich aber auch seine Enttäuschung darüber, welches Bild der Beruf des Eishockeytrainers hierzulande hat: „In der Schweiz wird einem sprichwörtlich der rote Teppich ausgerollt, wenn jemand hört, dass ich als Eishockeytrainer arbeite. Der Beruf des Trainers genießt dort hohe Wertschätzung und wird als professionelle Arbeit anerkannt. Bei uns ist das ganz anders, hier bin ich ein Nobody: Man wird eher gefragt, was man denn ‚richtig‘ arbeite, statt das Trainerhandwerk ernst zu nehmen.“ Diese fehlende Anerkennung sei auch einer der Gründe, weshalb nur sehr wenige den Mut hätten, diesen Weg einzuschlagen. Auch die Wertschätzung für einheimische Trainer sei eine andere: „Ausländische Trainer werden oft viel höher geschätzt als einheimische.“
Traumberuf Spieler? Nein, Trainer!
Benjamin Wunderers Leidenschaft fürs Eishockey begann früh: Mit etwa vier Jahren betrat er zum ersten Mal das Natureis in Prad – und war sofort gefesselt vom schnellsten Mannschaftssport der Welt. Mit knapp zehn Jahren wechselte er nach Latsch, wo er sich bis in die erste Mannschaft kämpfte und sowohl in der Serie A und Serie B auf dem Eis stand. Doch während andere von einer Spielerkarriere träumten, wusste Wunderer schon im Jugendalter, dass er einen anderen Weg gehen möchte: Er wollte Trainer werden. Eine entscheidende Rolle spielte dabei sein damaliger Trainer Josef Vimmer, unter dem er mit 17 Jahren spielte. „Er wusste genau, wie man mit mir umgehen muss“, erinnert sich Wunderer. „Ich habe zu ihm hochgeschaut und mir gedacht: So will ich werden – so wie er!“ Dies prägte seinen Weg und legte den Grundstein für seine spätere Karriere als Profi-Trainer in der Schweiz. Sein Weg vom Spieler zum Profitrainer begann im Jahre 2007 beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB). Neben seiner Trainerausbildung in Deutschland hat er auch verschiedene Lizenzen in Italien und in der Schweiz erworben, denn er hatte stets im Hinterkopf: „Ich will ins Ausland.“ 2015 war es schließlich so weit, Wunderer erhielt die große Chance, seinen Traum zu verwirklichen. Der Schweizer Club SC Rheintal bot ihm für die Saison 2016/2017 eine Stelle im Nachwuchsbereich an und so wurde der Prader der erste Profitrainer in der Geschichte dieses Eishockeyvereins. Doch die Entscheidung, sich diesen Herzenswunsch zu erfüllen, war alles andere als einfach. Er musste sowohl finanziell – die Bezahlung war unterdurchschnittlich- als auch familiär volles Risiko eingehen. Sein zweiter Sohn war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal ein Jahr alt und er musste seine Familie in der Heimat zurücklassen. Doch Wunderers Frau Katja stand voll und ganz hinter ihm. Für diese Unterstützung ist er ihr bis heute unendlich dankbar: „Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen!“ Zwei Jahre lang hatte er schließlich den Posten des Jugendtrainers beim SC Rheintal inne, ehe er für ein Jahr in die Heimat zurückkehrte und beim AHC Vinschgau das Kommando hinter der Bande übernahm. Als jedoch 2019 ein erneutes Angebot aus der Schweiz auf seinen Schreibtisch flatterte, war für ihn klar: Er will es noch einmal im Ausland probieren. Und dieser Mut wurde schließlich belohnt.
Vom Vereinscoach zur Nachwuchs-Koryphäe
Seit nunmehr sechs Jahren ist Wunderer in der Schweiz beim CdH Engiadina als Cheftrainer und Nachwuchsverantwortlicher engagiert. Er pendelt fast täglich zwischen Prad und Scuol. Der Lohn dafür? Mittlerweile ist er im Schweizer Nachwuchs weitum bekannt. „Das Engagement bei Engiadina war der Jackpot“, freut er sich. Er gehört auch zu den Trainern des Vorzeigeprojektes Hockey Grischun Sud, einem Zusammenschluss mehrerer Vereine des Kantons Graubünden. Hierbei werden über 400 Kinder und Jugendliche aus 5 Vereinen koordiniert. Die Nachwuchscracks können in altersgerechten Teams spielen und werden je nach Leistung für verschiedene Partien und Turniere zu einer Mannschaft zusammengesetzt. So erhält jedes Kind und jeder jugendliche Eishockeyspieler die Möglichkeit, sich auf dem für ihn geeigneten Spielniveau weiterzuentwickeln „Siegen steht nicht an erster Stelle. Die Kinder sollen durch Spielerfahrungen besser werden. Und auf diese Weise erhalten alle genügend Spielpraxis“, erklärt Wunderer, der auch eng mit dem nahegelegenen Spitzenklub HC Davos zusammenarbeitet.
Als eine der Koryphäen im Schweizer Nachwuchshockey wirkte Wunderer zudem an gleich zwei Fachbüchern mit, in denen sowohl Praxis als auch Theorie von Eishockeykursen für Kinder und Jugendliche festgehalten sind. „Die Bücher sind eine Art Bibel für angehende Trainerinnen und Trainer im Nachwuchsbereich und werden in der gesamten Schweiz angewandt“, erzählt er stolz. Das Gespräch mit dem Vinschger Wind fällt schließlich auf die Unterschiede zwischen dem italienischen und dem Schweizer Eishockey. Dabei stellt Wunderer fest: „In der Schweiz ist der Weg von der Idee bis zur Umsetzung deutlich länger; oft dauert es Jahre, bis eine Entscheidung tatsächlich realisiert wird. Die Vereine haben ein Mitspracherecht und müssen mit Änderungen einverstanden sein. In Italien sind Regeländerungen wesentlich einfacher umzusetzen, allerdings ist manches weniger durchdacht und wird zu schnell eingeführt.“ Diese Unterschiede seien bereits im Nachwuchsbereich erkennbar. „Die Schweiz denkt langfristiger und behält das große Ganze im Blick. Kinder werden gezielt gefördert - alles mit dem Ziel, bei den Erwachsenen endlich das ersehnte erste WM-Gold zu holen.“
Zwischen TV-Derbys und Ligaverbleib
Wunderer sorgt nicht nur im Nachwuchsbereich für Aufsehen. Als Cheftrainer des CdH Engiadina mischt er mit seiner Mannschaft in der vierten Schweizer Spielklasse kräftig mit. Einige Partien dieser Liga – allen voran das elektrisierende Derby gegen St. Moritz – werden sogar live im Regional-Fernsehen übertragen und mit ausführlichen Analysen, Interviews und Hintergrundberichten begleitet. Das Zuschauerinteresse ist auch in dieser Liga enorm hoch. Angesprochen darauf, was seine Mannschaft so besonders macht, findet Wunderer klare Worte: „Jeder Spieler hat seine Ausbildung beim CdH Engiadina durchlaufen, wir sind ein echtes „Eigenbau“-Team!“ Solche Mannschaften sind mittlerweile eine Seltenheit. Auf die Frage nach seinen sportlichen Zielen antwortet Wunderer entschlossen: „Unser oberstes Ziel ist der Ligaverbleib.“
Der Preis ist hoch
Am Ende des Gespräches macht Wunderer deutlich, dass die Verwirklichung seines Traums mit großen persönlichen Opfern verbunden ist: „Aufgrund meines Zeitmangels sind viele Freundschaften zerbrochen, das soziale Leben in der Heimat existiert kaum noch.“ Sein Alltag folgt einem strengen Terminplan, feste Ferien oder spontane Unternehmungen mit der Familie sind kaum möglich. Doch er ist bereit, diesen Preis für seinen Traum zu bezahlen und er zeigt sich dankbar für seine Chance: „Ich darf jedes Wochenende in den schönsten Schweizer Stadien arbeiten und treffe die Stars der National League!“ Wunderer ist sich bewusst, dass seine Familie zurzeit noch viel zurückstecken muss, doch er weiß auch, dass sich seine Prioritäten im Alter ändern werden und dann das Familienleben wieder stärker in den Mittelpunkt rücken wird.
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Was ist bloß mit Partschins los? In der vergangenen Saison sorgte das Team mit seinen Auftritten in der Oberliga für Furore und feierte am Ende die erfolgreichste Oberliga-Meisterschaft in der Vereinshistorie. Doch in der neuen Spielzeit ist von diesem Glanz kaum noch was übriggeblieben. Die Mannschaft befindet sich im Tabellenkeller.
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Dreht man das Rad der Zeit um fast genau 365 Tage zurück, so sah die Partschinser Fußballwelt ganz anders aus. Das Team von Luca Lomi war der Schrecken der Gegner und stets für eine Überraschung gut. Die Vinschger Elf zeigte sich unberechenbar, torgefährlich und lieferte konstant starke Leistungen. Doch das aktuelle Bild ist ein völlig anderes, denn man steckt mitten in einem Formtief. Dabei hatte der Saisonauftakt noch so vielversprechend begonnen, es schien, als würde man dort anknüpfen, wo man im Mai aufgehört hatte. So besiegte man zum Auftakt Comano. Doch diesen Schwung nahm man nicht in die folgenden Partien mit. Partschins reihte gleich vier Niederlagen aneinander. Mehr als einen Monat wartete Partschins auf den nächsten Erfolg. Erst Anfang Oktober gelang gegen St. Pauls ein dringend benötigter Sieg. Zwei Unentschieden sorgten immerhin für kleine Lebenszeichen, doch der große Befreiungsschlag blieb bisher aus. Zwar konnte man das direkte Duell mit Schlusslicht Gherdeina mit 2:1 für sich entscheiden, doch weiterhin steckt man in der Abstiegszone fest. Sucht man nach möglichen Gründen für die schwache Hinrunde, fällt in der Statistik eines sofort ins Auge: Partschins hat fast doppelt so viele Tore kassiert, wie es selbst erzielt hat. Lediglich 10 Treffer konnten bisher bejubelt werden, während man bereits 19 Gegentore hinnehmen musste. Diese Minusstatistik ist unter anderem auch ein Grund, weshalb der Höhenflug aus dem Vorjahr nicht wiederholt werden konnte.
Eines ist allen klar: Es müssen endlich Siege her, will man nicht auf den Abstiegsplätzen überwintern. Dass sogar noch ein Platz im Mittelfeld möglich ist, beweist ein Blick auf die Tabelle.: Nach 12 Spieltagen trennen den Tabellenletzten lediglich fünf Punkte von Platz 8 (Comano). Somit ist für Partschins (Position 15 mit 11 Zählern) weiterhin ein Platz im Mittelfeld möglich – vorausgesetzt, das Team gewinnt die letzten drei Spiele der Hinrunde und die Konkurrenten vor ihnen lassen Punkte liegen.
Besser läuft es für die Partschinser im Landespokal. Dort steht man im Viertelfinale, das für Derby-Fans ein besonderes Highlight sein wird. Denn der Gegner ist der Lokalrivale aus Naturns. Das Spiel findet am 18. März statt.
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430 Kilometer bis zum Meer, 46 Teams, fast 30 Stunden – die Zahlen des Resia-Rosolina-Staffellaufs, der zum sechsten Mal ausgetragen wurde, sind beeindruckend. Die Strecke führte die Teilnehmer von der Quelle der Etsch am Reschenpass bis zur Mündung von Südtirols längstem Fluss ins Adriatische Meer, genauer gesagt nach Rosolina Mare. Mitten im Teilnehmerfeld war auch der Gründer und Organisator dieser einzigartigen Veranstaltung: Gerald Burger, der das Event mit Herzblut begleitet und zu dem gemacht hat, was es heute ist.
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Resia-Rosolina-Staffellauf
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Noch bevor die Sonne am 5. September über den Reschensee kletterte, fiel in Graun beim Turmareal der Startschuss des diesjährigen Resia-Rosolina-Relay- Staffellaufes. Mit dabei waren heuer 46 Teams. Damit wurde ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Die teilnehmenden Mannschaften mussten eine Strecke von 430 Kilometern zurücklegen, rund 95 % der Strecke wurde auf Radwegen entlang der Etsch gelaufen. Jeder Läufer und jede Läuferin absolvierte innerhalb der Gesamtstrecke vier nicht aufeinanderfolgende Etappen von jeweils etwa 10 Kilometern, mit rund 90 km Ruheintervallen zwischen den einzelnen Abschnitten. Tag und Nacht wurde gelaufen, die Strecke führte durch zwei Regionen – Trentino-Südtirol und Venetien – sowie durch die fünf Provinzen Bozen, Trient, Verona, Venedig und Rovigo. Am Samstag erreichten die ersten Teams schließlich das Meer in Rosolina, wo das Ziel direkt am Strand lag.
Das schnellste Herrenteam Vicenza Marathon UAN erreichte das Ziel nach 29:17.16 Stunden, bei den Damen siegte das Team Vicenza Marathon Girl Siegerteam mit einer Zeit von 35:36.04 Stunden. In der Mixed-Wertung gab es einen Südtiroler Sieg, dort triumphierte das Seiser Alm Team nach 31:49.25 Stunden. Auch Teams aus dem Ausland nehmen immer wieder an diesem speziellen Staffellauf teil. Heuer waren zwei deutsche, zwei tschechische und zwei österreichische Mannschaften am Start. Ebenso ließen sich einige Läuferinnen und Läufer aus dem Vinschgau dieses Event nicht entgehen: So traten der ASC Laas Raiffeisen und das Reschenseelauf Team an. Verantwortlich für die reibungslose Umsetzung war erneut die Ferienregion Reschensee, in Zusammenarbeit mit dem Verona Marathon Team. Gerald Burger, Gründer und Organisator dieser Laufveranstaltung freute sich sehr über das gelungene Event: „Es war eine super Veranstaltung mit bester Werbung für die Etsch, den Reschensee und für den Vinschgau.“ Für Burger war es in diesem Jahr eine besondere Ausgabe, denn erstmals erlebte er den Staffellauf aus den Augen eines aktiven Läufers: „Ich konnte erstmals aus der Sicht eines Läufers dieses Event wahrnehmen und durfte unvergessliche Eindrücke miterleben!“
Am Ende freuten sich alle Teilnehmer darüber, eine unglaubliche Reise von den Bergen bis ans Meer gemeistert zu haben.
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In der laufenden Landesliga-Saison mischt Naturns wieder ganz vorne mit und jagt nach zehn Spieltagen einmal mehr Tabellenführer Bruneck. Die Naturnser präsentieren sich in starker Form und wollen endlich wieder in die Oberliga zurück. Anders sieht es beim Vinschger Rivalen Latsch aus, dessen Saisonstart durchwachsen verlief.
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Fußball - Landesliga-Saison
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Sarah Mitterer
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Schon zum Saisonstart zeigte Naturns auf beeindruckende Art und Weise, dass es erneut zu den heißesten Anwärtern auf den Titel gehört. Mit zwei klaren 5:0-Siegen gegen Terlan und Gargazon setzte die Mannschaft von Trainer Patrick Fliri gleich doppelte Ausrufezeichen und brachte die Konkurrenz zum Staunen. Erst am dritten Spieltag kam der Naturnser Motor kurz ins Stocken – beim überraschenden 0:2 gegen Lana. Doch schon bald darauf fand Naturns auf die Spur zurück: Mit vier Siegen in Serie – darunter das heiß umkämpfte Vinschger Derby gegen Latsch (2:0) – unterstrichen die Gelb-Blauen ihre Titelambitionen eindrucksvoll.
Naturns präsentiert sich derzeit als eines der komplettesten Teams der Liga – vorne brandgefährlich, hinten stabil. Mit 28 Treffern in zehn Spielen stellen die Untervinschger die zweitbeste Offensive der Landesliga, und auch defensiv zählt die Mannschaft zur Spitze. Mit gerade einmal acht Gegentoren ist Naturns gemeinsam mit Olimpia Meran das defensivstärkste Team der Liga. Und auch im Landespokal läuft es für die Naturnser rund. Gegen St. Georgen zog man dank eines Sieges im Elfmeterschießen ins Viertelfinale ein. Dort kommt es zu einem besonderen Highlight: Naturns wird gegen den Lokalrivalen Partschins, der in der Oberliga spielt, um den Halbfinaleinzug kämpfen. Das mit Spannung erwartete Duell findet erst im neuen Jahr - am 18. März um 20 Uhr in Naturns- statt.
Weniger rund läuft’s derzeit bei Latsch, das sich noch etwas unbeständig präsentiert. Nach der vergangenen sehr starken Saison wollten die Schwarz-Weißen eigentlich wieder vorne mitmischen – doch der Start in die neue Spielzeit verlief durchwachsen. Zwar sorgte man mit dem Auftaktsieg gegen Olimpia Meran, einen der großen Titelfavoriten, für einen echten Paukenschlag, doch im Verlauf der bisherigen Meisterschaft schlichen sich mehrere Patzer ein, welche die Latscher in der Tabelle zurückwarfen. Ein Grund für die Niederlagen ist vor allem die Defensivleistung. Offensiv wissen die Schwarz-Weißen durchaus zu überzeugen, doch hinten brennt es zu oft. Ganze 24 Gegentore in zehn Partien – das bedeutet aktuell die zweitschwächste Defensive der Landesliga.
Die Hinrunde dauert noch knapp einen Monat und beide Vinschger Teams arbeiten weiterhin intensiv daran, sich eine optimale Ausgangsposition für die Rückrunde zu sichern.