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Latsch
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Am 8. November fand im Culturforum Latsch eine Benefizaktion statt, deren Erlös zur Hälfte an das Kinderkrankenhaus Kiew und zur anderen Hälfte an die Organisation “Hoffnung auf einen besseren Morgen” ging. Die Katholische Jungschar Südtirols gibt jedes Jahr ein Thema auf Landesebene heraus, und die jeweiligen Ortsgruppen sollen nach diesem Motto eigenständig etwas anstoßen. Das heurige Jahresthema lautet “Kleine Taten - großer Frieden”. Von der Ortsgruppe Latsch, mit Gruppenleiterin Gisela Nagl, wurde die Benefizaktion “Zünd ein Licht an” initiiert. Bürgermeister Mauro Dalla Barba hielt seine “schützende Hand” über die Aktion.
Mehrere Vereine und Gruppen aus der Gemeinde Latsch wirkten mit: Bibliothek, Kreativgruppe, Ministranten, Jungschar, AVS, Handwerker Latsch und einige Klassen der Grundschule Latsch. Einzelpersonen: Jakob (Schönes aus Holz), Ulrich (Gedrechseltes), Anni (Kerzen, Krippen), Stefan (Bilder), Hans (Holz und Stein), Erna, Rosa, Gisela, Eleonore (Schönes aus Ton), Sebastian (Schnitzarbeiten) Anna (Schönes aus Wolle, Flohmarkt), Waltraud, Karin (Kaffee, Kuchen), Bernhard (Kunstdrucke), Johanna (Papier handgeschöpft), Barbara (Minitheater) und Irmi (Apfelsaft). Mehrere Geschäfte spendierten einen Einkaufgutschein oder einen Sachpreis für eine Verlosung.
Petra Theiner aus Prad, von der Organisation „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ kam persönlich um sich bei allen Mitwirkenden und Besuchern zu bedanken. „Ihr alle habt ein Licht angezündet und gebt Hoffnung. Geben wir gemeinsam die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht auf“, so Theiner. (pt)
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St. Martin in Zerza
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Schenke uns Sonnenschein, damit die Almen grünen und das Vieh fröhlich weidet.“ Auch dieser Satz kommt in dem Segen vor, den der Sekretär des Bischofs und Pfarrer Michael Horrer am 9. August im Kirchlein zu St. Martin in Zerza ausgesprochen hat. Das Schlusslied „Glorwürdige Königin“ wird in der voll besetzten Kirche von der zufällig zusammengewürfelten Kirchengemeinschaft mit unvergleichlicher Inbrunst gesungen. Alle anderen Lieder auch. Dafür sorgen nicht zuletzt der Schlosser Hans und der Schlosser Pepi, also der Hans und der Pepi Moriggl, die seit Jahrzehnten tonangebend die im Sommer zu Jakobi, zu Laurenzi und zu Bartlmäh stattfindenden Messen in St. Martin stimmlich begleiten. Am 9. August hat Gernot Niederfriniger Gesang, Lieder und Zwischenspiel wunderbar mit der Harfe begleitet. Pfarrer Michael Horrer hat von Gänsehaut gesprochen und damit die Stimmung im Kirchlein gemeint und er hat davon erzählt, dass ihn der Bischof Ivo gefragt habe, wo sich denn dieses Krichlein befinde, in dem er die hl. Messe feiere. Horrer erzählt, dass er dem Bischof die vom Haidersee gut sichtbare und hellweiß glänzende Kirche beschrieben habe.
Der Messner von St. Martin, der Valentin Kuenrath, sorgt seit Jahren dafür, dass die Kirche zu den angegebenen Messen glänzt, gewienert und gebohnert und geschmückt ist. Der Burgeiser Messner, der Toni Punt, stellt im Sommer die Fahne des hl. Martin mit dem darauf abgebildeten Martinigansl zur Verfügung, die er selbst renovieren hat lassen. Es sei nebenbei erwähnt, dass die Kirche - wie so oft - bei Weitem nicht alle Besucher hat fassen können. (eb)
Kürzlich setzten sich die Abschlussklassen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums am Oberschulzentrum Mals im Rahmen des Workshops „Flucht – rein oder raus?“ intensiv mit gängigen Vorstellungen und Fakten rund um Flucht und Asyl auseinander. Getragen wurde diese Initiative von der „Organisation für Eine solidarische Welt“ OEW.
Zu Beginn diskutierten die Schülerinnen und Schüler wichtige Fachbegriffe und thematisierten, wie stark Sprache die Wahrnehmung von Menschen beeinflusst und wie wichtig präzise Bezeichnungen für das Verständnis von Flucht- und Migrationsprozessen sind.
Im Anschluss folgte ein interaktives Wahr-oder-Falsch-Spiel, in dem Mythen und Realität rund um Flucht, Asyl und Migration geprüft wurden.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Asylrecht in Italien. Die Schülerinnen und Schü-ler erhielten einen Einblick in die rechtlichen Rahmenbedingungen und diskutierten die Herausforderungen, die mit dem Asylverfahren verbunden sind.
Der Workshop bot nicht nur Faktenwissen, sondern auch die Möglichkeit, Vorurteile zu hinterfragen und ein differenzierteres Verständnis für die Situation von Geflüchteten zu entwickeln.
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Prad/Riva del Garda
Die drei Prader Feuerwehrmänner Pöhli Lukas, Daniel Peer und Elias Gruber hatten vor einiger Zeit das Event „Garda Lift on Fire“ auf Facebook entdeckt und sich daraufhin entschlossen an der Veranstaltung teilzunehmen. Vier Monate lang bereiteten sie sich darauf vor und trainierten gemeinsam für den Wettbewerb. Beim Feuerwehrwettbewerb müssen die Teilnehmer mit voller Montur und Atemschutz eine Strecke von 500 Metern bewältigen – zunächst durch Riva del Garda, wo der Wettbewerb im Rahmen des Firecity-Festes ausgetragen wird, und dann 600 Stufen hinauf entlang des „Gardalifts“. Die Prader Gruppe landete unter rund 300 Teilnehmern knapp unter den ersten 100. Elias Gruber spricht von einem respektablen Ergebnis: Alle drei blieben unter 14 Minuten für die gesamte Strecke. Am Wettbewerb, der am 27. September ausgetragen wurde, nahmen Feuerwehrmänner und -frauen aus 14 Nationen teil. Glück hatte man mit den Temperaturen: bei angenehmen 18 Grad ließ es sich in der Atemschutzkleidung immerhin einigermaßen aushalten. (uno)
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Dauerausstellung in der Raiffeisenkasse Obervinschgau
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Am Donnerstag, 12. März 2026 fand im Hauptsitz der Raiffeisenkasse Obervinschgau gemeinsam mit dem Ortler Sammelverein die feierliche Eröffnung der Dauerausstellung „Gegen das Vergessen – für Frieden, Erinnerung und Menschlichkeit“ statt und dabei wurde ein Stück Geschichte eindrucksvoll lebendig. Die Präsidentin des Ortler Sammelverein - 1. Weltkrieg Melanie Platzer und ihr Stellvertreter Gerald Holzer gaben spannende Einblicke in die Ausstellung – mit bewegenden Exponaten, beeindruckenden Kunstwerken von Willi Trenkwalder, Max Holzer, Matthias Thöni sowie eindringlichen Fotografien von Manni Köhle. Im Mittelpunkt stand die Sinnlosigkeit des Krieges im Allgemeinen. Es wurden spannende Einblicke in die Stellungen an der Ortlerfront gewährt. Dabei wurden auch überraschende Verbindungen zur damaligen Finanzwelt aufgezeigt Ungleichheiten zwischen Offizieren und einfachen Soldaten Kriegsanleihen und ihre Folgen Inflation und wirtschaftliche Belastungen. Der Direktor Markus Moriggl spannte den Bogen in die Gegenwart und beleuchtete aktuelle Entwicklungen rund um den Ukrainekrieg sowie die Konflikte im Iran – ergänzt durch Einschätzungen von Union Investment. Zudem betonte er, dass mit dieser Initiative die Raiffeisenkasse Obervinschgau, passend zu ihrem Jahresthema Frieden, einen sichtbaren Beitrag vor Ort leistet. Ein Abend voller Eindrücke, der zeigt: Erinnerung ist nicht Vergangenheit – sie ist Auftrag für die Zukunft.
Die feierliche Eröffnung endete mit einem kleinen Umtrunk in der Schalterhalle.
Die Daueraustellung bleibt noch eine längere Zeit für die interessierten Besucher, Gruppen und auch Schulen während der Schalteröffnungszeiten oder nach Voranmeldung zugänglich.
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Schlanders
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Anna Pfitscher
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Am Samstag, den 28. März, drehte sich in Schlanders alles um das Fahrrad. Mit dem Ziel, das Umweltbewusstsein zu fördernd und somit im Sinne der Nachhaltigkeit - „heint fir Morgn“- auch den nachfolgenden Generationen eine Chance zu geben, organisierte das Klimateam der Gemeinde die Aktion „Rund ums Radl“.
Dabei wurden für einen Vormittag die Autos aus dem Dorfkern zwischen Kulturhausplatz und Plawennplatz verbannt und die dortigen Straßen verwandelten sich in eine lebendige Fahrradmeile mit verschiedenen Stationen rund um das Thema Rad: Neben einem Fahrradflohmarkt gab es bei einem Fahrradcheck die Gelegenheit, sein Rad kostenlos für die neue Saison startklar zu machen.
Auch die Kinder erwartete ein spannendes Programm: Bei einem Radparcours vom Elki Schlanders wurde die Geschicklichkeit auf dem Rad getestet, bei einem weiteren Parcours, aufgestellt von der Ortspolizei Schlanders, bestand die Möglichkeit, den Fahrradführerschein zu erwerben. Zudem konnten die Kinder bei einem Quiz ihr Wissen zum Thema „Sicherheit auf dem Fahrrad“ unter Beweis stellen und wurden für ihr fleißiges Mitraten mit kleinen Geschenken belohnt.
Beim Stand der Genossenschaft „Alto Mare“ stand die Kreativität im Vordergrund: Durch eine rollende Drucktechnik wurden mit Teilen von Fahrradzubehör wie Reifen und Ketten, Motive auf Stoff gedruckt, sodass bunte T-Shirts und Taschen entstanden.
Außerdem wurde im Rahmen der Veranstaltung der Wettbewerb „Südtirol radelt - Schlanders radelt mit“ vorgestellt und all jene Schlanderser Teilnehmer prämiert, die im vergangenen Jahr mindestens 50 km mit dem Rad zurückgelegt haben.
Das Klimateam Schlanders hofft, dass die Aktion dazu beiträgt, das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zu stärken: für weniger Verkehr, saubere Luft und eine lebenswerte Gemeinde.
Mit bewegenden und von Herzen kommenden Worten verabschiedeten sich bei der Weihnachtsfeier am 23. Dezember 2025 gleich zwei Persönlichkeiten von der Lebenshilfe Südtirol und dem Haus Slaranusa: Georg Horrer, der Bereichsleiter Arbeit, tritt nach über 40 Jahren in die Pension über, Markus Horrer, Mitarbeiter im Arbeitsbereich, nach fast 33 Jahren. „Ich habt mir Geduld und Liebe gelernt. Unsere Welt wäre ohne euch ärmer“, sagte Markus Horrer in Richtung Klienten und Familien. Georg Horrer war als Bereichsleiter für sechs Strukturen mit über 100 Klienten zuständig. Am 13. Dezember 1985 fing er in der Lebenshilfe Südtirol als Zivildiener an, wurde Sekretär und dann zum Bereichsleiter Arbeit „nach oben hin weg delegiert.“ Schweren Herzens trete er ab. „Ihr werdet mir fehlen“, sagte er sichtlich gerührt. Roland Schroffenegger, der Präsident der Lebenshilfe Südtirol und Wolfgang Obexer, der Direktor dankten und lobten Horrers „Offen- und Besonnenheit immer zum Wohle der Klienten. Du hast wegweisende Entwicklungen angestoßen und warst stets ein Fels in der Brandung.“ Dankesworte kamen auch von den Kollegen vom Bereich Wohnen: „Du warst ein Denker auf den immer Verlass war.“ Sieglinde Gufler überbrachte den Dank der Eltern. Urban Rinner und Karin Tschurtschenthaler von der Bezirksgemeinschaft verwiesen auf die Konvention, die „wieder für 5 plus 2 Jahre weitergeht.“ Andreas Tschurtschentaler, der Präsident des Hauses Slaranusa fand berührende Worte: „Du warst Mentor und Seelenverwandter. Du hast nicht nur Strukturen geschaffen, sondern geschafft, dass sich jeder gesehen und geschätzt fühlt. Danke für deine Widerständigkeit. Die Wunder in der Lebenshilfe finden jeden Tag statt - wie ihr den Alltag bewältigt. Die Lebenshilfe braucht keinen Scheinwerfer sondern leuchtet von allein.“
Geehrte wurde auch Mitarbeiter Peter Paul, der seit 40 Jahren in der Tischlerei arbeitet. Der Nachfolger von Georg Horrer ist Martin Nagel, bisheriger Leiter des Arbeitsverbundes, den Christine Gruber übernommen hat. (ap)
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Brüssel/Schlanders
Die Englische Ausgabe von „Kann Südtirol Staat?“ ist in Brüssel vorgestellt worden.
Für den Verein Noiland Südtirol-Sudtirolo, der für das Buchprojekt verantwortlich zeichnet, war es ein weiterer wichtiger Schritt und großer Erfolg. Gemeinsam mit der Coppieters-Stiftung aus Brüssel, die vom EU-Parlament finanziert wird und sämtliche Übersetzungskosten übernommen hat, wurde im vollbesetzten Repräsentationssaal der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino die englische Ausgabe von „Kann Südtirol Staat?“ vorgestellt.
Adelheid Mayr, Fabian Haas, Karin Meister, Marco Manfrini und Harald Mair boten in Vertretung der 16 Autorinnen und Autoren einen Streifzug durch das Buch und seine Schwerpunkte.
Der Südtiroler EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann empfing die Noiland-Delegation und sprach zu Beginn der Veranstaltung freundliche Grußworte.
„Der Austausch mit so vielen Menschen aus ganz Europa hat uns vor Augen geführt, dass Autonomie- und Unabhängigkeitsbestrebungen viel weiter verbreitet sind, als man gemeinhin denkt. Vielerorts wünschen sich die Menschen eine Stärkung der regionalen Parlamente und Regierungen. Die derzeitigen Grenzen werden oft als undemokratische Zwangszugehörigkeit empfunden, die im vereinten Europa überwunden werden kann und soll“, schließt Noiland ab.
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Naturns
- Redakteur:
Anna Pfitscher
Unter dem Titel „Lou & Horst“ kombinierte das Team der Bibliothek Naturns in Zusammenarbeit mit „Kultur Naturns“ die Vorstellung der Bibliografie von Lorenz Blaas, alias „Lou“, mit der anschließenden Vernissage der Kunstausstellung von Horst Ringel.
Im ersten Teil des Abends erzählte Michl Schaller aus Lorenz Blaas` Leben, indem er Auszüge aus dessen Bibliografie „Lou, Philosoph der Tiere (und Menschen)“ vorlas, welche 2024 von Christine Losso verfasst wurde. Es ist die Geschichte von dem einst stotternden und von Selbstzweifeln geplagten Lou, der während seiner Kindheit immer wieder sowohl vom alkoholkranken Vater als auch von Lehrern schikaniert und tyrannisiert wurde. Trotz der Demütigungen schaffte er es, seinen Weg zu finden, lernte Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und so aus auch aus negativen Erlebnissen wertvolle Erfahrungen zu gewinnen. Bereits in sehr jungen Jahren erkannte er, vor allem durch das Hüten im Matscher Tal, seine Affinität zur Natur, zu den Tieren und vor allem zu den Hunden. Seine gesammelten Erfahrungen gibt er heute Hundebesitzern vor allem bei gesundheitlichen Fragen zu ihren Vierbeinern weiter. Zudem unterstützt er sie in schwierigen Situationen, die sich im Umgang mit ihren Tieren ergeben, oder, wie Lou es formuliert: „I hilf den Hunden, mit die Leit zurechtzukemmen“-alles eine Frage des Blickwinkels.
Der zweite Teil des Abends stand im Zeichen der Erinnerung an den Grafiker und Künstler Horst Ringel, wobei Peter Erlacher aus dessen Leben erzählte: Horst Ringel wurde 1933 in Dresden geboren, wo er die Ausbildung zum Grafiker absolvierte. Ende der 80er Jahre zog er nach Naturns, wo er sich durch die aktive Tätigkeit im Theaterverein und das Anbieten von Malkursen bald in die Dorfgemeinschaft integrierte. Zudem war Horst Ringel täglicher Stammgast in der Bibliothek, wo er stundenlang Zeitschriften las und für ihn interessante Artikel kopierte, über welche er gerne mit Bekannten diskutierte. Seinen besonderen und auch etwas skurrilen Charakter (zum Beispiel nutzte er den Kühlschrank nur, um darin Bücher aufzubewahren) lernte auch Lou kennen: Horst Ringel arbeitete für einige Zeit als dessen Küchenhilfe, aber der Koch musste akzeptieren, dass sein Gehilfe, auch während des Kochens immer wieder ohne ein Wort zu verlieren, in seinem Zimmer verschwand um zu malen. Dennoch, so Lou, „hatten wir einen sehr guten Weg für das Miteinander gefunden“. Als Horst Ringel am 12.12.2024 verstarb, hinterließ er eine ansehnliche Sammlung seiner Werke, darunter vor allem Portraits und Plakate, welche im Anschluss der Veranstaltung betrachtet und gegen eine freiwillige Spende erworben werden konnten.
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Theaterverein Schlanders
„Puttega!“ ist eine Parodie an die Bürokratie.
Was passiert, wenn der Alltag zur Amtsreise wird? Wenn jede Kleinigkeit einen Akt braucht, jede Anmeldung zur Geduldsprobe wird und selbst die scheinbar einfachsten Aufgaben zu bürokratischen Hindernisrennen mutieren?
Ein ganz normaler Tag in Südtirol entwickelt sich zum wahren Hindernislauf durch Formulare, Schalter und digitale Tücken. Zwischen Anmeldung, Antrag und Abwarten entfaltet sich eine humorvolle Szenenfolge voller Wiedererkennungswert – für alle, die schon einmal an der Bürokratie verzweifelt sind und solche oder ähnliche Spießrutenläufe erlebt haben.
„Puttega!“ wurde nach Ideen der Spieler und Spielerinnen und von Christoph Alber zu Papier gebracht.
Wir wünschen lustige Unterhaltung, sowie viele herzliche Lacher bei der Freilichtaufführung in der Matscher Au.
144.300 Personen haben sich in Südtirol bereit erklärt ein Organ zu spenden. „Das sind 27 Prozent“, informierte LR Hubert Messner die Anwesenden am 3. Oktober 2025 im CulturForum Latsch. Vor allem über die Möglichkeit die Organspende im Ausweis eintragen zu lassen, hat man in Südtirol viele erreicht. Ulrich Seitz, Ausschussmitglied von Nierene, sagte: „Man muss im Jahre 2025 zu Organspende, zu Patientenverfügung und zu Sachwalterschaft Bescheid wissen und darüber reden.“
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Schluderns
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Mit dem Film „Schluderns im Bann des Mittelalters“ hat Manuela Reiter nicht nur dem Ort Schluderns alle Ehre gemacht, sondern auch sich selbst einen Wunsch erfüllt. „Es ist ein Herzensprojekt“, sagt sie, denn sie ist seit Jahren aktive Teilnehmerin am Mittelalterfest. Reiter dankte dem Filmproduzenten Gottfried Deghenghi von Telefilm, dem Kameramann Hartmann Seeber, dem „Cutter“ Andreas Ehring, der für den Schnitt gesorgt hatte, und auch allen anderen, die am Film beteiligt waren. Finanzielle Unterstützung kam von der Gemeinde Schluderns, der Ferienregion Reschensee und der Raiffeisenkasse Prad-Taufers. Der Film mit spektakulären Aufnahmen blickt in die Seele der Ritterspiele. Diese werden von der Schludernser Gemeinschaft mit viel ehrenamtlichem Einsatz getragen. Für drei Tage wird Schluderns zu einem Mikrokosmus im europäischen Geist, in dem Menschen allen Nationen friedlich miteinander feiern. Gezeigt werden Emotionen und Werte des Festes, das sich zum renommiertesten Mittelalterevent Europas entwickelt hat - mit über 2000 Darstellerinnen und Darstellern aus rund 14 Nationen und zehntausenden Besucherinnen und Besuchern. Im Film kommen Vereinsobleute, Schausteller, Lagerleute u. a. genauso zu Wort wie der Präsident des Vereins Südtiroler Ritterspiele Edwin Lingg, Programmkoordinator Mirko Stocker, Graf Gaudenz Trapp und BM Heiko Hauser. Das Filmprojekt bedachten die über 300 Gäste mit kräftigem Applaus. Und es gratulierten die Ehrengäste Graf Gaudenz Trapp, RAI Südtirol Koordinator Zeno Braitenberger und Altlandeshauptmann Luis Durnwalder, dem als einstigen Geburtshelfer der Südtiroler Ritterspiele herzlich gedankt wurde. (mds)
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Laas /St. Sisinius
Vinschgerwind: Herr Hofer, sind Sie ein religiöser Mensch?
Jörg Hofer: Die Antwort ist schwierig. Religiös bin ich schon. Wenn ich in Laas bin, gehe ich selten in die Kirche, aber wenn ich reise, bin ich in jedem Dom und in jeder Kapelle, wo ich meine Ruhe finde.
Vinschgerwind: Sie haben in der Kirche St. Sisinius einen Flügelaltar, den Sie in Ihrer Jugend...
Jörg Hofer:...mit 24 Jahren...
Vinschgerwind: Sie haben den Flügelaltar ausgestellt. Also gehen Sie wieder „Kirchen“?
Jörg Hofer: Natürlich bin ich nun oft in St. Sisinius draußen. Es kommen seit gut einem Jahr viele Leute. Es ist aber noch keine Organisation für Führungen für das ganze Jahr vorhanden. Ich selbst kann nicht die Führungen machen, da bleibt ja mein Malen auf der Strecke.
Vinschgerwind: Zum Tag der Romanik am 11. und am 12. Oktober findet man Sie in St. Sisinius?
Jörg Hofer: Ja. Von den Organisatoren wäre eine Führung um 18.00 Uhr vorgesehen gewesen. Da ist aber kein Licht mehr in der Kirche. So habe ich beschlossen, von 10 bis 18 Uhr selbst die Führungen zu machen. Diese zwei Tage sind mir wichtig. Aber es sollten dann schon regelmäßige Führungen stattfinden, so wie in der St. Johann-Kirche in Prad.
Vinschgerwind: Ist das Triptychon mit Marmorsand gemalt?
Jörg Hofer: Nein, das ist auf Papier. Es war kein Auftrag, ich hab die Genesis in einem Sommer aus eigenem Antrieb gemalt. Ich habe die vergessene Kirche als Atelier benutzt. Hans Wielander und Karl Gruber haben das Werk als Titelbild der Arunda gebracht. Dann sind viele Leute gekommen und das ist dem Pfarrer auf die Nerven gegangen. 50 Jahre lang war das Werk verpackt in meinem Atelier. Ich habe es niemanden gezeigt. Othmar Thaler und Wolfgang Platter waren dahinter, dass das Werk angekauft wird und in St. Sisinius seinen Platz gefunden hat. Ich hätte das Werk längst schon verkaufen können.
Vinschgerwind: Wem gehört das Werk jetzt?
Jörg Hofer: Die Kirche gehört der Fraktion Laas und das Triptychon der Gemeinde Laas.
Vinschgerwind: Würden Sie das Bild nochmal so malen?
Jörg Hofer: Ich würde mich heute nicht mehr getrauen.
Vinschgerwind: Stolz auf die eigene Unbekümmertheit in der Jugend?
Jörg Hofer: Ja, man muss einfach staunen, was man da ohne Auftrag geschaffen hat. Kunstwissende Leute haben unglaubliche Assoziationen. Das Triptychen war für mich der Abschied von der realen Welt und der Weg in die Abstraktion.
Interview: Erwin Bernhart
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Franz-Tumler-Literaturpreis – Die Nominierungen: Teil 4
Annegret Liepold
Unter Grund.
Roman Blessing, 2025.
Annegret Liepolds Debütroman „Unter Grund“ beginnt bei Gericht. Junglehrerin Franka verfolgte mit ihrer Klasse die NSU Prozesse, als ein Schüler die Angeklagte als Nazischlampe bezeichnet. Das triggert die Protagonistin des Romans und sie verlässt fluchtartig den Gerichtssaal. Eine Reise in die Heimat und in die Vergangenheit von Franka beginnt. „In der Ferne sieht sie die Autobahn deutlich, der Weg, der zurückführt nach München, in ihr altes, neues Leben, das heute Morgen in einem Gerichtsgebäude ins Trudeln geraten ist.“ Franka hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Familie, sie war auch lange Zeit nicht mehr in ihrer Heimat. Ihre zum Teil dunkle Vergangenheit hat sie verdrängt und möchte sie vergessen.
Der Roman erklärt nicht, sondern zeigt das langsame Abrutschen in die rechtsextreme Szene auf. Er zeigt das Leben auf dem Land, in einem dörflichen Umfeld, das Schweigen der Familien – „Sie hört Ingrid an der Tür vorbeischleichen, wünscht sich, dass sie einfach klopfen und ins Zimmer kommen würde, sie endlich alle Höflichkeiten hinter sich lassen.“ – Und wie eine junge Frau, die sich verloren und verlassen fühlt, in die rechtextreme Szene abrutscht. Schonungslos erzählt Annegret Liepold von der Sehnsucht einer jungen Frau, die dazu gehören möchte. Und vom Prozess der Selbsterkenntnis. Erst diese Reise, diese Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, das Durchbrechen des eigenen Schweigens und Verdrängens lässt die Protagonistin reifen.
Katrin Klotz
Der Bildungsausschuss Naturns führt seine Sensibilisierungsaktionen zu all dem, was die Gemeinde Naturns lebens- und liebenswert macht, weiter. Mit dem Kalender „Wasserwelten Naturns“ für das Jahr 2026 ist Gabriela Hofer, Werner Höllrigl, Stephan Prieth, Hartmann Raffeiner, Veronika Stocker Mair und der Vorsitzenden Astrid Pichler ein „Bildungsüberfall“ auf die Naturnser Bevölkerung gelungen, der für viel Erstaunen und überraschte Freude gesorgt hat. Der Kalender 2026 lädt mit besonderen Bildern herzlich zu einer Reise ein – eine Reise durch die vertraute Landschaft von Naturns und Umgebung, im besonderen Licht des Wassers. „Das Wasser ist seit jeher unser Lebenselixier. Wo Wasser fließt, wird gewirtschaftet, entwickelt sich Natur, Gesellschaft und Kultur. Seit Hunderten von Jahren machen wir das Wasser nutzbar und schätzen seine Kraft. Das Wasser zieht seine Spuren durch unser Leben und gerade unser Thermalwasser spielt dabei eine besonders wertvolle Rolle,“ erläutert Astrid Pichler den Hintergrund für die Entstehung des Kalenders. In eindrucksvollen Bildern werden die Wasserwelten in Naturns in den Mittelpunkt gestellt: das natürlich fließende Wasser in den Bergen, das nutzbar gemachte Wasser in der Kulturlandschaft, das Thermalwasser für die Gesundheit. Das letzte kommt aus einer verborgenen Quelle, die anderen sind offen. Und doch sind sie Teile desselben großen Kreislaufs, gespeist von Natur, Geschichte und Kultur. Für die wunderbaren Fotos im Kalender 2026 dankt der Bildungsausschuss drei Naturnsern aus drei Generationen, die mit ihrem aufmerksamen Blick Geschichte und Gegenwart einfangen: Adolf Fliri, der besondere Momente der Naturnser Dorfchronik bewahrt und erhält; Leo Lanthaler, geschätzt als Naturfotograf ebenso wie als filmischer Erzähler von manch wundersamen Naturnser Alltagsgeschichten und Gabriel Höllrigl, der mit seiner jugendlichen Linse feine Details des Naturnser Dorfbildes unterstreicht.
Gedruckt und um den Jahreswechsel im Zentrum von Naturns verteilt wurden 1.000 Exemplare des Kalenders 2026. Eine kleine Anzahl ist noch in der Bibliothek oder am Bürgerschalter von Naturns erhältlich. Der Bildungsausschuss Naturns wünscht allen beim Durchsehen viel Inspiration – durch Tiefe und Oberfläche, durch das Wasser in all seinen Gestalten.
1. Preis (1 Weihnachtsbaum & 150 E Baumschmuck oder Zubehör): Annelore Schönthaler, 2. Preis (1 Weihnachtsbaum & 75 E Baumschmuck oder Zubehör): Marlies Pinggera, 3. Preis (1 Weihnachtsbaum & 35 E Baumschmuck oder Zubehör): Eva Maria Frank. 4. Preis (Gutschein von 11 E auf Weihnachtsbaum, Baumschmuck oder Zubehör: Esther Folie, Manuela Stocker, Petra Bachman, Nadja Pichler, Dominik Hell, Vivien Franceschi, Marco Pritzi, Despar Windegger Mals, Simone Rauch, Dunja Tassiello, Jasmine Veith, Marion Leggeri, Tanja Marx, Lisa Fleischmann, Manfred Thöni, Anna Andres, Alexander Wolf, Angelika Ziernheld, Simone Fliri, Barbara Riedl, Angela Wagner, Angelika Blaas, Dagmar Stocker, Stefan Telser, Manuela Wolf, Karin Gunsch, Edwin Zwick, Daniela Theiner, Familie Walder, Felix Telser. Sonderpreis der Jury (1 Weihnachtsbaum 75 E für Baumschmuck oder Zubehör): Simone Gerstgrasser; Schönster Baum im Außenbereich (1 Weihnachtsbaum & 35 E für Baumschmuck oder Zubehör): Sieglinde Tschenett; schönster kleiner Baum (1 Weihnachtsbaum &35 E Baumschmuck oder Zubehör): Pius Wiesler; Skurrilster Baum 1 Weihnachtsbaum & 35 E Baumschmuck oder Zubehör: Sandra Zanluchi. Die Gewinner erhalten Ende November 2026 die Gutscheine. Die Preise sind dann ab dem 1. Dezember am „Weihnachtsstandl“ am Bahnhof Spondinig gegen Vorlage des Gutscheins abzuholen. (mds)
Vom 25.-26. Juli 2026 findet der 1. Kongress der Heilpflanzenschule Südtirol statt. Das Thema: Schmerz lass nach - Wege zur Besserung. Das zweitägige Programm ist ein vielfältiges mit zahlreichen Experten. Der Kongress findet in der BASIS Schlanders statt. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.heilpflanzenschule.it oder telefonisch bei Juliane Stricker unter 333 2946166.
Otto von Dellemann begrüßt ausdrücklich, dass Bürger:innen künftig die europaweit einheitliche Telefonnummer 116117 anrufen können, wenn ärztliche Hilfe außerhalb der Ordinationszeiten benötigt wird.
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Sommerlesepreise
In diesem Sommer gab es wieder die Aktion Sommerlesepreis, organisiert von den Bibliotheken und unterstützt von den Schulen, sowie von verschiedenen Organisationen, Banken und Betrieben. In diesem Sommer gab es insgesamt 137 Leser, die 1.262 Bücher in der Bibliothek Schlandersburg ausgeliehen, gelesen und das Quiz richtig ausgefüllt haben. Beim Abschlussfest des Sommer-Lesepreises 2025 am 26. September im Kulturhaus Schlanders dankten die beiden Bibliothekarinnen Christine Niedermair und Susanne Hofer (Bild) von der Bibliothek Schlandersburg den vielen jungen Lesern, besonders von den Grundschulen, sowie den Lehrpersonen und Eltern, welche die Kinder zum Lesen motiviert haben. Ein besonderer Dank ging an die beiden Hauptsponsoren, einmal die Volksbank, vertreten durch Stefan Dietl von der Hauptfiliale Schlanders und außerdem der Handels- und Dienstleisterverband hds, vertreten durch Karin Gluderer, die hds-Ortsobfrau von Schlanders. Viele Gutscheine, Buchgeschenke, Sachpreise und Eintrittskarten wurden auch dieses Jahr spendeten vom: Bildungsausschuss, Gemeinde und Kulturhaus Schlanders, Sparkasse, Raiffeisenkasse, Athesia, Papierwelt2000, Avimundus, Aquaprad, Bio-Reiterhof Vill, Hochseilgarten Laas, Bogensport Alpen, Archeo Parc Schnalstal, Churburg und dem Naturmuseum Bozen. (hzg)
Am 14.November 2010, am Caritas Sonntag, hat Pfarrer Arthur Werth aus Laas im Rahmen der heiligen Messe in Eyrs gleich drei Laien für ihren Dienst als Wort-Gottes- Feierleiter die bischöfliche Beauftragung überreicht.
Anna Jud Kurz, Rosmarie Tscholl Angerer und Reinhard Zangerle gestalten seither immer wieder Wort-Gottes-Feiern zu den verschiedensten Anlässen. Alle drei bilden den Fachausschuss Liturgie in der Pfarrei Eyrs. Wort-Gottes-Feier-leiter helfen durch ihren Dienst mit, dass trotz Priestermangel Gottesdienste verlässlich und regelmäßig angeboten werden können. Es ist aus praktischen, sozialen und theologischen Gründen sinnvoll, in Dörfern die Sonntagsgottesdienste (Eucharistie oder Wort-Gottes-Feier) immer zur gleichen Zeit zu feiern. Eine feste Zeit schafft eine verlässliche Routine und erleichtert es den Gläubigen, den Gottesdienstbesuch fest in ihre Wochenplanung aufzunehmen. Sie vereinfacht auch die Einsatzplanung von Ehrenamtlichen (Lektoren, Kommunionhelfer, Ministranten, Chor). Die Regelmäßigkeit zur gleichen Zeit fördert das gemeinsame Erleben und stärkt die Identität der Feiergemeinschaft und des Dorfes. Der Gottesdienst wird zur festen sozialen Anlaufstelle am Sonntag. Zudem bietet die feste Zeit im Anschluss die Möglichkeit für Begegnungen und Austausch, was den gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt. Der regelmäßige, sichtbare Gottesdienst trägt zur Präsenz und zum sozialen Faktor der Kirche im Dorf bei. Der Sonntag hat in der christlichen Tradition einen herausragenden Rang als Gedenktag der Auferstehung Christi. Eine feste Feierzeit unterstreicht diese besondere Bedeutung und setzt einen festen, spirituellen Akzent in der Woche. Liturgische Feiern leben von der Wiederholung und dem Rhythmus des Kirchenjahres. Eine feste Uhrzeit unterstützt diesen heiligen Rhythmus und die Kontinuität des Glaubenslebens. Ob Eucharistie oder Wort-Gottes-Feier, das zentrale Moment ist die Versammlung der Gemeinde am Sonntag. Eine einheitliche Zeit maximiert die Chance auf eine lebendige und gut besuchte Feier. In Pfarreien mit wechselnden Gottesdienstzeiten hat man einen großen Einbruch bei den Gottesdienstbesuchern festgestellt. Eine sinkende Verlässlichkeit hat eine nachlassende Beteiligung zur Folge. Daher ist es sinnvoll, wenn in Ermangelung einer Eucharistiefeier in den Gemeinschaften Wort-Gottes-Feiern angeboten werden. Pater Nazareth bedankte sich bei den drei Wort-Gottes-Feier-LeiterInnen für Ihren Dienst.
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Staben
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Zum 20 Jahr-Jubiläum des Erlebnisbahnhofes Naturns waren viele Freunde und Gönner nach Staben gekommen. Die Feier war geprägt von Freude und Dankbarkeit: 20 Jahre Erfolgsgeschichte des Erlebnisbahnhofes und der Vinschgerbahn. Ex Landeshauptmann Luis Durnwalder bezeichnete Walter Weiss als den Vater des Erlebnisbahnhofes und der Vinschgerbahn.
Bürgermeister Zeno Christanell sprach von der großartigen Idee und Ex Bürgermeister Andreas Heidegger bezeichnete den Erlebnisbahnhof als weitsichtige und nachhaltige Investition.
Amtsdirektor Alexander Alber, in Vertretung von Landesrat Daniel Alfreider, sagte: Der Erlebnisbahnhof in Staben lasse Kinderaugen strahlen.
Vereinspräsident Walter Weiss dankte den Freiwilligen mit der guten Seele Susanne Thurner, dem Kassier Alois Vent und der Referentin der Gemeinde, Astrid Pichler, welche gekonnt durch die Feier führte.
Land und Gemeinde haben den Bau des Erlebnisbahnhofes finanziert und der Verein Freunde der Eisenbahn betreibt ihn. Dazu hat auch besonders die Firma Fuchsbergbau mit Helmut Müller beigetragen, die heute noch mit viel Einsatz für das Allgemeinwohl unterwegs ist.
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Schlanders/Kulturhaus
Am Samstagnachmittag, den 13. Dezember 2025 verzauberten dieses Jahr magische Wesen auf Stelzen die Besucher in Schlanders und sorgten für ein besonderes Erlebnis. Zudem gab es eine Bastelwerkstatt für die Kinder im BASISLokal in der Fußgängerzone und Märchenerzählungen. Am Sonntagnachmittag, den 14. Dezember konnten die Kinder die Belohnung für die Teilnahme an der Bilderschatzsuche holen. Für magische Klänge sorgten die Blechbläsergruppe Kortsch, die Jagdhornbläser St. Hubertus und am Sonntagnachmittag Jessica Kaufmann.
Das goldene Wochenende gehörte dann ganz dem Kinderadvent: Ponyreiten, Stockbrot backen, basteln im BASISLokal und Märchen erzählen standen auf dem Programm. (ap)
Aus der Milch von 48 Kühen hat der Senner Roland Abart im heurigen Almsommer 1.200 Laib Käse erzeugt. Am „Kaskessel“ und im „Kaskeller“ sitzt jeder seiner Handgriffe und das seit Jahrzehnten. Roland hat heuer sage und schreibe den 30sten Almsommer auf der Mangitz Alm im Avingatal bei Taufers i. M. verbracht. Das diesjährige „Ogschafft Fescht stand deshalb ganz im Zeichen des treuen Senners. Gekommen waren die 18 Bauern der Alminteressentschaft Mangitz und ihre Familienmitglieder. Begonnen wurde die Feier mit dem traditionellen Gebet. Der Präsident Simon Spechtenhauser und der Alpmeister Josef Rufinatscha dankten dem Senner Roland mit einem Geschenkkorb und einer Urkunde. Der Schriftführer und „Toalmoaschtr“ Luis Dietl trug die Laudatio vor und ließ den Almsommer 2025 Revue passieren. Ein Wermutstropfen ist, dass die Zahl der Bauern, die Kühe Verantwortung für die Alm übernehmen, immer schwieriger wird. Auch die Personalsuche ist eine Herausforderung. Nun hoffen alle, dass Roland auch im kommenden Sommer in Mangitz Käse erzeugt. (mds)
Bereits seit dreißig Jahren hält die Zivilschutzgruppe Varese ihre Trainings- und Schulungscamps, vor allem für Jugendliche von 14-17 Jahren in Südtirol, im Sommer meist am und um den Stilfserjoch, ab. Der Vinschgerwind hat die Gruppe, welche von Kommandant Paolo Cazzola bereits 1995 ins Leben gerufen wurde, am Samstag vor zwei Wochen am Schwimmbad Mals, während einer Erfrischungspause getroffen. Kommandant Cazzola erklärte die Umstände des Aufenthalts und, dass man Südtirol, im speziellen das Gelände rund um das Joch sehr schätze, um im Sommer trainieren zu können. In Italien ist der Zivilschutz allergrößtenteils auf freiwilliger Basis organisiert, lediglich die Verwaltung und einzelne Koordinatoren sind fest angestelltes Personal mit Gehalt. Cazzola hat die Jugendgruppe in Varese bereits mit 19 Jahren aufgebaut und ist nach 30 Jahren stolz darauf, neben der Gruppe aus Pozzuolo die einzige Jugendgruppe in der gesamten Region Lombardei zu leiten. Finanziert wird die Gruppe zum Teil vom nationalen Zivilschutzdienst aber auch eigenfinanziert, d.h. die Teilnehmer kommen selbst für einige Kosten auf. Inspiriert hat Cazzola die Jugendarbeit der Südtiroler Feuerwehr: „in Südtirol geht man bereits mit 12 Jahren zur Feuerwehr, und das nicht nur um zu spielen“ – so werden Jugendliche früh am Dienst am Nächsten „eingelernt“, was im restlichen Staatsgebiet so nicht der Fall sei. Dies ermutigte den Anwalt die Gruppe ins Leben zu rufen. Den Geist der freiwilligen Arbeit sieht er vor allem im rätischen Dreieck und dem deutschen Sprachraum stärker vorhanden als anderswo. Die Gruppe kooperiert auch mit befreundeten Gruppen im benachbarten Graubünden. Man freute sich auch heuer wieder am Stilfserjoch trainieren zu können. (uno)
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Prad
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Die Countrystadt im Prader Kiefernhain feiert im nächsten Jahr ihr 35-jähriges Jubiläum, eigentlich ist aber schon heuer das 35. Countryfest veranstaltet worden, weiß Daniele Luca, der von Anfang an dabei war und seit Jahren Küchenchef der Küchenbrigade beim Countryfest ist. Legendär sind seine Countryspieße, welche er und sein Team im Schweiße ihres Angesichts, alljährlich mit eigener Methode grillen. Bereits 1991 gab es das erste Countryfest in Prad, damals noch mitten im Dorf in einem Stadel, im Jahr darauf errichtete man die Sacramento City, dort wo heute das Garden Park Hotel, bzw. die Behindertenwerkstatt stehen. Umgesiedelt ist man dann im Jahr 2005, hinter die Prader Eishalle des Eishockeyvereins. Die Sacramento City ist 2013 und 2020 abgebrannt und musste jeweils wiederaufgebaut werden. Der Prader Eishockeyverein organisiert das Fest alljährlich mit ca. 150 Freiwilligen. Dabei sind es vor allem die Eishockeyspieler selbst, bzw. deren Familien, die das Gros der Arbeit stemmen. Allein die bekannten 700 Country-Spieße die jährlich verzehrt werden, werden von 10-15 Personen in 5 Stunden gesteckt, um dann an einem Wochenende verspeist und genossen zu werden. Die Vorbereitungszeit beläuft sich mittlerweile auf gut einen Monat, früher dauerte dies auch schon mal länger. In der Woche danach wird gemeinsam aufgeräumt. Der Eishockeyclub bestreitet mit den Einnahmen aus dem Fest sämtliche Stromkosten im Winter und nicht nur das: nahezu alle Kosten des Eishockeyclubs werden aus dem Countryfest bezogen und halten diesen am Leben. Pro Fest zählt das Countrywochenende an die 4.000-5.000 Besucher:innen aus nah und fern. Interregionale und internationale Gruppen, Tänzer, Sänger, Bands und diverse Showeinlagen gibt es alle Jahre wieder in Prad und machen das Countryfest zu dem was es ist: ein Fest für die ganze Familie, für Junge und Junggebliebene und vor allem eine authentische Bühne für Fans des Country-Genres. (uno)
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Bildungshaus Schloss Goldrain
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Ein Querschnitt durch die Südtiroler Liedermacherszene war Ende August im Schloss Goldrain zu erleben. Unter dem Titel 5 x 5 präsentierten fünf Singer-Songwriter jeweils fünf eigene Lieder und machten den Abend damit zu einem musikalischen Streifzug durch entdeckenswerte Klangwelten. Nacheinander hatten Martin Perkmann aus Bozen, Christa Plank aus Lajen, Thomas Mitterhofer aus Marling, Michael Aster aus Gargazon und Markus Dorfmann aus Brixen, bekannt als Doggi, ihren Auftritt. Jede:r der Künstler:innen brachte einen eigenen Stil ein, sei es in Sprache, Musikrichtung, Thematik oder Stimmfarbe. Zwischen Dialekt, Standarddeutsch, Italienisch und Englisch wechselten sich nachdenkliche Balladen, Liebeslieder und eingängige Melodien ab. Der Bogen spannte sich von Pop über Folk und Blues bis hin zu Country, mit dem Doggi ergänzt durch kabarettistische Elemente. Aufgrund des unbeständigen Wetters wurde das Konzert kurzerhand vom Schlosshof in den Graf-Hendl-Saal verlegt, was der Atmosphäre keinen Abbruch tat. Im Gegenteil: Ein ausverkaufter Saal lauschte den Darbietungen, die zum Staunen, Schmunzeln und Innehalten einluden, und war fasziniert von der selbst- und handgemachten Livemusik. Und weil gute Musik selten punktgenau endet, wurden aus ursprünglich 25 Liedern schließlich 26: Doggi ließ sich zu einer Zugabe hinreißen.
Die nächsten Kulturtermine: Matinee mit Horst Saller und Nico Platter (Klavier) am Sonntag, 12. Oktober: „Befiehl den letzten Früchten voll zu sein“ – Düsteres und Heiteres im und zum Herbst. Samstag, 8. November: Jakob Windschnur, der Gufidauner Kabarettist mit den vielen Rollen, ist mit seinem ersten Bühnenprogramm „A kloaner Schlawiner“ zu Gast im Schloss. Der Kartenvorverkauf läuft bereits.
Maria Raffeiner
Vor 50 jahren war die erste Gruppe aus Minden-Lübbecke in „der Villa“ (Waldkönigin) untergebracht, später in der „Post“, dann im Hotel St. Valentin beim Stecher und seit Jahren in der Pension Mall von Martin und Karin Mall. Die „Becker-Gruppe“ macht seit 50 Jahren Urlaub in St. Valentin auf der Haide, ein ganz seltenes Jubiläum. Bei einer gemütlichen und geselligen Feier im Kulturhaus von St. Valentin wurde die „Becker-Gruppe“ von Martin Mall Willkommen geheißen. Die derzeitige Präsidentin der Becker-Gruppe, Angela Rabe, rief 50 Jahre Skilauf, Freundschaften und Anekdoten in Erinnerung und der Ehrenpräsident Karl-Heinz Becker ließ die 50-jährige Urlaubsgeschichte in Dankbarkeit kurz Revue passieren und betonte, dass bereits die Enkelkinder der ersten Urlauber-Generation in St. Valentin ihren Urlaub verbringen. Das Dorf, so Becker mit dem Blick von außen, habe sich gewaltig verändert, der Wertzuwachs sei sichtbar. Man habe das Glück geahbt, 25 Jahre lang mit DM gegenüber der Lira bezahlen zu können. Becker erlaubte sich auch Kritik, an der neuen Piste in St. Valentin etwa. Geladen waren neben lokaler Prominenz auch ehemalige Skilehrer und Bedienstete der Beherbergungsbetriebe. Grußworte kamen vom Präsident der Tourismusgenossenschaft Reschenpass Thomas Strobl und von Frowin Stecher als Vertreter der Schöneben AG. Mit einer Urkunde und dankbaren Gratulationen wurden Personen der ersten Stunde aus der Gruppe Becker ausgezeichnet. Danach wurde ausgiebig gefeiert. (eb)
Die Jubiläumsfeier „50 Jahre Volkstanzgruppe Martell“ begann am Samstag, 4. Oktober 2025, um 16.00 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche zur hl. Walburga. Der Abend wurde mit einem Festakt im Bürgerhaus fortgesetzt.
Die Gründung der Volkstanzgruppe liegt 50 Jahre zurück. Zwischen einem Wien-Besuch der AVS-Jugend Martell im September 1974 und einem Tanzkurs desselben Jahres entstand die Gruppe. In der Chronik “Das Martelltal (1985)” werden Josef und Christina Fleischmann als Gruppenleiter genannt. Brigitta Kuenz gehörte ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern und war 17 Jahre alt, als sie der Gruppe beitrat.
Pfarrer Johann Lanbacher sprach beim Dankgottesdienst über die Bedeutung der Vereine. Die Tänzer baten in ihren Fürbitten um Mut, den Tanz als lebendige Kultur zu bewahren. Josef Pliger begleitete die Zeremonie musikalisch auf der Ziehharmonika. Zum Abschluss tanzte die Gruppe den Eiswalzer.
Mit den Klängen der Musikkapelle Martell zog die Festgemeinde ins Bürgerhaus ein. Beim Festakt lobte Obmann Josef Stricker die Zusammenarbeit der Vereine und erinnerte an verstorbene Mitglieder mit einer Gedenkminute. Er dankte allen Mitwirkenden, vor allem der Raiffeisenkasse Latsch und der Gemeinde Martell. Auch die ehemalige Tanzleiterin Gerlinde Fleischmann wurde für ihren jahrelangen Einsatz würdigend erwähnt. Kulturreferent Thomas Kaserer betonte, es sei nie zu spät, sich im Vereinsleben zu engagieren. Monika Rottensteiner, 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz, meinte 50 Jahre seien nicht ohne, so einen Verein am Leben zu erhalten. Bürgermeister Georg Altstätter betonte den kulturellen Wert des Vereinslebens. Mitglieder aus den fünf Vinschgauer Ortsgruppen präsentierten den „Marschierboarischen“ und den „Figurenlandler“ zu den Klängen der “Readelmusi” aus Eyrs. Der Bezirksobmann Norbert Kofler lobte die Aktivität der Volkstanzgruppe in Reimen: „Dass die Marteller heint feiern tian, isch fiar miar a Freid und oanfoch lei schian.“
Anschließend wurden Brigitta Kuenz für 50 Jahre und Brigitte Oberhofer für 40 Jahre Tätigkeit zum Wohle des Vereines gewürdigt. Bezirksobmann Norbert Kofler von der Volkstanzgruppe Schlanders hatte zu Ehren der Brigittas ein Gedicht im Vinschger Dialekt verfasst, das mit der Zeile endete: „Und iaz nou a Wort, direkt an enk: / Eis seid’s für ins a groaßes Geschenk.“
Die Landesregierung hat am 19. Dezember den Umweltplan für das Wasserkraftwerk Graun für die Dreijahresperiode 2025-2027 gutgeheißen. Insgesamt stehen in diesem Zeitraum rund 719.000 Euro für Umweltverbesserungsmaßnahmen zur Verfügung, die der Konzessionär Alperia Greenpower GmbH finanziert.
Maßnahmen in Höhe von 100.000 Euro wird der Konzessionär Alperia Green Power selbst in Form von Milderungsmaßnahmen umsetzen. Unter anderem ist geplant, diese in die unterirdische Verlegung von elektrischen Freileitungen in Graun, in die Optimierung der Sedimentbewirtschaftung und in Lawinenverbauungen zu investieren. An die Ufergemeinde Graun im Vinschgau gehen insgesamt rund 413.000 Euro an Umweltgeldern, während auf das Land Südtirol im Zeitraum 2025-2027 rund 206.000 Euro an Umweltgeldern entfallen, die wiederum in Maßnahmen im Gebiet der Ufergemeinde fließen.
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Plawenn
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Im Jahr 2011 hat Frau Grafin Ilse von Plawenn Salvini erstmals den Plawenner Adventkalender gestaltet. Heuer ist die achte Auflage erschienen. Vorgestellt wurde der Kalender am 19. Oktober 2025 im Ansitz Plawenn. Der Reinerlös kommt seit jeher der Renovierung der Kirche Mariae Heimsuchung im Weiler Plawenn zugute. Obwohl die meisten Arbeiten bereits abgeschlossen sind, gibt es immer noch einiges zu tun. Es wird daran gedacht, das Areal vor der Kirche zu pflastern. Auch ein elektrisch angetriebenes Geläute wäre hilfreich. Die Abbildungen (Sticker) des achte Plawenner Adventkalenders zeigen Gegenstände aus der Kirche und aus dem Familienbesitz der Grafen von Plawenn-Salvini. Zudem widmet Frau Ilse jedem Kalendertag vom 1. bis zum 24. Dezember 2025 eine Geschichte. Die Inhalte ranken sich um den Weiler Plawenn und um damit verbundene Verbindungen und Ereignisse rund um die gräfliche Familie. Frau Ilse denkt in mehreren Geschichten heuer speziell an ihrem Sohn, den Besitzer des Ansitzes Benedikt von Plawenn-Salvini. Themen beleuchten die die Kirche, die Fresken und Abbildungen, die Totenschilder, die verwandtschaftliche Bande der Familie in Österreich und in Südtirol, so mit den Grafen Hendl oder mit Oswald Ritter von und zu Plawenn Eyersberg und Lichtenegg, der im Jahre 1875 der Gründungshauptmann der Feuerwehr Schlanders war. Auch der Besuch von Bischof Ivo Muser, der zum Kirchweihfest am 30. Juni 2024 nach Plawenn gekommen war, ist festgehalten. Erzählt wird von Arbogast von Plawenn Salvini (1883 – 1951), der k.u.k. Korvettenkapitän in Triest war, und einiges mehr.
Der achte Plawenner Adventkalender ist wiederum eine kleine Kostbarkeit für den guten Zweck. Er kann gegen eine freiwillie Spende in der Bibliothek Mals und in der Bäckerei Schuster in Laatsch erworben werden. (mds)
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Zwei Tage, die dem Andenken der Verstorbenen gehören.
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Spezial
An Allerheiligen steht das Gedenken im Mittelpunkt. Viele Menschen besuchen die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen. In Stille werden Kerzen angezündet und Gebete gesprochen, um in Gedanken und im Herzen mit den Verstorbenen verbunden zu sein.
Das Totengedenken und die Gräbersegnungen am Nachmittag des 1. November werden von Pfarrei zu Pfarrei verschieden abgehalten. Der Gräbergang ist eine jahrhundertealte Tradition. Während an Allerheiligen Vormittag das Gedenken an Märtyrer und Heilige im Vordergrund steht, wird am Nachmittag des Allerheiligen-Tages und an Allerseelen für alle verstorbenen Gläubigen gebetet. Der Gedenktag hat für die Angehörigen eines verstorbenen Menschen eine besondere Bedeutung.
Die Erinnerung und die Zeichen des Andenkens finden Ausdruck im Schmücken der Gräber mit Blumen, mit Gestecken, mit besonderen Kerzen oder persönlichen Andenken. Der Friedhof wird mehr als an anderen Tagen im Kalenderjahr zu einem Ort der tiefen Verbundenheit zwischen den Lebenden und den Toten. Besonders die Kerzen symbolisieren die Auferstehung und das Leben. Eine Kerze bringt als „Ewiges Licht“ Helle in die Dunkelheit.
Blumen hingegen, die die Gräber schmücken, stehen für Erinnerung etwa, Treue, Hoffnung oder Liebe. Die Chrysanthemen sind die klassischen Allerheiligen-Blumen. Sie stehen für Langlebigkeit, Treue und Erinnerung. Astern sind ebenfalls sehr beliebt für Allerheiligen. Sie stehen für Hoffnung, Liebe und Sehnsucht. Erika oder Calluna, stehen für Schutz, Kraft und Mut. Die Wahl der Farben für Allerheiligen ist vor allem Geschmackssache.
Allerheiligen und Allerseelen sind zwei besondere Tage. Tage, an denen jene, die zurück geblieben sind, In-sich-Gehen, sich erinnern, und die Verstorbenen besonders in Ehren halten. In Gemeinschaft wird getrauert - in dankbarer Erinnerung und Wertschätzung. Über den Tod hinaus.
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Interreg Terra Raetica
Rund 70 Bauern und Bäuerinnen, Alpverantwortliche und Vertretungen der Landwirtschaft aus drei Ländern trafen sich zum Erfahrungsaustausch.
Am 07. August 2025 kamen rund 70 Bauern und Bäuerinnen sowie Alpverantwortliche und Vertretungen der Landwirtschaft aus den Regionen Imst und Landeck (Nordtirol), dem Unterengadin/Val Müstair (Schweiz) und dem Vinschgau (Südtirol) in Imst im Rahmen eines grenzüberschreitenden Interreg Projekts zusammen, um sich über aktuelle Herausforderungen und Chancen der Almwirtschaft auszutauschen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Landwirtschaftskammer Imst, dem Regionalmanagement Imst und der Genossenschaft für Regionalentwicklung und Weiterbildung Vinschgau (GWR).
Den Auftakt bildete ein Treffen im Agrarzentrum Imst. Nach den Grußworten von Andreas Gstrein, Bezirksobmann der Landwirtschaftskammer Imst, Cla Janett (Engadina Bassa) und Markus Joos (Vinschgau) der erinnert, dass die Vinschger bereits seit rund 30 Jahren im Grenzraum unterwegs sind, um verschiedene Realitäten auf den Almen kennenzulernen, referierte Leo Larcher in einem Fachvortrag über Fördermöglichkeiten für die Energieversorgung auf Almen.
Anschließend machten sich die Teilnehmenden gemeinsam über die Hahntennjochstraße auf den Weg zur Maldonalm, die sich nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in neuem Glanz präsentierte. Unter den Gästen befand sich auch der Imster Bürgermeister Stefan Weirather, der zugleich als Eigentumsvertreter der Maldonalm fungiert. Klaus Friedl der Obmann des Land- und Forstwirtschaftsausschusses, stellte die Alm vor. Derzeit werden die rund 60 Hektar Weidefläche mit 54 Milchkühen bewirtschaftet, die täglich über 1.200 Liter Milch liefern welche direkt vor Ort zu Käse und Butter verarbeitet wird.
Während der Begehung der Weideflächen gab Almexperte Michael Machatschek wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Möglichkeiten einer nachhaltigen Weidewirtschaft. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein Grillbuffet und die herzliche Gastfreundschaft des Teams der Maldonalm.
In den Diskussionen standen vor allem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, die Entwicklung gemeinsamer Projekte sowie die Suche nach qualifiziertem Personal („den Älpler aus dem Dorf gibt es nicht mehr“) in den verschiedenen Regionen im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Verbindungen im Dreiländereck Italien–Schweiz–Österreich weiter zu stärken und die gemeinsame Natur- und Kulturlandschaft nachhaltig zu bewirtschaften.
Die Terra Raetica Almbegegnung soll künftig im Halbjahresrhythmus stattfinden und bleibt damit ein wichtiges Forum für Austausch, Zusammenarbeit und Vernetzung in der Grenzregion der Terra Raetica.
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Bildungshaus Schloss Goldrain
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Schon den gesamten Sommer über herrscht auf Schloss Goldrain eine kunterbunte Atmosphäre: Gastgruppen, Seminare für Erwachsene und vor allem Aktivsommerwochen für Kinder und Jugendliche beleben das Haus. Besonders deutlich wurde dies in der ersten Augustwoche, als sich das Bildungshaus in ein Wimmelbild voller Aktivitäten, Stimmen und Begegnungen verwandelte.
Gleich vier Aktivsommerangebote sorgten für fröhliches Treiben. Eine Kindergruppe trat gemeinsam mit Pädagogin Veronika Traut eine Zeitreise in das höfische Leben des Mittelalters an, wofür das Schloss die ideale Kulisse bot. Die kleinen Ritter und Burgfräuleins bekamen sogar Besuch von Ritter Martinus von Scheck. Er ließ es sich nicht nehmen, ihnen im Adelsgewand von ritterlichen Sitten zu erzählen und viele Fragen zu beantworten.
Eine weitere Gruppe entdeckte mit Erzieherin Elisa Longo die italienische Küche, nebenbei wurden auch die Sprachkenntnisse vertieft. Tief im Wald sammelten Kinder mit den Naturbegleiterinnen Anita und Marion Kaserer Naturerfahrungen, während eine vierte Gruppe mit Studentin Samira Parth spielerisch Englisch übte. Zu Mittag trafen sich alle im Schlossrestaurant, wo Koch Klaus Niederegger täglich mit liebevoll zubereiteten Gerichten überraschte. Auch eine Gastgruppe kam in den Genuss seiner Kochkunst: Bereits seit 20 Jahren wählt der deutsche Musikferienanbieter Musica Viva das Schloss Goldrain mit dem akustisch reizvollen Rittersaal und dem dortigen Flügel als Standort für musikalische Ferien. In dieser Woche veranstaltete er ein klassisches Chorseminar sowie eine Jazz- und Popwoche unter dem Motto „Grooving Voices“. Am letzten Kurstag präsentierten die 45 Sänger:innen Chorwerke und anspruchsvolle Vokalarrangements. Und dann gab es noch einen gemütlichen Nachmittag der Seniorengruppe Goldrain, die bei Kaffee und Kuchen im Schlosshof verweilte. Für Unterhaltung sorgte die Seniorentanzgruppe Goldrain.
Turbulente Tage, die zeigen: Die Schlosstore stehen weit offen!
Maria Raffeiner
Dieses einfühlsame Kinderbuch widmet sich einem Thema, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen betrifft: dem Traurigsein. In einfachen, klaren Worten erzählt die Autorin Anja Chindamo die Geschichte von Alula, einem Kind, das spürt, wie sich Traurigkeit wie ein schwerer Stein im Herzen anfühlen kann.
Doch Alula entdeckt, dass Gefühle ihren Platz haben dürfen – und dass es Wege gibt, mit ihnen umzugehen. Mit Teddy an der Seite macht sie sich auf in die Natur, wo Blumen, Tiere, Sonne, Regen und Wind ihr helfen, den Stein loszulassen, bis er sich in eine Feder verwandelt.
Das Buch vermittelt kindgerecht und poetisch, dass wir auch in Momenten der Traurigkeit getragen und geliebt sind – von unserer Familie, unseren Freunden und von etwas Größerem, das uns umgibt. Es richtet sich an Kinder im Vorschul- und Grundschulalter und möchte zugleich auch Erwachsene berühren, die daraus vorlesen.
Über die Autorin:
Anja Chindamo lebt in Südtirol und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Themen rund um Persönlichkeitsentwicklung, Spiritualität und Familie. Mit Alula legt sie ihr erstes Kinderbuch vor, das ihre Herzensbotschaft transportiert: Kindern Mut machen, ihre Gefühle zu leben und die Verbindung zur Natur als Quelle der Heilung zu entdecken.
Anja Chindamo – Alula.
Eine Geschichte über den
Umgang mit dem Traurigsein
36 Seiten, 21 x 21 cm,
Hardcover, effekt!BUCH,
Neumarkt – 2025,
ISBN 979-12-5532-114-9;
15,90 Euro
Kürzlich hat der Bezirk Meran/Vinschgau des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) seinen traditionellen Seniorenausflug durchgeführt. Heuer ging es für die rund 60 teilnehmenden Wirteseniorinnen und -senioren ins Fersental, wo Kultur und Genuss im Mittelpunkt standen.
Der Ausflug begann mit der Besichtigung des Bersntoler Kulturinstituts in Palù del Fersina und einer anschließenden Führung durch das Museum „S. Pèrgmandlhaus“, wo das Alltagsleben der Fersentaler in früheren Zeiten dargestellt wird.
Im Restaurant „La Miniera Dei Sapori Mòchen” wurde das Mittagessen mit regionalen Spezialitäten eingenommen. Am Nachmittag ging es an den Caldonazzo See, wo viel freie Zeit zur Verfügung stand, um zu spazieren und sich auszutauschen. „Der Ausflug bot sowohl Kultur als auch Tradition und kulinarischen Genuss und wurde von allen sehr geschätzt“, fasste Karl Pfitscher, Vorsitzender der Gruppe HGV 65 Plus den Tag zusammen.
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Vintschger Museum/Museum Vinschger Oberland
Im Rahmen des Euregio-Museumsjahres und des Gemeinschaftsprojekts „Sozial gerecht? Zwölf Objekte erzählen“ zeigt das Vintschger Museum den Dokumentarfilm „Die Zahl der Kortscher“ von Alfred Habicher
und Raimund Rechenmacher.
Der Film hält das Wissen und die Tradition um den Zahlwaal in Kortsch fest und zeigt, wie die Holzlose zur gerechten Verteilung des WasserWossers genutzt wurden. Ein lebendiger Einblick in eine jahrhundertealte Tradition von Bewässerung, Gemeinschaft und Gerechtigkeit.
Eintritt frei
21. September 2025, 19:00 Uhr im Vintschger Museum
Die Ausstellung „Widerstand ist alles. Tiroler Volksaufstand 1525-26“ wird im Museum Vinschger Oberland am Samstag, 20. September, um 15:00 Uhr eröffnet.
Besuch vom Gehörlosenverband Bozen erhielt kürzlich das Schreibmaschinenmuseum in Partschins. Stefan Mair, Vorstandsmitglied des Verbandes, hat sich die barrierefreien Zugänge des Museums für gehörlose und schwerhörige Personen angesehen.
Begleitet wurde er von Veronika Wellenzohn Kiebacher, langjährige Gebärdensprach-Trainerin aus Meran, die bereits vor 2 Jahren mit einer kleinen Gruppe Gehörloser das Museum besichtigte und die neuen – von der Vereinigung Independet L aus Meran realisierten - Museumsführungen in Gebärdensprache testete.
Neben den Audioguides, die in italienischer und deutscher Gebärdensprache verfügbar sind und somit eine komplette Führung durch das Museum ermöglichen, wurde auch der neue 8-minütige Film in virtueller Realität eigens mit Untertiteln ausgestattet, um für Gehörlose auch als Gesamterlebnis verfügbar zu sein.
Museumsleiterin Maria Mayr und die beiden Gäste vereinbarten abschließend, in Kontakt zu bleiben, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Mit der Anmic Südtirol, der Vereinigung der Zivilinvaliden, hat das Museum bereits seit Jahren eine Vereinbarung, die Anmic-Mitgliedern freien Eintritt im Museum gewährt.
Barrierefreiheit hängt seit jeher mit der Geschichte der Schreibmaschine zusammen, mit Erfindern und Tüftlern, die mit ihren Schreibvorrichtungen und Geräten körperlich eingeschränkten Personen das Leben erleichtern wollten: nicht zuletzt hat auch Peter Mitterhofer aus Partschins, als er im Jahre 1866 bei Kaiser Franz Josef in Wien um eine Subvention für seine Erfindung ansuchte, in seinem handschriftlich verfassten Gesuch darauf hingewiesen, dass die von ihm konstruierte Schreibmaschine auch Blinden und anderen körperlich beeinträchtigten Personen eine große Hilfe wäre.
Lebhaftes Stimmengewirr in der Basis Schlanders am Abend des 4. September. Die Leuchtschrift BAR empfing zum Aperitiv. Spannung und Vorfreude lagen in der Luft.
Robin Diana aka Robin’s Huat, der junge Vinschger Mundart-Songwriter, präsentierte beim Oasis Closing vor begeisterter Zuschauermenge sein Debütalbum „Loss gian“. Neu war, dass der ehemalige Solokünstler erstmalig mit Band auf der Bühne stand.
Jeremias Donchi am Tenorhorn und Percussion, Sara Geneth spielte Trompete und die Shrutibox und begleitete mit ihrer Stimme. Dominik Stecher am Schlagzeug und Patrick Tappeiner am Bass gaben passioniert den Takt an. Robin’s Huat wirkte locker und sang seine Dialekt-Lieder mit viel Gefühl. Die fünfköpfige Band hatte sichtlich Freude am gemeinsamen Performen. Das kam beim Publikum sehr gut an.
Als Special-Guest Ariel Trettel auf die Bühne trat, spürte man die Freude der Band, gemeinsam mit ihm zu spielen. Er ist auf dem Debütalbum „Loss gian“ Gastkünstler bei zwei Songs. Sieben Musiktitel des Debütalbums wurden auf Streaming-Plattformen veröffentlicht, acht auf der CD. Und wer ein ebenso großer Schallplattenfan ist wie Robin, besorgt sich das Album auf Vinyl. Die Schallplatte in der Hand zu halten ist für den Mundart-Liedermacher einfach schön. Unterstützung bei der Produktion hatte der junge Künstler von seinem Vater Marco Diana.
Als Support stand die junge Solokünsterin Avinda aus dem Ahrntal mit ihren Lyrics auf der Bühne. Bei einer Jamsession konnte das Oasis Closing in gemütlichem Rahmen ausklingen.
Astrid Fleischmann
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Naturns
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So mancher hat sich wohl schon gefragt, woher der eigentümliche Name „Bernardin Astfäller“ stammt, nachdem sowohl der neugestaltete Platz als auch das vor rund einem Jahr eröffnete Naturparkhaus in Naturns benannt sind. Um diesen Namen und die Persönlichkeit dahinter bekannter zu machen, fand am 21. Oktober im Texelhaus ein Vortrag von Schaller Michael, einem Urenkel von Bernardin Astfäller, statt. Dabei erzählte er Geschichten und lustige Anekdoten aus dem Leben des Schmetterlingsforschers und Sammlers: Bernardin Astfäller lebte von 1879 bis 1964 mit seiner Familie in der sogenannten Engelsburg in Naturns, in welcher er eine ansehnliche Sammlung von Schmetterlingspräparaten, unter anderem auch mit Exemplaren aus dem Fernen Osten, aufbaute. Diese wurde allerdings, bis auf einen kleinen Teil, nach seinem Tod von seinem Sohn verkauft und blieb, trotz angestrengter Suche seiner Nachkommen, leider bis heute unauffindbar. Im Rahmen seiner Tätigkeit entdeckte Bernardin Astfäller zudem zwei bis dahin unbekannte Schmetterlingsuntergruppen, die „Euxoa distinguendi astfälleri“ sowie die „Anzitype Astfälleri Schawerda“. Da es ihm gelang, diese zum ersten Mal einzufangen und zu katalogisieren, scheinen sie im Tierlexikon mit seinem Namen auf. Außerdem veröffentlichte er in Fachzeitschriften neun Publikationen im Bereich der Schmetterlingskunde, was ihn in Fachkreisen äußerst bekannt machte.
Umrahmt wurden die Erzählungen von Volksliedern, welche von Hermann Kristanell, Schwiegersohn von Bernardin Astfäller, geschrieben und von Michael Schaller selbst sowie von dessen Frau Norma und Schwester Monika vorgetragen wurden.
Gleichzeitig wurde von der Leiterin des Naturparkhauses, Annamaria Gapp, die Gelegenheit genutzt, im Rahmen des Vortrages die „Bernardin Astfäller Wand“ vorzustellen. Dabei referierte auch der Entomologe und Schmetterlingsforscher Elia Guarienti von der EURAC in Bozen über die Etymologie in der Schmetterlingskunde.
Abschließend gab es für die anwesenden Gäste, welche teilweise auch selbst direkte Nachkommen von Bernardin Astfäller waren, die Gelegenheit, sich bei einem kleinen Umtrunk auszutauschen und zu fachsimpeln.
Das Naturparkhaus und damit auch die aktuelle Dauerausstellung „Bye, bye Butterfly“, bleiben noch bis zum 29. November geöffnet. Dabei bietet sich den Besuchern die Möglichkeit, in den erstaunlichen Lebenszyklus dieser faszinierenden Insekten einzutauchen und auch einen Teil der noch vorhandenen Schmetterlingssammlung von Bernardin Astfäller zu bestaunen.
Anna Pfitscher
Es gibt Dinge, die man nur einmal braucht und danach stehen sie nutzlos in der Ecke. Oder man möchte ein Gerät, bevor man es kauft, zuerst selbst ausprobieren, um zu sehen, ob es überhaupt das Richtige ist. Genau für diese Gelegenheiten bietet die Bibliothek Schlandersburg, wie weitere 8 Bibliotheken in Südtirol, seit Mai 2025 eine umweltschonende Alternative zum Kauf: die Bibliothek der Dinge. Dabei können alle Bürger ab 18 Jahren, welche einen gültigen Bibliotheksausweis haben, kostenlos verschiedenste Gebrauchsgegenstände für 1 Woche ausleihen.
Dabei ist das Angebot zwischen insgesamt 37 Gegenständen sehr vielfältig: Vom Geschirrset mit 24 Teilen für die Familienfeier über eine Nussknackmaschine bis hin zum Diktiergerät ist alles vorhanden und das Sortiment wird kontinuierlich erweitert.
Unter www.myargo.bz kann man sich online darüber informieren, welche Gegenstände ausgeliehen werden können bzw. welche aktuell verfügbar sind und erhält eine kurze Beschreibung dazu.
Das Ziel der Bibliotheken ist es dabei, den alltäglichen Konsum zu reduzieren und Ressourcen zu schonen, womit auch ein wichtiger Beitrag für mehr Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene geleistet wird.
Anna Pfitscher
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Goldrain/Tschengls
Die Tschenglsburg und die Künstlerin Barbara Fleischmann, luden Mitte November zur Vernissage nach Tschengls. Die Künstlerin malt Acryl auf Leinwände und andere Unterlagen. Sie verwendet dabei verschiedene Materialien und Techniken. Rost, Goldpulver und Kaffe wirken individuell auf die Werke, durch Tapeten fügt sie gekonnt Schriften und kleine Bildelemente ein. Oft übermalt sie Stellen wieder, Barbara liebt es wie Bilder so Schritt für Schritt entstehen. „Jeder kann zeichnen, man kann alles lernen“ sagt sie. In ihrer Jugend beeindruckte sie ein Film über die Malerei und blieb ihr als Traum in Erinnerung. Durch Zufall kam Barbara zu einem Vortrag. Gleich fühlte sie sich bei der Referentin und deren Themen wohl. Weitere Fortbildungen folgten. Barbara ist in Luzern geboren und aufgewachsen. Sie verliebte sich in Südtirol und in „ihren“ Luis. Ihr Mann steht hinter ihr, fertigt als Tischler die hölzernen Unterlagen und Rahmen in unterschiedlichsten Größen und Materialien. Er half ihre Werke stimmig in den Räumlichkeiten der Tschenglsburg zu verteilen. „In der abstrakten Kunst sieht jede:r etwas anderes“, das fasziniert Barbara. Es bereichert und erfüllt sie, wenn sich Menschen an ihren Bildern erfreuen, und ihre Werke gefallen. „Freiheit im eigenen Sein“, so das Thema der Ausstellung. Der Kulturwirt Karl Perfler unterstrich in seiner Eröffnungsrede die Kraft und Qualität des Eigenen. „Wir gehorchen zu viel. In der Fremdbestimmung und Manipulation entfernen wir uns von unserer einzigartigen Existenz. Es lohnt sich aus dem eigenen Herzen und der eigenen Einzigartigkeit zu agieren, dadurch zu wachsen“. Die Tschenglsburg ist bis 31. Dezember täglich geöffnet und Interessierte können die Ausstellung frei besuchen. (chw)
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Glurns/Taufers i.M.
Am 13.01.2020 wurde beschlossen, den Bildungsausschuss Glurns auf die Gemeinde Taufers i.M. auszuweiten und die Statuten entsprechend anzupassen. Bürgermeisterin Rosalinde Gunsch und der Bezirksbetreuer Ludwig Fabi koordinierten diesen Zusammenschluss. Ziel war es, Erfahrungen zu bündeln, Verwaltungsaufwand zu reduzieren und gemeinsam neue Impulse für Bildung und Kultur zu setzen und das mit großem Erfolg: In den vergangenen fünf Jahren wurde ein vielfältiges Angebot geschaffen, das von allen Generationen gut angenommen wurde. Als Ideengeber und Koordinator fungierte beispielsweise der Bildungsausschuss Glurns im Rahmen der „Vinschger Palabiratage in Glurns“ und in Taufers i.M. wurde die Aktion „Advent in Dorf an dr Grenz“ vom Bildungsausschuss ins Leben gerufen und in Gemeinschaft mit vielen Vereinen im Dorf weitergeführt. Filmabende, Lesungen, Vorträge und Seminare bildeten weitere Schwerpunkte. Zur weiteren Stärkung der Zusammenarbeit wechselte heuer der Vorsitz nach Taufers i.M.: Für die nächsten fünf Jahre übernimmt Angelika Pircher die Leitung und folgt auf die langjährige Vorsitzende Rosa Prieth. Zudem ist für diesen Herbst ein Dorf übergreifendes Programm zum insgesamt 20-jährigen Bestehen des Bildungsausschusses Glurns–Taufers i.M. geplant. (lu)
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Prad am Stilfserjoch
Auch 2025 haben Jasmin Perkmann und der mittlerweile pensionierte Rudi Maurer vom Nachhaltigkeitsteam der Raiffeisenkasse Prad-Taufers das erfolgreiche Blumenwiesenprojekt weitergeführt. Gemeinsam mit den Kinder-Betreuerinnen Zita Fliri und Alexandra Karner sowie den kleinen Naturforschern des Waldkindergartens „Waldbienen“ aus Prad wurden zahlreiche Blumensamen gesät und mit einer Walze behutsam in den Boden eingearbeitet.Dieses Projekt verbindet Naturerlebnis mit Umweltbewusstsein und weckt bereits bei den Jüngsten die Freude am nachhaltigen Gestalten. Nach der fleißigen Arbeit erhielten die jungen „Waldbienen“ als Anerkennung ein kleines Geschenk. Der Tag fand einen stimmungsvollen Abschluss, als die Kinder noch ein fröhliches Lied anstimmten und ihrer Begeisterung Ausdruck verliehen. Im Sommer entfaltete die Blumenwiese ihre volle Pracht und bietet unzähligen Insekten wertvollen Lebensraum direkt neben dem Gebäude der Raiffeisenkasse. Dieses blühende Paradies ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt. Im Spätsommer haben die Kinder noch eine Besichtigung des Insektenhotels in der „Schmelz“ in Prad durchgeführt. Gemeinsam ist man auf Entdeckungsreise am Insektenhotel gegangen und hat herausgefunden, welche Kleintiere sich dort aufhalten. Die im letzten Jahr gesetzten Saalweiden wurden bewundert, welche nun als Futterpflanzen für die verschiedenen Insekten, wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Käfer und vieles mehr dienen. Die Raiffeisenkasse Prad-Taufers bedankt sich bei allen engagierten Beteiligten und freut sich darauf, auch in Zukunft solche nachhaltigen Initiativen zu fördern und gemeinsam umzusetzen.
Der gebürtige Schludernser Roman Koch hat seinen neuen Roman „Bluttal“ kürzlich im Tabak- und Buchladengeschäft Weirater in Mals vorgestellt. Erschienen ist der Roman unter dem Pseudonym Rowan C. Cook. Es ist Kochs zweite Publikation nach dem Roman „Der Rosenkranz,“ erschienen 2022. „Bluttal ist ein Thriller, der Grenzen überschreitet“, so wird das Werk beworben. Die Geschichte spielt in einem idyllischen Tal in den Bergen. Während einer ausgelassenen Feier wird plötzlich ein Video gezeigt. Zu sehen ist ein nackter Frauenkörper, gefesselt auf einer Holzplatte. Ihr Kopf ist bedeckt mit einer Papiertüte. Nur die Augen der Frau sind sichtbar. Diese blicken direkt auf die scharfe Klinge, die über ihr hängt. Es stellt sich die Frage: Erlaubt sich da jemand einen makaberen Scherz? Oder wird die feiernde Menschenmenge Zeuge eines grausamen Verbrechens? Der Leser kann es erfahren. Möglicherweise wird‘s ein schauriges und makaberes Lesevergnügen. (mds)
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Schlanders/Sommerkino
Am 1. Juli und 1. August gibt es großes Sommerkino in Schlanders. Wenn es das Wetter zulässt als Freilichtkino auf dem Kulturhausplatz, ansonsten im Kinosaal. Am 1. Juli wurde die Komödie „Es sind die kleinen Dinge“ vorgeführt. Erzählt wird die rührende Geschichte einer Landgemeinde in der Bretagne und die Geschichte einer jungen Lehrerin, die Bürgermeisterin dieser Gemeinde ist. Ein Musikfilm über Bob Dylan wurde am 1. August präsentiert, musste aber aufgrund der schlechten Wetterbedingungen im Kinosaal gezeigt werden. Der Film „Like A Complete Unknown“ ist ein US-amerikanischer Spielfilm von James Mangold aus dem Jahr 2024. Die Filmbiografie erzählt vom Beginn der Karriere des US-amerikanischen Singer-Songwriters Bob Dylan in den 1960er Jahren und seinem Wandel vom Folk- zum Rockmusiker. Bob Dylan spielt Gitarre, Mundharmonika, Orgel und Klavier. Nach ersten Erfolgen mit Folk wandte er sich Mitte der 1960er Jahre der Rockmusik zu. Er gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Bob Dylan ist ein Kultmusiker, ein musikalischer Poet, der konventionelle Popmusik in Literatur verwandelt hat. Deshalb erhielt er 2016 für seine poetischen Neuschöpfungen als erster Musiker den Nobelpreis für Literatur. Der Film erzählt vom 19-jährige Bob Dylan, der am 24. Mai 1941 als Robert Allen Zimmerman in Minnesota geboren wurde. Er trampt 1961 von Minnesota nach New York City, um sein Idol, den Folksänger Woody Guthrie im Krankenhaus zu besuchen. Er singt ihm sein Lied „Song to Woody“ vor. Der ebenfalls anwesende Folksänger Pete Seeger nimmt den talentierten jungen Mann unter seine Fittiche. Bei ersten Auftritten im Greenwich Village lernt er die bereits bekannte Musikerinnen Joan Baez und Sylvie Russo kennen, mit der er eine Liebesbeziehung beginnt. Der Film erzählt von seinem Aufstieg, den Erfolgen, seinen Liebesbeziehungen, vom schwierigen Umgang mit den Fans und seinen Managern und vor allem von seiner Musik, seinen poetischen Texten, die ihn so erfolgreich gemacht, ihn aber auch in seiner Freiheit eingeschränkt haben. (hzg)
Zum Abschluss einer erfolgreichen Sommersaison durften wir unseren Kulturführern ein besonderes Dankeschön aussprechen: ein gemeinsamer Ausflug nach Schloss Tarasp. Ein Tag begleitet von interessierten Gesprächen, spannenden Einblicken und der Freude darüber, gemeinsam unterwegs zu sein.
Unsere Kulturführer sind weit mehr als nur Vermittler von Geschichte und Informationen über die Region – sie sind Botschafter unserer Heimat. Mit ihrem Engagement füllen sie unsere Kulturstätten mit Leben und schaffen es immer wieder, Tradition und Brauchtum für Gäste wie auch für Einheimische erlebbar zu machen.Ob in historischen Gebäuden, Museen oder an bedeutenden Orten im Tal – sie öffnen Türen zu Geschichten, die sonst im Verborgenen blieben. Ihr Wissen, ihre Begeisterung und ihre Herzlichkeit tragen wesentlich dazu bei, unsere kulturellen Schätze zu bewahren.
Der Ausflug nach Schloss Tarasp war ein gelungener Saisonabschluss und zugleich ein Ausdruck des Dankes für diese wertvolle Arbeit. Wir freuen uns schon jetzt auf viele weitere lebendige Begegnungen in der kommenden Saison.
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Prad am Stilfserjoch
Horst Eberhöfer aus Prad sorgte einst als Wilderer im Nationalpark für Furore. 2003 beschrieb er seine Leidenschaft sogar im gleichnamigen Buch. Mittlerweile geht er nicht mehr mit seinem Gewehr auf die Pirsch, sondern mit der Kamera. Aus dem einstigen Wilderer ist ein preisgekrönter Naturfotograf und Naturschützer geworden. Fünf Jahre lang hatte Eberhöfer die Braunbären im Brenta-Gebiet beobachtet und abgelichtet. Und auch dieses Mal hat er dazu eine Publikation gestaltet. Entstanden ist der außergewöhnlich berührende Bildband „Ursus Brenta - Rückkehr der Bären in den Alpen“, eine Publikation, die Kunststatus hat. Über seine Begegnungen mit den Bären erzählte Eberhöfer Ende des Jahres 2025 bei der Buchvorstellung in „aquaprad“ auf Einladung des Prader Bildungsausschusses. Obmann Werner Altstätter zeigte sich über die „Uraufführung“ im Heimatort des Autors sehr erfreut. Eberhöfer präsentierte den vielen Interessierten im Saal anhand einer multivisuellen Show nicht nur beeindruckende Bilder, sondern brachte ihnen auch das Wesen der Bären näher. Diese seien keine blutrünstigen Monster, als welche sie in manchen Medien beschrieben werden. Bären habe ein Recht auf der Welt zu sein, genau wie die Menschen. Allerdings müsse ihnen mit Respekt begegnet werden. Wenn Bären einen Menschen rechtzeitig bemerken, ergreifen sie die Flucht. „In Bärengebieten würde ich den Touristen ein Glöckchen umhängen“, meint Eberhöfer. Und im Übrigen sei im Trentino der Tourismus wegen der Bären nicht geschrumpft, wie vielfach behauptet wird, sondern sogar angewachsen. Bei einem plötzlichen Aufeinandertreffen zwischen einem Bären und einem Menschen gelte es Ruhe zu bewahren und sich sofort niederzulegen. Der Bär werde dann schnuppern und bald verschwinden. Das Brenta - Gebiet mit den Mischwäldern und Höhlen ist, laut Eberhöfer, ein ideales Gebiet für Bären, ganz im Gegensatz zu Südtirol. Er ist jedenfalls überzeugt: „Wir können mit den Bären leben!“ (mds)
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Deutscher Kochbuchpreis
Im Oberhafen, Hamburgs Kreativ- und Kulturquartier, präsentierten sich vor Kurzem zwei Vinschger beim Deutschen Kochbuchpreis. Thomas Ortler, Chefkoch im flurin in Glurns und Autor, und Fotograf Udo Bernhart waren mit ihrem gemeinsamen Werk „Albanien. Das Kochbuch“ in der Rubrik „Osteuropa“ nominiert. Bei einer feierlichen Gala wurden Ortler und Bernhart unter die besten Kochbuchproduzenten gereiht, sie erreichten den 3. Platz. Ihr im Christian Verlag erschienenes Buch verbindet authentische Rezepte mit Eindrücken von Landschaft, Kultur und Menschen und versteht sich als leidenschaftliche Hommage an Albaniens Küche und Gastfreundschaft. Für das Kreativduo ist es bereits das vierte gemeinsame Projekt. „Ein empfehlenswertes Buch für diejenigen, die sich für fremde Länderküchen begeistern, etwas Neues in der Küche wagen möchten und gerne lesen“, begründet ein Jurymitglied die Wahl. Der Deutsche Kochbuchpreis wird jährlich vom Kochbuchportal kaisergranat.com vergeben und kürt die besten deutschsprachigen Kochbücher, quer durch alle Genres und Küchenstile.
Maria Raffeiner
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Vol. 6
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Lesefutter im Geschenkpapier, was für ein Spaß! Alle Werke sind heuer erschienen und freuen sich auf einen Platz unterm Christbaum. Treffsichere Wahl und gemütliche Fest wünscht Maria Raffeiner.
Ein wahrlich reiches und buntes Herbstprogramm erwartet alle Freunde des Schreibmaschinenmuseums in den nächsten Wochen. Nachdem bereits im Sommer mit den wöchentlichen Abendführungen und den Schnupperkursen im Papierschöpfen ein zahlreiches Publikum angelockt wurde, gibt es im Herbst einige ganz besondere Highlights, die von Buchvorstellungen bis zu Filmpräsentationen, einem Schnellschreibwettbewerb und einem Flohmarkt einiges bieten. Den Anfang macht eine Filmpräsentation (am 18.09.2025 um 19.00 Uhr), die mit freundlicher Genehmigung von RAI Südtirol möglich wurde: mit Unterstützung der Partschinser Dorfchronisten war es im letzten Jahr gelungen, eine Filmaufnahme von RAI Südtirol aus dem Jahr 1971 ausfindig zu machen, welche eine Theateraufführung der Maiser Bühne über Peter Mitterhofer dokumentiert. Bei dem Stück handelt es sich um „Der Narr von Partschins“, dem Hauptwerk des damals weitum bekannten Max Bernardi.
Eine Woche später, am 24. September präsentiert die Partschinserin Katharina Weiss zusammen mit Sigrid Mahlknecht Ebner ihr neuestes Werk aus einer ganzen Serie bereits veröffentlichter Berichte Südtiroler Frauenschicksale („Fräulein bitte zahlen“ od. „Dienstmädel in Bella Italia“). Unter dem Titel „Starke Frauen – bewegende Geschichten“ erzählen 6 Südtiroler Frauen ihren Weg zwischen den harten Nachkriegsjahren, voller Leid und Entbehrungen bis hin zu den Erfahrungen während des wirtschaftlichen Aufschwunges des Landes.
Am 16. Oktober ist die Münchner Kulturhistorikerin Annegret Braun mit ihrer neuen Publikation „Die Sekretärin“ zu Gast, in der sie anhand von Tagebüchern den Alltag der Sekretärinnen in den 50er Jahren nachzeichnet. Im Besonderen geht es dabei um eine Zugsekretärin und deren aufregendes Leben an der Schwelle weitreichender gesellschaftlicher Umbrüche. Bereits am Nachmittag desselben Tages findet erstmals ein „Type In“ statt, wo sich Schreibmaschinenfans und solche die es werden wollen, treffen: geboten wird neben einem Schreibmaschinenflohmarkt und einer kleinen Ausstellung von Schreibmaschinenübungen des London College of Secretaries ein Schnellschreibwettbewerb und ein Workshop zur konkreten Poesie. Unter allen Teilnehmern wird eine historische Schreibmaschine verlost.
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Bürgerkapelle Schlanders
Den Festgottesdienst zur Ehre der Hl. Cäcilia am Sonntag, den 23. November 2025 gestalteten der Chor der Pfarrkirche und die Bürgerkapelle Schlanders auch heuer wieder gemeinsam.
Beim anschließenden offiziellen Teil der Bürgerkapelle Schlanders im Hotel Maria Theresia gemeinsam mit den Familienangehörigen durfte Obmann Martin Ratschiller unter den Ehrengästen auch Dekan Mathew Kozhuppakalam und die neue Kulturreferentin Kunhilde von Marsoner begrüßen. Nach dem Vorlesen des amüsanten Tätigkeitsberichtes durch die Schriftführerin Katja Schönthaler folgten die Gruß- und Dankesworte der Kulturreferentin, des Obmannes und des Kapellmeisters Georg Horrer.
Höhepunkt der Feierlichkeiten waren wiederum die Ehrungen verdienter Mitglieder. Flötistin Simone Schuster und Bassklarinettist Markus Prantner erhielten das Verbandsehrenzeichen des Verbandes Südtiroler Musikkapellen in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft und fleißiges Musizieren.
Mit einer besonderen Auszeichnung wurde Altmusikant Ernst Ratschiller bedacht, der über 53 Jahre lang aktiver Musikant war. Ihm wurde als Zeichen des Dankes die Ehrenurkunde der Ernennung zum Ehrenmitglied der Bürgerkapelle Schlanders überreicht. (r)
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Schluderns/Vinschgau
Die Passionsbläser, die kurz zuvor das Passionssingen am Schludernser Kalvarienberg begleitet hatten, begrüßten die Bezirksvertreter des Volksmusikvereins im Gemeindesaal mit einem flotten Marsch. Anschließend begann die Jahreshauptversammlung. Bezirksobmann Martin Moriggl ließ die Tätigkeiten im Jahr 2025 auf Bezirks- und Landesebene anhand von Fotos als Power Point Revue passieren. Die lange Bilderreihe machte bewusst, wie viele kleine und große Musikauftritte es gegeben hatte. Einen besonderen Schwerpunkt legt der Volksmusikverein auf die Förderung des Nachwuchses. Organisiert werden regelmäßig Seminare, Hoangerte, Stammtische, Musik auf Märkten und einiges mehr Bei diesen Anlässen haben die jungen Musikerinnen und Musiker Auftrittsgelegenheiten auch als Gruppen. Und sie können wertvolle Erfahrungen sammeln. Das diesjährige Jahresprogramm ist wieder umfangreich und hat mit der “Volksmusik Erlebnis-Woche in der Fürstenburg” sogar ein neues Kursprogramm. Beim Tagesordnungspunkt „Neuwahlen“ wurde der bisherige Vorstand einstimmig bestätigt. Diesem gehören an: Ernst Thoma, Günther Platzer, Gernot Niederfriniger, Kurt Moriggl, Karlheinz Stecher, Martin Moriggl, Christian Horrer, Peter Peer, Theodora Kuntner, Luis Dietl, Fabian Alber und Hannes Moriggl. Es fehlt Christof Amenitsch. Der Landesobmann des Volksmusikvereins Gernot Niederfriniger gratulierte den Vorstandsmitgliedern zur Wiederbestätigung und dankte für die vielseitige Jahrestätigkeit. Interessierte können jederzeit Mitglied des Volksmusikvereins werden Der Jahresbeitrag ist 20 Euro profitieren. Die Mitglieder können von vergünstigten Kursgebühren profitieren und erhalten vierteljährlich das Volksmusikmagazin „G’sungen & G’spielt“. Zudem haben sie die Möglichkeit, Instrumente günstig zu mieten - ein wertvoller Vorteil vor allem für junge Musikantinnen und Musikanten und ihre Familien. In geselliger Runde und bei bester Verpflegung fand die Versammlung einen schönen Ausklang. Ein großes Dankeschön an alle Organisatoren und Helferinnen und Helfer fürs Engagement und das leibliche Wohl.“ (mds)
Infos: www.volksmusikverein.org
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Naturns
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Der Haflingerhof mit dem Agrivoltaik-Forschungszentrum Agrarkurtsystem von Kurt Raffl (Bild unten) liegt oberhalb von Naturns auf der Sonnenseite des Vinschgaus in Südtirol auf etwa 700 Höhenmetern. Dort befindet sich einer der höchstgelegenen Olivenanbauorte in Norditalien.
Der höchstgelegene Olivenanbau in Norditalien ist bekanntlich am nördlichen Gardasee (Trentino Garda) auf etwa 550 Meter, wo mediterranes Mikroklima in alpinem Umfeld den Anbau ermöglicht. Im Vinschgau ist der Anbau am Haflingerhof somit eine der nördlichsten und höchsten Olivenanbau-Regionen des Landes, was durch die speziellen Bedingungen auf der Naturnser Sonnenberger Seite begünstigt wird.
Zusätzlich wird dort die innovative Agriphotovoltaik-Technologie mit dem Agrarkurtsystem erforscht, die Landwirtschaft mit erneuerbarer Energie auf effiziente Weise verbindet und auch den Olivenanbau unter höchsten klimatischen Bedingungen unterstützt.
In seinem Vinschger Lieblingsrestaurant Flurin feierte Heinz D`Angelo seine frische Ernennung zum Professor an einer Universität für Maschinenbau. Der Bozner kommt gern in den Vinschgau. Er gibt Kurse an den Berufsbildungszentren und führt die Betriebe HD System, HD Service, HD Ingenieure und HD Safety. Eines macht er aber noch lieber: studieren. Fünfmal Doktor, zweimal Ingenieur, Architekt und Agronom ist er bereits. Letzthin studiert er in Krems Medizin. Thomas Ortler gratulierte ihm dazu und übergab Heinz mit Stolz sein Buch „Südtirol, Fine and Fancy.“ (mT)
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Schlanders/Film
In der Nacht vom 6. auf den 7. September 1964 wurde Luis Amplatz oberhalb von Saltaus in Passeier von Christian Kerbler, einem Agenten des italienischen Geheimdienstes, erschossen. Zu seiner Beerdigung kamen über 5.000 Personen. Amplatz, geboren 1926 in Gries, war Landwirt und zusammen mit Sepp Kerschbaumer und Georg Klotz Gründungsmitglied des Befreiungsausschusses Südtirol (BAS). Sie setzten sich für das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler ein, verübten mehrere Sprengstoffanschläge und wurden in den Mailänder Sprengstoffprozessen wegen Terrorismus zu vielen Jahren Haft verurteilt. 60 Jahre nach dem Tod von Amplatz hat Werner Neubauer, von 2006 – 2019 FPÖ Abgeordneter im österreichischen Nationalrat und Südtirol Sprecher seiner Partei, den Dokumentarfilm „Luis Amplatz – Im Labyrinth von Leben und Tod“ erstellt. Am 14. November wurde der Film im Kinosaal des Kulturhauses von Schlanders in Anwesenheit des Regisseurs und Drehbuchautors Werner Neubauer vorgeführt. Hansjörg Eberhöfer, der Bezirksmajor der Schützen im Bezirk Vinschgau, konnte dabei viele Schützen und Marketenderinnen begrüßen. Im Film wird die Lebensgeschichte von Amplatz erzählt und die schwierige politische und wirtschaftliche Situation Südtirols nachgezeichnet. Amplatz war ein lebenslustiger Mensch, spielte Theater, verlor aber bereits mit 15 Jahren seinen Vater. Mit 26 Jahren heiratete er, 1959 war er Gründungsmitglied der Schützenkompanie Gries und als Mitglied des BAS beteiligte er sich an Sprengungen in Bozen. Um einer Verhaftung zu entkommen, flüchtete er 1961 nach Österreich, kehrte jedoch die nächsten Sommer immer wieder heimlich nach Südtirol zurück. Im Film erzählen Personen, die Amplatz kannten, über den Menschen und Südtiroler Freiheitskämpfer. Bekannte Ex Politiker wie Bruno Hosp, Eva Klotz und Luis Durnwalder berichten über die damaligen politischen Verhältnisse, die Nicht-Erfüllung des Pariser Vertrages und die Sprengstoffanschläge. Alte Filmausschnitte, Fotos und Dokumente über die Rolle des ehemaligen Außenministers und Bundeskanzlers Bruno Kreisky werden im Film eingebaut. Der Film ist ein Beitrag zur Erinnerungskultur und zur Reflexion der Südtiroler Geschichte. (hzg)
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Schloss Goldrain/Jahrestreffen des IDI
Vom 17. bis 19. Oktober veranstaltete das Internationale Dialekt Institut (IDI) das Jahrestreffen im Bildungshaus Schloss Goldrain in Zusammenarbeit mit der ARGE Mundart im Heimatpflegeverband Südtirol. Das Internationale Dialekt Institut, das 1976 als Verein gegründet wurde, ist ein Zusammenschluss von Dialektautorinnen und -autoren, die sich für die Förderung von Dialektliteratur, Dialektforschung und für Minderheitensprachen in Zentraleuropa einsetzen. Seit 2006 ist Markus Manfred Jung aus der Gemeinde Kleines Wiesental im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg der Präsident des Vereins. Neben Lesungen von Mundartdichter:innen aus dem deutschsprachigen Raum, gab es beim Treffen in Goldrain auch Lesungen von Südtiroler Autor:innen und Musik von Ernst Thoma, der die Korrnrliadr vortrug. Zum Abschluss des Treffens gab es am 19. Oktober eine Podiumsdiskussion über die Sprachenvielfalt in Südtirol mit der Germanistin, Autorin und Leiterin der „Servicestelle Betreuung Historischer Bibliotheken“, Angelika Pedron aus Margreid, mit dem Historiker, Politologen und emeritierten Universitätsprofessor Günther Pallaver aus Branzoll, mit der Romanistin, Schriftstellerin und Übersetzerin Rut Bernardi aus Gröden und dem Dialektforscher, Verfasser des Passeirer Wörterbuches und ehemaligen Oberschullehrer Franz Landthaler. Moderiert wurde die Diskussion von Johannes Ortner, dem Obmann des Heimatschutzvereins Meran und Mitarbeit der „Flurnamensammlung Südtirol“. In der Diskussion wurde betont, dass der Dialekt meistens die erste Mutter- und Vatersprache ist, sich aber wie alle Sprachen durch die gesellschaftlichen und technischen Umwälzungen auch ändert und anpasst. Der Dialekt ist im Fluss, meinte Lanthaler. Lange Zeit wurde der Dialekt in den privaten Bereich verdrängt, nun wird er verstärkt auch in den öffentlichen Debatten verwendet. In Südtirol wurden viele Begriffe aus dem Italienischen übernommen, Pallaver hat aber auch aufgezeigt, dass im Trentiner Dialekt rund 600 Begriffe aus dem Deutschen übernommen wurden. Das Ladinische ist eine eigene Sprache, die lange Zeit gefährdet war, nun aber gut dasteht, so Rut Bernardi. (hzg)
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Tschengls/Matsch
In gegenseitigem Einvernehmen zwischen der Besitzerfamilie Tscholl Christian und dem Wirt Karl Perfler schließt mit Ende 2025 das Kulturgasthaus „Tschenglsburg“. Vor fast 15 Jahren kam Karl eher zufällig auf die Burg. Er blickt dankbar und zufrieden auf eine Zeit mit wertvollen Begegnungen, interessanten und anspruchsvollen Erfahrungen zurück. Kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen, Seminare, lagen im am Herzen, sowie der Getreideanbau im Vinschgau und das Brotbacken. Wunderbare Menschen haben ihn darin unterstützt. Nun zieht er ins Bergsteigerdorf Matsch. Carl de Franceschi, der Besitzer des Dorfgasthauses Weißkugel konnte den noch nicht müden 73-jährigen bewegen, dort am 01. Februar 2026 „die Weißkugel“ zu eröffnen. Geplant sind Kulturwochen, Exkursionen im oberen Vinschgau, viel Musik und Erlebnisse mit der Dorfgemeinschaft und Hausgästen. Karl findet, das Matschertal hat großes Potential und möchte seinen Einsatz für den Getreideanbau fortsetzen. Die „Tschenglsburg“ bietet bis Ende November täglich die Möglichkeit zu Törggelen. Der Dezember wird ein Resümee der vergangenen Jahre. Am 31. werden die Schellenkinder von Tschengls nicht nur das alte Jahr verabschieden und die Burg schließt dann vorerst ihre Tore. (chw)
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Franz-Tumler-Literaturpreis – Die Nominierungen: Teil 5
Jan Snela:
Ja, Schnecke, ja.
Klett-Cotta, 2025.
Jan Snela zeigt in seinem Debütroman die Fragilität von Beziehungen, gleichzeitig aber auch die großen Themen der Zeit – Artensterben und Klimakrise. Die menschlichen Protagonisten des Romans sind Hannes und Amanda. Amanda lässt Hannes mit den beiden Mäusen Isidor uns Isidora zurück, um in Japan an einer außergewöhnlichen Schneckenart zu forschen, die sich bei parasitärem Befall selbst entleiben. Hannes versucht mit Textnachrichten und dem Rezipieren fernöstlicher Literatur fast schon manisch den Verlust von Amanda zu kompensieren.
Der Roman besteht aus Fragmenten, verschiedenen Ebenen, verschiedenen Perspektiven und formalen Besonderheiten. Beeindruckend ist die Sprache des Romans, der mit seinen Wortkaskaden, den genauen Beschreibungen, der opulenten Sprache seinesgleichen sucht: „Wach wie noch schlafend. Wach wie ein Fisch unter Wasser. Wach wie ein eine flimmerfeine Figur in jemandes Traums nicht müd wird, sich wach zu zeigen. Wach nicht zuletzt, wie ein Taifun jäh aufschreckt aus der Resignation einer Regenwoche. Wach, wach, wach, wach, wach, wach, wach!“ Im Gegensatz dazu steht die Kürze der Haikus, die sich am Ende der Kapitel befinden. Wir Leser:innen staunen und lernen viel über Menschen und Tiere in diesem kunstvoll arrangierten Roman.
Katrin Klotz
Die „Museums Gaby“ (Obwegeser) und der Rugger Naz (Ignaz Thoma) schlüpften am „Unsinnigen“ in die Korrnerkleider und sorgten für Aufsehen. Die Idee dürfte wohl nach dem Besuch des Theaterstücks „Stroßnbluat“ entstanden sein, das vom Volxtheater Oubrwind beeindruckend auf die Bühne gebracht worden war. (mds)
Die betreute Spielgruppe im Eltern-Kind-Zentrum Schlanders ist seit einigen Jahren ein fixer Bestandteil des Angebots – und genau das, was viele Eltern brauchen: zwei überschaubare Vormittage, an denen Kinder von zwei bis drei Jahren erste Schritte ohne Mama und Papa wagen dürfen.
In einer liebevoll vorbereiteten Umgebung können die Kleinen frei spielen, Neues ausprobieren und sich langsam an andere Kinder gewöhnen. Zwei pädagogische Mitarbeiterinnen begleiten die Gruppe und achten auf einen einfachen, wiederkehrenden Ablauf: freie Spielzeit, Singen, gemeinsames Händewaschen, Jause, Anziehen und raus ins Freie. Diese Routine gibt Sicherheit und fördert die Selbstständigkeit.
Ob beim Bauen, Kneten, Malen oder beim Zuhören beim Kamishibai – manche spielen gerne mit anderen, manche lieber für sich. Zu besonderen Anlässen wird zur Jause mit einigen Kindern auch mal selbst die Jause gebacken: Waffeln, Kekse oder den beliebten Kasimir-Kuchen.
Ein wichtiger Teil des Vormittags findet draußen statt. Im Garten oder unterwegs entdecken die Kinder immer wieder Neues – kleine Abenteuer, die Mut machen.
Die Spielgruppe eignet sich besonders für Familien, die ihr Kind nicht täglich in eine Kita oder zu einer Tagesmutter geben möchten. Sie bietet einen geschützten Rahmen, in dem Loslösung Schritt für Schritt gelingen darf.
Wer seinem Kind einen sanften, unkomplizierten Start außerhalb der Familie ermöglichen möchte, findet im ElKi Schlanders den richtigen Platz.
Weitere Informationen findet ihr hier: https://elki.bz.it/de/schlanders/programm
Mit „Die Suldenstraße 1890–2025“ erzählt Franz G. Angerer die außergewöhnliche Geschichte einer Straße, die weit mehr ist als eine bloße Verbindung zwischen Gomagoi und dem Suldner Hochtal. Auf Grundlage von über 300 wiederentdeckten Originaldokumenten und historischen Konstruktionszeichnungen entsteht ein lebendiges Bild davon, wie aus einem schmalen Saumpfad eine bedeutende „Kunststraße“ wurde.
Das Buch würdigt jene Wegmacher, Planer, Verwalter und Förderer, die mit ihrer Arbeit, ihrer Ausdauer und ihrem Weitblick das Hochtal erschlossen und seine Entwicklung über Generationen hinweg ermöglichten. Historische Fakten verbinden sich dabei mit persönlichen Erinnerungen zu einem authentischen Zeitdokument, das nicht nur von Technik und Infrastruktur erzählt, sondern vor allem von den Menschen hinter diesem Werk.
Ein Buch für alle, die sich für Südtirol, historische Verkehrswege und lebendig erzählte Regionalgeschichte interessieren.
Franz G. Angerer
Die Suldenstraße
170 Seiten, 20 × 26,6 cm,
Hardcover, Effekt! Buch,
Neumarkt – 2025
ISBN 979-12-5532-158-3;
€ 25,00
Oskar Asper ist seit 50 Jahren Mesner in der Glurnser Frauenkirche und in der Pfarrkirche. (siehe Portrait im Vinschgerwind Nr. 4 vom 19.02.2026). Bei speziellen Anlässen beziehungsweise Feierlichkeiten sind seine Dienste auch in der St. Martinskirche und in der Kapelle bei Söles gefragt.
Die erste Überraschung erlebte der Mesner Oskar am Sonntag, den 22. März 2026, in der Früh auf dem Weg in die Pfarrkirche, als er sein Foto in Großformat zuerst im Schaukasten der Frauenkirche erblickte und dann auch noch auf dem Pfeiler des Fußgängerstegs, der über die Etsch zur Kirche führt. Beim Sonntagsgottesdienst zu Ehren des Hl. Josef, den der Männerchor traditionell feierlich mitgestaltet, erlebte Oskar die zweite Überraschung. Pfarrer Werner Mair dankte ihm vom Altar aus für seinen unermüdlichen Einsatz und gratulierte ihm gleichzeitig zu seinem 75. Geburtstag, den er am 17. März gefeiert hatte. Pfarrer Werner Mair ist der dritte Pfarrer dem Oskar zur Seite steht. Vor ihm waren es Pfarrer Norbert Wilhalm und Paul Schwienbacher. Die dritte Überraschung erlebte der Mesner nach dem Schlusssegen. Der Männerchor verließ die Empore, stellte sich im Altarraum auf und stimmte ein Ständchen für den Jubilar an. Chorleiter Martin Moriggl bedankte sich im Namen der Sänger bei Oskar für seinen wertvollen Dienst in der Kirche mit folgenden Worten: „Seit 50 Jahren bist du mit viel Freude, Einsatz und Verantwortungsbewusstsein als Mesner tätig. Du bereitest jeden Gottesdienst vor - an Werktagen, an Sonn- und Festtagen. Über alle Rituale weißt du bestens Bescheid. 50 Jahren lang warst du immer für die Pfarrgemeinde da. Möge Gott dir diesen Dienst im Himmel lohnen. Wir wünschen dir das Allerbeste mit Gottes Segen.“ Als Geschenk überreichte Moriggl dem Jubilar eine Foto-Collage. Die Gläubigen dankten dem Mesner abschließend mit einem kräftigen Applaus. Der Pfarrgemeinderat wird den Mesner zu einem späteren Zeitpunkt bei einer offiziellen Feier hochleben lassen. Denn, wenn es nach Oskar geht, darf in der Fastenzeit nicht groß gefeiert werden. (mds)
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Theaterverein Burgeis
Die Theatertradition in Burgeis reicht bis ins Jahr 1929 zurück. Seither prägen regelmäßige Aufführungen das kulturelle Leben des Dorfes, zunächst an ungewöhnlichen Spielorten wie Gasthäusern, Tennen, der Fürstenburg und sogar in einer Gruft. Seit 1978 finden die Produktionen im Schulgebäude sowie nach der Errichtung des Kulturhauses dort statt. Insgesamt engagierten sich in den vergangenen Jahrzehnten weit über hundert Mitwirkende auf und hinter der Bühne. Für ihre langjährige Treue zur Bühne wurden kürzlich sieben Mitglieder im Rahmen der Vollversammlung des Südtiroler Theaterverbandes in Bozen für jeweils 40 Jahre Bühnentätigkeit geehrt. Die diesjährige Vollversammlung bot im Waltherhaus einen besonders festlichen Rahmen, da der Verband heuer sein 75-jähriges Bestehen feiert. Die Burgeiser Bühne fiel dabei nicht nur durch ihre starke Präsenz, sondern auch durch ein geschlossenes Outfit auf. Dies wurde im Saal mit besonderem Applaus gewürdigt. Die Ehrungen markieren zugleich den Auftakt zu den Vorbereitungen für ein bedeutendes Jubiläum: Im Jahr 2029 wird die Burgeiser Bühne das 100-jährige Bestehen feiern. (lu)
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Glurns/Palabira Tage
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Im Rahmen der Vinschger Palabira Tage in Glurns, die vom 6. bis 21. September stattfinden, gibt es seit 16 Jahren auch eine Morgenwanderung mit Musik und Literatur. Abgeschlossen wird das Morgenerwachen, wie die Wanderung von den Organisatoren genannt wird, mit einem guten und reichhaltigen Frühstück in einem Anger mit einem Palabirabaum in Glurns. Christof Anstein, dem Historiker und Oberschullehrer aus Glurns, gelingt es immer wieder eine neue Wanderroute, ein besonderes Thema mit passenden Texten und eine spezielle Musik zu finden, um die Morgenwanderer zu überraschen und auf einen neuen Tag einzustimmen. Unter dem Titel „Ein ganzer Sommer“ stand das Morgenerwachen am 14. September. Rund 35 Personen trafen sich um 7 Uhr in der Frauenkirche im Stadtzentrum. Nach einem besinnlichen Text von Christoph Anstein und stimmungsvoller Geigenmusik von Barbara Ziernheld, startete die Wandergruppe den Morgenrundgang. Die Wanderung führte zur Stadtmühle, weiter zur Pfarrkirche und dann dem Etschdamm entlang bis zur Etschbrücke, weiter auf dem Auenweg bis zum Anger von Gerold und Anna Maria Koch am Rande der Handwerkerzone, wo das OK Palabir und die Besitzer mit einem leckeren Frühstück aufwarteten. Auf dem Weg wurde an 10 Stationen, z.B. bei der Mühle, vor der Kirche, neben einem Garten, auf der Etschbrücke und bei großen Bäumen angehalten. Christoph Anstein las seine selbst verfassten Texte vor. Es waren Gedanken über den Sommer, die Begegnungen mit Wind und Wetter, alten Gebäuden und großen Bäumen. Er sprach von neuen Horizonten, von Erwartungen, Verfall und Aufbruch zu neuen Ufern. Barbara Ziernheld überraschte mit ihren Klängen auf der Geige, u.a. spielte sie auch das Korrnrliad Mai Maadele, mai Tschuurale. (hzg)
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Venosta Festival 2025
Am 6. September fand das Venosta Festival 2025 seinen krönenden Abschluss mit einem unvergesslichen Konzert der bayerischen Kultband LaBrassBanda in der historischen Kulisse der mittelalterlichen Stadt Glurns. Die Kult-Brassband brachte die Stadtmauern zum Beben und sorgte für eine mitreißende Stimmung. Zuvor heizte die Südtiroler Brassband Sunnseit Brass mit stimmungsvollem Sound ein.
Bei spätsommerlichem Sonnenschein und kulinarischen Köstlichkeiten der Glurnser Vereine feierten die Besucher einen gelungenen Festivalabschluss.
Das Venosta Festival begeisterte in diesem Jahr mit drei besonderen Events: Die Schweizer Schlagerkünstlerin Beatrice Egli eröffnete am 30. Mai die Reihe mit stimmungsvollen Hits und vielen Emotionen, gefolgt von der Premiere des Mountainstory Bergfilmfestivals am 8. August – mit beeindruckenden Bergfilmen und einer sehenswerten Fotoausstellung lokaler sowie internationaler Alpinisten.
Das große Finale mit LaBrassBanda setzte den perfekten Schlusspunkt unter einen abwechslungsreichen Festivalsommer.
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Jugenddienst Mittelvinschgau
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Ein Sommer, der in Erinnerung bleibt – voller Freude, Gemeinschaft und Abenteuer.
Der Sommer im Mittelvinschgau wurde auch heuer wieder zu einer unvergesslichen Zeit für zahlreiche Kinder aus den Gemeinden Latsch, Schlanders, Martell, Laas und Kastelbell-Tschars. Insgesamt konnten mit 1009 Anmeldungen nahezu alle 1094 Plätze belegt werden. Begleitet wurden die Kinder von insgesamt 25 engagierten Betreuer:innen. Der Jugenddienst Mittelvinschgau bot durch die finanzielle Unterstützung der Familienagentur Südtirol und den beteiligten Gemeinden, ein abwechslungsreiches und spannendes 7- und 8-wöchiges Sommerprogramm für die Kinder an – mit kreativen Basteltagen, sportlichen Erlebnissen wie die Besuche ins Schwimmbad, abenteuerlichen Ausflügen und jeder Menge Spaß.
Kindersommer Schlanders
Beim Kindersommer Schlanders durften die Kinder unter anderem echtes Kinofeeling erleben: Ein ganzer Kinosaal im ALGO wurde exklusiv für die Gruppe gemietet. Ein weiterer Höhepunkt war das Bogenschießen. Ein Besuch im Streichelzoo „Rainguthof“ gefiel den Kindern auch sehr. Dort sorgten verschiedene Tiere für strahlende Gesichter.
Kindersommer Martell
Im Kindersommer Martell war der Besuch bei den Such- und Rettungshunden besonders aufregend. Dort konnten die Kinder erleben, wie Hunde trainiert und im Ernstfall eingesetzt werden. Auf dem Gumperleweg entdeckten sie spielerisch die heimische Tierwelt und Natur. Selbst wurden die Kinder auch aktiv: In der Tischlerei und bei einem Imker durften sie selbst Hand anlegen.
Bei den Erlebniswochen in Latsch war der Sommer ebenfalls sehr abwechslungsreich: Neben einer spannenden Lama-Wanderung stand ein Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Programm. Dort durften die Kinder in echte Feuerwehruniformen schlüpfen und das Einsatzfahrzeug von innen bestaunen. Eine kulturelle Station war die Churburg in Schluderns, wo Geschichte lebendig wurde. Im Ötzi-Rope Park kletterten die Kinder mit Begeisterung durch die Baumwipfel.
Sommerwochen Kastelbell-Tschars
Auch in den Sommerwochen Kastelbell-Tschars wurden die 7 Wochen aufregend: Nach der Erkundung der Churburg erwartete die Kinder ein spektakuläres Erlebnis: Die Besichtigung eines Helikopters des Weißen Kreuzes. Über die Innenbestattung des Pelikans 3 staunten die Kinder noch lange. Im Hochseilgarten in Schnals konnten sie Mut und Geschicklichkeit unter Beweis stellen.
Neben den spannenden Highlight-Tagen in den einzelnen Gemeinden, besuchten die Kinder des Kindersommers auch verschiedene Schwimmbäder, nahmen an Bastelprojekten teil und unternahmen gesellige Ausflüge mit gemeinsamen Grillen. Dabei kam der Spaß nie zu kurz – neue Freundschaften wurden geschlossen, und die Kinder konnten sich in einer sicheren Umgebung kreativ und frei entfalten.
Musik, ein wertvoller Teil unseres Sommerprogramms, fand in den beiden Singwochen in Latsch und Laas viel Platz und Freude. Insgesamt 32 Kinder konnten durch erfahrenen Musikpädagoginnen in die Welt der Klänge eintauchen und sich in Form von unterschiedlichen Basteleien kreativ ausleben.
Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Familienagentur Südtirol sowie den Gemeinden Latsch, Schlanders, Martell und Kastelbell-Tschars. Sie stellten nicht nur die Räumlichkeiten vor Ort, sondern auch den Mensadienst und die Verpflegung sowie die Hilfestellung von Gemeindepersonal. Auch im Jahr 2025 wurde somit gezeigt, wie wichtig allen Beteiligten die Förderung von Kindern ist.
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Weltladen Latsch
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Zu einer besonderen Begegnung mit einer besonderen Frau kam es am 9. März im Weltladen von Latsch. Margret Bergmann hatte in dem Vortrag “Afghanistan – 1100 Abende für die Menschlichkeit”, auch schöne Dinge aus Afghanistan zu erzählen, die Hoffnung machen.
Als sie vor vielen Jahren in einer Zeitung ein Foto sah, auf dem eine Frau in einer Burka, auf der Strasse nach etwas Essbarem suchte, beeindruckte sie das so sehr, dass sie dachte, ich muss für diese Menschen etwas tun. “Mir geht es in erster Linie um ein würdiges Dasein für die Menschen in Afghanistan. Ich möchte den Menschen, den Frauen und Mädchen dort helfen. Mein Anliegen ist es, dass die Menschen in ihrem eigenen Land, in ihrer eigenen Heimat bleiben können”, sagt Bergmann. Sie trat als Volontärin dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS in Afghanistan bei, sowie dem Verein “Südtiroler Ärzte für die Welt” und unterstützt seitdem Projekte, die Mädchen beispielsweise Zugang zu Bildung und sozialer Entwicklung ermöglichen. “Es gibt kein Land auf der Welt, das Frauen und Mädchen so unterdrückt wie Afghanistan”, sagt Bergmann. Schon 2007 hatte sie sämtliche Kosten für die Mädchenschule in Tabqus, im zentralafghanischen Hochland, finanziert. Ein großes Anliegen von Margret Bergmann ist es, dass jene, die nach der ersten Machtergreifung der Taliban aus ihrer Heimat fliehen mussten, wieder in ihre Heimat zurückkehren können. “Ich habe noch keinen Afghanen kennengelernt, der nicht Heimweh hatte”, sagt sie.
4-mal war Bergmann bereits in Afghanistan und noch heute hat sie Kontakt mit den Jesuiten in Kabul und Herat. Der Verein “Südtiroler Ärzte für die Welt” ermöglicht es, dass Bergmann gehäkelte Krippenfiguren bei den Jesuiten bestellen kann, welche von den Mädchen und Frauen in in Handarbeit hergestellt werden. Die Jesuiten haben in Afghanistan noch die Erlaubnis Mädchen auszubilden. Das Geld der verkauften Krippenfiguren geht zur Gänze an den Jesuiten Flüchtlingsdienst in Afghanistan. “Die Hoffnung darf nicht sterben”, sagt Margret Bergmann. “Ich helfe, wo ich kann. Das andere liegt in der Hand Gottes”. (pt)
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Schlanders/Theater
Das St. Pauli Theater aus Hamburg gastierte auf Einladung des Südtiroler Kulturinstituts am 25. November mit dem Stück „Oleanna“ im Kulturhaus Schlanders. Im 2-Personen-Stück geht es um John, den Professor und Carol, seine Studentin. John ist ein mächtiger Uni-Professor, der kurz vor der Erfüllung seiner Lebensträume steht: dem Kauf eines Hauses und die Beförderung zum Professor auf Lebenszeit. Carol ist die unsichere Studentin, die sein Buch gelesen, aber nichts verstanden hat. Doch sie will verstehen und sich in der Welt zurechtfinden. Carol kommt zum Professor als verzweifelte Bittstellerin, die lernen und eine gute Note will. Sie bricht in Tränen aus. Er redet auf sie ein, tröstet sie und sagt, dass er sie sympathisch findet. Und er legt seine Hand auf ihre Schulter. Das Gespräch wird immer wieder unterbrochen. Der Professor telefoniert mit seiner Frau und mit dem Makler. Im zweiten Akt haben sich die Rollen geändert. Carol tritt selbstsicher und mutig auf. Sie hält den Professor für sexistisch, elitär, manipulativ und übergriffig. Sie hat Beschwerde eingereicht und klagt ihn wegen sexueller Übergriffe an. Er hat Grenzen überschritten, in Worten und Taten. Der Professor versteht nicht, er hat sie zum Gespräch geladen, will mit ihr reden und fordert sie auf, die Beschwerde zurück zu nehmen. Es wird ein Machtspiel um Worte, um die Wahrheit und die Freiheit. Es geht um die Deutung der Gesten und der Worte. Die Wahrnehmung ist unterschiedlich. Es kommt zu messerscharfen Wortgefechten. Im dritten Akt steigert sich die verbale Auseinandersetzung. John ist verzweifelt. Ich bin nur ein Mensch mit Schwächen und Gefühlen, sagt er. Carol wird zur Kämpferin. Es geht um Tatsachen und um Verantwortung, meint sie. Sie agiert als Teil einer Gruppe und verlangt von ihm ein Schuldbekenntnis, das er nicht abgeben kann. Er begreift, dass er seine Ziele nicht erreichen kann, sitzt resigniert auf dem Sofa und singt das norwegische Volkslied Oleanna. Es erzählt von einem Traumland, einem Paradies. Carol meint am Ende: eine:r muss immer leiden. Und bisweilen leiden wir alle. (hzg)
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Prad/Neapel
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Nachdem in der Region Kampanien Anfang August, aufgrund von großen Wald- und Buschbränden der Notstand ausgerufen wurde, rückte eine Gruppe der Ober- und Untervinschger Feuerwehren am Dienstag, den 12. August nach Kampanien aus, um im Rahmen des unter den Feuerwehrbezirken rotierenden Bereitschaftsdienstes Beihilfe zu leisten. Dies gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Bozen und Marco Pietrogiovanna vom Amt für Forstplanung, vor allem, um Koordinationsarbeit zu leisten und weitere Hilfsmaßnahmen zu planen. Eine Fläche von ca. 500 Hektar war von den Feuern betroffen. Glücklicherweise kam es noch während der Anreise nach Neapel zu einem Gewitter mit einer sogenannten Superzelle rund um den Vesuv, welches aufgrund des Starkregens die Feuer mehr oder weniger vollständig löschte. Bereits am nächsten Tag konnte die Einsatzleitung vor Ort Entwarnung geben. Die Gruppe wurde mit Nachlöscharbeiten betraut, zu denen es aufgrund mangelnder Infrastruktur dann doch nicht kam. So reiste man am Donnerstag, den 14. August mehr oder weniger unverrichteter Dinge dann schon wieder ab und gewann vor allem den Eindruck, dass man organisatorisch in Kampanien ganz anders organisiert ist als anderswo. Auch weniger Einsatzkräfte habe man zur Verfügung. Trotz allem sei man um eine Erfahrung reicher, so Tania Peer und Ronald Veith von der FF Prad. (uno)
Die lvh-Ortsgruppe Schnals blickte bei ihrer Ortsversammlung auf ein aktives und erfolgreiches Jahr zurück.
lvh-Ortsobmann Harald Rainer begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder. Im Mittelpunkt stand der Rückblick auf die vielfältigen Tätigkeiten der Ortsgruppe. Auf Ortsebene haben sich insbesondere das Feierabendfest, die gemeinsame Weihnachtsfeier, der Grillnachmittag im Sommer und der Skitag der Handwerker im Winter als fixe und wichtige Termine etabliert. Während das Feierabendfest nicht nur eine bedeutende Einnahmequelle darstellt, sondern auch die Verbindung zur Dorfgemeinschaft stärkt, fördert der gemeinsame Skitag und der Grillnachmittag vor allem den Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Handwerkergruppe.
Auch auf Landesebene zeigte sich die Ortsgruppe Schnals sehr präsent. Zahlreiche Mitglieder engagierten sich in Landesausschüssen verschiedener Berufsgruppen, darunter im Baugewerbe, bei den Fliesenlegern und in der Elektrotechnik. Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. Diese wurde von allen Seiten als sehr positiv bewertet. Gleich drei Handwerker sind im Gemeinderat vertreten, zwei davon in zentralen Funktionen: Vizebürgermeister Oswald Weithaler und Handwerksvertreterin Erika Kinsele. Weithaler bedankte sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit und informierte darüber, dass derzeit zwar keine größeren Hochbauprojekte geplant seien, die Gemeinde aber weiterhin bemüht sei, kleinere Arbeiten im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten an lokale Betriebe zu vergeben.
Besondere Anerkennung fand auch das soziale Engagement der Ortsgruppe. Hervorgehoben wurde eine Spendenaktion zugunsten der Witwe eines verstorbenen Handwerkers. Innerhalb kurzer Zeit konnten knapp 1.800 Euro gesammelt und übergeben werden – ein starkes Zeichen der Solidarität innerhalb des Schnalser Handwerks.
Im Anschluss berichtete Bezirksobmann Hermann Raffeiner Kerschbaumer über die Aktivitäten auf Bezirksebene. In seinem Rückblick betonte er vor allem die Bedeutung der Nachwuchsförderung, die enge Zusammenarbeit mit den Berufsschulen sowie die Kooperationen mit den Gemeinden. Gleichzeitig dankte er der Ortsgruppe Schnals für ihre kontinuierliche und aktive Beteiligung an den Bezirksinitiativen.
Wie bereits im letzten Jahr fand auch heuer wieder am 7. Oktober ein Erste Hilfe Kurs für Mitglieder und Angehörige der Herzsportgruppe Mals/Obervinschgau statt. Der Kurs wurde von den zuständigen Ärzten der Herzsportgruppe, Joachim Ruepp und Samuele Rundeddu, in Zusammenarbeit mit dem Weißen Kreuz Mals organsiert.
Der theoretische Teil wurde von Mathias Moriggl, zuständig für die Aus- und Weiterbildung und Instruktor für Erste Hilfe beim Weißen Kreuz, wiederum informativ, professionell und interessant für die ca. 40 anwesenden Teilnehmer/innen gestaltet, unterstützt von Jeron Wieser, ebenfalls einem Mitarbeiter des WK. Gerade bei Herzproblemen sind schnelles Handeln und Erste Hilfe entscheidend für die Überlebenschancen der betroffenen Person. Im praktischen Teil wurden von den Ärzten Ruepp, Rundeddu und von den Mitarbeitern des Weißen Kreuzes grundlegende Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung und die Anwendung eines Deflbrillators, die in Notfallsituationen lebensrettend sein können, vermittelt. Das Wissen um diese Techniken, das zwanglose Üben praktischer Maßnahmen, kann die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wiederbelebung erheblich erhöhen.
Ein Dank der Herzsportgruppe gilt den Mitarbeitern des Weißen Kreuzes, Moriggl Mathias und Jeron Wieser, den Ärzten Joachim Ruepp und Samuele Rundeddu, unserem Übungsleiter Dilitz Stefan, sowie dem Weißen Kreuz Mals für die Bereitstellung der Räumlichkeilen für diesen Kurs.
Ein gemeinsamer Erste Hilfe Kurs stärkt, genauso wie das Miteinander nachher, nicht nur die individuellen Fähigkeiten, sondern auch das Miteinander innerhalb der Gruppe. ln einer Herzsportgruppe ist der Teamgeist wichtig, um sich gegenseitig zu unterstützen.
Informationen bezüglich der Herzsportgruppe Mals: Folie Hubert Tel. 3421982414
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Schlanders/Benefizkonzert in der Basis
Vinschgerwind: Wer seid ihr und was macht ihr für Musik?
Michael Casera: Wir sind Ësenaim, ein Südtiroler–französisches Duo. Ich arbeite als Epidemiologe und Sarah Guefif als Supply Chain Advisor für Ärzte ohne Grenzen (MSF) – eine Organisation, die in über 70 Ländern mit rund 70.000 Mitarbeitenden in Krisen- und Notsituationen tätig ist. Unsere Musik entsteht aus der Verbindung von elektronischen Klängen, Poesie und Feldaufnahmen, die wir während unserer humanitären Einsätze gesammelt haben. Das Ergebnis sind Klangwelten, die dokumentarisch und emotional zugleich sind: eine Art musikalisches Zeugnis unserer Erfahrungen.
Vinschgerwind: Welche Erfahrungen habt ihr in den Krisengebieten gemacht?
Michael Casera: Unsere Einsätze führten uns an Orte im Kongo, Palästina, Haiti oder Südsudan. Dort haben wir nicht nur Zerstörung, Gewalt und Ungerechtigkeit, sondern auch eine enorme Resilienz, Gastfreundschaft und Menschlichkeit erlebt. Diese Gegensätze waren oft schwer in Worte zu fassen – deshalb begannen wir, Stimmen, Geräusche und Atmosphären vor Ort aufzunehmen. So entstand eine Art akustisches Tagebuch, das das Spannungsfeld zwischen Leid und Hoffnung bewahrt.
Vinschgerwind: Wie unterstützt ihr mit eurer Musik die Organisation Ärzte ohne Grenzen?
Michael Casera: Mit dem Album Talk About möchten wir auf vergessene Krisen aufmerksam machen und Geschichten hörbar machen, die sonst oft ungehört bleiben. Konkret gehen die Eintrittseinnahmen unserer Release-Veranstaltung in der BASIS Vinschgau sowie weitere Konzerte unserer Europa-Tour an Ärzte ohne Grenzen. Darüber hinaus verstehen wir unsere Musik als eine Form des témoignage – ein künstlerisches Zeugnis, das die Realität von Menschen in Krisenregionen weiterträgt.
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Schluderns/Kortsch
Im Rahmen des Euregio-Museumsjahres war am Sonntag, 21. September 2025 im Vintschger Museum/VUSEUM in Schluderns der Dokumentarfilm „Die Zahl der Kortscher“ zu sehen. Präsident Toni Patscheider und der Verantwortliche der MUSUI Museums-Kooperation Alexander Lutt begrüßten die interessierten Gäste. Der einstündige Dokumentarfilm von Alfred Habicher und Raimund Rechenmacher, uraufgeführt 2018, zeigt, wie das Wasser Zaalwaales aus dem Schlandrauntal einst aufwändig geleitet, akribisch verwaltet und mit Hilfe von Holzlosen auf die Bauern gerecht aufgeteilt worden ist. Der Film ist ein wertvolles Dokument einer längst vergangenen Zeit, in der das kostbare Nass entscheidend für das Überleben der landwirtschaftlich geprägten Bevölkerung war. Denn trockene Jahre waren Hungerjahre. Unter großen Mühen wurde das Wasser in die Wiesen und Felder geleitet und war entscheidend für Ernteerfolge. Am Wasserlauf trieb das Nass mehrere Mühlen an. Heute verläuft der Zaalwaal zu Großteil in Rohren. Nur noch ein kleiner Abschnitt oberhalb von Kortsch ist erhalten und lässt erahnen, was einmal war. Im Film erzählen die Altbäuerin vom Außereggenhof Frieda Weissenhorn, Hans Niedermair vom Waldentalhof am Sonnenberg, der langjährige Kortscher Fraktionsvorsteher Hans Mair und Konrad Lechthaler vom Gungghof über ihre Beziehungen zum Zaalwaal. Einst war beispielsweise ein weißes Leintuch ein wichtiges Kommunikationsmittel, um einen Bruch am Zaalwaal zu signalisieren. Wenn die Waalschelle verstummte, war das ein Zeichen, dass am Waal etwas nicht stimmte und das Wasser nicht richtig floss. Der Waaler musste sofort reagieren und nach dem Rechten schauen. Das Wasser des Zaalwaales sorgte oft auch für Streitigkeiten. Zahlreiche Prozessakten zeugen davon. Wann der Waal genau gebaut wurde, ist nicht bekannt. Der Zahlwaal mit der Bezeichnung „sala“ (keltische/rätorömanische Bezeichnung für Rinne, Waal) ist bereits Mitte des 14. Jahrhunderts in einer Urkunde des Klosters Marienberg angeführt. (mds)
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Prad Stilfserjoch
Am 4. Oktober 2025 wird es ab 19.30 Uhr im aquaprad eine spezielle Filmpremiere geben. Jürgen Theiner zeigt seinen Film „Das Stilfser Joch – Abseits der Kehren“.
Es gibt Straßen, die sind mehr als nur Verkehrswege – sie sind Sehnsuchtsorte. Die Straße auf das Stilfser Joch, vor 200 Jahren erbaut, gehört dazu; für den Autor und Mediengestalter Jürgen Theiner aus Laas ist sie außerdem Teil seines Motorrad-Lebens. Gemeinsam mit Filmemacher und Motorradreisenden Alex Milz ging er auf Spurensuche, und daraus entstand ein außergewöhnlicher Film: „Das Stilfser Joch – Abseits der Kehren“.
Der Film geht weit über die bekannten Bilder hinaus. Er zeigt einen ruhigen, tiefgründiger Blick auf die Menschen, die Geschichten und die Natur rund um die Kehren des Stelvio. Mit eindrucksvollen Bildern und authentischen Stimmen erzählt der Film von Begegnungen, Erinnerungen und Perspektiven, die das Joch in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Ein Film, der berührt.
Gedreht mit Unterstützung lokaler Partner entstand ein Mosaik aus Eindrücken, das die Straße auf das Stilfser Joch als Denkmal und Verbindung zwischen Kulturen zeigt. Mit dabei: Experte Arthur Gfrei, Hotelier Christian Thoma und viele weitere engagierte Mitwirkende.
Trailer auf YouTube:
https://youtu.be/bMSmE1Hvmqc
Laut offiziellen Zahlen leiden 3,5 % der südtiroler Bevölkerung an Depressionen. Dies entspricht rund 20.000 betroffenen Personen, wobei die Dunkelziffer wesentlich höher ist, vor allem deshalb, weil die Krankheit immer noch ein Tabuthema ist und oftmals verschwiegen wird. Der Regisseur Fabian Zöggeler, selbst Betroffener, möchte dies mit seinem 2024 produzierten Film „Lichter im Chaos“ ändern und die Menschen dazu bringen, sich mit einer der häufigsten psychischen Erkrankungen auseinanderzusetzen. Seine Dokumentation, welche Ende November in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Naturns, dem Forum Prävention und der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt im Theatersaal von Naturns gezeigt wurde, möchte das Verständnis für die Krankheit in der Gesellschaft fördern und vor allem junge Betroffene und ihr Umfeld stärken.
„Jeden Tag mehr Regenwolken im Kopf und man weiß nicht, wie man sie weck bekommt“, beschreibt eine junge betroffene Frau im Film eindrucksvoll ihr Empfinden. Wie sie erzählen auch der Regisseur selbst und weitere junge Betroffene mutig, ehrlich und offen, wie sie die Depression erleben, um die Krankheit und deren Auswirkungen für Außenstehende verständlicher und greifbarer zu machen.
Aber der Film beleuchtet auch, wie bereits der Untertitel „Junge Menschen, Depression und Wege zur Hoffnung“ aufzeigt, die kleinen Lichtblicke, die den Erkrankten Hoffnung spenden und helfen können, einen Ausweg aus der Krise zu finden. Mit berührenden Worten beschreibt eine junge Mutter dabei, wie sie erst allmählich schaffte, Liebe zu ihrer Tochter zu spüren, und wie diese Liebe für sie die treibende Kraft aus der Krankheit wurde.
Ergänzt werden die Erzählungen der Betroffenen durch sachliche Informationen von Experten zum Krankheitsbild sowie zu möglichen Therapien und der Aufforderung, Hilfe anzunehmen, jene von Familie und Freunden wie auch von Fachpersonal.
Im Anschluss an die berührende Dokumentation erfolgte eine Podiumsdiskussion, zudem wurde dem Publikum die Möglichkeit geboten, den anwesenden Psychologinnen und Emanuel Gemassmer, welcher selbst in der Dokumentation von seinen Erfahrungen mit der Krankheit erzählt, Fragen zu stellen.
Anna Pfitscher
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Mals/Naturns/Bozen
Im Rahmen des jährlichen Informationstreffens am 05.11.2025 informierte das Land die Vertreterinnen und Vertreter der Seniorenwohnheime über den Einheitsbetrag für das kommende Jahr, der gemeinsam mit dem Grundtarif der Heimbewohner die Grundlage für die Berechnung der Tagessätze bildet.
„Nach sehr zielorientierten Verhandlungen auf Augenhöhe konnten wir eine gute Lösung finden, um einen Großteil der Mehrkosten auf Grund der Verhandlungsergebnisse verschiedener Kollektivverträge und der daraus resultierenden Lohnerhöhungen unserer Mitarbeitenden abzufedern“, erklärte VdS-Präsidentin Martina Ladurner.
Für das Jahr 2026 können die Seniorenwohnheime mit einem Einheitsbetrag von 98,97 Euro rechnen; für das laufende Jahr 2025 folgt noch eine Nachzahlung von 14,48 Euro und erhöht somit den Einheitsbetrag auf 97,95 Euro.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war die Vorstellung eines neuen Weiterbildungsprogramms für Angehörige, das unter dem Motto
„An Ihrer Seite – Informiert. Unterstützt. Verbunden.“ steht. Ziel ist es, Angehörige mit praxisnahen Informationen und Austauschmöglichkeiten zu unterstützen. Geplant sind sowohl Online-Formate als auch Präsenzveranstaltungen in den Bezirken Südtirols. Die Themen reichen von Sachwalterschaft, Patientenverfügung und Vorsorgeplanung bis hin zu praxisorientierten Inhalten wie Deeskalation, Kinästhetik, Demenz, Palliative Care und Sterbebegleitung. Auch sensible Themen wie Gewalt im Alter oder Sexualität im Alter sollen nicht ausgespart bleiben.
Seit über zehn Jahren zeichnet der VdS Seniorenwohnheime aus, die sich durch besonders hohe Qualitätsstandards in der Betreuung und Pflege auszeichnen. Das Qualitätssiegel RQA Südtirol – Alto Adige steht für eine qualitätsorientierte, menschenzentrierte Seniorenbetreuung, bei der die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner:innen im Mittelpunkt stehen.
Im Rahmen der Tagung wurden heuer vier Heime rezertifiziert:
• Martinsheim Mals
• Seniorenwohnheim St. Zeno Naturns
• Altenheim Tirol der Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt
• Seniorenwohnheim Stiftung Lorenzerhof Lana
Organisiert vom VKE Mals findet ein Flohmarkt für Kinderbekleidung (Herbst - Winter 0 – 14 Jahren), Babyausstattung, Sportartikel, Schuhe und Spielsachen
- am Freitag, 3. Oktober 2025 von 14 – 18 Uhr und
- am Samstag, 4. Oktober 2025 von 9 – 11 Uhr im Kulturhaus Mals statt.
Die Listenausgabe erfolgt in der Bibiliothek Mals
am Mittwoch, den 17. September von 9 – 10:30 Uhr & von 15 – 16 Uhr. (Beim Abholen der Kundennummer wird für jede Liste 1 Euro eingehoben).
Annahme der Ware: Donnerstag, 2. Oktober 2025 von 9 – 11 Uhr und von 15 – 17 Uhr.
Auszahlung und Rückgabe der Ware: Samstag, 4. Oktober 2025 von 13 – 14 Uhr.
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Bozen/Vinschgau
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In Erinnerung an die 2020 ermordete, multifunktional tätige Pionierin, Agitu Ideo Gudeta, ruft die private ehrenamtliche Initiativgruppe nun die fünfte Auflage des Förderpreises für Pionierinnen der nachhaltigen Landwirtschaft in Südtirol aus. Das Wesen und Wirken der Trentiner Soziologin, Ziegenzüchterin, Unternehmerin und Netzwerkerin mit äthiopischen Wurzeln hat bei allen, die sie kannten, Spuren hinterlassen. Ihr ausgesprochener Optimismus und ihr ökosoziales Feingefühl waren richtungsweisend für ihr Handeln. Zu den Preisträgerinnen seit 2021 gehörten unter anderen Elisabeth Prugger aus Eyrs. Alexandra Zöggeler aus Tschengls und Nathalie Schwienbacher vom Oberschlummhof in Schluderns. Mit dem Förderpreis erhält die Gewinnerin 2.500 Euro, sowie mediale Sichtbarkeit, sie wird Teil eines ökosozialen Netzwerkes in der Region. Innerhalb 28. Februar 2026 können Bewerbungen und Vorschläge eingereicht werden. Das Antragsformular kann unter folgendem Link heruntergeladen werden. (lu)
https://mega.nz/folder/TINAXRTT#7H9y3Glrvc39AdpcGr3WHw
Der Forster Weihnachtswald am Gelände der Spezialbier-Brauerei FORST hat seine Tore geöffnet und ist bis am 06.01.2026 mit zahlreichen Attraktionen zurück.
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Prad/Raiffeisenkasse
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Im Eingangsbereich der Raiffeisenkasse Prad konnte Günther Platter, der Obmann der Raiffeisenkasse Prad-Taufers, am 3. Oktober eine Fotoausstellung der beiden Naturfotografen Dietmar Gander aus Prad/Agums und von Stefan Winkler aus Deutschland eröffnen. Gezeigt werden faszinierende Naturfotografien, beeindruckende Aufnahmen von Tieren und Landschaften. Wie Stefan Winkler bei der Ausstellungseröffnung ausführte, geht es beim Fotografieren darum sich Zeit zu nehmen, geduldig zu warten und genau zu beobachten. Dieses intensive Naturerlebnis, die Erfahrung der Stille und das Aufspüren der Naturschönheiten erzeugt Emotionen. Wenn es dann noch gelingt, diese Erlebnisse in einem Bild einzufangen und dies mit anderen zu teilen, dann ist das der schönste Lohn für die ganzen Mühen. Die beiden Naturfotografen kennen sich schon lange und stehen in einem intensiven fotografischen Austausch. Dietmar Gander hat zuerst angefangen zu filmen, sich aber seit 2010 intensiv mit dem Fotografieren beschäftigt. Er konzentriert sich vor allem auf die Fauna und Flora und ist zu allen Jahreszeiten auf der Suche nach dem Ungesehenen, das ihn zum Staunen bringt. Alleine in der Natur erlebt er die Freiheit, sie gibt ihm Kraft und Zuversicht. Sehr stolz ist er darauf, dass es ihm gelungen ist auch seltene Tierarten im Vinschgau zu fotografieren, wie Grauammer, Rachelhahn, Waldrapp und Kuhreiher. Dietmar Gander fotografiert nicht nur für sich, sondern auch für die Feuerwehr, für verschiedene Vereine und seit 2022 auch für die Prader Nachrichten. Für Stefan Winkler ist das Fotografieren wie eine Meditation. Seit seiner Jugend pflegt er diese Leidenschaft. Oft macht er mehrere Tausend Fotos von einem Motiv, sucht die besten Fotos aus und bearbeitet sie so lange, bis sie für ihn passen. (hzg)
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Schlanders/Kulturhaus
Am 2. Sonntag im März findet traditionell das Festkonzert der Bürgerkapelle Schlanders statt. Der Sparkassensaal war wiederum bis auf den letzten Platz besetzt, als der Moderator Dieter Pinggera die vielen Besucher:innen zum 41. Festkonzert begrüßte. Geboten wurde zwei Stunden Blasmusik auf hohem Niveau mit Werken bekannter Komponisten, vorwiegend aus Amerika, ausgewählt von Georg Horrer, dem langjährigen Dirigenten der Bürgerkapelle. Eröffnet wurde das Konzert mit „The Hounds of Spring“ von Alfred Reed, einem bekannten Musikstück der sinfonischen Blasmusik. Im Musikstück geht es um eine schwärmerische, junge Liebe im Frühling. „Incantation and Dance“ von John Barnes Chance, 1960 komponiert, ist eines der meistgespielten Werke der amerikanischen Blasmusik. Der erste Teil ist ruhig und mystisch, der zweite Teil rhythmisch und mit reichem Trommelwirbel. „Love and Light“ von Brian Balmages thematisiert die bedingungslose Liebe nach dem Verlust eines Kindes. Es geht um Hoffnung, Trost und innere Stärke. Nach der Pause ging es weiter mit „Ticonderoga March“ von Leroy Anderson, einen kurzen, aber eleganten Konzertmarsch. Dann folgten zwei Stücke mit Melodien aus bekannten Filmen. Einmal aus dem Oscar prämierten Film „Out of Africa“ (Jenseits von Afrika) von 1985, Musik des britischen Filmkomponisten John Barry / Arr. Johan de Meij. Höhepunkt des Konzertabends war sicherlich ein Medley bzw. eine Auswahl aus der Musik zum Disney Film „The Lion King“ (König der Löwen) von 1994, wunderbar gesungen von der Sopranistin Greta Brenner aus Prad. Elton Johns eingängige Themen und Tim Rices Texte bilden die Grundlage für Calvin Custers farbenreiches Blasorchesterarrangement. Zum Abschluss des offiziellen Programms erklang „African Symphony“ des amerikanischen Komponisten Van McCoy, für das Blasorchester bearbeitet vom Japaner Naohiro Iwai. Nach den beiden Zugaben, gewidmet allen Frauen zum Tag der Frau, gab es einen langen und kräftigen Applaus. (hzg)
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Bozen/Vinschgau
Am Donnerstag, den 26. März 2026 ist der II. Gesetzgebungsausschuss des Südtiroler Landtages unter dem Vorsitz von Josef Noggler (Bild) zusammengetreten.
Dabei wurden zwei Anträge auf Anhörung weiter behandelt, die bereits in vergangenen Ausschusssitzungen auf der Tagesordnung gestanden hatten: Nachdem die Entscheidung bei der vorherigen Sitzung des II. GGA vertagt worden war, wurde der Antrag auf Durchführung einer Anhörung zur Nutzung und Weiterentwicklung der Kasernenareale in Südtirol von Madeleine Rohrer (Grüne) nun angenommen.
Der II. GGA hat sich zudem mit dem verpflichtenden Gutachten zum Vorschlag zur Änderung des Dekrets des Landeshauptmanns vom 26. September 2022, Nr. 25 „Kriterien und Modalitäten für die Erhebung, die Festsetzung der Obergrenze und die Zuweisung von Gästebetten“ gemäß Artikel 34, Absatz 6 und Artikel 38, Absatz 4 des Landesgesetzes vom 10. Juli 2018, Nr. 9, „Raum und Landschaft“ befasst. „Wir haben uns nach einer konstruktiven Diskussion mit 4 Ja- und 3 Nein-Stimmen für die Abgabe eines positiven Gutachtens ausgesprochen“, informierte Noggler. Für die Abgabe eines positiven Gutachtens stimmten Vorsitzender Noggler sowie die Abgeordneten Franz Locher, Harald Stauder und Thomas Widmann, dagegen stimmten die Abgeordneten Sandro Repetto, Madeleine Rohrer und Jürgen Wirth Anderlan.
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Latsch
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Ein wunderschönes, geistliches Konzert erlebte man am 25. Oktober in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Latsch. Die Aurelius Sängerknaben aus Calw, unter der Leitung von Bernhard Kugler und begleitet am Klavier von Olaf Karkau, präsentierten ein vielfältiges Programm, das von der Gregorianik bis zur Moderne reichte. Der Knabenchor aus Calw, der Partnerstadt von Latsch, genießt internationalen Ruf für ihre herausragenden Interpretationen. Für Latsch war es nicht nur eine Freude sondern auch eine Ehre, sie erleben zu dürfen. Unter die Haut ging schon zu Beginn das Gregorianische Antiphon. „Geschenke des Himmels“ waren u.a. das „Ave verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart, „Locus iste“ von Anton Bruckner und das Solo, gesungen von Erwin Li.
Als Geistliche Musik oder Religiöse Musik bezeichnet man solche Musik, die für religiöse Anlässe oder mit einem religiösen Einfluss komponiert bzw. musiziert wird. Im Christentum umfasst dies insbesondere die Kirchenmusik. Die Aussage, dass Musik göttlich sei, rührt von ihrer tiefen spirituellen Bedeutung für viele Menschen her. Dass Musik eine spirituelle Kraft hat, ist unbestreitbar. Sie spielt schon immer eine sehr wichtige Rolle für alle Religionen.
Ortspfarrer Johann Lanbacher bedankte sich, „für die schönen Stimmen, die Gott uns geschenkt hat“. (pt)
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Naturns/Schloß Holte-Stukenbrock
Die Städtepartnerschaft zwischen der Marktgemeinde Naturns und der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock in Nordrhein-Westfalen ist ein leuchtendes Beispiel für gelebte europäische Freundschaft. Was bereits 1966 mit der Verbindung zweier Sportvereine – dem SSV Naturns Raiffeisen und dem FC Stukenbrock – begann, hat sich über Jahrzehnte zu einer gesellschaftlich verankerten Partnerschaft der beiden Gemeinden entwickelt. So hat die Seniorengruppe im FC Stukenbrock das Heft in die Hand genommen und im August 2025 bereits zum vierten Mal einen offiziellen Delegationsbesuch mit über 50 Gästen in Naturns organisiert. Diese Partnerschaft lebt vom Mitmachen: die Gemeinde Naturns lädt bereits heute alle Vereine und Generationen ein, Brücken zu bauen und Freundschaften zu schließen. Die Verbindung zwischen den beiden Gemeinden zeigt, wie stark der europäische Geist sein kann – wenn er von unten wächst, aus den Begegnungen der Menschen.
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Südtiroler Wattkönig
Kürzlich fand im Restaurant Pizzeria „Laterne“ in Rabland ein Vorausscheidungsturnier des „Südtiroler Wattkönig“ statt. Die Sieger der Vorausscheidung, Christine Gerstl aus Rabland und Hannes Gerstgrasser aus Partschins, sicherten sich die begehrten Finalkarten. Das Finale des „Südtiroler Wattkönigs“ findet am 9. Mai 2026 im Sixtussaal der Spezialbier-Brauerei FORST statt. Im Bild v.l.: Hannes Gerstgrasser, Dorothea Kofler und Christine Gerstl.
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Rabland
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Am 8. Oktober war es wieder soweit – die KVW Ortsgruppe Rabland hat ihre Tätigkeit für die Senior*innen im Jakobsstübele wieder aufgenommen. Jeden zweiten Mittwoch im Monat bietet das „Seniorenstübele“ die Möglichkeit des gemütlichen Beisammenseins. Gestartet wurde mit einem Törggelen. Auf dem Kirchplatz knisterte das Feuer. Elmar Pichler und Luis Platzgummer haben „Keschtnpfanne“ und „Keschtnriggl“, den traditionellen Rüttelkorb, mitgebracht und die Kastanien gebraten.
Beim selbstgemachten Apfelsaft wurden die Kastanien im Jakobsstübele mit viel Genuss gegessen. Erzählt wurde vom Sommer und vom Erlebten.
Steffi Abler, Edit Pöhl und Evi Vorhauser, drei der Ausschussmitglieder sowie die unterstützenden Helferinnen Liesl, Maria, Marianne und Ottilia führen mit viel Einsatz jenes Werk weiter, das Luise Grasser vor vielen Jahrzehnten in Rabland ins Leben gerufen hat.
Ob Spiele- oder Singnachmittag, ob Törggelen oder Weihnachtsfeier, die Senior*innen im Dorf nehmen das Angebot gerne an. Im Jakobsstübele wird kein Geburtstag vergessen und selbstgebackene Weihnachtskekse gehören genauso dazu wie die alljährliche kleine Theateraufführung von Waltraud Moser und ihrem Mann zu Fasching. Und wenn der Hubert Pircher mit seiner Ziehorgel spielt wird gemeinsam geschunkelt und gesungen.
Im Juni organisiert die KVW Ortsgruppe Rabland immer eine kleine Wallfahrt, bevor das „Jakobsstübele“ in die Sommerpause geht. Aber jetzt sind die Treffen erstmal in die neue Saison gestartet.
Astrid Fleischmann
Seit dem 22. September können Schülerinnen und Schüler wieder eine Woche lang im Nationalpark Stilfser Joch Erfahrungen in den naturwissenschaftlichen Disziplinen wie Geologie, Biologie oder Ökologie sammeln. Das Glaziologiecamp stößt alljährlich auf reges Interesse und wird auch heuer wieder von der Pädagogischen Abteilung der Deutschen Bildungsdirektion gemeinsam mit der Direktion Ladinische Bildung und Kultur sowie mit Partnerschulen aus Deutschland im Rahmen eines Erasmus+-Projektes organisiert. Am Projekt nehmen Schülerinnen und Schüler teil, die im Schuljahr 2025/2026 eine vierte oder fünfte Oberschulklasse besuchen und Interesse an Natur und Wissenschaft zeigen. Besondere Schwerpunkte sind in diesem Jahr die Themen Landschaftsformen und Lebensräume im Hochgebirge. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet dies, eine Woche die einzigartige Möglichkeit zu haben, den Gletscher zu erleben und die Hochgebirgsräume aus wissenschaftlicher Sicht zu erkunden, die aufgrund eines rasanten Klimawandels und intensiver Nutzung vor außergewöhnlichen Herausforderungen stehen.
Im Rahmen der dreitägigen Advent Veranstaltung „Advent im Schloss Kastelbell“, wurde die Ausstellung von Bildern und Stelen aus Göflaner Marmor von Bernhard Grassl gezeigt. Der Autor Sebastian Marseiler beschrieb in seiner Eröffnungsrede das Schaffen und die Werke von Grassl, als tiefe Symbiose zwischen Natur und Kunst, er hole die Geschichte aus dem Stein, heraus, lasse den Stein sprechen. Grassl spielt mit den Maserungen, den Rissen und den Adern des unebenen Materials und dessen rauer Oberfläche. Bernhard Grassl ist der Marmor und dessen Bearbeitung von Kind an vertraut, schon sein Vater war Steinmetz. Seine Werke entstehen vorwiegend im „Bergatelier“ auf 2.127 m beim alten Maschinenhaus des Göflaner Marmorbruchs. Die Gemeinde Kastelbell – Tschars lud gemeinsam mit den bäuerlichen Organisationen, Musikkapelle, Schützenkompanie, der Bibliothek und des VKE zu adventlicher Stimmung ins Schloss Kastelbell. Ein feierlicher Lichterzug vom Dorfplatz aus in den Schloßhof bildete den Auftakt.
Nach der Begrüßung durch Frau Christina Hanni Bernhart sorgten die verschiedensten Vereine für‘s leibliche Wohl. Gemeinsam wurden adventliche Lieder gesungen und Weihnachtsgeschichten gelesen. Mehrere Aussteller boten Naturprodukte zum Kauf an. Man fand Vinschger Safranprodukte, Schüttel- und Paarlbrot, Käse und Wurstwaren, verschiedene Honigprodukte, Kerzen, Sirupe, Marmeladen, Weine, Holz und Drechselarbeiten.
Zugänglich war auch der private Skulpturenpark im Schlossgarten. Die stimmungsvoll ausgeleuchteten Skulpturen stammen aus der letzten Schaffensperiode des Vinschger Künstler Karl Grasser und wurden aus Göflaner Marmor geschaffen. Das adventliche Rahmenprogramm begleitete harmonisch die Ausstellungen und bot den Besuchern eine besinnliche Zeit. (chw)
Mit vier Vernetzungstreffen hat sich der 2024 formalisierte Arbeitskreis Humana Raetica neben den bereits bestehenden grenzübergreifenden Arbeitskreisen der Natura, Cultura, und Tourismus Raetica zu einer tragenden Plattform für grenzüberschreitenden Austausch im Sozialbereich und gemeinsame Projektentwicklung im Dreiländereck Italien, Österreich, Schweiz entwickelt. Das erste Treffen markierte gleichzeitig Gründung und Auftakt – mit dem Ziel, soziale Herausforderungen künftig nicht isoliert, sondern grenzüberschreitend und kooperativ zu bearbeiten. Es wurden zentrale Handlungsfelder erarbeitet, welche sich wie ein roter Faden durch die Treffen zogen. Gleichzeitig entstand der Wunsch, Good-Practice-Modelle sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und neue Projektansätze gemeinsam weiterzuentwickeln.
In den weiteren Treffen präsentierten sich unterschiedliche Initiativen und Fachstellen aus der Terra Raetica: die Freiwilligenzentren Landeck und Imst stellten ihre Arbeit und das “Neue Ehrenamt” vor, im Martinsheim in Mals wurde das Projekt “Hospiz macht Schule” vorgestellt, bei welchem sich Schüler und Schülerinnen mit den Themen Sterben und Tod auseinandersetzen, und in Imst konnten die TeilnehmerInnen die Arbeit der Koordinationsstellen „Miteinand in Imst“ und „Büro für Diversität und Integration“ mit ihren Schwerpunkten Gemeinwesenarbeit, Integration und Vielfalt kennenlernen.
Aus allen Treffen kristallisierten sich klare künftige Arbeitsschwerpunkte heraus: unter anderem psychische Gesundheit in allen Altersgruppen, Einsamkeit, Alter, Integration und Inklusion, Pflege, Kinder und Medien, Freiwilligenarbeit.
Die Treffen des Arbeitskreises Humana Raetica sind für interessierte Einrichtungen, Fachpersonen und Engagierte offen. Zudem können Projektideen oder Projektanfragen jederzeit an die jeweiligen Managements eingebracht werden: für den Vinschgau bei der Genossenschaft für Weiterbildung und Regionalentwicklung (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.), für Nordtirol beim Regionalmanagement für den Bezirk Landeck (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.) und dem Regionalmanagement Region Imst (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.), sowie bei der Regiun Engiadina Bassa Val Müstair (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.).
Humana Raetica wächst – mit Offenheit, Austausch und einer gemeinsamen Vision: soziale Zukunftsräume im Alpenraum stärken.
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Schreibmaschinenmuseum Partschins
Das Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer in Partschins freut sich über eine außergewöhnliche Schenkung: Ungefähr 40 historische Schreibmaschinen, davon einige seltene Exemplare, hat die ehemalige Schreibfachlehrerin Greti Wittwer aus der Schweiz kürzlich dem Museum vermacht. Die Modelle stammen aus der Sammlung von Ary Stauffer, einem als Ausbildner und Mentor sehr beliebten Berufskollegen ihrer aktiven Zeit an der Kaufmännischen Berufsschule Solothurn.
Ary Stauffer war neben seiner Lehrtätigkeit nicht nur Sammler, sondern über Jahrzehnte aktiv beim Schweizer Stenografenverband tätig. Bekannt war er vielen Fachleuten vor allem durch seine verschiedenen Publikationen über Stenografie, sowie als Herausgeber eines Lehrgangs für Schreibmaschinenunterricht. Museumsleiterin Maria Mayr bedankte sich bei Greti Wittwer für das entgegengebrachte Vertrauen, diese besonderen Objekte - Zeugen der kulturhistorischen Entwicklung des Schreibens – für die Zukunft aufbewahren zu dürfen.
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Prad
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Die Grundschule in Prad hat im vergangenen Jahr eine Teilsanierung und Erweiterung erfahren – ein längst überfälliger Schritt, denn der Bevölkerungszuwachs in Prad machte die Räume knapp, und die Schülerinnen und Schüler mussten aufgrund der Umbauarbeiten in Containern unterrichtet werden. Für manche war das sogar ein kleines Abenteuer, doch Eltern und Lehrpersonen empfanden das Containerdasein doch eher als Notlösung. Nun atmet man auf in Prad: Ein Teil der Klassenräume wird wieder normal genutzt, der Übergang von der provisorischen Lösung zurück in gemauerte Wände ist zur Hälfte geschafft. Rechtzeitig zu Schulbeginn konnte ein ganzes Stockwerk bezogen werden, das Platz für etwa die Hälfte der knapp 200 Grundschüler bietet. Die anderen bleiben vorerst noch in den Containern, bis der Rest der Schule fertiggestellt ist. Vorgesehen ist, dass im nächsten Sommer weitergebaut wird, damit im Herbst voraussichtlich alle Schülerinnen und Schüler wieder in Klassenräumen untergebracht werden können. Der verbleibende Bauabschnitt wird voraussichtlich im Herbst 2026 fertig, dann ist das Provisorium Vergangenheit. (uno)
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Plaus
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Der Katholische Familienverband Südtirol ist gewachsen. Am 13. September fand das Gründungsfestl der KFS-Zweigstelle Plaus statt. Darüber freuten sich die aktiven Mütter Viktoria Weithaler, Zweigstellenleiterin, Michaela Eder, stellvertretende Leiterin und die restlichen Ausschuss-Frauen Gunda Oberhauser, Tanja Fissneider, Emanuela Geiser und Jasmin Volpe. Auch der Bürgermeister, Jürgen Klotz, der die Mütter immer unterstützt hat, war erfreut über diese Gründung. Er sprach die Grußworte und auch die Vizepräsidentin des KFS, Angelika Weichsel Mitterrutzner, richtete ein paar Worte an die Gäste. Im Rahmen des Festes hat Pfarrer Senoner die Segnung des Pixnerhauses vorgenommen, bevor es zum lockeren Teil überging.
Das Pixnerhaus war umhüllt von Kinderlachen. Viele Dorfbewohner*innen waren gekommen, um mitzufeiern. Spiel und Spaß standen im Vordergrund. Der VKE lieferte die Rollrutsche, die großformatigen Brettspiele, die Dreiradler und das Wiesenboccia. Anne Mantinger und Sofia Walder haben mit Schminkfarben Kindergesichter in Tiermasken verwandelt. Für Speis und Trank war ebenfalls gesorgt. Es gab hausgemachte Kuchen, Crêpes von den Plauser Ministrant*innen zubereitet und Hot Dogs für den großen Hunger. Mütter und Väter hatten in der Küche und am Getränkepudel alle Hände voll zu tun. Gefeiert, gespielt und geredet wurde bis in die Abendstunden. Was mit einem Nikolausumzug begann, entwickelte sich zur KFS-Zweigstelle. Die Ausschussfrauen freuen sich auf ihr zukünftiges Vereinsschaffen im Dorf.
Astrid Fleischmann
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Schlanders/Vinschgau
Am 1. und 2. August haben sich der Vorstand und der Rat der Grünen Verdi Vërc zur traditionellen Sommerklausur in der Basis Schlanders, getroffen. Mit dabei die drei Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler, die Senatorin Aurora Floridia und die zwei Co-Vorsitzenden Elide Mussner und Luca Bertolini. Der Leitfaden: Zusammenrücken als starke Stimme für Gerechtigkeit und friedliches Zusammenleben.
Am Freitag hat sich der Grüne Vorstand zu einem Teambuildingnachmittag getroffen. Unter den Mitgliedern ist der Wille sich für ein sozial gerechtes und umweltbewusstes Südtirol einzusetzen groß. Diese Energie gilt es zu stärken und zu fördern. Südtirol braucht eine klare, resiliente und entschlossene Stimme, die eine lösungsorientierte und solidarische Politik voranbringt. Der Grüne Vorstand hat in diesem Rahmen an seiner Weiterentwicklung gearbeitet, um in Zukunft noch stärker und besser arbeiten zu können.
Der Samstag war dem Grünen Rat und den öko-sozialen Gemeinderät:innen, gewidmet. Durch den Morgen haben die zwei Co-Vorsitzende Mussner und Bertolini geführt: “Die Sommerklausur ist ein wertvoller Moment, um zusammenzukommen und das grüne Bewusstsein zu stärken, Kräfte zu bündeln und gemeinsam nach vorne zu schauen. Die Politik muss wieder zu einem nützlichen, konkreten und zugänglichen Instrument werden, das sich um die Gemeinden und das Territorium kümmert.”, so Luca Bertolini.
“Im Moment dominieren Kriegsrethorik, Angstmacherei und Nationalismen den politischen Diskurs. Wir Grüne stehen für Gerechtigkeit, Solidarität, Dialogbereitschaft und Frieden. Wir gehen auf diesen Weg weiter, im Bewusstsein, dass es uns mehr denn je braucht, in einer Welt der polarisierten Extremen. Wir wollen eine vernünftige und verlässliche Politik, keinen laut geschrieenen Populismus,” erklärt Elide Mussner.
Der Grüne Rat hat in einem Workshop an die politische Verantwortung in der Gesellschaft, Kommunikation und Vision gearbeitet, der Blick zum Horizont, für eine Stimme die für soziale, ökologische und ökonomische Gerechtigkeit nach vorne schaut.
Auf Initiative von Annelise Tanzer und Mali Sagmeister haben sich gar einige des Jahrganges 1952 der Gemeinde Mals und Freunde am 18. Oktober zu einem gemütlichen Beisammensein im beschaulichen Fischerteich Prad getroffen. Geprägt war das Treffen von guter und befreiter Laune, von feiner Stimmung bei gutem Essen und Trinken, musikalisch begleitet vom „Ziachorgel Albert“, vom Albert Telser aus Stilfserbrücke. Am Fischerteich wurden Köstlichkeiten serviert und danach gebratene Kastanien mit Suser und hernach Krapfen. Zufällig hat es sich so zugetragen, dass sich der preisgekrönte Fotograf Philipp Egger am Fischerteich aufgehalten hat und die gut gelaunte Gruppe hat es sich nicht nehmen lassen, ein Foto mit dem Star-Fotografen zu machen (Bild unten). Künftig will man ebenso Feste fallen, wie sie feiern, genau so sagt es eine, die dabei gewesen ist. Nach Lust und Laune. (r)
Hans Graber feierte am 28. August 2025 seinen 95. Geburtshaus. Die Schützenkompanie Schlanders hatte dem Hans zu Hause eine Freude bereitet und ihm überrascht.
Der Hans wurde am 28. August 1930 in Kiens im Pustertal geboren und machte durch die Optionszeit in den Jahren bis Ende des zweiten Weltkrieges, bis er im Jahr 1955 nach Schlanders kam, in dieser Zeit viel mit.
Er machte als Tapezierer dort seinen Anfang als Handwerker und danach als geschätzter Geschäftsmann einen Namen in Schlanders und darüber hinaus.
Seine Passion und als aufrechtem Tiroler war es für ihn zur damaligen Zeit bei der Gründung der Schützenkompanie Schlanders-Göflan-Korsch selbstverständlich, dort beizutreten.
Er hatte von Beginn an fast alle Funktionen in der Kompanie und im Bezirk, aber auch im Bund über. Ich konnte vom Hans in all den Jahren als Schütze, sei es in seinen Funktionen als Hauptmann in unserer Kompanie vom Jahr 1968 bis 1978, sowie in den Jahren als er Bezirksmajor von 1980 bis 1996 war viel lernen. Dazu war er von 1994 bis 2002 auch Landeskommandant Stellvertreter des Südtiroler Schützenbundes.
Hans Graber wurde im Jahr 2003 zum Ehrenmajor des Südtiroler Schützenbundes ernannt und auch zm Ehrenmajor des Bundes des Tiroler Schützenbundes im Jahr 2009.
Ich möchte dem Hans auch danken für seinen Einsatz für die Gemeinde von Schlanders, zuerst als Gemeinde Assessor für Wirtschaft und Tourismus und nachher auch als Gemeinderat in der Opposition, wo er immer konstruktiv zum Wohle der Gemeinschaft gearbeitet hat.
Es lebe der Hansals aufrichtiger Tirolerfür unser Land Tirol.
Karl Pfitscher
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Tagesbild
- Redakteur:
Hans Wielander
Disagio, Anklage als Stundenbild. Zu den Schäden, die der Faschismus gutmachen wollte, gehört das Programm der Aufforstung mit Pappel-Pyramiden, die in unserer Umgangssprache „Alber“ heißen.
Diese „italienischen“ Pappeln wachsen heute zahlreich in den Hainen der Poebene, also in Norditalien. Als schnellwachsende Laubbäume sind sie bei uns als „Mussolini Paam“ bekannt.
Gepflanzt wurden sie an wichtigen Stellen der Siedlungen, in Schlanders auch in der Nähe einer wichtigen Straßenkreuzung. Neben dem von Peppi Wielander geschnitzten Kreuz befindet sich auch der Rest einer alten Mauer. Sie umfasste einst einen „Stainer Anger“. Die Form des Mauerabschlusses teilte dabei mit, ob der Besitzer, der Nachbar oder beide die Spesen für die Errichtung und den Erhalt selbiger bezahlen musste.
Die Besiedlung des Mittelmeerraumes war nur möglich durch die Vernichtung des Waldes. Römer und Griechen waren daran beteiligt. Die einst üppigen Wälder Italiens, der Halbinsel und der alten Götter-Paradiese wurden „verbaut“. Mussolini wollte den Prozess umdrehen und das Land wieder „waldreich“ machen.
Das Bild von Matthias Oberhofer ist eine deutliche Erinnerung und Mahnung. Die beiden „Alber“ der Tuschezeichnung (31x41 cm, Matthias Oberhofer 2011) schreien gegen den Himmel, machen aber auch den Blick frei.
Durch ein kleines Fenster erkennen wir die Umrisse des Nörderberges.
Die 4. Klassen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums und der Südtiroler Spieleverein dinx laden auch heuer wieder ein zu den Spieletagen am Oberschulzentrum in Mals am 15. und 16. November. Am Samstag ab 14 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr haben die Besucher die Qual der Wahl: Strategiespiele, Familienspiele, Kartenspiele, Spiele für 2 oder für viele sowie Kinderspiele stehen bereit. Die Schülerinnen und Schüler der 4A und 4B SOGYM sorgen für Verpflegung und beraten die Gäste bei der Spielewahl und bei Regelfragen.
Im Sommer vergangenen Jahres hat der Bautrupp mit Vorarbeiter Martin Müller mit Sanierungsarbeiten an der Verbauung im Kaserbach – umgangssprachlich Vernagtbach – begonnen, berichtet Bauleiter Martin Eschgfäller vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung West in der Agentur für Bevölkerungsschutz: „Im mittleren Einzugsgebiet haben wir sechs Konsolidierungssperren errichtet, die schon vorhanden, aber durch den Zahn der Zeit und viele Murgänge zerstört waren. Wir haben sie wieder gleich aus Drahtschotterkörben errichtet und jede Abflusssektion mit Lärchenrundhölzern gegen die Einwirkungen des Wildbaches gesichert.“ Der Bautrupp hat die Arbeiten Mitte Oktober abgeschlossen.
Am selben Bach weiter unten saniert dieselbe Gruppe mit Vorarbeiter Martin Müller oberhalb des Rückhaltebeckens vier Stahlbetonsperren und eine Künette.
Und bevor diese höher gelegenen Baustellen über den Winter geschlossen werden, beginnen die Wildbacharbeiter in Schnals am Mastaunbach noch mit der Sanierung einer Brücke oberhalb von Unser Frau. Eine weitere Brücke wird am Schnalserbach auf der Höhe des Außerbrugghofs saniert.
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Bildungsausschuss Latsch
Der Bildungsausschuss Latsch war in den letzten zwei Jahrzehnten eng mit dem Namen Hannes Gamper verbunden. 20 Jahre lang war er als Vorsitzender für den Bildungsausschuss Latsch ehrenamtlich tätig. Da er für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung stand, wurde bei einer außerordentlichen Vollversammlung eine neuer Arbeitsausschuss und Ida Thomaseth als neue Vorsitzende gewählt. Sie und der gesamte Arbeitsausschuss werden weiterhin versuchen, die Leuchturmprojekte der vergangenen Jahre, sprich die Koordination der Latscher Kulturtage im Mai und das „Zomkemmen und helfen“ während der Adventszeit zu koordinieren und gemeinsam mit den Vereinen umzusetzen. Auch einige neue Ideen hat der Arbeitsausschuss bei der ersten Sitzung gesponnen. (lu)
2026 ist der Untersteller-Vertical neu – ein Aufstiegsrennen mit 4,2 Kilometern, welcher am Donnerstag, 9. April ab 18 Uhr das Trail-Wochenende in Naturns einläutet.