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Schützen ehren Gipfelkreuz auf der Lazinser Rötelspitze

  • Dachzeile: Rabland
  • Redakteur: Astrid Fleischmann
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Am Samstag, den 5. September, machten sich zwölf Rablander Schützen und drei begeisterte Bergfreunde aus der Gemeinde auf den Weg zur Lodnerhütte. Die Schutzhütte im Zieltal, wo sie übernachteten, bildete das erste Etappenziel ihrer Gipfeltour.
Der besondere Anlass für dieses gemeinsame Bergwochenende war das 60-jährige Bestehen des Gipfelkreuzes auf der Lazinser Rötel. Das eiserne Gipfelkreuz wurde im Jahr 1966 von der Katholischen Jugend in Rabland errichtet. 1999 übernahmen die Rablander Schützen das witterungsgeschädigte Kreuz und restaurierten es. Die Schützenkompanie St. Jakob kümmert sich seither um dessen Erhalt.
Unvergessen bleibt die feierliche Bergmesse im Sommer 2006 zum 40-jährigen Bestehen des Gipfelkreuzes. Seit 60 Jahren heißt es die Wanderer auf 3037 m Höhe willkommen.
Zum diesjährigen Jubiläum wurde das Kreuz am 6. September mit einem handgeschnitzten Edelweiß-Jubiläumskranz geschmückt.
Am Sonntagmorgen machten sich die Schützen und Bergfreunde von der Lodnerhütte aus auf den Weg zur Lazinser Rötelspitze. Bei Kaiserwetter wanderten sie zur Tablander Lacke. Von dort stieg dann ein kleinerer Trupp über das Halsljöchl hinauf zum Gipfelkreuz. Nach 2,5 Stunden Gehzeit erreichten Friedl Gerstgrasser, der das handgeschnitzte Edelweiß getragen hat, Rudi Prantl mit Tochter Selina sowie Lukas Ilmer von der Schützenkompanie und die Bergfreunde Walter Gamper, Josef Österreicher und Sepp Sprenger ihr Ziel. Oben angekommen befestigten sie den Jubiläumskranz feierlich am Kreuz.
Auf der Lodnerhütte ließ die Gruppe den gelungenen Jubiläumstag kameradschaftlich ausklingen.

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Sternenstaub für Schnals

  • Vorspann: Der Kulturverein Schnals hat am 11. September zu einem Abend geladen, der die Mobilität in Schnals in den Mittelpunkt gerückt hat. Beim Verkehrsplaner Helmuth Moroder hatte man ein Vision „Mobilität in Schnals 2035“ bestellt - und Moroder hat - Sternenstaub - geliefert.
  • Dachzeile: Unser Frau
  • Redakteur: Erwin Bernhart
  • Redakteur Bild:

Über die Mobilität von der Steinzeit bis ins Mittelalter, über die Funde am Gurgler Eisjoch, am Langgrubenjoch und am Tisenjoch referierte der in Schnals bestens bekannte Hubert Steiner vom Amt für Archäologie. Im Gespräch mit der Moderatorin Gabriele Crepaz gab der Chronist und Architekt Siegfried Gurschler über den Bau der Schnalser Straße Auskunft, der vor gut 150 Jahren begonnen hatte.
Dann entwickelte auf Grundlage von Bevölkerungs- und Tourismusdaten, auf der Grundlage künftiger Zugfahrpläne, mit Einbeziehen der Klimaziele des Landes Südtirol der Verkehrsplaner Helmuth Moroder eine Vision für „Mobilität in Schnals 2035“. Die Schnalser, so hat es Moroder zum Bespiel vorgerechnet, geben für ihre 730 PKW (bei 1230 Einwohnern) bei 500 Euro im Monat insgesamt im Jahr 4,4 Millionen Euro aus. Oder: Der Verkehr im Tourismus habe in Schnals (wie im restlichen Südtirol) in den vergangenen Jahren um rund ein Viertel zugenommen, weil die Aufenthaltsdauer genau um diesen Dreh abgenommen habe. Moroder, in seinen Vorschlägen mutig wie immer, forderte die Schnalser auf, die Busse im Halbsttundentakt so fahren zu lassen, dass eine stündliche Anbindung nach Naturns und eine ebenso stündliche Anbindung nach Meran gewährleistet sei. Um die 10 Minuten Busfahrt nach Katharinaberg umzupolen, schlägt Mordoder eine Standseilbahn vor. Moroder geht soweit, dass er ein verkehrsfreies Schnals 2035 vorschlägt - ein autofreier Urlaub in Schnals wäre eine neue Qualität. Moroder verweist diesbezüglich darauf, dass viele Leute heute schon in Großstädten kein Auto mehr besitzen und dass mit der Eröffnung des BBT im Umkreis von 5 Stunden rund 100 Millionen Leute erreichbar sein werden.
An solchen Aussagen bissen sich dann in der Diskussionsrunde mit dem HGV-Chef von Schnals, Benjamin Raffeiner, mit Eva Götsch vom Gurschlhof und mit Peter Stürz, COO der Athesiagruppe, die Beteiligten die Zähne aus. Einig war man sich, dass man die Vision lobte, in der Realität de facto aber verwarf. Peter Stürz sagte nach Aufforderung durch Crepaz, dass Athesia mutig sein könnte, etwa, dass ein Weglassen von Garagenbauten nicht mutig sondern leichtsinnig sei. Lediglich der Klimaforscher Georg Kaser war in der Runde Busbenutzer. Allerdings treffe er im Bus die am wirtschaftlichen Leben Beteiligten nicht an. Bei den Busen sei die Gemeindeverwaltung allerdings sehr dahinter, betonte Raffeiner.
Der Vorsitzende des Kulturvereins Schnals, Dietmar Rainer, forderte am Ende der Diskussion dazu auf, die von Moroder vorgelegte Vision weiterzudenken.

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„Mit wenigen Proben wurden Höchst- leistungen erbracht“

  • Dachzeile: Glurns/Langtaufers

Die Sinfoniekonzerte der Langtauferer Orchesterakademie bei freiem Eintritt in Glurns haben längst ihre Liebhaberinnen und Liebhaber gefunden. Und diese lassen sich den Ohrenschmaus zweimal im Jahr nicht entgehen. Im Winter gastieren Musikerinnen und Musiker, darunter Profis und Laienmusizierende aus ganz Europa im Rahmen von „Ski & Musik“ in Langtaufers. Sie genießen den Wintersport und bereiten sich bei gemeinsamen Proben auf das Abschlusskonzert vor. Im Sommer lautet das Motto „Wandern & Musik“. Für das Publikum bieten diese Konzerte eine Möglichkeit zur tiefen emotionalen und intellektuellen Auseinandersetzung mit komplexen Klangwelten, die im digitalen Zeitalter eine wichtige Gegenposition zur schnellen Konsumation von Musik einnimmt. Unter der Leitung von Martin Lill waren am vergangenen 28. August 2026 im Stadtsaal wiederum drei anspruchsvolle Werke zu hören, und zwar die Streicherserenade von Dag Wiren, die Suite For Strings von Frank Bridge und die Serenade for Strings von Gyula Beliczay. Elmar Prieth von Glurns Marketing gratulierte zur großartigen musikalischen Höchstleistung des Ensembles. „Mit wenigen Proben wurden Höchstleistungen erbracht“, so Prieth. Neben Glurns Marketing wurde das Konzert vom Bildungsausschuss Glurns-Taufers, der Stadtgemeinde, dem Kirchenchor Glurns getragen. Ein spezieller Dank ging an den Glurnser Chorleiter Martin Moriggl, der seit Jahren Vinschger Ansprechpartner der Verantwortlichen der Orchesterakademie ist. Die Metzgerei Mair und die Bäckerei Schuster sorgten zur Stärkung der Musikerinnen und Musiker für eine köstliche Marende. (mds)

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Holzbau und Zukunftswald im Fokus

  • Dachzeile: Naturns

Welche Rolle kann Holz für das Bauen der Zukunft spielen? Und wie müssen die heimischen Wälder bewirtschaftet werden, damit sie den Herausforderungen des Klimawandels standhalten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich ein Informationsabend in Naturns im Rahmen der Sensibilisierungskampagne „Vom Baum zum Produkt“ von IDM Südtirol und ProRamus.
Im Mittelpunkt stand die Zirbenholz-Installation „Vom Baum zum Produkt“ am Rathausplatz. Sie machte anschaulich, welchen Weg Holz vom heimischen Wald über Forstwirtschaft, Planung und Handwerk bis zum fertigen Produkt zurücklegen kann.
Die Bedeutung des Holzsektors für Südtirol ist beträchtlich. Nach Angaben von IDM sind rund 2.900 Betriebe im verarbeitenden Holzgewerbe tätig, etwa 20.000 Menschen beziehen ihr Einkommen aus dem Wald- und Holzsektor. Der Bereich erwirtschaftet jährlich rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz.
„Holz ist für uns nicht nur ein Baustoff, sondern ein Rohstoff, der unmittelbar mit unserer Landschaft, unseren Wäldern und unserer regionalen Wirtschaft verbunden ist“, betonte Bürgermeister Zeno Christanell bei der Begrüßung.
Herbert Niederfriniger von holzius zeigte anschließend unter dem Titel „Im Kreislauf: Holzbau lokal und zirkulär gedacht“, wie regionale Wertschöpfungsketten funktionieren und welche Chancen eine möglichst lange und kreislauforientierte Nutzung des Rohstoffs bietet. Architekt Jürgen Wallnöfer stellte in seinem Beitrag „Holz – der Baustoff vor unserer Haustür!“ die Möglichkeiten der Holzbauweise vor. Im Fokus standen dabei Planung, Konstruktion und die Frage, wie heimisches Holz bei modernen Bauprojekten sinnvoll eingesetzt werden kann.
Dass Naturns selbst bereits auf diese Bauweise setzt, unterstrich Bürgermeister Christanell. Erst vor kurzem wurde dank der Fördermittel aus dem Piano Nazionale di Ripresa e Resilienza (PNRR) im Generationenpark ein neues Gebäude für die Kindertagesstätte und den Kindergarten in Holzbauweise errichtet. Das Projekt wurde nach den Plänen von Architekt Stephan Marx von der Vinschger Firma Lechner umgesetzt und konnte innerhalb von nur neun Monaten fertiggestellt werden.

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