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Jugend: Was Jugendliche wirklich denken

Mit dem Projekt „Deinung“ hat der Jugenddienst Obervinschgau eine neue Initiative ins Leben gerufen, die jungen Menschen eine Stimme gibt und gleichzeitig den Austausch innerhalb der Gesellschaft fördern soll. In kurzen Videointerviews werden Jugendliche zu unterschiedlichen Themen befragt.
Jeden Monat steht dabei ein neues Thema, welches von den Jugendlichen mitbestimmt wird im Mittelpunkt. Von Schule und Freizeit über soziale Medien bis hin zu gesellschaftlichen Fragen oder Zukunftswünschen. Ziel des Projekts ist es, ehrliche Meinungen sichtbar zu machen und jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Gedanken öffentlich zu teilen.
Mit „Deinung“ sollen jedoch nicht nur Jugendliche erreicht werden. Auch Erwachsene sind eingeladen, sich mit den Aussagen und Perspektiven der jungen Generation auseinanderzusetzen. Durch die Veröffentlichung an einem öffentlichen Ort wie dem Youth-Infoscreen am Bahnhof in Mals sowie über soziale Medien erreicht das Projekt Menschen unterschiedlichen Alters und regt zum Nachdenken und Diskutieren an.
Der Jugenddienst Obervinschgau setzt damit auf eine moderne Form der Jugendarbeit, die aktuelle Medien nutzt und gleichzeitig den Dialog zwischen den Generationen stärkt. „Deinung“ zeigt, dass Jugendliche klare Meinungen haben und dass es wichtig ist, ihnen Raum zu geben, diese sichtbar zu machen.

Die ersten Videos starten im Juni mit dem Thema: Nachtleben im Vinschgau.
Für mehr Infos folgt dem Projekt auf Instagram.

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St. Benedikt erzählt Weltgeschichte

  • Dachzeile: Marienberg/Mals
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Der gelernte Volkswirt Steffen Lindemann aus Schwerin ist dabei, einen wuchtigen Katalog über die karolingische Wandmalerei in Europa zusammenzutragen. Dass die Wandmalereien in St. Benedikt dabei von größter Bedeutung sind, hat Lindemann in einem Vortrag im Kloster Marienberg am 26. Mai hervorgehoben. Ein Forum hatte ihm die Tourismusgenossenschaft Vinschgau geboten und es gehört sich im Vinschgau, dass jeder, der über St. Benedikt vorträgt, Gehör findet. Die Datierung des Kirchenbaus legt Lindemann in die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts und belegt dies mit dem Bautypus mit den drei schmalen Nischen mit Hufeisenbögen, die seiner Meinung nach aus dem westgotischen und maurischen Stil entspringen (auch an der Außenfassade der Heiligkreuzkapelle bei St. Johann in Müstari - Baubeginn 790-800)). Die Ausmalung der Kirche datiert Lindemann auf das Ende des 8.- frühes 9. Jahrhundert.
Die berühmten Stifterbilder in St. Benedikt mit den Rechtecknimben werden der Bischof von Chur und Graf Hunfrid, der 806 die Gerichtsbarkeit im Vinschgau erhält, ausgemacht. Weil der weltliche Stifter auf der bevorzugten rechten Seite von Christus abgebildet ist, interpretiert dies Lindemann als bewusstes Manifest der neuen Machtverhältnisse in Churrätien und in dieser Form sei die Darstellung des Stifters erst nach 806 plausibel. Auf diesen Machtwechsel deute auch das Schwert (ein „Ulfberhtschwert“) hin, welches in der sakralen Apsiszone einen Bruch mit dem kultischen Bildprogramm markiere.
Die Wandmalereien an der Nordwand mit dem hl. Gregor dem Großen, mit den drei Klerikern, mit dem Bildern aus dem Leben des Paulus, kommen als Erzähl-Fresken erstmals in St. Benedikt in Mals vor. Von großer Bedeutung sei die Verwendung vom äußerst kostbaren Lapislazuli.
Lindemann referierte über die kunstgeschichtliche Bedeutung der Wandmalereien von St. Benedikt, über den Bilderstreit, über die eigenwillige Haltung dazu der Franken, stellte die These auf, dass Wandteppiche auch in St. Benedikt denkbar seien, über „weiße Wände“ nördlich der Alpen.
Lindemanns Resümee: „St. Benedikt hat eines der frühesten und qualitätsvollsten Wandbilder, basierend auf der theologischen Unabhängigkeit nd damit politischer Souveränität der Franken, die die Kunstproduktion auf einen neuen Pfad schickte, d.h., St. Benedikt ist eines der frühesten Beispiele für die neue Freiheit der Kunst auf Basis der Libri Carolini.“
Es entwickelte sich im Anschluss an den inspirierenden Vortrag, wie es sich für St. Benedikt eben gehört, eine kontroverse Diskussion. (eb)

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Pilates stärkt Pflegekräfte im Arbeitsalltag

  • Dachzeile: Laas/Schluderns

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der Arbeitssicherheit setzt die Direktion der Seniorenwohnheime Laas und Schluderns regelmäßig Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ihrer Mitarbeiterinnen um. Ziel ist es, die Beschäftigten in verschiedenen Bereichen wie Interaktion, Bewegungsökonomie und Stressbewältigung zu unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Erhaltung von Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität im Pflegeberuf zu leisten. Von Jänner bis Mai 2026 nutzten insgesamt 20 Mitarbeiterinnen das Angebot „Pilates – Ganzkörpertraining“ unter der Leitung von Pilates-Trainer Markus Tröger. Das speziell auf die Anforderungen des Pflegeberufs abgestimmte Training vermittelte praktische Übungen zur Kräftigung der Muskulatur, Verbesserung der Körperhaltung und Förderung der Körperwahrnehmung. „Pflegekräfte leisten täglich körperlich und mental anspruchsvolle Arbeit. Pilates kann hier gezielt unterstützen, indem es die tiefliegende Rumpfmuskulatur stärkt, die Bewegungsökonomie verbessert und einen bewussten Umgang mit Atmung und Belastung fördert“, erklärt Markus Tröger. Dies könne sich positiv auf Rückenbeschwerden, Erschöpfungserscheinungen und die persönliche Stresswahrnehmung auswirken. Besonders wertvoll für den Pflegealltag sind die Pilates-Prinzipien, die sich direkt auf das Handling von Patientinnen und Patienten übertragen lassen. Eine stabile Körpermitte, eine ergonomische Haltung sowie der bewusste Einsatz der Atmung tragen dazu bei, körperliche Belastungen zu reduzieren und Bewegungsabläufe effizienter zu gestalten. Die Teilnehmerinnen zeigten sich von den positiven Auswirkungen des Trainings überzeugt und berichteten durchwegs von erfreulichen Erfahrungen im Berufsalltag. (lu)

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Jugend: Partizipative Projekte in der Jugendarbeit – Mitgestalten stärkt junge Menschen

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Partizipation ist ein zentrales Element zeitgemäßer Jugendarbeit. Sie bedeutet, dass Jugendliche nicht nur Angebote nutzen, sondern aktiv an Entscheidungen beteiligt sind.
Ob bei der Programmgestaltung im Jugendtreff, bei Projekten oder bei der Nutzung von Räumen – Mitgestaltung schafft Identifikation und Motivation. Durch partizipative Projekte erleben junge Menschen Selbstwirksamkeit: Sie merken, dass ihre Meinungen zählen und etwas bewirken können. Gleichzeitig lernen sie wichtige soziale und demokratische Kompetenzen wie Zuhören, Verantwortung übernehmen und gemeinsame Lösungen finden. Beispiele dafür sind die Spieleabende, bei denen die Jugendlichen miteinander entscheiden was gespielt wird, Kochsessions bei denen sie bestimmen welches Gericht umgesetzt, dann eingekauft, gekocht, gegessen und danach auch der Spüldienst vereinbart wird. Beim alljährlichen Maskenschnitzkurs, für dessen Umsetzung der Wunsch von den Jugendlichen kommt, können sie ihre eigene „Krampuslorv“ mit Unterstützung eines professionellen Holzschnitzers verwirklichen.
Außerdem sind die Öffnungszeiten im Jugendtreff mit den Jugendlichen an ihre Bedürfnisse angepasst worden. Ein großes Projekt gelebter Partizipation, an dem Jugendlichen aus der Gemeinde Kastelbell- Tschars in den letzten Jahren gearbeitet haben ist die Gestaltung des Jugendplatzes in der Sportzone Schlums. Jugendarbeit bietet dafür einen geschützten Rahmen. Jugendarbeitende begleiten die Prozesse, unterstützen bei der Umsetzung von Ideen und sorgen für klare, transparente Strukturen. Dabei wird Beteiligung ernst genommen, ohne die pädagogische Verantwortung aus den Augen zu verlieren. Partizipative Jugendarbeit stärkt nicht nur einzelne Projekte, sondern vor allem junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung – und legt damit eine wichtige Grundlage für aktives, verantwortungsvolles Handeln in unserer Gesellschaft.

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