Zum Hauptinhalt springen

Miar kemman weitr…

  • Vorspann: „Miar kemman weitr!“ Mit diesen Worten beendete die Präsidentin des Schlosskuratoriums, Petra Pohl, am Samstag, den 14. März die jährliche Vollversammlung im Haus der Dorfgemeinschaft in Lichtenberg.
  • Dachzeile: Lichtenberg
  • Redakteur: Miriam Niederegger

Unter den applaudierenden Anwesenden waren Graf Ivo Khuen-Belasi mit seiner Tochter Magdalena, BM Rafael Alber, Gemeindereferent Matthias Hofer, Gemeindereferent und Direktor Tourismusverein Peter Pfeifer, Georg Stecher für die Raiffeisenkasse Prad-Taufers, sowie die beiden Urgesteine Albrecht Ebensperger und der ehemalige Kuratoriums-Präsident Arch. Kurt Stecher.
„Miar kemman weitr“, war auch der Grundton, der in den Tagesordnungspunkten und in der allgemeinen Stimmung widerhallte. Und tatsächlich geht vieles weiter im Schloss!
Ein großer Schritt ist die Finanzierung der Verglasung der Schießscharten und sonstigen Öffnungen im Rondell durch die Raiffeisenkasse Prad-Taufers. Dies macht die geplante Unterbringung des Museums im Rundturm erst möglich. Daher ging ein großer Dank an die Raiffeisenkasse Prad-Taufers.
Mit besonderer Freude wurde ein Ausschnitt aus dem Film von Roland Rieder aufgenommen. Der ehemalige Prader wollte ursprünglich für Privatzwecke einen kleinen Erinnerungsfilm drehen. Herausgekommen ist ein gelungener Dokumentarfilm, der über 40 Minuten lang in eindrucksvollen Bildern vom Schloss und seiner Geschichte erzählt.
Dringende Punkte auf der Tagesordnung waren die Sicherungsmaßnahmen und Beschilderung. Auch sollen die noch vorhandenen Fresken restauriert und die beeindruckende Vorzeichnung des Reigentanzes fixiert werden. Wichtige Informationen dazu kamen vom ehemaligen, auf Restaurationen spezialisierten, Baumeister Albrecht Ebensperger, der nicht nur mit seiner enormen Erfahrung und Expertise, sondern auch mit tatkräftiger Unterstützung und Maurerkelle unermüdlich am Schloss arbeitet.
Ein großer Dank ging an die Gemeinde Prad, den Forstdienst und den Nationalpark Stilfserjoch, für die gute Zusammenarbeit und wohlwollende Unterstützung. Die Arbeiter der Forststation Prad nahmen kürzlich eine große, aufwändige Ausholzung vor. Diese wurde sensibel und mit Rücksicht auf mehrere Aspekte ausgeführt. Darunter sind z.B.: die Stabilität des Schlosshügels, das künftige Erscheinungsbild des Schlosses in seiner Umgebung und nicht zuletzt der seltene Vinschger Trockenrasen mit seinem Steppengras zu nennen. In weiteren Arbeiten wird der Forstdienst zusammen mit der Gemeinde einen Brunnen errichten und somit das leidige Wasserproblem auf dem Schloss lösen. Auch der Bürgermeister lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Ihm und der Gemeinde Prad ist nicht nur für die zuverlässige und großzügige finanzielle Unterstützung zu danken, sondern auch für das Interesse und das Verständnis für das Schloss Lichtenberg als geschichtliches Juwel, das durch ganz viel Herzblut, Tatkraft, Zusammenarbeit und Unterstützung in unsere Zeit und in künftige Zeiten gerettet wird.
Das wäre natürlich ohne die LEADER und INTERREG Programme und dem Landesdenkmalamt undenkbar, die zu großen Teilen die Finanzierung der verschiedenen Projekte trugen und tragen. Dennoch – es ist und bleibt eine Herkules-Aufgabe, die unzähligen Löcher der Ruine zu stopfen und dem Skelett aus Mauern die alte Würde und neuen Glanz wiederzugeben. Dafür braucht es ganz viel Einsatz, Geduld und Fantasie. Das alles haben die Menschen, die am Samstag dabei waren, ihre Vorgänger und alle, die zum Gelingen beitragen. Große Ziele brauchen kleine Schritte und von daher: Miar kemman weitr!
TIPP: Von Frühjahr bis Herbst werden im Schloss (nicht nur für Touristen) interessante Führungen angeboten. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dabei willkommen. Infos im Tourismusbüro.

lay3_feature_gesellschaft

  • Aufrufe: 136

Kalter weißer Mann – eine Gesellschaftskomödie

  • Dachzeile: Schlanders/Theater SKI

Bei der fünften und letzten Aufführung der Theatersaison 2025/26 des Südtiroler Kulturinstituts präsentierte das Renaissance-Theaters Berlin im Kulturhaus Schlanders die Komödie „Kalter weißer Mann“ von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob. Im Mittelpunkt des Theaterstücks steht eine Trauerfeier des Firmenpatriarchen Gernot Steinfels, der mit 94 Jahren kinderlos entschlafen ist. Sein designierter Nachfolger organisiert die Trauerfeier und hält die Trauerrede. Anwesend ist eine kleine Trauergemeinde, neben dem gutmeinenden, aber unbeholfenen Geschäftsführer in spe, die sprachsensible Marketingchefin, der junge Social-Media-Experte, die langjährige Sekretärin, die selbstbewusste Praktikantin und der genervte Pfarrer. Die Sekretärin will unbedingt singen, der Pfarrer und der zukünftige Geschäftsführer wollen alles schnell über die Bühne bringen. Doch die Trauerschleife mit der Aufschrift „In tiefer Trauer. Deine Mitarbeiter“ löst Irritationen und Diskussionen aus. Wo bleiben die Mitarbeiterinnen? Eine Auseinandersetzung über das Gendern, die männlich dominierte Sprache, Identität und Macht, gesellschaftliche Sensibilität und politische Korrektheit, über Rassismus und was man überhaupt noch sagen darf, um nicht falsch verstanden zu werden, verzögern die Trauerfeier und bringen alles durcheinander. Durch intelligente und witzige Dialoge wird gezeigt, wie schnell Diskussionen über Formulierungen zu Identitäts- und Machtfragen werden. Es ist eine unterhaltsame Genderdebatte zwischen Generationen und Geschlechtern, dem innerlich kalten, starrsinnigen, unflexiblen weißen Mann einerseits und der sprachsensiblen, selbstbewussten und machtbewussten jungen Frau andererseits. In der Komödie wird aber auch aufgezeigt, wohin politische Korrektheit führen kann, wo Sensibilität aufhört und Absurdität beginnt. Am Ende stellt die Sekretärin die Frage: Warum sind eigentlich alle davon überzeugt, dass nur sie recht haben? Die Komödie zeigt, wie dünnhäutig wir geworden sind und wie befreiend es sein kann, darüber zu lachen. Und zum Glück gab es bei diesem Theaterabend sehr viel zu lachen. (hzg)

lay3_gesellschaft_mitte

  • Aufrufe: 126

Der Wetterexperte Sigi Fink

  • Dachzeile: Schloss Goldrain/Bildungshaus
  • Weitere Fotos - 1:

Siegfried „Sigi“ Fink ist ein Südtiroler Meteorologe, der seit 2011 die Wettervorhersagen bei Ö3 präsentiert, als Radio- und Fernsehmoderator tätig ist und auch mehrere Sachbücher und Kinderbücher rund um das Wetter herausgegeben hat. Im Bildungshaus Schloss Goldrain referierte der Wetterexperte am 17. April über das Wetter und Klima, die Klimaerwärmung und die Folgen. Das Wetter beschreibt den aktuellen Zustand der Atmosphäre, die Witterung den Charakter des Wetters über mehrere Tage und das Klima den langfristigen Durchschnitt von Niederschlägen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonnenschein über rund 30 Jahre. In einer Tabelle präsentierte Fink den globalen Temperaturanstieg seit 1850 und den deutlich höheren Temperaturanstieg in Österreich seit 1768. Da sich die Luft in den Bergen schneller erwärmt als in Ozeannähe, durch die geringere Schneebedeckung und die veränderten Luftströmungen, kommt es zu einem stärkeren Temperaturanstieg in den Bergen. Das Jahr 2024 war global das wärmste Jahr mit global +1,6° C gegenüber dem vorindustriellen Niveau von 1850 - 1900. Der Hauptgrund dafür ist die CO² Zunahme, aber auch Phänomene wie El Niño, das Ausbrechen eines Unterwasservulkans, die Abnahme tieferer Wolken, das Korallensterben und die erhöhte Sonnenaktivität. In Österreich hat es 2024 insgesamt 3 bis 4 Mal so viele Hitzetage (mit über 30°) gegenüber 1961-1990 gegeben und 2 bis 3 Mal so viele Tropennächte (mit über 20° in der Nacht). Auch die Extremwetter mit großer Hitze, Trockenperioden und Starkregen haben zugenommen. Wenn wir nichts gegen die Klimaerwärmung tun, wird die Temperatur in den Alpen um +4,5 bis 5,5° ansteigen, der Meeresspiegel wird in den nächsten Jahrhunderten um 7 bis 15 Meter ansteigen, die Schneedeckendauer wird auf 1.000 Meter rund 25% abnehmen. Zum Abschluss zitierte Fink noch einige Bauernregeln sowie den 100jährigen Kalender. Damit kann er nichts anfangen. Ausführlich sprach er auch über die Bedeutung vom Abend- und Morgenrot und über die Deutungen der verschiedenen Wolkenformen. (hzg)

lay3_gesellschaft_unten

  • Aufrufe: 124

Für „Südtiroler Kinderhife Regenbogen“

  • Dachzeile: Naturns

Spielen, basteln und dabei auch noch etwas Gutes tun: Am Samstag, dem 4. April, lud Heidi Pfeifer vom Kosmetik- und Massagestudio „Natürlich Schön“ in Naturns zu einem Kinder-Osterfest zugunsten der „Südtiroler Kinderhilfe Regenbogen“. Dieser Verein unterstützt im Gegensatz zum ursprünglichen Verein „Kinderkrebshilfe Südtirol“ nicht nur Familien, in denen Kinder oder Jugendliche an Krebs erkrankt sind. Auch bei anderen seltenen und schweren Krankheiten, für welche es in Südtirol keinen eigenen Verein gibt, hilft die Organisation finanziell, aber auch organisatorisch und psychologisch.
Bei dem Osterfest im Kosmetikstudio gab es neben fantasievollem Kinderschminken, Nägel lackieren und einer Spielecke auch die Möglichkeit, schöne Osterbasteleien mit fachkundiger Hilfe von Simone vom „kerzenStibele“ in Naturns zu kreieren.
Im Rahmen von freiwilligen Spenden konnte somit eine Spendensumme von 270 Euro gesammelt werden, diese wurde von Heidi Pfeifer noch auf 500 Euro aufgerundet.
Am Freitag, dem 17. April, erfolgte die Scheckübergabe an Siglinde Hört, welche sich im Namen des Vereins „Südtiroler Kinderhilfe Regenbogen“ für die Spende bedankte. Das Geld ist ein wertvoller Beitrag dazu, dass kranke Kinder und deren Familien auch weiterhin unterstützt werden können.

lay3_gesellschaft_unten

  • Aufrufe: 126