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Vollzeit auf Kufen: 11 Monate auf dem Eis

  • Vorspann: Benjamin Wunderer lebt zwischen zwei Welten. In Südtirol kennt ihn kaum jemand, doch jenseits der Schweizer Grenze ist er in der Eishockeywelt ein gefragter Profi-Trainer. Seit fast zehn Jahren verfolgt der Prader dort seinen Traum – und zeigt, dass Leidenschaft, Hingabe und Können keine Grenzen kennen.
  • Redakteur: Sarah Mitterer
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  • Weitere Fotos - 1: Benjamin Wunderer im Jahre 1999 als Spieler des LSC Vinschgau
  • Weitere Fotos - 2: Benjamin Wunderer im Gespräch mit einem seiner Spieler des CdH Engiadina

Benjamin Wunderer hat einen vollen Terminkalender – und das nicht nur für die kommenden Monate. Elf Monate im Jahr ist das Eis sein Arbeitsplatz, bis 2027 ist nahezu jeder Tag, jedes Wochenende bereits verplant. „Typisch Schweiz – hier plant man alles für die nächsten zwei Jahre im Voraus“, erklärt er mit einem Lächeln. Bereits zu Beginn des Gespräches merkt man, dass der 45-Jährige seinen Beruf liebt, gleichzeitig zeigt sich aber auch seine Enttäuschung darüber, welches Bild der Beruf des Eishockeytrainers hierzulande hat: „In der Schweiz wird einem sprichwörtlich der rote Teppich ausgerollt, wenn jemand hört, dass ich als Eishockeytrainer arbeite. Der Beruf des Trainers genießt dort hohe Wertschätzung und wird als professionelle Arbeit anerkannt. Bei uns ist das ganz anders, hier bin ich ein Nobody: Man wird eher gefragt, was man denn ‚richtig‘ arbeite, statt das Trainerhandwerk ernst zu nehmen.“ Diese fehlende Anerkennung sei auch einer der Gründe, weshalb nur sehr wenige den Mut hätten, diesen Weg einzuschlagen. Auch die Wertschätzung für einheimische Trainer sei eine andere: „Ausländische Trainer werden oft viel höher geschätzt als einheimische.“

Traumberuf Spieler? Nein, Trainer!
Benjamin Wunderers Leidenschaft fürs Eishockey begann früh: Mit etwa vier Jahren betrat er zum ersten Mal das Natureis in Prad – und war sofort gefesselt vom schnellsten Mannschaftssport der Welt. Mit knapp zehn Jahren wechselte er nach Latsch, wo er sich bis in die erste Mannschaft kämpfte und sowohl in der Serie A und Serie B auf dem Eis stand. Doch während andere von einer Spielerkarriere träumten, wusste Wunderer schon im Jugendalter, dass er einen anderen Weg gehen möchte: Er wollte Trainer werden. Eine entscheidende Rolle spielte dabei sein damaliger Trainer Josef Vimmer, unter dem er mit 17 Jahren spielte. „Er wusste genau, wie man mit mir umgehen muss“, erinnert sich Wunderer. „Ich habe zu ihm hochgeschaut und mir gedacht: So will ich werden – so wie er!“ Dies prägte seinen Weg und legte den Grundstein für seine spätere Karriere als Profi-Trainer in der Schweiz. Sein Weg vom Spieler zum Profitrainer begann im Jahre 2007 beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB). Neben seiner Trainerausbildung in Deutschland hat er auch verschiedene Lizenzen in Italien und in der Schweiz erworben, denn er hatte stets im Hinterkopf: „Ich will ins Ausland.“ 2015 war es schließlich so weit, Wunderer erhielt die große Chance, seinen Traum zu verwirklichen. Der Schweizer Club SC Rheintal bot ihm für die Saison 2016/2017 eine Stelle im Nachwuchsbereich an und so wurde der Prader der erste Profitrainer in der Geschichte dieses Eishockeyvereins. Doch die Entscheidung, sich diesen Herzenswunsch zu erfüllen, war alles andere als einfach. Er musste sowohl finanziell – die Bezahlung war unterdurchschnittlich- als auch familiär volles Risiko eingehen. Sein zweiter Sohn war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal ein Jahr alt und er musste seine Familie in der Heimat zurücklassen. Doch Wunderers Frau Katja stand voll und ganz hinter ihm. Für diese Unterstützung ist er ihr bis heute unendlich dankbar: „Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen!“ Zwei Jahre lang hatte er schließlich den Posten des Jugendtrainers beim SC Rheintal inne, ehe er für ein Jahr in die Heimat zurückkehrte und beim AHC Vinschgau das Kommando hinter der Bande übernahm. Als jedoch 2019 ein erneutes Angebot aus der Schweiz auf seinen Schreibtisch flatterte, war für ihn klar: Er will es noch einmal im Ausland probieren. Und dieser Mut wurde schließlich belohnt.

Vom Vereinscoach zur Nachwuchs-Koryphäe
Seit nunmehr sechs Jahren ist Wunderer in der Schweiz beim CdH Engiadina als Cheftrainer und Nachwuchsverantwortlicher engagiert. Er pendelt fast täglich zwischen Prad und Scuol. Der Lohn dafür? Mittlerweile ist er im Schweizer Nachwuchs weitum bekannt. „Das Engagement bei Engiadina war der Jackpot“, freut er sich. Er gehört auch zu den Trainern des Vorzeigeprojektes Hockey Grischun Sud, einem Zusammenschluss mehrerer Vereine des Kantons Graubünden. Hierbei werden über 400 Kinder und Jugendliche aus 5 Vereinen koordiniert. Die Nachwuchscracks können in altersgerechten Teams spielen und werden je nach Leistung für verschiedene Partien und Turniere zu einer Mannschaft zusammengesetzt. So erhält jedes Kind und jeder jugendliche Eishockeyspieler die Möglichkeit, sich auf dem für ihn geeigneten Spielniveau weiterzuentwickeln „Siegen steht nicht an erster Stelle. Die Kinder sollen durch Spielerfahrungen besser werden. Und auf diese Weise erhalten alle genügend Spielpraxis“, erklärt Wunderer, der auch eng mit dem nahegelegenen Spitzenklub HC Davos zusammenarbeitet.
Als eine der Koryphäen im Schweizer Nachwuchshockey wirkte Wunderer zudem an gleich zwei Fachbüchern mit, in denen sowohl Praxis als auch Theorie von Eishockeykursen für Kinder und Jugendliche festgehalten sind. „Die Bücher sind eine Art Bibel für angehende Trainerinnen und Trainer im Nachwuchsbereich und werden in der gesamten Schweiz angewandt“, erzählt er stolz. Das Gespräch mit dem Vinschger Wind fällt schließlich auf die Unterschiede zwischen dem italienischen und dem Schweizer Eishockey. Dabei stellt Wunderer fest: „In der Schweiz ist der Weg von der Idee bis zur Umsetzung deutlich länger; oft dauert es Jahre, bis eine Entscheidung tatsächlich realisiert wird. Die Vereine haben ein Mitspracherecht und müssen mit Änderungen einverstanden sein. In Italien sind Regeländerungen wesentlich einfacher umzusetzen, allerdings ist manches weniger durchdacht und wird zu schnell eingeführt.“ Diese Unterschiede seien bereits im Nachwuchsbereich erkennbar. „Die Schweiz denkt langfristiger und behält das große Ganze im Blick. Kinder werden gezielt gefördert - alles mit dem Ziel, bei den Erwachsenen endlich das ersehnte erste WM-Gold zu holen.“

Zwischen TV-Derbys und Ligaverbleib
Wunderer sorgt nicht nur im Nachwuchsbereich für Aufsehen. Als Cheftrainer des CdH Engiadina mischt er mit seiner Mannschaft in der vierten Schweizer Spielklasse kräftig mit. Einige Partien dieser Liga – allen voran das elektrisierende Derby gegen St. Moritz – werden sogar live im Regional-Fernsehen übertragen und mit ausführlichen Analysen, Interviews und Hintergrundberichten begleitet. Das Zuschauerinteresse ist auch in dieser Liga enorm hoch. Angesprochen darauf, was seine Mannschaft so besonders macht, findet Wunderer klare Worte: „Jeder Spieler hat seine Ausbildung beim CdH Engiadina durchlaufen, wir sind ein echtes „Eigenbau“-Team!“ Solche Mannschaften sind mittlerweile eine Seltenheit. Auf die Frage nach seinen sportlichen Zielen antwortet Wunderer entschlossen: „Unser oberstes Ziel ist der Ligaverbleib.“

Der Preis ist hoch
Am Ende des Gespräches macht Wunderer deutlich, dass die Verwirklichung seines Traums mit großen persönlichen Opfern verbunden ist: „Aufgrund meines Zeitmangels sind viele Freundschaften zerbrochen, das soziale Leben in der Heimat existiert kaum noch.“ Sein Alltag folgt einem strengen Terminplan, feste Ferien oder spontane Unternehmungen mit der Familie sind kaum möglich. Doch er ist bereit, diesen Preis für seinen Traum zu bezahlen und er zeigt sich dankbar für seine Chance: „Ich darf jedes Wochenende in den schönsten Schweizer Stadien arbeiten und treffe die Stars der National League!“ Wunderer ist sich bewusst, dass seine Familie zurzeit noch viel zurückstecken muss, doch er weiß auch, dass sich seine Prioritäten im Alter ändern werden und dann das Familienleben wieder stärker in den Mittelpunkt rücken wird.

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Geglückter Auftakt der Rennsaison

  • Dachzeile: Reschen
  • Weitere Fotos - 1: Rund 80 Kinder mehr als im Vorjahr nahmen am Skirennen teil. Anna Lena Thurner (Bildmitte) siegte vor Eva Sagmeister (links) und Chiara Wiedenhofer (rechts).

Beim internationalen Dreiländer Kids Race am 13. Dezember 2025 zeigten junge Skitalente ihr Können und nahmen mit viel Freude und sportlichem Ehrgeiz am Wettkampf teil. 280 Skirennläufer im Alter von 5 bis 15 Jahren waren aus ganz Südtirol, Deutschland und der Schweiz angereist, um sich im Riesentorlauf zu messen. Auch junge Athleten aus dem Kosovo, aus Tschechien und dem Trentino nahmen am Wettkampf teil. Die Jahrgänge der Kategorie Grand Prix (2010 bis 2013) absolvierten dabei zwei Läufe und die Jahrgänge der Kategorie Kinder (2014 bis 2020) einen Durchgang auf einer eigenen Rennstrecke. In der Kategorie U14 gelang Anna Lena Thurner vom Verein Ski Race Akademie Mals ein fabelhafter erster Lauf und sie sicherte sich mit einer halben Sekunde Vorsprung den Sieg vor Eva Sagmeister vom Gastgeberverein ASV Vinschger Oberland und Chiara Wiedenhofer vom ASV Welschnofen. Keine der älteren Skirennläuferinnen konnte Thurner schlagen und sie erzielte Tagesbestzeit bei den Mädchen, während Iven Plank vom ASV Welschnofen den Tagessieg bei den Jungs holte. Auch die kleinen Skikids waren erfolgreich: In der Kategorie U8 siegte Maximilian Mayr vom SC Ortler und in der Kategorie U10 Lina Maria Eckhart und Manuel Spöttl vom ASV Vinschger Oberland. Emilia Gutgsell (ASV Prad) und Lou Thöni (ASV Vinschger Oberland) fuhren ebenfalls aufs Podest. Exklusive Sachpreise wie Skibrillen und Skihelme sowie spannende Erlebnisgutscheine wurden an Vereine und Athleten überreicht. Der Gastgeberverein ASV Vinschger Oberland durfte sich nicht nur über ein gelungenes Sportevent freuen, sondern glänzte zudem mit einer starken Gemeinschaftsleistung und gewann die Mannschaftswertung. Für Sportbegeisterte steht auch zum Saisonabschluss ein weiterer Wettkampf an: Am 6. April 2026 findet in Schöneben das traditionsreiche Dreiländerrennen statt.
Anna Alber

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nordic³ ist bereit für den Winter

  • Dachzeile: Vinschgau

Es kann offiziell losgehen! Die Loipen vieler Langlaufgebiete im Alpenraum wurden bereits geöffnet. Die Loipenvereinigung nordic³ hat zu diesem Anlass am Samstag, 6. Dezember eine gemeinsame Pressekonferenz organisiert, bei der Vertreter aus den acht beteiligten Langlaufgebieten im Biathlonzentrum Grogg in Martelltal ihr Projekt vorstellten und eine Vorausschau auf den kommenden Winter wagten.

Die Langlaufvereinigung nordic³ ist gerüstet für die Wintersaison 2025/26. Beteiligt sind acht Langlaufgebiete aus Italien, Österreich und der Schweiz. Sie haben sich vor einigen Jahren zusammengeschlossen – aus gutem Grund, wie Alexander Mair, der Obmann der Bürgergenossenschaft Martell 3B, verriet: „Mit dem Projekt nordic³ haben wir gemeinsam 232 Loipenkilometer. Als Verbund treten wir in Kommunikation und Marketing geschlossen auf und steigern so nicht nur unsere Reichweite, sondern vor allem auch die Qualität unseres Produkts. Wir bieten ein vielfältiges Angebot aus Loipen für Anfänger und Profis, anspruchsvolle Kilometer für Athletinnen und Athleten auf hohem Niveau, aber auch leichtere Kilometer, die optimal sind, um in den Genuss des Langlaufens zu kommen. Außerdem arbeiten wir in den jeweiligen Zonen auch mit den Skischulen an, um das Erlernen des Langlaufens zu ermöglichen.“

Im italienischen Raum sind die Langlaufregionen Martell, Reschen, Langtaufers, Sulden und Schlinig beteiligt. Auf österreichischem Boden muss man nur über den Reschenpass fahren, um im Langlaufgebiet Nauders am Reschenpass die nächste involvierte Zone zu finden. Dort wurde in den vergangenen Jahren nicht nur viel in die Verbesserung der Loipen investiert, sondern es bietet sich auch die einmalige Gelegenheit, mit den Langlaufskiern über den Reschenpass und damit über die Grenze zu fahren. Und auf Schweizer Boden sind Val Müstair und Engadin mit dabei, welche gleichzeitig die größten Langlaufgebiete der Vereinigung stellen. Die Loipen dieser acht Zonen befinden sich außerdem auf verschiedenen Höhenlagen, sodass in der Wintersaison von November bis April Schneesicherheit herrscht. „Insbesondere in der Hochsaison von November bis Jänner hat man so eine große Auswahl und kann von einem Langlaufzentrum zum nächsten ziehen“, betont Mair.

Gemeinsame Tickets und Innovation für die Zukunft

Besonders punkten kann nordic³ mit den gemeinsamen Tickets, die für erschwingliche Preise eine große Auswahl bieten. So kostet die Saisonkarte für alle Gebiete 100 Euro, die Wochenkarte kostet 40 Euro und das Tagesticket 12 Euro. Während die Tages- und Wochenkarten besonders für Urlauber empfehlenswert sind, sind die Saisonkarten bei Einheimischen beliebt.
Um die Gebiete von nordic³ noch beliebter zu machen, wird auch Zeit und Geld in die Zukunft investiert, wie Manuel Platzgummer von Vinschgau Marketing verriet: „Bereits in der Durchsetzung ist eine interaktive Loipenkarte, die es Besucherinnen und Besuchern ermöglicht, über das Smartphone den Status der Loipen zu kontrollieren und so einfacher einen Aufenthalt zu planen. Außerdem arbeiten wir an der Integration von Webcams entlang der Loipen. So kann auch schnell und unkompliziert über das Smartphone kontrolliert werden, wie das Wetter in den einzelnen Gebieten ist.“

Aber nicht nur für Langlauf-Urlauber, sondern auch für Sportveranstaltungen sind die Regionen von nordic³ gefragt. Besonders Martell, das neben den Langlauf-Loipen auch ein Biathlonzentrum stellt und vom 12. bis 14. Dezember zuerst eine Etappe der Coppa Italia der Biathleten bei sich hat und vom 15. bis 21. Dezember auch eine Station des IBU Junior Cups veranstaltet. In Sulden findet am 29. Dezember ein neues Event statt, die Genussloipe, bei der man entlang der Strecke nicht nur Langlaufen kann, sondern auch kulinarisch und musikalisch verwöhnt wird. Schlinig ist hingegen ein beliebtes Ziel für Profi-Langläuferinnen und -Langläufer und veranstaltet vom 12. bis 14. Dezember eine Etappe der Coppa Italia. Einen willkommenen Kontrast bilden hingegen die Gebiete Val Müstair und Engadin, die im Jänner und Februar zahlreiche Volkslangläufe bei sich beherbergen, die Tausende von Sportlerinnen und Sportlern zu sich locken.
So schaut nordic³ auf einen ereignisreichen Winter 2025/26 und ist überzeugt, dass gemeinsam Großes erreicht werden kann: „Auch wir vom Biathlonzentrum Grogg in Martell sind glücklich über diesen Verbund. Gemeinsam sind wir stärker und können auch größeren Langlaufgebieten die Stirn bieten. Der Verbund nordic³ bietet für jeden Etwas, das macht das Angebot verlockend und einen Aufenthalt lohnend“, schloss Georg Altstätter vom Organisationskomitee im Martelltal ab.

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IBU Junior Cup im Biathlonzentrum Martell

  • Dachzeile: Martell

Vom 18.12.-21.12. fand im Biathlonzentrum „Grogg“ im Martelltal die 2. Etappe des „IBU Junior Cup“ statt. Die Rennserie, organisiert von der Internationalen Biathlon Union (IBU), ist die höchste Junioren-Wettkampfklasse im Biathlon und besteht aus 5 Etappen, welche zwischen Dezember und März europaweit ausgetragen wird. Im Martelltal standen dabei 3 Wettbewerbstage auf dem Programm, wobei Frankreich die dominierende Nation war und sowohl beim Einzelrennen der Herren, als auch beim Sprint der Damen und Herren sowie beim Staffelwettbewerb der Herren Siege feiern konnte.
Eine großartige Leistung bei den Wettkämpfen, welche als Sprungbrett für junge Biathlon Talente betrachtet werden, zeigte der Antholzer Maximilian Leitgeb, welcher sich zwei Topplatzierungen sichern konnte: Durch eine beeindruckende Schlussrunde erreichte er im Sprintrennen den hervorragenden 2. Platz. Zudem belegte er mit dem Team der „Azzurri“ beim Staffelwettbewerb den 4. Platz. Dabei trug er maßgeblich zum Erfolg der Mannschaft bei, nachdem er am Schießstand fehlerfrei blieb und eine starke Laufleistung ablieferte.
Aus Vinschger Sicht war vor allem die Teilnahme der 19-jährigen Laaserin Eva Hutter interessant. Für sie war der Einzelwettkampf über 12,5 km am Donnerstag ihr Debüt im IBU Junior Cup, für welchen sie sich erst am vergangenen Wochenende durch die Ergebnisse in der Coppa Italia, die ebenfalls in Martell stattfand, qualifizierte. In ihrem ersten Rennen beim IBU Junior Cup zeigte sie dabei insbesondere in der Loipe eine starke Leistung. „Nur schade, dass es mir beim Schießen so schlecht gegangen ist, damit bin ich nicht zufrieden“, blickte die Laaserin auf ihre Leistung zurück. In der Tat verhinderten fünf Fehlschüsse am Schießstand eine Spitzenplatzierung, sodass sie das Rennen auf Platz 30 beendete. Im Sprintbewerb am Samstag erzielte sie ebenfalls den 30. Platz und sicherte sich somit einen Startplatz im Team der „Azzurre“ beim Staffelwettbewerb am Sonntag. Dabei hatten sie und ihr Team große Probleme am Schießstand und erreichten nach 5 Strafrunden den 10. Platz.
Im Biathlonzentrum im Martelltal werden seit 1992 Biathlon Wettkämpfe ausgetragen und mittlerweile ist die Anlage in Grogg regelmäßig Austragungsort hochkarätiger Veranstaltungen. Im Februar findet die Hubert Leitgeb Trophäe statt, an der Südtirols Nachwuchstalente ihr Können unter Beweis stellen und im März folgt ein weiteres Highlight mit der Austragung der Italienmeisterschaft im Biathlon.
Anna Pfitscher

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Erfolgreicher Kegelclub Naturns

  • Dachzeile: Naturns
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Die Hinrunde der Meisterschaftssaison 2025/2026 ist abgeschlossen und der Kegelclub Naturns-Volksbank kann mit seinen drei Herren- und einer Damenmannschaft auf eine erfolgreiche erste Hälfte zurückblicken. Allen voran die Männer der Mannschaft „Naturns I“, welche in der Klasse A1 und somit in der höchsten Südtiroler Liga spielen: Sie liegen in der Tabelle an 4. Stelle und sind damit auf dem besten Weg, den im Vorjahr erreichten 5. Tabellenplatz zu übertreffen und so das Saisonsziel zu erreichen. Zudem gelang es den Herren der 1. Naturnser Mannschaft bereits am 2. Spieltag beim souveränen 7,5:0,5 Sieg gegen Sarntal mit 3662 Kegeln eine neue Mannschaftsbestleistung zu erzielen. Herausragender Spieler war dabei Wolfgang Blaas, welcher mit 661 Kegeln bei seinem Heim-Comeback die Tagesbestleistung erreichte. Der erfolgreiche Spieler ist seit dieser Saison wieder Teil der Mannschaft, nachdem er mehrere Jahre für Sterzing und den tabellenführenden und mehrjährigen Meisterschaftssieger Neumarkt gespielt hatte.
Ein weiteres Saisonshighlight der Mannschaft war die Teilnahme am 13. NBC-Cup in München, welcher eines der größten internationalen Clubturniere im Kegelsport darstellt. Die Mannschaft konnte sich dabei mit den besten europäischen Kegelvereinen messen und erreichte am Ende den 19. Platz.
Die Mannschaft „Naturns II“ spielt in der Liga A2 und hat die Hinrunde auf Platz 6 beendet, ebenso die 3. Herrenmannschaft „Naturns III“, welche in der Kategorie B West spielt.
Zudem gibt es in Naturns heuer erstmals wieder eine Damenmannschaft. Diese wird von Kurt Fliri, selbst aktiver Spieler der 1. Naturnser Mannschaft, trainiert und erreichte bei ihrem Debüt in der Hinrunde den 7. Platz in der Kategorie B West.
Die Kegelbahn in Naturns gibt es bereits seit Beginn der 80er Jahre und seit der letzten großen Renovierung 2018 steht den Mannschaften des Kegelclubs eine moderne Struktur mit 4 Bahnen zur Verfügung. Diese kann einmal im Jahr im Rahmen des traditionellen Dorfkegelns von allen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Das jährliche Turnier findet stets sehr guten Anklang in der Gemeinde und ermöglicht dem Verein, ebenso wie die Unterstützung der Sponsoren, die rege Vereinstätigkeit aufrechtzuerhalten sowie in Instandhaltungsarbeiten und Neuanschaffungen zu investieren.
Anna Pfitscher

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