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Straßenbenennungen sind Kulturgüter

  • Dachzeile: Laas/Eyrs

Straßenbenennungen sind Kulturgüter und spiegeln Auffassungen von Gemeinschaften wieder. Zumindest dann, wenn solche Straßenbenennungen gemeinschaftlich diskutiert und dann mehrheitlich getragen werden. In diversen Gemeinden sind Straßen- oder Gassenbenennungen oder gar Umbenennungen von vorhandenen Straßennamen seit längerem gesetzlich vorgeschrieben, vor dem Hintergrund, dass die Postdienste die Zustellungen zielgenauer gewährleisten können. Die letzte Postlergeneration, teilweise die heutige auch noch, hat die Gässchen und Eingänge, hat die Schluffe und Hinterhöfe noch gewusst und vor allem die Einwohner beim Namen gekannt. Aus heutiger Sicht mit unglaublich verkürzt anmutenden Anschriften haben Briefe und Postkarten vor Jahren noch ihren Adressaten gefunden. Heute ist dem nicht mehr so und vor allem für die Post Profit abwerfende Versandgiganten wie Amazon oder Temu, die in der Verteilungsmaschinerie offensichtlich eine Vorzugsschiene genießen, bestehen bei ihren Zustellungsdienstleistern auf zielgerichtete und zeitnahe Zustellung. Deshalb die gesetzliche Aufforderung an die Gemeinden, Straßen und Gassen auch in kleinsten Dörfern, in denen bisher die Gassen keinen Namen hatten, mit Namen zu versehen.
Oder gleichnamige Straßen innerhalb einer Gemeinde zu vermeiden oder, wenn vorhanden, durch Umbenennung aus dem Weg zu räumen.
In der Gemeinde Laas stehen Umbenennungen von einzelnen Gassen und Straßen an, aber die Gemeindeverwalter tun sich schwer damit. Eine breit angelegte Diskussion wurde bisher vermieden, so dass an Straßennamen als Kulturgüter gar nicht zu denken ist. Ab und zu flammt die Diskussion punktuell auf, um dann gleich wieder zu erlöschen. Nun flammt wiederum die Diskussion darüber auf, die „Vinschgaustraße“, die es so in den Fraktionen Laas und Eyrs gibt, in einem Ort umbenennen zu müssen. In einer demokratiepolitisch fragwürdigen Whats-App-Gruppe mit begrenzten Teilnehmern hat es auf Betreiben von BMin Verena Tröger schon mal eine Abstimmung gegeben, mit dem Ergebnis, dass die Eyrser „Vinschgaustraße“ äußerst phantasievoll in „Staatsstraße“ umbenannt werden solle. Den Eyrser Gemeinderat Rudi Gamper bedrängt man nun in Eyrs, im Gemeinderat auf die Laaser einzuwirken. Gamper ist der Meinung, dass die Diskussion über mögliche Straßenbenennungen und - umbenennungen auf einer breiten Ebene, auf Gemeindeebene diskutiert werden solle, damit entsprechende Ergebnisse möglichst wissenschaftlich-historisch eingeordnet und von einer breiten Mehrheit getragen werden können. (eb)

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Starkes Signal

  • Vorspann: In einer Stellungnahme einstimmig gutgeheißen hat der Gemeinderat von Partschins die Bauleitplanänderung von Amts wegen, die die Umfahrung von Rabland betrifft. Die „Variante Vereinsheim optimiert“ soll die Trassenführung sein.
  • Dachzeile: Partschins
  • Redakteur: Erwin Bernhart
  • Redakteur Bild:

Einen wichtigen Schritt hin zur Umfahrung in Rabland hat der Gemeinderat von Partschins am 14. April 2026 gesetzt. Der Gemeinderat hat eine ausführliche Stellungnahme „zur Abänderung von Amts wegen des Bauleitplanes - Eintragung der Variante V opt. der SS 38 als Umfahrung von Rabland“ abgegeben und einstimmig beschlossen. Im Vorfeld sind, nachdem alle Grundeigentümer von der Bauleitplanänderung von Amts wegen in Kenntnis gesetzt worden sind, zwei Stellungnahmen im Gemeindeamt eingegangen, eine von einer Anrainerin und eine vom Dachverband für Natur und Umweltschutz. Zu jedem einzelnen Punkt der Einwände hat der Gemeinderat Stellung bezogen, nachdem rechtlich geklärt worden war, dass dies ausschließlich dem Gemeinderat zustünde. Der Gemeinderat hat sich immer wieder auf den eigenen Grundsatzbeschluss von 2024 bezogen, in dem unter anderem das Tunnelportal im Westen so weit als möglich eben nach Westen verlegt werden soll und dass die Baubegleitung von entscheidender Bedeutung sein werde. In der Diskussion zeigte sich Stefan Ganterer von der Bügerliste, wohl stellvertretend für viele Gemeinderäte, erfreut darüber, dass „nur“ eine Anrainerin eine Stellungnahme abgegeben habe und alle anderen mit der Bauleitplanänderung und damit mit der Bedeutung der Umfahrung von Rabland einverstanden seien. Die Stellungnahme des Gemeinderates mit dem Hinweis auf den Grundsatz, dass das Portal im Westen so weit wie möglich nach Westen ausgeführt werden solle, gehe ihm gut. In der Diskussion wurde auch klar, dass man zwischen der Bauleitplanänderung und der technischen Phase in der Ausführung unterscheiden müsse. Darauf hat Johannes Tappeiner von der Bürgerliste hingewiesen, nachdem Karl Moser von der SVP die Befürchtung geäußert hatte, dass das Westportal immer näher an die Häuser rücke.
Mit der einstimmigen Verabschiedung der Stellungnahme war BM Luis Forcher sehr zufrieden. Das sei das richtige Zeichen in Richtung Landesregierung. So könne nun an der Projektierung weitergemacht werden. „In der Hoffnung, dass wir zu einer Umfahrung kommen werden“, sagte Forcher.
Zur Erinnerung: Am 6. März hat die Landesregierung auf Vorschlag des Landesrats für Infrastrukturen und Mobilität, Daniel Alfreider, die technischen Eigenschaften und die Kosten des Projekts genehmigt. Die Gesamtkosten des Vorhabens werden auf rund 75 Millionen Euro geschätzt

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