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Projekt Lahn: Zurück auf Los

  • Dachzeile: Schlanders
  • Weitere Fotos - 1: Dort soll ein Bolzplatz entstehen

Die Situation war schlicht und einfach blamabel. Zur Erklärung: Unterlagen zu Projekten für die Gemeinderatssitzung müssen den Schlanderser Räten fünf Tage vorher zugestellt werden. Das ist beim Projekt Lahn in Kortsch nicht passiert. Weil Generalsekretär Georg Sagmeister diese Frist versäumt hat, hing man bei der jüngsten Ratssitzung Ende Juli in der Luft. Als Projektverhindererin wollte sich Gemeinderätin Gerda Platzgummer von der Bürgerliste aber nicht hergeben. Es kam zur Abstimmung. 16 Gemeinderäte stimmten dafür. Platzgummer dagegen, auch weil ihr das Siegerprojekt „Kortsch auf der Lahn“ von Architekt Lukas Wielander aus dem Jahr 2015 am Herzen liege und es sich ihr nicht erschließe, warum nun eine neue Machbarkeitsstudie von einem neuen Büro - Dear aus Meran - zur Abstimmung vorliege. Zur Erinnerung: 2015 wurde ein Ideenwettbewerb zur Lahn in Kortsch von der Gemeinde ausgeschrieben. Das Siegerprojekt stammte von Architekt Wielander. Davon wurde einzig die Kita Kortsch umgesetzt, der Rest liegt seit über zehn Jahren in der Schublade. Alles neu scheint nun die Devise in der Schlanderser Gemeindestube zu sein. Und wenn man die verspätete Hinterlegung von Sagmeister wohlwollend als handwerklichen Fehler sehen mag, dann ist der Zeitpunkt der Abstimmung des Projektes eindeutig politischem Kalkül zuzuschreiben. Denn einen Tag nach der Sitzung, am 31. Juli 2026 musste die sogenannte technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie des Meraner Architekturstudios beim Land eingereicht werden, um in den Genuss einer 50-prozentigen Förderung zu kommen. Das sind aufgerundet immerhin 651.922 Euro. Denn die Gesamtkosten belaufen sich auf satte 1.303.843 Euro. Dass vor diesem Hintergrund jegliche Diskussion sinnlos gemacht wird, liegt auf der Hand.
Das Projekt Lahn in Kortsch, die technische wirtschaftliche Machbarkeitsstudie, wurde von den Architekten Manuel Gschnell und Wolfram Pardatscher vorgestellt und sieht folgendes vor: Das Eckgebäude soll erhalten, die restlichen Gebäude abgerissen und ein Bolzplatz mit der Hälfte überdacht und der Größe von 13 x 29 Meter realisiert werden. Holzaufbauten mit einem Multifunktionsraum wären eine künftige Erweiterungsmöglichkeit. Der Bedarf sei in vielen Gesprächen ermittelt worden, das wurde unter anderem von Vize-BM Jürgen Tragust gebetsmühlenartig wiederholt. Die Bedürfnisse hätten sich seit dem Siegerprojekt des 2015 ausgelobten Ideenwettbewerbs geändert. Der Schwerpunkt liege nun auf der Jugend. Und das Bedürfnis seien Freiflächen sowohl für Schule als auch für die Freizeit. (ap)

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Es geht voran

  • Dachzeile: Vinschgau/Südtirol

Kürzlich fand die jährliche Aussprache zwischen dem Mobilitätslandesrat und dem Vorstand des Vereins Freunde der Eisenbahn statt. Die Elektrifizierung der Vinschgerbahn, die Zweigleisigkeit Bozen – Meran mit der Haltestelle St Jakob und die Riggertalschleife standen im Mittelpunkt. Besonders erfreut zeigte sich der Vorstand über die Zusage, dass der neue Zug im Vinschgau bereits Fahrt aufgenommen hat. Auch zwischen Bozen und Meran konnte ein Einvernehmen mit Terlan erzielt werden. Bei St. Jakob ist die Unterführung nun fertiggestellt.

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Gutes Zeugnis für die Gemeinde Latsch

  • Dachzeile: Latsch

Ihr seids vorbildhaft.“ Die Energieberaterin Christine Romen stellte der Gemeinde Latsch ein gutes Zeugnis in Sachen Energie aus. Bei der Vorstellung des Energieberichtes mit dem Bezugsjahr 2025 wurde für die gemeindeiegenen Gebäude eines deutlich: Latsch ist mit 97 % erneuerbare Heizenergie an vorderster Spitze der Gemeinden. Auch beim Strom und Wasserverbrauch steht die Gemeinde gut da. Allerdings hakt es da und dort. Denn die Höhe des Energieverbrauchs ist bei der Grundschule in Latsch mit dem neuen Kindergarten mit geschätzten rund 180 kWh/Quadratmeter und Jahr rätselhaft hoch. Man habe ja umgebaut, die Fenster getauscht, renoviert. BM Mauro Dalla Barba legte eine erste Vermutung. Er wolle ja niemand auf die Zehen treten, aber es schient so, als ob in der Schule eine Lieblingstätigkeit darin bestünde, die Heizung aufzudrehen und gleichzeitig die Fenster zu öffnen. Es schmerze eben, sagte Dalla Barba, wenn man Gebäude saniere und der Energieverbrauch dann gleich bleibe oder sogar steige.
Trotz des Lobes hatte Christine Romen dann doch einige Empfehlungen. In vielen Bereichen gebe es eben noch viel Luft nach oben, was das Energiesparen und damit die CO2-Reduktion beträfe. Vor allem in der Kommunikation sei noch einiges zu tun. Man solle etwa die Leute darauf hinweisen, dass es in der Bezirksgemeinschaft kostenlose Energieberatungen gebe.
Ein anderes Thema, welches bei der Gemeinderatssitzung am 27. Juli zur Sprache gekommen ist, ist der Lichtplan. Latsch ist eine der wenigen Gemeinden, die noch über keinen Lichtplan verfügt haben. Bei der Ratssitzung wurde dem abgeholfen. Der erfahrene Perito Industriale Egon Nischler hat im Auftrag der Gemeinde jenen Lichtplan erarbeitet, der dann einstimmig genehmigt worden ist. Ganze 925 Lichtpunkte auf dem gesamten Gemeindegebiet wurden im Plan minutiös erfasst und jeder einzelne davon genauestens beschrieben. Mit der Genehmigung des Lichtplanes. der eine Reduktion der Lichtverschmutzung, eine Kostensenkung und eine Erhöhung der Sicherheit zum Ziel hat, wird für die Latscher Gemeinde der Weg für Ansuchen um Förderungen im Bereich der Umstellung der öffentlichen Beleuchtung frei. (eb)

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BB-Seniorinnen und Senioren auf Reisen

  • Dachzeile: Vinschgau

Mitglieder der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund im Bezirk Vinschgau, darunter viele Ausschussmitglieder, unternahmen am Samstag, 11. Juli 2026 eine Tagesreise in den Nonsberg mit einem Abstecher hinauf zum Mendelpass. Für die Organisation zeichnete die Bezirksleitung um Präsidentin Martina Plörer verantwortlich. Erste Station war die Sennerei in Fondo, wo die Vinschgerinnen und Vinschger den Trentin Grana verkosteten und kauften. Beim anschließenden Mittagessen lagen zur Überraschung für alle Döschen mit Kräutersalz bereit. Auf dem Mendelpass stand den Ausflüglern viel Freizeit zur Verfügung. Die einen fuhren mit der Mendelbahn nach Kaltern und wieder zurück. Die anderen wanderten, spielten Karten oder machten ein „Ratscherle“. Gegen Abend ging`s wieder über das Ultental in den Vinschgau zurück. Die Seniorenvereinigungen im Südtiroler Bauernbund und speziell die Ortsgruppen kümmern sich um die Anliegen der Seniorinnen und Senioren ihres Standes und suchen nach Lösungen. Ein wichtiges Ziel ist die Pflege des Miteinanders, der Gemeinschaft zur Vermeidung der Einsamkeit. Die Ortgruppen-Tätigkeit reicht von religiösen Veranstaltungen über Ausflüge und Wanderungen bis hin zu Spielenachmittagen, Faschings- und Weihnachtsfeiern sowie Törggelepartien. Die jüngste Ortsgruppe ist im Jänner 2026 in der Gemeinde Schluderns gegründet worden. Es ist die 10 Ortgruppe im Bezirk Vinschgau und die 70 in Südtirol. Die landesweiten Geschicke der BB-Seniorengruppen leitet Theresia Agreiter Larcher als Landespräsidentin. (mds)

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