Das Postamt Schlanders ist seit dem 22.06.2026 für etwa einen Monat (vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse) geschlossen. Die vorübergehende Schließung ist zur Durchführung der technischen Vorarbeiten für die Umsetzung des „Projekts POLIS – Haus der digitalen Bürgerservices“ notwendig. Während der gesamten Schließungsdauer können sich die KundInnen an das Postamt Latsch, Bahnhofstraße 20 wenden. Öffnungszeiten: von Mo. bis Fr. von 08:20 bis 13:45 Uhr; Sa. von 08:20 bis 12:45 Uhr (Geldautomat rund um die Uhr nutzbar).
Fünf Finalistinnen und Finalisten des Südtiroler Jugendredewettbewerbs nehmen am Bundesjugendredewettbewerb in Wien teil und belegen vierte Plätze. 66 Schülerinnen und Schüler haben vom 1. bis 3. Juni am heurigen 73. Bundesjugendredewettbewerb im Jugendgästehaus Wien-Brigittenau in verschiedenen Kategorien teilgenommen. Eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Österreich und Südtirol ermöglicht es den jungen Südtiroler Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Schulstufen, beim Bewerb anzutreten. Die fünf Finalistinnen und Finalisten des Südtiroler Jugendredewettbewerbs waren am 14. und 15. April ermittelt worden und haben sich jetzt mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus allen Bundesländern Österreichs gemessen. Anita Demetz vom Landesamt für Jugendarbeit hat die Siegerinnen und Sieger des Südtiroler Redewettbewerbs nach Wien begleitet, darunter auch zwei Vinschger Schülerinnen. Anna Klara Perkmann der Mittelschule Latsch sprach zum Thema „Zu Gast am Berg: wie wir zu besseren Gästen werden“. Sie legte ihre Gedanken dar: vom Übertourismus in den Bergen als Belastungsgruppe, den Respekt vor Tieren und Pflanzen in der Natur, ökologische Bildung als festen Bestandteil im Schullehrplan und schlussendlich Tipps wie man die Touristen zu respektvollem Umgang mit der Natur sensibilisieren kann. Sie überzeugte die Jury und erreichte in der Kategorie Klassische Rede – 8. Schulstufe den 4. Platz. Sophia Pfitscher vom Oberschulzentrum Schlanders hielt ihre Rede zum Thema „Wenn Helfer zu Opfern werden“. Mit persönlichem Bezug beleuchtete sie das Thema aus verschiedenen Sichtweisen und ging auf erlebte Gewalt an Rettungskräften, Beleidigungen, Drohungen, Hass im Internet sowie Videos von behinderten Rettungseinsätzen ein. Sie thematisierte auch die Folgen, wenn Rettungskräfte behindert werden bis hin zur Lebensgefahr und unterstrich die Bedeutung von Respekt und Dankbarkeit gegenüber den meist Freiwilligen im Einsatz. In der Kategorie Klassische Rede – Oberstufe hat sie für ihre Rede viel Applaus geerntet und landete auf dem 4. Platz.
Viel reden heute von Veränderung, Transformation, Innovation und sogar von Revolution. Bürger wehren sich gegen Reformen, gegen Erneuerungen, weil dies vielfach Kürzungen, schmerzhafte Anpassungen bedeutet und mit Nachteilen für einzelne Bevölkerungsgruppen verbunden ist. Vielfach spielt der sogenannte Nimby Effekt eine Rolle. Der Begriff Nimby steht für „Not In My Backyard” (zu Deutsch: “Nicht in meinem Garten”) und beschreibt Menschen, die sich grundsätzlich für eine neue Maßnahme aussprechen, aber nur, solange sie nicht das eigene Umfeld betrifft. Im Deutschen ist diese Einstellung auch als das Sankt-Florian-Prinzip bekannt. Dies ist auf einen ironisch gemeinten Reim zurückzuführen, der sich auf den Schutzpatron des Heiligen Florian bezieht: „Heiliger Sankt Florian, verschon’ mein Haus, zünd’ and’re an!”. Dass viele Menschen ein grundsätzliches Problem damit haben, Veränderungen in der Nähe des eigenen Wohnortes zu akzeptieren, gilt als eines der zentralen Hindernisse auf dem Weg in eine klimafreundlichere Zukunft. Nimbys sind nicht prinzipiell Gegner:innen des Klimaschutzes. Sie sprechen sich sogar häufig für einen besseren Klimaschutz aus und befürworten prinzipiell entsprechende Maßnahmen. Nur vor der eigenen Haustür möchte man damit eben nicht konfrontiert werden. Auch beim Bau von neuen Bahnstrecken und Windrädern, von Obdachlosenheimen oder Gefängnissen gibt es Protestaktionen von Nimbys. Um diesen Gruppen entgegenzuwirken, werden oft Unterstützergruppen gefördert. Projektverantwortliche müssen die Bürger frühzeitig informieren und in neue Projekte einbinden. (hzg)
Weiß- und Rotweine, Rosè, Sekt und Süßweine: Alles, was der Vinschgau als kleinstes Südtiroler Weinanbaugebiet hervorbringt, kann am Sonntag, 5. Juli, auf Schloss Kastelbell verkostet werden. Zum vierten Mal findet dort die Vinschgauer Weinpräsentation statt.
Für die Vinschger Winzerinnen und Winzer ist die Vinschgauer Weinpräsentation eine wichtige Bühne, auch weil man hier zeigen kann, wie breit die Palette der Vinschger Weine ist – und wie groß die Vielfalt der Produktion. „Der Vinschgau bietet dank eines sehr speziellen Klimas, dank Wind, viel Sonne und wenig Regen ganz besondere Voraussetzungen für den Weinbau und unsere Weine spiegeln diese Besonderheiten wider“, so Sonya Egger-Trafoier, die die Weinpräsentation in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Kastelbell-Tschars organisiert. Wer sich ein Bild davon machen möchte, findet auf Schloss Kastelbell die Gelegenheit, werden bei der Weinpräsentation doch nicht „nur“ klassische Weiß- und Rotweine verkostet werden, sondern auch Rosè- und Süßweine. Und Vinschger Sekte stehen ebenfalls zur Auswahl. Abgerundet wird das Bild durch drei Gastkellereien, die man in diesem Jahr nach Kastelbell eingeladen hat. Es sind dies die Cantina Marchesi di Barolo und die Cantina Cascina Bruciata, beide aus dem Piemont, sowie Baglio di Pianetto aus Sizilien. Die Vinschgauer Weinpräsentation auf Schloss Kastelbell findet am Sonntag, 5. Juli, von 10.00 bis 17.00 Uhr statt, wer teilnehmen möchte, kann sich bereits online unter www.suedtirol.info (Rubrik „Erlebnisse“) oder telefonisch anmelden, und zwar beim Tourismusverein Kastelbell-Tschars unter der Nummer 0473 624 193. Der Eintritt zur Weinverkostung kostet 30 Euro, für das Weinglas ist eine Kaution von 10 Euro zu hinterlegen. Und alle, die nicht nur Vinschger Wein, sondern auch Vinschger Küche genießen wollen, kommen dank des kulinarischen Angebots des Stadlguts aus Tarsch auf ihre Kosten.