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Laatsch wird überrollt

  • Dachzeile: Laatsch/Glurns

Laatsch wird vom Verkehr regelrecht überrollt. Das Bild wurde vor einer Woche vom Balkon des Gasthof Lamm vom Mala Ossi aufgenommen und spricht Bände. Denn an den Engstellen in Laatsch - und dort gibt es einige - geht nichts mehr. Der Verkehr wird gestaut - Lärm und Gestank sind die Folge. Die Gefahr der Straßenüberquerung nimmt zu, Kinder lässt man schon gar nicht mehr auf die Straße. In Laatsch beginnen sich die Fäuste in den Hosensäcken der Laatscher Männer und Frauen zu ballen. Der Ärger und das Unverständnis über die Verkehrssperre in Glurns wächst von Tag zu Tag. Der Glurnser Bürgermeister Erich Wallnöfer, der gemeinsam mit seinem Gemeinderat die Verkehrssperre in Glurns zu verantworten hat, wird sich im laufenden August in Laatsch eher nicht blicken lasen dürfen. Denn bis Ende August soll Glurns noch für den Durchzugsverkehr gesperrt bleiben, der sich dann nach Laatsch und nach Prad verlagert. Während die Prader mit breiten Straßen durch die Handwerkerzone aufwarten können, auf denen man den vermehrten aber immerhin flüssigen Verkehr kaum wahrnimmt, ist in Laatsch die Hölle los. Den Laatscher stinkt’s. (eb)

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Gerald Burger im Val Müstair

  • Dachzeile: Val Müstair/Prad

Seit 1. Juli scheint in der Arbeitsgemeinschaft des Tourismusvereines Unterengadin ein neuer und schillernder Name auf: Gerald Burger. Burgers Talent für die Organisation vor allem für Sportevents, das er unter anderem bei der Organisation des Reschenseelaufs oder auch beim Rosolina-Lauf von der Etschquelle bis zur Etschmündung jahrelang unter Beweis gestellt hat, wird ab sofort im Val Müstair zur Entfaltung kommen. Gerald Burger ist im Konglomerat von Unterengadin-Scuol-Zernez-Samnaun und Val Müstair Standortleiter im Val Müstair und im Gesamtkontext in der Destinationsentwicklung tätig. Im Val Müstair wird Burger mit offenen Armen und großen Erwartungen empfangen. Denn dort erhofft man sich neuen Schwung im grundsätzlich wichtigen und vor allem ausbaufähigen Tourismusbereich. Im Val Müstair wird man Burgers Organisationstalent auf diversen Ebenen, ob im Sport, in der Kultur, in der Gesellschaft oder in der Klulinarik oder sonstwo wohl zu nutzen wissen. (eb)

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Etwas funktioniert doch

  • Dachzeile: Latsch

Beim Vinschger Zug gibt es überall Probleme und Fäusteballen in den Hosensäcken von ansonsten höchst resilienten Zugbenutzern: Kürzlich etwa mussten die Leute kurz nach der Abfahrt vom Malser Bahnhof letztlich evakuiert werden. Der LH Arno Kompatscher mahnte zu Geduld. Die Probleme werden hoffentlich bis Ende des Jahres gelöst sein. Derweil ist eine Zugbenutzung weder sinnvoll noch ratsam, sollte man einen Termin vor sich haben. Und trotzdem beginnt einiges zu funktionieren. Diese Nachricht brachte der Latscher BM Mauro Dalla Barba kürzlich bei der Gemeinderatsstitzung nicht ohne Schmunzeln: Der Aufzug am Latscher Bahnhof sei nun - nach mehr als einem Jahr und nach dem Ausgeben von etlichen tausenden von Euro endlich in Betrieb. Damit könne endlich wieder ein behindertengerechter Wechsel zwischen den Bahngleisen gewährleistet werden. Eine gute Zug-Nachricht. (eb)

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Buen Vivir

  • Dachzeile: Vom Wind gefunden

Der Begriff „Buen Vivir“ kommt aus dem Spanischen und bedeutet auf Deutsch „gutes Leben“ bzw. „gutes Zusammenleben“. Es ist die Lebensphilosophie der Ureinwohner der Andenregionen Südamerikas. In der indigenen Sprache Quechua heißt das Konzept „sumak kawsay“, auf Aymara heißt es „suma qamaña“. Das Konzept des „guten Lebens“ ist jedoch nicht gleichzusetzen mit „westlichem Wohlstand“. Die Menschen der Andenvölker sehen sich als Teil der Natur, sie stehen nicht im Mittelpunkt der Welt und können keine Herrschaft über andere Wesen, die Tiere und die Natur erheben. Gleichzeitig sehen sich die Menschen nicht als Einzelwesen, sondern als Teil einer Gemeinschaft. Es geht um die Harmonie mit der Natur und ein umfassendes Wohlergehen der Menschen. Kernpunkte des Buen Vivir sind: Die Natur als lebendiges Wesen respektieren, gemeinschaftliches Wohlbefinden über individuelles Wachstum stellen, interkulturelle Vielfalt anerkennen und wertschätzen. Das Konzept des Buen Vivir betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes, der ökologische, soziale und kulturelle Aspekte integriert. Statt auf wirtschaftliches Wachstum und maßlosen Konsum setzt es auf Lebensqualität, kollektives Wohlbefinden und ökologische Nachhaltigkeit. Es basiert auf den Prinzipien der Solidarität, Gleichheit, Gegenseitigkeit, Zusammenarbeit und des Dialogs. Diese Aspekte sind entscheidend für den Aufbau einer gerechten Gesellschaft, in der die Menschen sich voll entfalten und in Harmonie mit ihrer Umwelt leben können. (hzg)

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