Vorspann: BM Erich Wallnöfer und der Gemeinderat von Glurns machen Ernst: Das Stadtl wird im Juli und im August für den Durchzugsverkehr gesperrt werden. In den Ladnesämtern konnte man nur ein positives Gutachten ausstellen.
Dachzeile: Glurns
Redakteur: Erwin Bernhart
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Das, was der Glurnser BM Erich Wallnöfer angedacht und dann gemeinsam mit dem Stadtsekretär Georg Sagmeister und dem Ortspolizeikommandanten Christian Carli mit einhelliger Billigung des Gemeinderates ausgearbeitet hat, wird im heurigen Sommer Wirklichkeit. Und zwar wird im Juli und im August die Stadt für den Durchzugsverkehr gesperrt werden. Hinweistafeln an den Eingangstoren und frühzeitig angezeigte Umfahrungsvarianten sollen einen Teil des Verkehrs von den Gassen in der Stadt freihalten. Es gibt natürlich Ausnahmen: Anrainer und Berechtigte sind von dem Durchfahrtsverbot ausgenommen. Ein fein durchdachtes und von Gesetzen abgestütztes Begründungsdokument für die Stadtsperrung wurde der Landesregierung und den zuständigen Ämtern in Bozen zur Begutachtung vorgelegt. Die kundigen Ausführungen waren schwerlich abzulehnen und schon gar nicht dagegen vorzugehen. So hat die Stadtregierung eine Art Nulla Osta in der Hand und bleibt auch damit von den Protesten der umliegenden Gemeinden und Fraktionen völlig unbeeindruckt. Unbeeindruckt ist man auch gegenüber den Protesten aus den Reihen der Kaufleute in der Stadt selbst geblieben, die besagten, dass ein Ausbleiben des Durchzugsverkehrs eine Minderung der Geschäftstätigkeiten zur Folge haben werde. Den Protesten wurde in oft heftig und laut geführten Diskussionen das Argument entgegengehalten, dass die Durchreisenden wohl eher nicht direkt in die Geschäfte hineinfahren und dort einkaufen würden. Der Sommer 2026 bzw. die zwei Monate Juli und August werden also als Testlauf zu betrachten sein, wie ein Verbot des Durchzugsverkehrs funktioniert und was eine solche Maßnahme bringen wird. Mit Argusaugen werden auch die Nachbargemeinden das Treiben in Glurns und ein potentielles Mehr an Verkehr auf den eigenen Straßen beobachten. Und noch etwas kündigt BM Erich Wallnöffer an. In Sachen Umbau der Kreuzung vor der Pfarrkirche zum Eisheiligen St. Pankratius in Richtung Prad komme Bewegung. Der Ausbau dort solle bewirken, dass der Verkehr aus der Schweiz in Richtung Meran über die Prader Straße und dort über die Handwerkerzone umgeleitet und so von einem Durchzug durch Glurns abgehalten werden soll.
In dem von der Südtiroler Landesregierung vorgelegten Omnibus-Sammelgesetz fahre ein Artikel mit, der es nicht allein aus Umweltgründen in sich habe, meint der Freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber. So soll die Landesregierung nicht nur ermächtigt werden, ohne Zustimmung der Umweltämter und der betroffenen Gemeinden Schottergruben zu genehmigen, auch die Begrenzung der Laufzeiten für Steinbrüche soll gänzlich gestrichen werden. Der Entwurf hat im 3. Gesetzgebungsausschuss seine erste Hürde genommen – trotz Kritik und Gegenstimmen der Opposition. Mit der Begründung, dass kaum eine Gemeinde eine Schottergrube haben möchte, aber die lokale Bauwirtschaft dringend das Material benötige, wolle sich die Landesregierung sowohl über die Umweltverträglichkeitsprüfung als auch über mögliche Widerstände vor Ort hinwegsetzen können. „Bei künftigen Ermächtigungen zum Abbau von Schotter, Porphyr, Marmor und anderen mineralischen Rohstoffen war bisher ein positives Gutachten des für Umweltprüfungen zuständigen Landesamtes vorgesehen, künftig muss ein solches Gutachten lediglich eingeholt werden, aber es muss nicht mehr positiv ausfallen, um einen Abbau zu genehmigen zu können“, kritisiert Leiter Reber. „Zur Deckung des territorialen Bedarfs oder aus sozialer und wirtschaftlicher Notwendigkeit kann die Landesregierung den Abbau in jedem Fall genehmigen“, heißt es im Gesetzesentwurf. „Damit können nicht nur die für die Bauwirtschaft notwendigen Schotterguben unabhängig von Umwelt Anrainern und Gemeinden errichtet werden, auch die Abbauermächtigungen für die lukrativen Marmorexporte können allein durch die Landesregierung vergeben und verlängert werden“, so Leiter Reber. „Zugleich will die Landesregierung auch die maximale Laufzeit von 20 Jahren für Steinbrüche und jene von 25 Jahren für den Untertagebau streichen. Die Laufzeiten für den Abbau sollen künftig unter Berücksichtigung des verwertbaren Rohstoffvorkommens festgelegt werden, was beispielsweise im Falle des Vinschger Marmors einem Totalausverkauf für die nächsten 100 Jahre gleichkommt, handelt es sich ja um eines der größten Marmorvorkommen Europas“, warnt der Freie Abgeordnete. Leiter Reber appelliert an die Landesregierung, den Gesetzesentwurf zurück in die Werkstatt zu schicken und aus dem aktuellen Omnibusgesetz zu streichen: „In ihrem Zusammenspiel öffnen diese Gesetzesänderungen eigenwilligen Ermächtigungen Tür und Tor und riskieren den Ausverkauf unserer Bodenschätze.
LA Andreas Leiter Reber, Freie Fraktion
Wirtschaft begrüßt Parkplätze
Die Wirtschaftsverbände lvh, hds, Unternehmerverband Südtirol (UV), HGV sowie der Tourismusverein Schlanders begrüßen die Entscheidung der Gemeinde Schlanders, die Möglichkeiten für zusätzliche zentrumsnahe Parkplätze durch ein spezialisiertes Fachbüro prüfen zu lassen. Darin sehen die Verbände einen wichtigen Schritt, um die Erreichbarkeit und Attraktivität des Ortszentrums langfristig zu sichern. Wie bekannt wurde, hat der Gemeindeausschuss das Studio Ing. Theil mit der Bewertung möglicher Standorte und der Ausarbeitung entsprechender Vorschläge beauftragt. Das Ingenieurbüro verfügt über langjährige Erfahrung in diesem Bereich und soll nun verschiedene Lösungsansätze fachlich fundiert prüfen. Aus Sicht der Wirtschaftsverbände von Schlanders ist es von großer Bedeutung, die in den vergangenen Jahren verloren gegangenen Parkplätze zu ersetzen. Eine ausreichende Anzahl an zentrumsnahen Stellplätzen sei eine wichtige Voraussetzung, um die Attraktivität des Ortskerns für Kunden, Gäste und Besucher zu erhalten und weiter zu stärken. Gleichzeitig gelte es, den Bedürfnissen vieler Anrainer Rechnung zu tragen, die auf Parkmöglichkeiten in Wohnungsnähe angewiesen sind. Die Verbände verweisen dabei auch auf die Ergebnisse der Bürgerbefragung im Rahmen des Gemeindeentwicklungsprogramms. Diese habe gezeigt, dass sich eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für zusätzliche zentrumsnahe Parkplätze ausspricht. Die Obleute der Wirtschaftsverbände und des Tourismusvereins − Norbert Ratschiller (lvh), Karin Gluderer (hds), Franz Marx (UV), Manfred Pinzger (HGV) und Karl Pfitscher (Tourismusverein) begrüßen daher die eingeleitete Prüfung und vertrauen auf eine sachliche und objektive Bewertung durch das beauftragte Fachbüro. Gleichzeitig erklären sie ihre Bereitschaft, den weiteren Prozess konstruktiv zu begleiten und gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen für die Entwicklung des Ortszentrums von Schlanders mitzuwirken.
lvh, hds, UV, TV Schlanders
S´nuie Tunell
Am 6. Juni hot man gfeiert in gonz Kastelbell. Selm hobn sie endla eröffnet des nuie Tunell. Über zwoa Kilometer isch es long, des Loch Der Bau hot gebrocht woll toul an Tschoch. Die erschte Firma hot baut und sich vertoun, noch a Weil isch kemmen die zweite droun. Über a Johr hot man längr wortn miasn, des hat uan kennt foscht verdriaßn. Obr, wos long dauert, weard a galing guat. Hoffn mr, dass er Kastelbell entloschtn tuat. Die meischtn sein froah, dass er iaz in Betrieb geaht und dass man nimmer sou oft im Stau steaht. Die Kastelbeller derfn ihr Dorf wiedr für sich nemmen Ins Autofohrer winsch i olm a guat´s Ounkemmen.
Norbert Kofler, Prad
HAIKU – Gedicht Haiku-Kreis der Deutsch-Jap. Gesellschaft München, 2025
Sommermondnacht – sein Zeigefinger malt mir den großen Wagen nach.
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Ausflug von Gleichgesinnten ins Martelltal
Kooperator Matthias Kuppelwieser bietet in der Seelsorgeeinheit Graun jeweils am Dienstag verschiedene Treffen an: Anbetungsstunde, Bibelteilen oder Friedensrosenkranz mit Beichtgelegenheit. Daraus ergab sich der Wunsch nach einem Ausflug unter Gleichgesinnten. Am 2. Juni 2026 wurde somit eine Marienwallfahrt ins Martelltal zu „Unsere liebe Frau im Walde – St. Maria in der Schmelz“ unternommen. Nach einer kurzen Marienandacht in der stimmungsvollen Kapelle feierten wir mit Matthias eine hl. Messe; in der Predigt erläuterte er die Geschichte von Tobit und dessen Erblindung und lenkte den Blick auf den Sinn des Glaubens. Danach ließen wir uns im Hotel Waldheim kulinarisch verwöhnen. Da das Wetter regnerisch war, blieben wir länger sitzen und redeten über Gott und die Welt.
Der Gemeinderat von Partschins hat bei seiner Sitzung am 9. Juni einem Beschlussantrag der Neuen Bürgerliste Partschins Rabland Töll einstimmig zugestimmt und zwar die Bedarfserhebung im Bereich Kleinkinderbetreuung (0-3 Jahre) betreffend. Mit großer Freude tut die Bürgerliste kund: „Es freut uns mitteilen zu können, dass die neue Bürgerliste Partschins Rabland Töll zum Thema „Kleinkinderbetreuung“ bereits einiges erreichen konnte. Im Sommer startet erstmals ein vollwertiges KiTa-Angebot in Partschins, wohl auch aufgrund unserer jahrelangen Hartnäckigkeit. Am letzten Dienstag wurde zudem der Beschlussantrag einstimmig angenommen, bei dem die Vertreterinnen der Bürgerliste innerhalb Herbst 2026 eine Bedarfserhebung fordern, und wo die Einrichtung von weiteren 10 Kita-Plätzen innerhalb Herbst 2027 unbedingt anzustreben ist. Dass Anträge der „Opposition“ mit Stimmeneinheit durchgewunken werden, erachtet die Liste als großen Erfolg. Für die 10 neuen Plätze gibt es in Rabland auch schon Räumlichkeiten in der alten Feuerwehrhalle, die ohne großen Aufwand anpassbar sein müssten. Die zusätzliche mündliche Anregung der BürgerlistlerInnen, die Gespräche mit Familienagentur und einem Techniker bereits diesen Sommer zu führen, damit keine Zeit verloren geht, hat die zuständige Referentin ebenfalls begrüßt!“
Die Ortsgruppe Martell des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) hielt vor kurzem ihre Jahresversammlung im Hotel Martellerhof ab. HGV-Ortsobmann Roland Gluderer blickte auf ein aktives Jahr der Ortsgruppe zurück. Besonders erfreut zeigte sich Gluderer über die gute Zusammenarbeit innerhalb der Ortsgruppe sowie mit dem Tourismusverein und auf Gemeindeebene. „Unsere Mitglieder sind das Rückgrat des Verbandes. Es freut mich besonders, dass sich so viele immer wieder für die Anliegen unserer kleinen, aber wichtigen Ortsgruppe einsetzen“, betonte Gluderer. HGV-Bezirksobmann Florian Obkircher unterstrich in seinen Grußworten die Bedeutung der Mobilität und Erreichbarkeit für den gesamten Vinschgau. Der Ausbau der Verkehrs- und Bahnverbindungen sei entscheidend für die Zukunft des Tales und der heimischen Betriebe. „Gerade Täler wie das Martelltal brauchen gute Infrastrukturen und Rahmenbedingungen sowie eine starke Vertretung, um sich positiv entwickeln können“, sagte Obkircher. Gebietsobmann Benjamin Raffeiner unterstrich die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Ortsobmann Roland Gluderer und der Ortsgruppe Martell. Im Rahmen der Versammlung stellte Bezirkskoordinator Michael Huber die HGV-Arbeitgebermarke „JOIN hospitality“ vor und gab einen Überblick über aktuelle Verbandstätigkeiten. Christoph Hainz von der Steuerberatung im HGV-Büro in Meran informierte über steuerliche Neuerungen im Haushaltsgesetz 2026. Anschließend stellte sich Martin Zöschg als neuer Leiter des Bereiches Steuerberatung im HGV Büro Schlanders den Mitgliedern vor. In seinen Grußworten sprach sich Bürgermeister Georg Altstätter klar für die ausgewiesenen Tourismuszonen aus und unterstrich die große Bedeutung des Tourismus für das Martelltal. Der Tourismus sei ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und sichere Arbeitsplätze sowie eine gute Wertschöpfung im Tal. Die HGV-Ortsversammlung stand insgesamt im Zeichen eines konstruktiven Austausches und dem Ziel, gemeinsamen an der Weiterentwicklung des Martelltales zu arbeiten.