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Plimabrücke geöffnet und eingeweiht

  • Dachzeile: Latsch

Die Plimabrücke, die Latsch mit Goldrain verbindet, ist wieder geöffnet. Zehn Tage früher als geplant wurden die Arbeiten beendet. Mit Ehrengästen, Tänzerinnen und Mountainbikern des ASV Latsch, mit Bürgerinnen und Bürgern, mit Planern und mit Vertretern der ausführenden Firmen wurde die neue Brücke am 24. Juli 2026 von Pfarrer Lanbacher eingeweiht.
Mit dem Neubau, darin war man sich in den Grußworten einig, wurde eine moderne und sichere Straße gebaut. Zum einen.
Zum anderen, so Bürgermeister Mauro Dalla Barba, „wurde damit das Fundament für den Ausbau eines neuen Gehweges geschaffen, der für eine sichere Verbindung zwischen dem Bahnhof Goldrain und der Industriezone Latsch sorgen soll.“ Das ist das nächste Projekt, das unter anderem in der Gemeindestube Latsch angegangen wird: ein sicherer Gehweg, der den Bahnhof Goldrain und die Industriezone Latsch verbindet.
120 Jahre alt war die alte Plimabrücke, die 1906 als Stahlfachwerk-Konstruktion errichtet worden war, sagte Alberto Lenisa, Ingenieur der Provinz Bozen. Vor allem das Salz beschädigte die alte Konstruktion und sorgte für Instandhaltungsprobleme.
Die neue Brücke ist eine moderne Stahl-Beton-Verbundkonstruktion und sei mit Respekt vor der Plima errichtet worden. Die Brücke hat eine Länge von 26 Metern, ist 12 Meter breit und für eine Lebensdauer von 100 Jahren ausgerichtet. Auf 1,5 Millionen Euro belaufen sich die Kosten. Das Werk ist gelungen. Dass hätten auch die Belastungsproben bestätigt.
Im Zuge des Neubaus ist auch die Nepomukkapelle verlegt worden und hat etwa 50 Meter weiter nun einen würdigen Platz erhalten. Die mannsgroße Nepomuk-Statue wird nach der Restaurierung im Herbst ihren Platz einnehmen. (ap)

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Unternehmer auf der Zugspitze

  • Dachzeile: Vinschgau

23. Hochtour des Bezirkes Vinschgau im Unternehmerverband auf die Zugspitze (2.962 m) - Eine wunderschöne Hochtour erlebten die 14 Bergbegeisterten aus den Reihen der Mitgliedsunternehmen, die am 20. Juli 2026 in Begleitung von Bergführern den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze (2.962 m) bestiegen haben. Mit dabei waren auch Verbandspräsident Alexander Rieper und Bezirksvertreter Enrico Zuliani. Die Tour begann am Wanderparklatz Hammersbach und führte zunächst durch die spektakuläre Höllentalklamm. Nach der Nächtigung auf der Höllentalangerhütte ging es am nächsten Tag früh morgens los: Über den Höllentalanger erreichte die Gruppe den ersten Steilaufschwung an der „Leiter“. Oberhalb davon musste das „Brett“ mit Stahlstiften in einer Felswand überquert werden. Über den „Grünen Buckel“ erreichte die Gruppe den steilen Höllentalferner, der mit Steigeisen bis zur Randkluft überwunden wurde. Danach ging es über ein langen Klettersteig zum Gipfel. Alle Teilnehmer:innen waren begeistert von diesem abwechslungsreichen Aufstieg auf die Zugspitze, bei dem neun Kilometer und 2.200 Höhenmeter zu bewältigen waren.

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„Wir bauen einfache Maschinen“

  • Dachzeile: Der Vinschgerwind präsentiert: Vinschger Jungunternehmer

Frucotec steht für …
Stephan Lanpacher: Innovation, Einfachheit und Persönlichkeit. Unser Ziel war eigentlich von Anfang an, Maschinen zu bauen, die dem Landwirt die tägliche Arbeit erleichtern, ohne daraus gleich ein riesiges, kompliziertes und teures Gerät zu machen.

Wie kommt man auf die Idee, Obstbaumaschinen zu entwickeln?
Stephan Lanpacher: Eigentlich war das Gründen einer Firma nie das Ziel. Mein Vater Michael war selbst jahrelang Apfelbauer und hat immer schon gerne gebastelt und Dinge ausprobiert. Eigentlich hat alles ganz klassisch in der eigenen Garage angefangen. Irgendwann ist aus dieser Freude am Tüfteln eine Maschine entstanden, die auch anderen Landwirten gefallen hat.

Was ist der Vorteil eurer Obstbaumaschinen?
Stephan Lanpacher: Ich glaube, vor allem die Einfachheit. Viele klassische Arbeitsbühnen sind relativ große, schwere und teure Maschinen mit sehr vielen Funktionen. Wir sind eigentlich genau von der anderen Seite gestartet: Wie können wir die Konstruktion so einfach wie möglich gestalten, um Kosten dementsprechend niedrig zu halten, aber gleichzeitig etwas schaffen, das dem Landwirt über viele Jahre hinweg wirklich weiterhilft?
Aus diesem einfachen Grundkonzept heraus haben wir immer mehr Anwendungen und Funktionen hinzugefügt – immer mit dem Anspruch, dass die Maschine unkompliziert bleibt. Heute können unsere Maschinen für die Ernte genauso verwendet werden wie für Baumschnitt, Ausdünnung, Hagelnetzarbeiten und viele andere Arbeiten im Jahresverlauf. Und ich glaube, dieser Spagat zwischen Einfachheit, Preis und Vielseitigkeit ist uns in den vergangenen Jahren ganz gut gelungen.

Ihr habt eure elektrischen Obstbaumaschinen „Ladys“ getauft. Eine ungewöhnliche Namensgebung – warum?
Stephan Lanpacher: Wir wollten von Anfang an keine technischen Modellnamen. Die „Lady“ sollte für etwas Elegantes und Hochwertiges stehen. Für Qualität, aber irgendwie auch für etwas Sympathisches – jemanden, mit dem man gerne Zeit verbringt. Und unsere Kunden verbringen während der Saison schließlich ziemlich viele Stunden am Tag mit ihrer Lady. Irgendwann ist aus der ersten Lady dann eine ganze Familie geworden: Lady, Landlady und Berglady. Mittlerweile kennen uns einige sogar stärker über die Namen unserer Maschinen als über Frucotec.

Wie viele Maschinen produziert ihr?
Stephan Lanpacher: Das hat sich über die Jahre ziemlich stark entwickelt. Anfangs waren es vielleicht 20 Maschinen im Jahr, dann 40 und irgendwann haben wir die Marke von
100 Maschinen pro Jahr überschritten. Insgesamt sind mittlerweile über 1.200 unserer Maschinen im Einsatz – bei mehr als 800 verschiedenen Betrieben.

Wohin liefert ihr eure Obstbaumaschinen?
Stephan Lanpacher: Südtirol ist und bleibt ganz klar unser wichtigster Markt und unsere Heimat. Hier sind unsere Maschinen entstanden und hier haben wir sehr viel gelernt. Mittlerweile liefern wir aber auch in viele andere europäische Länder sowie nach Kanada, in die USA, nach Australien, Neuseeland und Südafrika. Das ist auf der einen Seite wirklich spannend, auf der anderen Seite aber auch eine große Herausforderung. Obstbau ist eben nicht überall gleich. Genau das ist momentan auch ein großer Teil meiner persönlichen Aufgabe bei Frucotec.

Alle eure Obstbaumaschinen sind elektrisch betrieben. Der Vorteil?
Stephan Lanpacher: Für unsere Art von Maschinen macht Elektroantrieb einfach viel Sinn. Wir fahren den ganzen Tag relativ langsam zwischen den Bäumen. Dafür braucht man keine riesige Motorleistung, sondern einen effizienten und sehr fein regelbaren Antrieb. Elektro ist leise, hat keine lokalen Abgase und braucht relativ wenig Wartung. Gerade wenn man acht oder zehn Stunden am Tag mit einer Maschine arbeitet, ist der Unterschied zu einem Verbrennungsmotor wirklich wie Tag und Nacht. Für unseren normalen Einsatz sind heute Laufzeiten möglich, bei denen man sich während eines Arbeitstages praktisch keine Gedanken mehr über die Batterie machen muss.

Wie muss man sich den Alltag bei euch vorstellen?
Stephan Lanpacher: Ehrlich gesagt: manchmal geht es schon ziemlich drunter und drüber. (lacht) Bei uns muss jeder auch einmal etwas anpacken, das vielleicht überhaupt nicht sein Spezialgebiet ist. Aber irgendwie sind genau das auch wir. Uns ist wichtig, authentisch und ehrlich zu bleiben.

Ihr seid ein Familienbetrieb, der Entwicklung und Innovation lebt.
Stephan Lanpacher: Natürlich ist es nicht immer leicht, in die Fußstapfen des eigenen Vaters zu treten. Gleichzeitig liegt darin aber auch eine große Chance. In manchen Bereichen hat die
ältere Generation eine Erfahrung und ein Gefühl für Dinge, die man nicht einfach in einem Studium oder innerhalb von zwei Jahren lernen kann. Auf der anderen Seite kann die junge Generation neue Sichtweisen, Technologien, Märkte und Ideen mitbringen und Dinge vorantreiben, die sonst vielleicht nie passiert wären.

 

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Gründung: 2012 als Einzelunternehmen durch Michael Lanpacher; seit 2020 FRUCOTEC GmbH.

Mitarbeiter: 2–6 Mitarbeiter, saisonal schwankend

Ausbildung Stephan: Master of Science – Management of Innovation, Rotterdam School of Management,

Seit wann im Betrieb: seit 2023

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Leserbriefe 16-2026

  • Dachzeile: Leserbriefe

Das Fernheizwerk LEEG in Laas – im Zentrum schwerwiegender Vorwürfe

„Der Polizei ist ein Schlag gegen die Mafia gelungen. Eine internationale Organisation, die giftigen Abfall ins Ausland verkauft, zu Grillkohle sowie Dünger verarbeitet und dadurch Millionen an Gewinnen erzielt haben soll, wurde ausgehoben.“ So oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen in Presse, Radio, Fernsehen und Teletext – im In- und Ausland.
Unser Fernheizwerk, die LEEG, ist dadurch massiv unter Beschuss geraten. Der Obmann und der Heizwart wurden in einer spektakulären Aktion mit großem Aufwand festgenommen und für 16 Tage inhaftiert.
Die Betroffenheit über das Schicksal von Andreas und Hugo, aber noch viel mehr die Betroffenheit über Aussagen von Mitbürgern und Anschuldigungen gegenüber diesen Personen – Anschuldigungen, die jeglicher Grundlage entbehren – sowie die Enttäuschung darüber, dass ehrenamtlicher Einsatz und Aufopferungsbereitschaft für die Gemeinschaft von manchen Menschen so wenig geschätzt werden, veranlassen mich, diese Zeilen zu schreiben.
Wir alle im Verwaltungsrat arbeiten ehrenamtlich und erhalten keinen Cent für unsere Tätigkeit. Kaum jemand hat so viel Zeit und Herzblut für diese Genossenschaft aufgebracht wie jene drei Menschen, die nun die Hauptlast dieser Anschuldigungen tragen müssen. Ich bin bestürzt, weil ich den Betrieb von innen kenne und weiß, dass wir alle Entscheidungen gemeinsam und nach bestem Wissen und Gewissen für die Genossenschaft getroffen haben.
Um etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen, muss ich etwas weiter ausholen.
Das Fernheizwerk Laas/Eyrs ist ein vergleichsweises kleines Fernheizwerk, das im Jahr 2002 als Genossenschaft gegründet wurde. Ziel war es, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Laas zu günstigen Konditionen mit umweltschonender Energie zu versorgen und gleichzeitig die Luftqualität in Laas, in den Wintermonaten zu verbessern.
Die Genossenschaft wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt, der von den Mitgliedern gewählt wird. Ehrenamtlich bedeutet dabei, dass der gesamte Vorstand weder Sitzungsgelder noch sonstige Vergütungen erhält. Im Jahr 2004 nahm das Fernheizwerk den Betrieb auf. In den Sommermonaten musste jedoch stets ein Heizkessel betrieben werden, um die Kundinnen und Kunden beziehungsweise Mitglieder mit Warmwasser zu versorgen. Deshalb suchte der Vorstand nach effizienteren Lösungen.
Nach zahlreichen Gesprächen mit Fachleuten sowie Besichtigungen von Anlagen im In- und Ausland entschied man sich nach eingehender Diskussion für die Anschaffung einer Holzvergasungsanlage. Diese sollte mit ihrer Abwärme in den Sommermonaten den Betrieb eines Heizkessels überflüssig machen. Zudem bestand damals die Möglichkeit, den erzeugten Strom zu vergünstigten Bedingungen zu verkaufen.
Mit der ersten Holzvergasungsanlage waren intensive Versuche und erhebliche Mehrarbeit für Heizwart und Vorstand verbunden. Schließlich wurde die Anlage durch einen Brand zerstört, die Herstellerfirma ging in Konkurs und die LEEG erlitt einen erheblichen finanziellen Schaden.
Der Vorstand stand damit vor einer großen Herausforderung: Wie sollte es weitergehen?
Die Überlegung, für die Sommermonate eine effizientere Lösung als den Betrieb eines Heizkessels zu finden, blieb weiterhin bestehen. Ein sinnvoller und umweltschonender Ansatz war nach wie vor die Stromerzeugung mittels Holzvergasung. Hinzu kam, dass die Vergünstigungen für den Stromverkauf noch bis 2028 gültig sind und die dabei entstehende Abwärme den Wärmebedarf in den Sommermonaten decken konnte.
Erneut wurden Fachleute konsultiert und Anlagen besichtigt. Schließlich überzeugte ein österreichischer Hersteller den Vorstand mit seiner Technologie. Dieser verfügte über eine lizenzierte Holzvergasungsanlage zur Produktion von Strom, Wärme und Kohle.
Nach intensiven Diskussionen und mit Unterstützung von Experten beschloss der Vorstand einstimmig, diesen anspruchsvollen Weg zu gehen und die Anlage anzuschaffen. Ziel war es auch, den durch den Brand entstandenen Schaden durch den Stromverkauf möglichst gering zu halten.
Dies erforderte einen enormen Einsatz seitens des Vorstandes und insbesondere der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Während der Testphase wurden unzählige Nachtstunden geleistet und zusätzliche Belastungen auf sich genommen. Umso größer war die Erleichterung, als die neue Anlage nach umfangreichen Tests und Optimierungen sehr gut funktionierte und das ganze Jahr über die Stromproduktion den Erwartungen teilweise sogar übertraf.
Die neue Anlage arbeitet im Gegensatz zur ersten nach einem grundlegend anderen Verfahren. Das sogenannte Schwebebettverfahren produziert neben Wärme und elektrischem Strom auch Holzkohle.
Genau diese Holzkohle ist der Auslöser der gesamten aktuellen Ereignisse.
Die Anlage des österreichischen Herstellers verfügt über ein sogenanntes REACH-Zertifikat (REACH steht für Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien gemäß EU-Verordnung). Die LEEG ließ diese Kohle analysieren und zertifizieren und verkaufte sie als Nebenprodukt.
Nach Auffassung der NOE (Umweltpolizei) handelt es sich bei dem Produkt einer Holzvergasung jedoch um Asche, die entsorgt werden muss. Im Kern geht es darum, dass die italienische Gesetzgebung die durch Vergasung hergestellte Holzkohle nicht kennt und sie deshalb als Abfall einstuft. In anderen Ländern – nicht nur innerhalb der Europäischen Union – wird dieselbe Holzkohle hingegen geschätzt und als reguläres Handelsprodukt angesehen.
Selbst Analysen, die von der NOE veranlasst wurden, haben ergeben, dass das Produkt aus unserer Holzvergasungsanlage zu rund 95 Prozent aus Kohle besteht.
Für uns als Vorstand war es gerade in Zeiten des Klimawandels wichtig, diese Holzkohle wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Sie bindet dauerhaft Kohlenstoff, den der Baum zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen hat, und wirkt somit als langfristiger Kohlenstoffspeicher.
Woher die Zahlen stammen, wonach Millionen an Gewinnen erzielt worden sein sollen, kann ich nicht nachvollziehen.
Zur Information für alle, die es genau wissen möchten: Die LEEG hat aus dem Verkauf der Kohle insgesamt maximal 170.000 Euro eingenommen.
Nach der ersten Intervention der NOE im Jahr 2023 wurde keine Kohle mehr verkauft. Stattdessen musste die LEEG die Entsorgung übernehmen und dabei zahlreiche Unannehmlichkeiten sowie zusätzliche Kosten in Kauf nehmen.
Ich vertraue auf die Rechtsprechung und bin fest davon überzeugt, dass in unserer Holzvergasungsanlage kein Giftmüll, sondern Kohle produziert wird. Daher bin ich überzeugt, dass die Beschuldigten freigesprochen werden.
Ebenso hoffe ich, dass diese Zeilen dazu beitragen, dass zumindest einige Menschen künftig genauer überlegen, welche Vermutungen und Beschuldigungen sie im Gasthaus oder bei anderen Gelegenheiten über Personen und Sachverhalte äußern.
Der ehrenamtliche Einsatz in Genossenschaften verdient mehr Wertschätzung. Der entstandene Schaden für die betroffenen Personen, deren Familien, für die LEEG und für das Ehrenamt insgesamt ist enorm. Ich frage mich: Wer wird dafür die Verantwortung übernehmen?
Der vom Untersuchungsrichter eingesetzte Kommissar hat in einer Aussprache, mit den verbliebeben, „auf Eisgelegten“ Verwaltungsrat, versichert, dass die Wärmeversorgung für Mitglieder und Kunden gesichert ist.
Abschließend richte ich einen Appell an die Politikerinnen und Politiker unseres Landes sowie an unsere politischen Vertreter in Rom: Schaffen Sie die dringend notwendigen gesetzlichen Voraussetzungen, damit solche aus meiner Sicht unverständlichen Belastungen für Personen und Genossenschaften künftig vermieden werden können.
Gerade in Zeiten des Klimawandels darf Holzkohle nicht als Asche entsorgt werden.

Albert Platter; Laas

 

Nachruf

s14 UnknownWir trauern um ein Urgestein des Theatervereins Schlanders: In tiefer Dankbarkeit für unsere Susanne Resch Vilardo (1963-2026)
Seit dem 05. Juni 2026 ist das Licht auf unserer Bühne ist ein Stück dunkler geworden. Wir mussten Abschied nehmen von unserer geschätzten Kollegin, treuen Freundin und Mitbegründerin Susanne, die uns leider viel zu früh für immer verlassen hat.
Als Gründungsmitglied war Susanne von der allerersten Stunde an Herz und Seele unseres Theatervereins, sie hat unserer Bühne fast 25 Jahre ihre unverwechselbare Art und ihr Herzblut geschenkt.
Ihr außergewöhnliches Talent war so vielseitig wie das Leben selbst. Es gab kaum eine Facette des Menschseins, die sie nicht mit absoluter Hingabe und Präzision verkörpern konnte: Ob laute Komödie, die das Publikum Tränen lachen, oder das leise, tiefgründige Drama, das den Atem im Saal stocken ließ – sie beherrschte alle Facetten der Schauspielkunst. Trotz ihrer enormen Bühnenpräsenz stand für sie immer das Zusammenspiel im Vordergrund. Sie hat Kolleginnen und Kollegen zum Strahlen gebracht und war besonders für Neulinge stets eine tragende Stütze. Ihr Instinkt für Timing, ihr feines Gespür für Textzeilen und ihre unerschöpfliche Spielfreude haben unzählige Inszenierungen unseres Vereins maßgeblich geprägt.
Mit Susanne verlieren wir nicht nur eine großartige Spielerin, sondern eine wunderbare Frau, deren Lachen, Energie und Leidenschaft unendlich fehlen werden. Bei jedem neuen Aufziehen des Vorhangs werden wir kurz innehalten und uns dankbar an sie erinnern.
Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden.
Liebe Susanne, danke für die unvergesslichen Momente, den Applaus und vor allem deine Freundschaft. Dein letzter Vorhang ist gefallen, aber in unseren Herzen spielst du weiterhin eine Hauptrolle.
In dankbarer Erinnerung,

die Mitglieder und der Ausschuss des Theatervereins Schlanders

 

Ort der Hoffnung

Auf diesem Weg spreche ich dem Therapiezentrum meine herzlichen Glückwünsche zum 25. Geburtstag aus. In diesen Jahren war dieser besondere Ort für unzählige Menschen ein Start, ein Neubeginn und eine Hilfe auf dem Weg in ein neues Leben. So auch für mich.
Nach Bad Bachgart ist nicht plötzlich alles gut, und nichts läuft von alleine. Nein – die eigentliche Arbeit an sich selbst beginnt erst danach. Rückblickend war die Zeit dort für mich wie ein geschützter Raum: fern vom Alltag, getragen von den Menschen und den Tieren, die diesen Ort so besonders machen. Es ist ein eigener Mikrokosmos, den jeder Patient nach meist acht Wochen wieder verlässt. Dann beginnt der Alltag mit all seinen Herausforderungen. Doch die Menschen und Tiere von Bad Bachgart geben einem vieles mit auf den Weg. Was man daraus macht, liegt letztlich bei jedem selbst.
Auch Jahre später bleibt die Verbindung bestehen. Jedes Jahr bekomme ich Post – eine Einladung zum Patiententreffen. Es berührt mich immer wieder, dass wir nicht vergessen werden. Denn in Bad Bachgart zählt der Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen. Dort lernt man, sich ehrlich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Wie man diesen Weg weitergeht, entscheidet jeder für sich selbst.
Und nun: Ad multos annos!

Claudia Gruber

 

Hundealter richtig berechnet

Ein Hundealter entspricht sieben Menschenjahre, heißt es immer wieder bei den Hundebesitzern; Doch das ist falsch! Richtig wird das Hundealter so berechnet: Hunde haben eine kurze „Kindheit“. Ein zweijähriger Hund entspricht schon einem 24-jährigen Menschen. Danach gilt: jedes weitere Hundejahr zhlt vier Menschenjahre. Ein 10-jähriger Hund wäre also nicht 70, sondern 58 Menschenjahre alt.
Zur Info: Übrigens hängt das von verschiedenen Faktoren ab. Das Gewicht und die Größe eines Hundes spielen eine Rolle. Eine Faustregel besagt, dass große und schwere Hunde schneller altern und leider nicht so alt werden, wie kleinere Artgenossen. Aber auch die Ernährung sowie die tägliche Bewegung draußen und ein ausgeglichenes soziales Umfeld spielen für den Alterungsprozess – die biologische Uhr, eine tragende Rolle. Folgendes ist zu beobachten: Hunde kleiner Rassen haben durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung als Hunde großer Rassen. Schlanke Hunde leben länger als Hunde mit Übergewicht. Mischlinge können älter werden als Rassehunde vergleichbarer Größe. Stadthunde haben eine kürzere Lebenserwartung als Hunde, die in ländlichem Umfeld leben.
Also nochmals man rechne: 12½, die ersten zwei Jahre 24+10x4=40+2 für das ½ Jahr = 66. Also war mein sechster Boxer-Hund mit 12½ Jahren 66 Menschenjahre alt! Mein neuer siebter Boxer, unser Peppino ist jetzt gerade mal ein Jahr alt geworden, also 12 Menschenjahre! Übrigens ein totaler Wirbelwind und hat nur Flausen im Kopf.

Giacumin Bass, Müstair

 

Zu wenig benachteiligt

Mit 30. Juni ist in Schlanders erneut eine Hausärztin ausgeschieden. Die Gemeinde bedauert es und verweist zu Recht auf den Südtiroler Sanitätsbetrieb, der für die Suche zuständig ist. Sie selbst hat ab 2023 rund 400.000 Euro in die Gemeinschaftspraxis investiert, verlangt keine Miete und trägt die Betriebskosten der Gemeinschaftsflächen.
Der Grund liegt anderswo, und er steht in den Verträgen. Für besonders benachteiligte Gebiete zahlt Südtirol 611,86 Euro im Monat, aber nur bis zur vierhundertsten eingeschriebenen Person, die im Gemeindegebiet wohnt. Das Trentino zahlt 1.000 Euro im Monat, unbefristet und ohne Deckel, bei derselben Region und demselben gesamtstaatlichen Vertrag. Der Vinschgau ist offenbar zu wenig benachteiligt, um als benachteiligt zu gelten.
Deshalb zwei Forderungen an die Landesregierung und an den Sanitätsbetrieb: den Zuschlag auf 1.000 Euro monatlich anheben, unbefristet und ohne Deckel. Und die freien Hausarztplätze im Vinschgau laufend, öffentlich und gemeindeweise ausweisen. Das eine kostet Geld, das andere nichts. Beides ist eine Entscheidung.
Meine Eltern sind über achtzig und fahren für ein Rezept in die Nachbargemeinde.

Stefano Pellissetti, Linz, gebürtig aus Schlanders

 

HAIKU – Gedicht
abgedruckt im Enkô in Japan:

Sommerurlaub –
meine Fußabdrücke
nimmt das Meer mit.

© Helga Maria Gorfer

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