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Cäcilienfeier der Musikkapelle Martell

  • Dachzeile: Martell

Ende November gestaltete die Musikkapelle Martell zu Ehren der Schutzpatronin Cäcilia feierlich den Gottesdienst und hielt ihre traditionelle Cäcilienfeier ab.
Die Mitglieder der Kapelle umrahmten die von Hochwürden Johann Lanbacher zelebrierte Messfeier in der Pfarrkirche musikalisch und setzten dabei besondere Akzente. Ein Höhepunkt war dabei das Abschlusslied „Gabriellas Song“, wo Nadya Fleischmann mit ihrer Stimme die Klänge der Musikantinnen und Musikanten umrahmte.
Im Anschluss an den Gottesdienst ging es für die Musikantinnen und Musikanten und deren Familien zu einem gemeinsamen Aperitif ins Bürgerhaus, bevor die Feierlichkeiten traditionsgemäß im Hotel Waldheim fortgeführt wurden.
Im Rahmen der Feier wurden Mitglieder für ihre Verdienste und ihre langjährige Treue zur Musikkapelle ausgezeichnet. Diese führte der Obmann Reinhard Tscholl und seine Stellvertreterin Katharina Fleischmann gemeinsam mit Kapellmeister Christian Ratschiller und BM Georg Altstätter durch. Für 15 Jahre Mitgliedschaft erhielt Elias Eberhöfer (Stabführer und Hornist) nachträglich in offiziellem Rahmen das Ehrenzeichen in Bronze. Obmann Reinhard Tscholl wurde für beeindruckende 40 Jahre Mitgliedschaft mit dem Ehrenabzeichen in Gold ausgezeichnet.

Zwei Neuzugänge für die Kapelle
Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten war die Vorstellung der zwei neuen Mitglieder der Musikkapelle Martell. Lena Schwembacher (Querflöte) und Roberto D’Agostino (Schlagzeug) wurden herzlich in die Gemeinschaft aufgenommen.
Kapellmeister Christian Ratschiller hob in seinen Worten den Wert des gemeinsamen Musizierens hervor: „Jede und jeder Einzelne trägt dazu bei, dass unsere Marteller Musi lebt und wächst. Die Freude an der Musik und der Zusammenhalt in unseren Reihen sind das, was uns stark macht. Dafür möchte ich allen herzlich danken.“
Auch Bürgermeister Georg Altstätter würdigte das Engagement der Musikkapelle: „Die Musikkapelle ist ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Lebens in Martell. Es erfüllt mich mit Stolz zu sehen, wie viel Einsatz hier geleistet wird. Danke, dass ihr unsere Gemeinde mit Eurer Musik bereichert und zusammenhaltet.“

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Theater: Die drei Eisbären

  • Dachzeile: Heimatbühne Tschengls
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Ein echter Komödienklassiker sorgt im Kultursaal von Tschengls für heitere Unterhaltung. Das Stück von M. Vitus wurde bereits 1958 von der Heimatbühne des Dorfes einstudiert und zählt zu den bekanntesten Lustspielen im Alpenraum. Im Mittelpunkt stehen drei eingefleischte Junggesellen, die der Frauenwelt abgeschworen haben und im Dorf daher als die drei Eisbären bekannt sind. Ruppig im Umgang, wenig eitel im Erscheinungsbild und zufrieden mit ihrem abgeschiedenen Leben auf dem Hof: So geben Johann Thurner, Alexander Januth und Fabian Andres den Brüdern ein herrlich kauziges Gesicht. Ihre Ruhe wird allerdings regelmäßig gestört: Sei es durch den geschäftstüchtigen Viehhändler Franz Laimer (Florian Peer), der ihnen die schlagfertige Fanny (Ulrike Valentin) vermitteln möchte, oder durch ein Findelkind, das plötzlich vor der Tür liegt. Ihre Haushälterin Touna (Roswitha Tappeiner) ist außer Gefecht und will vom Kinderaufziehen ohnehin nichts mehr wissen. Auf den Rat des Pfarrers hin zieht die junge Leni (Jana Peer) schließlich auf den Hof, um Kind und Haushalt in Ordnung und die Herzen der eigentlich so heiratsscheuen Junggesellen in Unordnung zu bringen ...
Der Schwank punktet mit klaren Spielabläufen, unaufdringlichem Humor für alle Altersklassen und einer Geschichte, die die Sehnsucht nach dem Einfachen weckt. Das lebhafte Ensemble beeindruckte mit präziser Mimik und treffsicheren Pointen, wofür es bei der Premiere mit viel Gelächter und kräftigem Applaus belohnt wurde. Bei Martin Spechtenhauser liefen die Fäden der Regie zusammen.
Maria Raffeiner

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Ein Dankeschön mit harmonischem Klange

  • Dachzeile: Naturns

Vor kurzem fand im großen Saal des Bürger- und Rathauses von Naturns das vorweihnachtliche Wintersymphoniekonzert des Haydn-Orchesters von Bozen und Trient statt. Geleitet wurde dieses von Nicolò Umberto Foron am Dirigentenpult, als Solistin beeindruckte Mira Marie Foron mit ihrer Violine. Präsentiert wurden zwei der beliebtesten Werke der klassischen Repertoire-Literatur: Tschaikowskys Violinkonzert in D-Dur op. 35 und Beethovens 3. Sinfonie in Es-Dur, op. 55, die Eroica.
Der Einladung von BM Zeno Christanell und Kulturreferent Michael Ganthaler folgten über 200 Musikfreunde, darunter unter anderem Landtagspräsident Arnold Schuler und Landeshauptmann a.D. Luis Durnwalder. Das Publikum wurde zu Beginn von Kulturreferent Ganthaler im Namen der Gemeinde Naturns begrüßt. Er betonte die enge Verbundenheit von Musik, Ehrenamt und Dorfgemeinschaft. „Der Abend würdigt als besonderes Zeichen der Wertschätzung das Engagement der Vereine. Ein ausdrücklicher Dank gilt all jenen, die sich das ganz Jahr ehrenamtlich für die Dorfgemeinschaft einsetzen“, unterstrich Ganthaler.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Konzertteil richtete sich Dirigent Foron direkt an das Publikum und schuf so eine Brücke zwischen den beiden Programmabschnitten. Er betonte, dass es das letzte Konzert dieser Tournee und somit ein Höhepunkt für das ganz Orchester sei. „Zudem ist Weihnachten das Fest der Familie, weshalb ich mich umso mehr freue, heute hier gemeinsam mit meiner Schwester auf der Bühne zu stehen“, erklärte Foron.
Ein überraschender Moment, der die Live-Atmosphäre betonte, war als Mira Marie Foron kurzerhand zu einer Violine eines anderen Orchestermitglieds griff, da eine Saite ihres eigenen Instruments durch das intensive Spiel und die „kuschelige Temperatur“ (O-Ton Nicolò Umberto Foron) verstimmt wurde.
Nach Tschaikowskys Violinkonzert mit den spektakulären Soloauftritten von Mira Marie Foron folgte die Eroica von Beethoven. In dessen dritten Satz wollte der Dirigent die Andeutung eines Trunkliedes erkennen, passend dazu überreichte Michael Ganthaler ihm nach dem leidenschaftlichen Schlussstück noch eine Flasche Wein mit den Worten: „Als Dankeschön ein edler Tropfen zum Trunklied.“ Abschließend lud die Musikkapelle Naturns zum gemütlichen Ausklang ein und sammelte dabei Einnahmen für die anstehende Sanierung ihres Probelokals.

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Theater: „Stroßnbluat a Korrnrgschicht“

  • Dachzeile: Volxteattr Oubrwind Mols

Am Freitag, den 23. Januar 2026 um 20.00 Uhr lädt das Volxteattr Oubrwind Mals zur Premiere von „Stroßnbluat“ ins Kulturhaus von Mals ein. Das Theaterstück thematisiert das Schicksal von Menschen, die auf der Straße leben und sich durchkämpfen. In einem kleinen, abgeschiedenen Bergdorf ist das Leben geprägt von alteingewöhnten Bräuchen, Engstirnigkeit und Vetternheirat. Diese Ordnung wird jedoch mächtig durchgerüttelt, als eine „Korrnrgruppe“ durch das Tal zieht und einen Verletzten über den Winter im Dorf zurücklassen muss. Die Angerhof-Bäuerin pflegt den jungen Mann und möchte ihn schließlich an sich binden. Mitten unter den Engstirnigen will sie einen „Stroßnraber“ zum Sesshaft werden bringen, einen brauchbaren Menschen aus ihm machen. Aber ist das „Stroßnbluat“ stärker? Themen wie Gewalt und Aggression, soziale Ungerechtigkeit und Ausgrenzung, aber auch die Suche nach Identität und Zugehörigkeit spielen eine Rolle, eine „Korrnrgschicht“ eben. Regie führt Hanspeter Plagg mit einem erfahrenen Ensemble, dem auch drei Kinder angehören. Freuen Sie sich auf einen Theaterabend voller Emotionen, der zum Nachdenken anregt! Alle Termine und Informationen sind im TheaterWind im Kleinanzeiger angeführt. (lu)

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Abschied von der Filmwerkstatt

  • Dachzeile: Naturns/Meran
  • Weitere Fotos - 1: Kurt Hofer und Hansjörg Waldner beim Imbiss
  • Weitere Fotos - 2: Karl Prossliner und Hubert Scheibe zu später Stunde

Anlässlich seines Abschieds zum Jahresende lud der Filmemacher Karl Prossliner am 7. Dezember 2025 Freunde und Freundinnen in seine Filmwerkstatt nach Meran. Gezeigt wurde das 7.5-stündige Meisterwerk Satanstango“ (1994) von Bèla Tarr. Der in Schwarzweiß gedrehte Film gilt als einer der längsten Kinofilme aller Zeiten und basiert auf dem gleichnamigen Roman des ungarischen Autors Làszlò Krasznahorkai, der kurz vor Weihnachten 2025 den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Hubert Scheibe kommentiert den Film so: „Nach sieben Stunden Film wissen wir, wo oben und unten ist“. Auf die Frage an Karl Prossliner, warum er für seinen Abschied gerade diesen Film ausgewählt habe, antwortet er: „Weil es ein schöner Film ist!“ Hansjörg Waldner, der ebenfalls eingeladen war, sah in dem Film Ähnlichkeiten mit seiner Zeit im Obervinschgau in den 1950er Jahren. „In der Stube sitzen, nix reden. Nur langsam verging die Zeit. Leben musstest du halt - oder gehn“, so Waldner.

Karl Prossliner wurde 1953 in Mals geboren und ist in Glurns aufgewachsen. Prossliner hat als freischaffender Filmemacher eine Unzahl von Features produziert. Vor allem widmete er sich dem dokumentarischen Film. Einer seiner ersten Dokumentarfilme war „Sonderurlaub ohne Bezüge“ mit Roman Moser (1989). Ein Film, der dem Spielfilm Satanstango von Bèla Tarr ähnelt, ist der Film „Das seltsame Haus“ (1986). „Es war auch so ein langsamer Film, wo man langsam hineinkommen musste. Man muss sich darauf einlassen“, so Prossliner. Bekannt wurde Karl Prossliner mit seinen Filmreihen für das Fernsehen: Sprechen über Südtirol in 7 Folgen (1994/95), Archiv des Alltags, Bildbeschreibung und Menschenbilder. Für seine Dokumentationen erhielt Prossliner zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den Prof. Klaus Gatterer Preis (2009) für sozial engagierten Journalismus, den „Goldenen Enzian“ beim Trientner Bergfilmfestival oder den „Fuji-Preis“ beim Dokumentarfilmfestival in München. (pt)

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